Hallo,
im Grunde ist das, was Eure Welpin da an Verhalten bietet, recht normal, in dem Sinne, dass es ein noch sehr "natürliches" Verhalten im Rahmen der Entwicklungsgeschichte von Caniden ist.
Denn eigentlich macht es ja durchaus Sinn, wenn Welpen sich anfangs noch nicht zu weit von der heimischen Hütte entfernen. Es ist völlig normal, dass sie in der Nähe ihrer Heimstätte erst allmählich in kleinen Schritten ihre Umwelt erobern. Und diesen Radius in genauso kleinen Schritten langsam ausdehnen - an ihre körperlichen und auch mentalen Fähigkeiten angepaßt.
Nun sind wir Menschen aber in einem gewissen Zugzwang, schließlich wollen wir unsere Hunde in dieser Entwicklungsphase an soviele Eindrücke wie möglich gewöhnen, damit sie es im späteren Leben leichter haben, sich in unserer lauten, seltsamen Menschenwelt zurechtzufinden.
Deshalb wäre es im Moment das Falscheste, das Verlassen des heimischen Grundstückes aufzugeben. Sinniger wäre es, noch kleinere Schritte zu machen. Sich die Umwelt um Euren Hof Meter für Meter zu erobern.
Wenn Eure Welpin derzeit ein wenig ängstlich veranlagt ist, würde ich sicherheitshalber mal jemanden erfahrenen auf Euren Umgang mit ihr schauen lassen, um die Gewißheit zu haben, ob Ihr mit den Ängsten des Hundes richtig umgeht - ob Ihr ihr weiterhelft und sie aus diesen Ängsten rausholt oder ob Ihr sie durch Euer Verhalten versehentlich in ihren Ängsten bestätigt. Dazu bietet sich eine Welpengruppe in einer guten HuSchu an - da könnt Ihr auch wertvolle Tipps bekommen, wie Ihr mit dem Ziehen umgehen könnt.
LG, Chris