der Hund muss halt im Gelände auch mal selbstständig Entscheidungen treffen. Wenn er nur funktioniert wenn man Anweisungen gibt, kann das irgendwann schwierig werden.
Beiträge von AnjaNeleTeam
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Das Tauschen, bzw auch das blinken, kenn ich hier und von einigen anderen Spaniels vor allen im Bezug auf den Dummy gegen einen cooleren eintauchen (schwerer, eigener, andere Farbe etc). Oder beim Suchen, bzw buschieren ist für Mini das Suchen viel wichtiger als das apportieren zb. Die findet dann die Dummies, zeigt sie mir an, geht dann aber Teils lieber weiter suchen. Wird aber.

Die Idee hinter des Trainersidee wie du sie beschrieben hast AnjaNeleTeam find ich gar nicht schlecht. Klingt für mich soweit auch logisch und möglichst konflikt frei. Hast du das so mal direkt gesehen im Training auch?
Ich selbst würde allerdings im ersten Impuls (und gerade wenn ich alleine Trainiere) auch ein Abbruch Kommando geben. Bzw direkt wenn der Erste aufgenommen wurde den Hund zum rankommen motivieren. Klappt aber sicher nicht immer mit jedem Hund.

Nein ich hab das leider selbst noch nicht gesehen als Übung.
Wie du auch sagst, kommts wahrscheinlich sehr auf den Hund und den Grund des Tauschens an.
Wenn der Hund einfach noch nicht verstanden hat was er machen soll ist das sicher eine andere Ausgangslage, als wenn er schaut ob nicht was cooleres da liegt.
Danke für deinen Beitrag! Du hast auch meine vagen Bedenken auf den Punkt gebracht. Aber trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass es für manche Hunde eine sinnvolle Übung sein könnte. Unter der Voraussetzung, dass die Grundlage Apport gut sitzt.
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Es geht aber gerade mal nicht um Wild

Außerdem sollte ein Hund der nicht sauber apportiert meiner Meinung nach auch nicht an Wild, auch wenn er sich da wahrscheinlich anders verhält.
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Man kann tauschen mitgezielten Übungen verhindern lernen. Aber nicht, indem man den Hund das Problem alleine lösen lässt.
Er hat ja schon Stress am Dummy (die Hauptursache fürs tauschen), da wäre es recht unfair, ihn alleine im Regen stehen zu lassen.
Da würde ich mir lieber überlegen, wo genau der Stress liegt. In welcher Sequenz der steckt.
(Auch ein Rückpfiff kann für manche Hunde ein Stressor sein, nur so als Idee)
Wenn ich nämlich weiss, wo genau der Stress liegt, kann ich die Übungen darauf ausrichten. Wenn als Beispiel der Rückruf der Stressteil ist, wäre es sehr kontraproduktiv, eine Übung mit Rückruf vom Dummy zu machen.
Übungen gegen das Tauschen müssen genau so vorsichtig aufgebaut werden wie alles Andere auch. Sei das zuerst mal lernen, über eine Dummie Linie zu apportieren, nur auf mega kurze Distanz. Oder an 1 Dummy vorbeigehen ohne dieses aufzunehmen und das im Maul fallen zu lassen. Es gibt so viele Varianten.
Diese Antwort hatte ich übersehen. Der Hund wird bei der von mir beschriebenen Übung nicht zurück gepfiffen.
Alles anzeigenEs gibt kein Patentrezept!
Bei jedem Hund ist die Ursache für das Tausche eine Andere. Gemeinsam ist allen der Stress.
Wenn du einen Hund hast, der auch nur ansatzweise zu Hektik neigt, dann wird der ewige tauschen und niemals selbst aus dieser Schlaufe kommen.
Es kommt bei der Lösung des Problems IMMER auf den Hund an. Was ist sein Grundcharakter. Wie sehen seine Lösungsstrategien aus. Ist er überhaupt im stande, selber eine Lösung zu finden. Und wo liegt das Hauptproblem. Mit welchen Schritten kann ich ihm helfen zu verstehen.
Ein guter Trainer hat immer mehrere Lösungen parat. Angepasst auf Hund und Situation, Lernstand etc.
Schimpfen am Dummy ist ein absolutes no go.
Ich habe nicht von einem Patentrezept geredet, sondern von einer Übung dazu.
Die Aussage des Trainers war, dass bei ihm alle Hunde spätestens nach 3 Minuten aufgehört haben zu tauschen und er dort dann angesetzt hat.
Schimpfen am Dummy ist ein no go, wird aber sehr häufig gemacht. Ein ermahnen oder ein Abbruch kann für einen sensiblen Hund ja auch schon Stress und negativ sein.
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AnjaNeleTeam Ich bewundere dich wirklich für dein Engagement

