Beiträge von McChris

    Da ist eine Vermutung schon recht schwierig.

    Hecheln, schneller Herzschlag, mangelnde Kondition können z. b. ein Hinweis auf Herzprobleme sein.

    Aber auch Schmerzen sind nicht auszuschließen.

    Je älter ein Hund wird, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit für altersbedingte Durchblutungsstörungen im Hirn. Das könnte eine Erklärung sein für zunehmende Angstproblematik und auch sonstige Verhaltensänderungen.

    Aber auch die Sinnesleistungen lassen mit zunehmendem Alter nach - die Sehkraft wird schlechter, hund hört schlechter, auch die Nase kann beeinträchtigt sein.

    Du siehst also, da kann schon so viele zusammenkommen, manchmal sind es mehrere medizinische "Baustellen", manchmal lasse auch alle Symptome nur auf eine einzige Erkrankung schließen....

    Wirklich weiterhelfen kann nur ein recht umfangreicher Komplett-Check, der z. B. ein geriatrisches Labor-Profil beinhaltet, eine körperliche Untersuchung, ggf. mit Röntgen der Hinterhand, ein Herzultraschall - erst dann kann man den ein oder anderen sinnigen Hinweis bekommen, in welche Richtung weitere, gezielte Untersuchungen gehen sollten.

    LG, Chris

    Ich versuche gerade, mir die "räumlichen" Gegebenheiten vorzustellen. Kann es aber nicht.

    Wenn dieser Vorfall wirklich mehr in Richtung "Unfall" geht - würde ich in erster Linie mit der Hunde-Nachbarin reden und versuchen Lösungen zu finden, damit das Ganze nicht noch einmal passieren kann. Z. B. in das Gartentörchen einen "Selbstschließ-Mechanismus" einbauen, so dass es immer von alleine wieder zufällt. (Denn Deppne, die Gartentore nicht schließen, gibt es genug, das muss ja nichtmal die Frau selbst gewesen sein....)Über eine Erhöhung des Zaunes nachdenken. Ggf auch den eigenen Garten "sicherer"machen - wie gesagt, ich kann mir die räumlichen Gegebenheiten nicht wirklich vorstellen, aber der Hund ist ja nicht nur aus seinem Garten raus, sondern auch in den anderen Garten rein-gekommen.

    Wenn beide Seiten sachlich und ernsthaft daran interessiert sind, eine gute Lösung zu finden, dann klappt das i. d. R. ja auch.

    Für Deine Schwester - die ja Fachfrau ist - wäre es noch mal wichtig zu betonen, dass alle Tierbisse, auch wenn sie relativ klein sind, immer sehr "keimbehaftet" sind und oft zu Entzündungen führen, weil die Haut selbst schon abgeheilt ist, während in der Tiefe das Getümmel noch wütet... also doch sicherheitshalber einen Arzt drauf sehen lassen (vielleicht einen "auf Arbeit).

    LG, Chris

    Zitat

    WOW!!! 23 Seiten kaut ihr schon wider mal so ein leidiges Thema durch.Ich möchte nicht wissen,wie viele Babys und Kleinkinder täglich auf dieser Welt sterben.Weil sie vom Auto angefahren werden oder vom Mensch (oftmals die eigenen Eltern) getötet werden.In den meisten Fällen werden Babys oder Kinder von dem Mensch getötet.

    Naja, zum einen sind wir hier nun mal in einem "Hunde"Forum und nicht im 4-Wheel-Fun-Forum und zum anderen finde ich es recht lehrreich, wenn man hier zwar die Hintergründe für DIESEN Vorfall aus mangelnden Kenntnissen nicht beleuchten kann, aber doch wenigstens allgemein darüber reden kann, wie es zu solchen Situationen kommt und wie man sie vermeiden kann.

    LG, Chris

    Hallo Gisela,

    vielleicht magst Du mal meinen Text über unsere Jenni in der "Regenbogenbrücke" hier im Forum lesen - als Hinweis darauf, dass man es wirklich weiß, wenn es soweit ist, dass dann die Entscheidung fast wie von selbst kommt, so wie es auch Schnauzermädel so treffend beschrieben hat.

