Beiträge von McChris

    Hallo,
    im Grunde ist das, was Eure Welpin da an Verhalten bietet, recht normal, in dem Sinne, dass es ein noch sehr "natürliches" Verhalten im Rahmen der Entwicklungsgeschichte von Caniden ist.

    Denn eigentlich macht es ja durchaus Sinn, wenn Welpen sich anfangs noch nicht zu weit von der heimischen Hütte entfernen. Es ist völlig normal, dass sie in der Nähe ihrer Heimstätte erst allmählich in kleinen Schritten ihre Umwelt erobern. Und diesen Radius in genauso kleinen Schritten langsam ausdehnen - an ihre körperlichen und auch mentalen Fähigkeiten angepaßt.

    Nun sind wir Menschen aber in einem gewissen Zugzwang, schließlich wollen wir unsere Hunde in dieser Entwicklungsphase an soviele Eindrücke wie möglich gewöhnen, damit sie es im späteren Leben leichter haben, sich in unserer lauten, seltsamen Menschenwelt zurechtzufinden.

    Deshalb wäre es im Moment das Falscheste, das Verlassen des heimischen Grundstückes aufzugeben. Sinniger wäre es, noch kleinere Schritte zu machen. Sich die Umwelt um Euren Hof Meter für Meter zu erobern.

    Wenn Eure Welpin derzeit ein wenig ängstlich veranlagt ist, würde ich sicherheitshalber mal jemanden erfahrenen auf Euren Umgang mit ihr schauen lassen, um die Gewißheit zu haben, ob Ihr mit den Ängsten des Hundes richtig umgeht - ob Ihr ihr weiterhelft und sie aus diesen Ängsten rausholt oder ob Ihr sie durch Euer Verhalten versehentlich in ihren Ängsten bestätigt. Dazu bietet sich eine Welpengruppe in einer guten HuSchu an - da könnt Ihr auch wertvolle Tipps bekommen, wie Ihr mit dem Ziehen umgehen könnt.

    LG, Chris

    Zitat

    Normalerweise müsste man so lange draußen warten, bis sie ruhig werden.

    Das Hereinkommen ist eine Bestätigung für das Bellen, also werden sie immer wieder Bellen, damit ihr reinkommt und wenn man es am Anfang ignoriert werden sie sogar lauter/länger Bellen, das legt sich dann aber.

    Ist der Nachbar mal nicht da um das zu trainieren?

    Wenn ihr anfangt zu trainieren muss das auch durchgezogen werden, es darf nicht mehr reingegangen oder aus dem Auto gestiegen werden, wenn die Hunde belllen (ich würde sogar wieder weiterfahren).

    In Sachen Bellen, würd ich es auch so wie oben beschrieben machen - das Problem ist dabei, dass sich das Bellen bei Euch schon ein wenig etabliert hat, sich selbst belohnt, weil Ihr ja rein müßt irgendwann und die Hunde so immer wieder Erfolg haben.

    Wenn Ihr das so übt, müßt Ihr Euch drüber im Klaren sein, dass das eine Weile dauert und dass sich das Verhalten Eurer Hunde erst einmal noch verschlimmern wird, während Ihr übt.

    Bei verständlicherweise genervten Nachbarn ist es eine gute Möglichkeit, denen zu erklären, WIE man übt, sie darauf vorzubereiten, dass es für einige Zeit während des Übens noch schlimmer werden wird, aber dass Ihr energisch daran arbeitet.

    Denn sonst ist man um der Nachbarn willen immer irgendwie im Zugzwang und beeilt sich mit dem Reinkommen, obwohl man eigentlich einen ruhigen Moment abwarten müßte....so lernen die Hunde es aber nicht, deshalb ist es besser, die Nachbarn vorzuwarnen.

    Was das Beissen angeht - kann ich mich den Empfehlungen in Sachen Hundetrainer nur anschließen. Sowohl die Rangeleine untereinander als auch das Beissen Dir gegenüber sollten mal von wem Außenstehenden begutachtet werden, um die richtigen Tipps geben zu können.