Super,super toll
Zum tauschen: Das habe ich irgendwie nicht richtig verstanden, man lässt den Hund tauschen und lobt dann? Was lernt er denn dadurch?
Ich habe ja so einen Tauscher, ok blinken macht er auch

Ist unsere einzige Baustelle, wo wir aber nicht wirklich vorwärts kommen.
Hängt auch von der Entfernung ab, wenn die Stelle noch ziemlich nah zu mir ist, tauscht er nicht (mehr). Weiter weg oder gar außer Sicht macht er es immer noch, bzw versucht es
Er lernt dabei den Konflikt selbst zu lösen und das ihn ewiges tauschen nicht weiter bringt. Erst wenn er sich entscheidet zurück zu kommen mit einem Dummy, gibts das Lob.
Ich habe das selbst noch nicht getestet, ein Trainer hat uns das nur so erklärt. Ich war schon recht überrascht über diesen Ansatz, aber wiegesagt fand ichs auch logisch, das es funktionieren könnte.
Ein Hund tauscht ja nicht ewig. Irgendwann hört er auf und da ist der Moment anzusetzen.
Da das Tauschen nicht über Strafe reglementiert wird, sondern vom Hund selbst unterbrochen, hast du dann auch nicht das Problem wenn der Hund nicht mehr in greifbarer Nähe ist.
Alles anzeigenIch hab mal eine Frage, was ihr von folgender Übung haltet:
Problem: der Hund tauscht
Lösung: den Hund absichtlich mit mehreren Dummies auf einer Stelle konfrontieren. Den Hund so lange tauschen lassen, bis er einen Dummy hat und zu dem Hundeführer schaut. Dann Rufen und ein Herkommen sehr loben.
Für mich hört sich das so einfach wie logisch an. Man lässt den Hund den Konflikt selbst lösen und lobt ihn dann, wenn er es richtig macht. Tauschen liegt meist an Stress am Dummy. Durch schimpfen/strafen verstärkt sich der Stress noch. Hier wird das umgangen.
Kennt ihr das vielleicht schon? Was haltet ihr von der Idee? Seht ihr Gefahren?
Hm, korrigiere mich, wenn ich das falsch verstanden habe. Aber dann lobt man den Hund doch, nachdem er lustig rumgetauscht hat und dann irgendwann entschieden hat mal rüber zu gucken. Ich würd das mit meinen Hunden nicht so trainieren (hätte da auch die Befürchtung, dass sich da hunting with game einschleicht).
Wenn ich das gezielt trainiere, lege ich auch mehrere Dummies dicht nebeneinander. Am Anfang stehe ich sehr dicht. Der Hund wird geschickt und bei der Aufnahme eines Dummies direkt gerufen, dreht sie sofort ab und zu mir, dann lobe ich. Macht sie aber Anstalten zu tauschen, dann sage ich ein Abbruchkommando (das muss man halt vorher aufbauen), gehe hin, nehme ihr kommentarlos das Dummy ab und lege es wieder zurück. Dann bekommt sie den nächsten Versuch. Sollte sie auf das Abbruchkommando den Tauschversuch noch unterbrechen und zu mir kommen, bevor sie tauscht, dann wird sie in dem Moment natürlich auch gelobt und belohnt.
Ja man lobt ihn fürs Bringen. Der Trainer war der Meinung, dass eine Verhaltensweise immer mehrere Bausteine hat. Z.B. A=Hund läuft zum Dummy; B=Hund findet die Beute; C=Hund tauscht; D=Hund kommt mit dem Dummy zurück; E=Hund gibt ab.
Er ignoriert also A-C und lobt D sehr stark. E ist erstmal nicht wichtig. Der Hund soll so motiviert werden schnell zurück zu kommen ohne durch Schimpfen und Stress bei B+C in Konflikte gebracht zu werden.
