Beiträge von McChris

    Ich mach das alles überwiegend zu Fuß. Allein, um den eingepferchten Bock zu versorgen, inklusive Wasser, käme ich mit Zeugs mitschleppen in die Bredouille. Dazu kämen dann mehrere Stunden "Ansitz" (wo ich dort nichtmal wüsste, WO?), um die Tür per Fernauslösung zu schliessen, wenn Mutterziege und Zicklein drin sind. Schlimmstenfalls über Tage.

    Das ist einfach nicht schaffbar, wenn daheim noch andere Tiere versorgt werden müssen (und man grad ständig zum Zahnarzt muss). Das ginge mal einen oder zwei Tage, aber ich glaub nicht, dass die mißtrauische Geisterziege es uns so einfach macht. Noch dazu ists schwierig, wenn sie keine Gewohnheiten haben. Dann hocke ich da bei der Witterung für ein paar Stunden und in dem Moment, wo ich mich entschliesse, dass ich jetzt heim muss, um nicht halb zu erfrieren oder mal Pieseln muss, kommt sie dann und ich verscheuch sie aus Versehen.

    Ich denk da noch dran rum - es ist kein Problem, sich da mal ein paar Tage wirklich ins Zeugs zu legen, aber ich kann nicht über einen längeren Zeitraum bei den eigenen Tieren Abstriche machen, hier ist der Winterbetrieb aufwändiger als der Sommerbetrieb. Ich merk jetzt schon, dass Einiges liegenbleibt durch den täglichen Ziegenmarsch.

    Aus Interesse warum ist das mit den Mc's schwierig? McChris

    Weil die alles, was nicht zur Herde gehört, vertreiben wollen.
    Weil die alles mitkriegen, auch Nachts und dann anschlagen.
    Weil mit einen Bock, der dann - wenn auch im Abstand zu Rinderoffenstall und -auslauf, auf den Flächen steht, Gerüche und Geräusche entstehen, die HSH natürlich mitbekommen und als "nicht Alltag, also höchst verdächtig" einstufen.

    Ich denk auch immer noch an der Bock-Geschichte rum, wie man das handeln könnte.
    Theoretisch könnte ich mit einem - führigen ! - Bock eine Duftspur legen und sie quasi auf unsere Flächen locken, wo der Bock dann im als XXL-Lebendfalle umgebauten (noch nicht vorhandenem) Weidezelt auf sie wartet.

    Aber praktisch ist das nicht so einfach, wenn man HSH im Einsatz hat.

    Immer noch nichts Neues. Keine Sichtung, sie sind auf keiner WK, weder meiner, noch die unserer Jäger. Ohne die Spuren im Schnee bis vor ein paar Tagen, würde ich vermutlich denken, dass sie gerissen oder weitergezogen sind.

    Ich werde morgen mal versuchen, die Jäger der umliegenden Reviere herauszubekommen. Hier ist alles so furchtbar verschachtelt, da steigt kein Mensch durch, wer da wo das Revier hat und untereinander sind sich die Jäger auch nicht immer ganz grün. Aber so könnte ich noch an Hinweise kommen, wo sie sich sonst noch regelmäßig aufhält.

    Rinder sind toll und ich möcht sie nicht missen, aber dieses "altes Ehepaar-Feeling" mit einem über 30-jährigen Pony, das man von seinem 1. Lebensjahr an hatte, können (und sollen) sie nicht ersetzen. Ich musste die Pferdeoldies ja nach und nach einschläfern lassen und mit jedem Abschied bin ich dem pferdelosen Zustand näher gekommen. Gewöhnt hab ich mich daran noch nicht, sie waren so lange meine Begleiter und so Vieles hat sich aus ihnen ergeben. Ich werde nie kein Pferdemensch sein - aber ich bin halt einer ohne Pferd. Ein x-beliebiges Pferd zu reiten, bringt mir da wenig, dieses gemeinsame Erleben mit meinem Pferdepartner war für mich immer das, was im Vordergrund stand, nicht das Reiten an sich.

    Ich denke, man muss bei den Vergleichen zwischen Human- und Tierphysiotherapie auch ein wenig berücksichtigen, dass es bei Tieren immer noch einen deutlich größeren "Unberechenbarkeits-Faktor" gibt. Einem Menschen kann man erklären, dass er nicht voll belasten soll, beim Tier ist das nahezu unmöglich, bzw. benötigt unglaublich viel Fingerspitzengefühl vom Therapeuten. Da wird schon aus einem passiv Durchbewegen schnell ein Durchbewegen gegen Widerstand, von der Schwierigkeit, bei weiterführenden Übungen nicht voll zur Belastung zu kommen, braucht man da gar nicht erst anfangen.

    Hier ists einfach: solange die tägliche Routine eingehalten wird, klappt alles bestens, die Hunde (und Rinder) wissen ja, wann sie was machen müssen. Nur der Kater würde ohne mein Einschreiten gnadenlos verfetten.
    Ansonsten profitiert der Liebste von meiner Erziehungsarbeit, die Hunde hören mit kleinen Abstrichen auch auf ihn, ich geb keine ungefragten Tipps, manche Erfahrungen muss man auch einfach selbst machen, leb es aber vor und bin jederzeit ansprechbar, wenn Hilfe benötigt wird. Die Hunde "manipulieren" ihn ganz gern mal, aber in harmlosen Dingen, da gehts um mehr Knuddeleinheiten, um mehr Kekse oder um noch eine Minute wichtig in die Gegend starren. Der Liebste ist damals von 0 auf 100 mit 13 Vierbeinern konfrontiert worden und schlägt sich wirklich gut. Mittlerweile sieht er viel mehr, auch Gesundheitliches und empfindet das Leben mit den vielen Tieren oft zwar als anstrengend, aber immer als Bereicherung. Was will eins mehr?