    LG, Chris

    Hallo,

    tja, das ist die Gretchenfrage - wann ist ein Hund glücklich?

    Ist er das, wenn er überschäumend vor Freude um einen rumspringt, wenn man mal kurz weg war oder ist er es, wenn er ruhig liegen bleibt, weil er sich sicher fühlt und weiß, dass der Zweibeiner halt auch mal weg ist, um Besorgungen zu machen, aber immer, immer wieder kommt....

    Ist er glücklicher, weil er den Menschen als Spiel- und Spaßgefährten sieht, oder ist er glücklicher, wenn er in einem Rahmen von Regeln eingebettet ist, in denen er sich geborgen und sicher fühlen kann?

    Worüber "freut" ein Hund sich mehr - über etwas, das ruhig und beständig immer da ist oder über etwas, das nur phasenweise erscheint?

    Ich persönlich glaube, dass die Beziehung zwischen Dir und Deinem Hund viel besser ist, als Du momentan glaubst - vielleicht, weil Du nach den "falschen" Hinweisen für einen glücklichen Hund suchst.

    Du bist derjenige, auf den Dein Hund sich verlassen kann, Du bist derjenige, der mit ihr arbeitet, ihr die Welt zeigt, der Regeln aufstellt und dem Hund hilft, diese einzuhalten.

    Stell Dich in Deiner Sichtweise einfach mal ein, zwei Meter nach rechts oder links und betrachte Eure Beziehung aus einer etwas weniger emotionalen Sicht - dann wirst Du merken, dass Du für Deinen Hund genau das bist, was ein Hund am dringendsten braucht - nämlich der Fixpunkt in seinem Leben, an dem er sich orientieren kann.

    Um ein paar mehr von diesen "Glücksmomenten" für Dich in Eure Beziehung zu bringen, genügt es, wenn Du Dich ein wenig in Deinen Bemühungen zurücknimmst, Deinen Hund glücklich machen zu wollen - erstens ist sie das schon längst und zweitens machst Du es ihr leichter, es auch offensichtlicher zu zeigen, wenn Du sie mal kommen läßt, denn warum sollte sie fröhlich wedelnd auf Dich zulaufen, wenn sie - überspitzt gesagt - doch weiß, dass Du eh gleich aufstehen wirst, zu ihr gehst und sie streichelst....

    Hunde sind durchaus sehr schlau und auch sehr bequeme und gemütliche Wesen - Deine Hündin bekommt Deine Zuneigung gerade auf eine Art "Essen auf Rädern" mit vollem Service an den Schlafplatz geliefert...Warum also sollte sie sich selbst darum bemühen?

    Nimm Dich ein wenig zurück - in dem Moment wird Deiner sonst immer vorhandene und auf den Hund einplätschernde Zuneigung wieder etwas kostbarer.

    Dazu kommt evtl. durchaus auch noch eine gewisse Zurückhaltung Männern gegenüber - um eine suboptimale Vergangenheit zu vergessen, sind drei Monate gar nichts. Laß ihr noch ein wenig Zeit, nimm Dich ein wenig zurück und lass Dich auf ihr Tempo ein.

    Dann bekommt eure Beziehung noch genau den liebevoll-glücklichen touch, den Du momentan noch vermißt.

    LG, Chris

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    Achso, bei mir ist nein halt nur: laß das, was Du im Moment gerade tust. Donnerwetter heißt, daß das für immer gilt. Nein belegt halt auch Dinge, die sonst erlaubt sind, aber nur im Moment gerade nicht erlaubt sind (Couch, weil wir gerade essen vorm Fernseher o.ä.)