Er sagt Tauschen ist oft eine Form von Stress und das gilt es zu vermeiden.So soll ein Hund nicht trainiert werden, der nicht tauscht! Es geht hier um Hunde die das Problem Tauschen schon mitbringen. Ein vernünftiger Aufbau im Vorhinein gehört natürlich auch dazu und ein unproblematischer Hund sollte nicht so getriggert werden. Würde ich mit Leo zum Beispiel nie machen, weil der kein Tauschproblem hat. Da brauch ich das nicht provozieren.
Das mit dem Abnehmen was du beschreibst, kann eben auch einiges an Stress verursachen. Wenn dem Hund noch nicht klar ist, was du genau von ihm willst. Das könnte also je nach Hund auch ein Tauschen fördern.
Wiegesagt ich hab keine großartigen Erfahrungen mit Tauschen. Leo tauscht glücklicherweise nicht. Aber ich kenne ein paar Leute die damit Probleme haben und mit dem üblichen "hingehen und Hund schimpfen/Dummy wegnehmen" kein Stück weiter kommen. Im Gegenteil. Ein guter Aufbau ist da sehr wichtig, aber wenn der passt und der Hund trotzdem tauscht, dann muss der Stress weg - zumindest logisch für mich
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Ich hab mal eine Frage, was ihr von folgender Übung haltet:
Problem: der Hund tauscht
Lösung: den Hund absichtlich mit mehreren Dummies auf einer Stelle konfrontieren. Den Hund so lange tauschen lassen, bis er einen Dummy hat und zu dem Hundeführer schaut. Dann Rufen und ein Herkommen sehr loben.
Für mich hört sich das so einfach wie logisch an. Man lässt den Hund den Konflikt selbst lösen und lobt ihn dann, wenn er es richtig macht. Tauschen liegt meist an Stress am Dummy. Durch schimpfen/strafen verstärkt sich der Stress noch. Hier wird das umgangen.
Kennt ihr das vielleicht schon? Was haltet ihr von der Idee? Seht ihr Gefahren?
Ansonsten tut sich gerade einiges bei uns. Wir haben ein neues Gelände gefunden und werden dort nächstes Jahr selbst Trainer einladen und Seminare veranstalten. Außerdem werd ich demnächst Ausbilder
Ich fühl mich zwar noch nicht genügend qualifiziert, aber ich werde mich bemühen und den Beginnern kann ich sicher weiter helfen. Das Ganze wird dann eh unentgeltlich stattfinden und ich würde das wahrscheinlich mit einer Freundin machen, so dass wir uns gegenseitig unterstützen können. Der Bedarf ist da und etwas Erfahrung hab ich ja schon mit unserer just for fun Gruppe 
Ich bin super froh über diese Entwicklung, weil ich schon seit 15 Jahren Hundetrainerin werden will, aber durch verschiedenste Umstände ist das nicht vorwärts gegangen. Jetzt ist zumindest mal ein erster Schritt getan

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Sehr spannend

Ist nicht Sus.scrofa auch Jägerin? Oder verwechsele ich da was?
Ja sie ist Jägerin. Inzwischen weiß ich jetzt auch, dass sus scrofa die lateinische Bezeichnung für Schwarzwild ist

Ja bei uns gibt es auch verschiedene Modelle. Da ich noch gar keinen Anschluss hatte, war mir der lange lieber. Die kürzeren hätte ich außerdem nicht mit meiner Arbeit vereinbaren können.
Cool, dass du schon so viele Möglichkeiten hast zu üben und Erfahrungen zu sammeln