    Wir haben uns ein 3/4 Jahr mit der Frage rumgeplagt, wann für einen dementen, alten Hund der Tag des Einschläferns gekommen ist - und als es soweit war, war es absolut klar und es war eine ruhige, friedliche und liebevolle Entscheidung im Sinne des Hundes.

    https://www.dogforum.de/ftopic104849.html

    Keine Bange, das ist kein besonders rührseliger Text, einfach ein Text über einen fröhlichen Hund, bis ganz zum Schluß.


    LG, Chris

    Zitat

    Leja - die arme verletzte, von einem bösen, hinterhältigen Hund ohne Vorwarnung angegriffene Prinzessin - hat abends eine Extra große Portion Fleisch mit extra Käse bekommen und durfte die ganze Nacht bei uns im Bett schlafen. :/

    Mein Mann ist nur haarscharf an einer durch mich vorgenommenen Enthauptung vorbeigekommen, als er mich nachts um 0.45 Uhr fragte, ob Leja den Vorfall schon vergessen hätte. *Kreisch* :roll:

    Und wer wischt mir jetzt den Kaffee vom Monitor?

    *gröhl*

    LG, Chris

    Hallo,
    ja kann man erkennen...

    MIR wäre das auch zu dünn - schlank großwerden ja, aber das ist wirklich schon arg schlank.

    Was genau hat die TÄ denn gemacht, um sagen zu können, dass Dein Doggenmädel fit ist?

    Waren Blut/Kotuntersuchungen dabei?

    Guter Appetit, ansonsten recht gesund aussehend und Fett-Unverträglichkeit (wie hat sie denn auf die Sahne reagiert, mit Dünnpfiff?) könnten z. B. auf eine Bauchspeicheldrüsen-Geschichte hindeuten oder auf irgendwelche sonstigen Verwertungsstörungen.

    LG, Chris

    Zitat

    Futter hilft lediglich den Angstreiz irgendwann nicht mehr als Angstreiz anzusehen sondern es mit etwas Gutem in Verbindung zu bringen.

    Oftmals arbeiten Angsthundehalter einfach nur nicht richtig mit dem Futter, das timing ist da meist off.

    Als Nicht-Hundetrainer und Nicht-Verhaltensbiologe schreib ich jetzt mal bewußt schnodderig :D

    Es gibt NOCH einen Aspekt, den ich mir in der Angstbewältigung mit Futter zunutze mache.

    Ganz schlicht und ergreifend, indem ich das vegetative Nervensystem "austrickse".

    Ganz grob gesagt habe ich auf der einen Seite den Symapthicus-Nerven, der in solchen Angstmomenten, wo alle Systeme auf Alarmstufe "Rot" stehen, überhand nimmt - der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren, um Flucht oder Angriff und die damit verbundenen körperlichen Anstrengungen zu ermöglichen und auf der anderen Seite hockt der Parasympathicus, der Nerv, der mehr so für den gemütlichen Teil - Entspannung, Verdauen, Ruhen zuständig ist...

    In dem Moment, wo Futter in angstauslösenden Momenten ins Spiel kommt, nehme ich dem Sympahticus die Möglichkeit zur "Alleinherrschaft" und bringe den "Ruhe-Nerven" mit ins Spiel - schon allein dadurch KÖNNEN die Systeme ein wenig heruntergefahren werden und das hormonelle Chaos, das in solchen Angstmomenten vorherrscht ein wenig eingegrenzt werden.

    Oder noch platter formuliert: Kauen beruhigt.

    Das wird bei Pferden wesentlich gezielter/bewußter genutzt, indem z. B. hochnervige Rennpferde, die zwar Top-Athleten sind, sich aber mit ihrer Nervösität selbst im Weg stehen, schlicht und ergreifend ausgiebiger Weidegang verordnet wird. Gar nicht so sehr wegen der damit verbundenen freien Bewegung, sondern tatsächlich, um der ausgeprägten Kautätigkeit Raum zu geben.

    LG, Chris