    Bei "uns" ist das wohl etwas "schwammiger", aber für die Hunde offensichtlich trotzdem verstehbar - wenn etwas sehr häufig mit NEIN belegt worden ist, automatisiert sich das. Soll heißen, wenn ich pro Hund bei Brummsummseln 50 Mal Nein gesagt habe, versuchen sie es irgendwann gar nicht mehr - da brauchts im Frühjahr nur einen kleinen "Auffrischungskurs" und glücklicherweise kommen die relativ harmlosen Hummeln als erstes, dann Bienen und Wespen und erst viel später, wenn die Hornissen auftauchen, ist das "Wir jagen nichts, was da so rumsummt" wieder so gefestigt, dass es absolut sitzt.

    Wobei es "Sacklzementnochmal-donnerwetter-Neins" auch gibt, aber das sind bei uns eher die, wo das Nein unsererseits einen Hauch zu spät kommt und der Hund nicht mehr nur überlegt, sondern schon dabei ist...

    LG, Chris

    Zitat


    Und dann wird im Forum, wo man Hilfe sucht oder Antworten, gleich draufgehauen, weil man das ausspricht "Ich habe im Moment kein Geld für den TA".

    Meine Eine hatte das gänzlich anders verstanden - nämlich mehr so als "Ich weiß nicht ob das was schlimmes sein muss und will nicht wegen etwas, was evtl. völlig normal ist, 20 (oder wieviel auch immer) € auf den TA-Tisch blättern..."
    DAS nämlich kann ich gut verstehen.

    LG, Chris

    Ich hätte noch ne Steigerung anzubieten - einen Hund, dem ein Pony auf die Pfote gelatscht ist. Da kann man einen Schmerzensschrei ja durchaus nachvollziehen... Und am nächsten Tag sieht Hund Pony, hält die betroffene Pfote in die Luft und schreit zum Gott-Erbarmen....

    LG, Chris

    Wir haben das einfach übers Nein aufgebaut, weil wir hier ziemlich viele Hornissen haben. Nach der x-sten Nein-Belegung in diversen Brummsummsel-Momenten war das so "verinnerlicht" bei den Hunden, dass es seitdem - außer im Frühjahr mal als kurzer Anfall, wenn die Brummer wieder losfliegen - komplett abgestellt ist.

    LG, Chris

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    das du dir nicht sicher sein kannst, das deine Eltern schuld an deiner Erkrankung sind. Gerade Atemwegserkrankungen sind
    häufig genetisch bedingt.

    Aber WENN bereits eine genetische Disposition für Atemwegserkrankungen da ist, macht jede zusätzliche Noxe die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich daran zu erkranken, umso größer.

    "Früher" war es halt noch nicht so im Umlauf, wie schädlich Rauchen für die "Mitraucher" sein kann, aber mittlerweile sollten wir es doch besser wissen und dementsprechend damit umgehen - ob nun bei Kindern oder bei Tieren.

    LG, Chris

    Wie schon geschrieben - ich rauche ja selbst.

    Aber ich kenne die gesundheitlichen Risiken sowohl des Aktiv- als auch des Passivrauchens.

    Ob ICH mich diesen Risiken aussetze, ist und bleibt meine Entscheidung.
    Die kann und muss jeder Raucher für sich treffen.

    Aber meine Augen vor den gesundheitlichen Risiken des Passivrauchens zu verschließen und Kinder oder Haustiere diesen Risiken bewußt auszusetzen, geht nach meiner Definition der persönlichen Freiheit zu weit - denn die endet da, wo andere unmittelbar davon betroffen sind.

    Einige Diskussionsbeiträge hier haben mich fast an meinem Weltbild zweifeln lassen - da, wo in anderen Beiträgen seitenweise über Konservierungsstoffe in Futtermitteln schwadroniert wird, diese verteufelt werden bis zum Umfallen und böse Worte fallen, wenn jemand sich nicht von diesem Futter abbringen läßt, werden hier plötzlich die Gefahren des Passivrauchens für Haustiere verniedlicht und verharmlost - irgendetwas stimmt da nicht.

    LG, Chris