Weißt du inwiefern das Waffengesetz in Ö anders ist?
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Ich mach jetzt meinen Jagdschein und werd da eher noch mehr im Gelände unterwegs sein. Also Feldwege und Waldwege werden schon häufiger befahren. Allerdings komme ich aktuell mit meinem Opel Agila auch fast überall hin
Der ist aber halt so kurz und schmal, dass ich schön ausweichen kann. Wenn das nächste Auto größer und länger wird, fällt das evtl. schwerer und deswegen soll er eben geländetauglicher sein. -
Danke euch, dann schaue ich mir die nochmal genauer an. Aber ich kann mir nicht so richtig vorstellen, dass die gut geländetauglich sind. Anschauen werde ich sie mir aber trotzdem!
Suzuki Jimny? Fährt ein Kollege mit Schäferhund, der viel Offroad
Die sind cool, aber eigentlich nur tauglich als Zweitfahrzeug. Zu wenig Platz, keine Rückbank. Ich muss auch nicht super viel Offroad fahren, aber mal ein matschiger Waldweg oder steiniger Weg sollte keine großen Probleme bereiten. Das Auto sollte da nicht aufsetzen (Radstand) und das federn können.
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Hi Foris,
jetzt überlege ich echt schon lang diesen Thread zu starten und wie ich anfangen soll, aber jetzt leg ich einfach los und beantworte eventuelle Fragen einfach später

Nur kurz: ich mache seit März einen Jagdkurs und werde die Jägerprüfung März 2020 ablegen.
Dazu gekommen bin ich über den Hund und habe dann gemerkt, dass das Thema Jagd unglaublich vielfältig und spannend ist.
Leo hat dieses Jahr die Brauchbarkeitsprüfung bestanden, was nicht so leicht war, weil der Schrotschuss aufs Wasser für Leo eine Herausforderung ist.
Er macht sich aber immer besser im Training und bei seiner ersten richtigen Entenjagd hat er ganz brav und zuverlässig gearbeitet. Noch mehr solche Erfahrungen und es wird

Aktuell suche ich noch nach einer Möglichkeit irgendwo mitzugehen. Mir fehlen noch ganz viele Erfahrungen, genauso wie Leo, aber es eilt ja nicht!
Die letzte Aktion mit dem Jagdkurs war ein Ausflug in den bayerischen Wald. Wir bekamen von einem langjährigen Förster eine tolle Führung durch den Nationalpark rund um den Lusen. Er erzählte uns viel über den Borkenkäfer, über die Fichte, über den Klimawandel usw. Später sahen wir uns ein Rotwild-Wintergatter an, in dem das Rotwild im Winter gefüttert wird. Außerdem zeigte uns der zuständige Jäger auch einen Saufang. Ich hoffe sehr, dass diese Saufänge die Ausnahme bleiben.
Abends im Hotel war dann große Fragerunde angesagt. Hunde und Enten kann ich
Aber Waffenkunde muss ich echt noch intensiver lernen 
Am nächsten Tag besuchten wir den Tierpark Bayerwald. Vor allem für die Vogelbestimmung war das gut. Die Eulen und die Enten konnte man sich nochmal wesentlich besser merken und vorstellen, wenn man weiß wie groß sie sind und welche Merkmale man sich behalten kann.
Im Kurs, der einmal wöchentlich abends für 2h ist, haben wir zurzeit das Thema Waldbau. Sehr spannend mal zu erfahren was da so passiert
Ich habe keine Landwirte, Waldbesitzer oder Jäger in meiner Familie, da ist vieles Neuland, auch wenn ich mich mit den Pflanzen schon ganz gut auskenne.Etwas erschreckend ist, was der Klimawandel so im Wald anstellt und was da noch auf uns zukommen wird.
Der Esche gehts wie der Ulme vor ein paar Jahren, der Kiefer gehts nicht besonders gut, die Fichte hat den Borkenkäfer, die Buche zu wenig Wasser usw. Im bayerischen Wald sieht es genauso aus, obwohl der Borkenkäfer inzwischen zum größten Teil überstanden ist. Dort wartet man jetzt ab, welche Baumarten mit dem veränderten Klima am besten klar kommen.
Am Wochenende ist dann nochmal schießen mit der Flinte angesagt und das erste Mal laufender Keiler. Ich bin gespannt!
So viel erstmal von mir
