Nun sind bei verschiedenen chronischen Krankheiten Begleiterscheinungen, wie z. B. eine Depression oder aber auch das Erschöpfungssydrom, bei anderen Erkrankungen das Fatigue-Syndrom durchaus häufig vorkommende Wegbegleiter.
Die Kombination aus schnellem körperlichen und geistigen Leistungsabfall, gepaart mit einer gewissen Form der Antriebslosigkeit spricht schon sehr dafür - mein Rat wäre zunächst mal ein gründlicher Check beim passenden Facharzt - Neurologe wäre z. b. angebracht.
Ergänzende Maßnahmen kann man dann immer noch angehen, aber das steht m. E. grad gar nicht im Vordergrund.
Gerade chronische Erkrankungen wirken sich in extremer Weise natürlich ganzheitlich aus - das heißt nicht, dass jeder chronisch Kranke nen Schuß hat, aber man muss sich darüber im Klaren sein, dass ja alle Lebensbereiche davon betroffen sind - Privatleben, Beruf, Finanzen...
Und zwischen sagen "das ist halt so, da muss ich durch, krieg ich hin" und der tatsächlichen Akzeptanz solch einer Erkrankung ist leider doch noch ein großer Schritt.
Ist Dir Coping ein Begriff? Damit ist in erster Linie ein längerer Prozeß gemeint, in dem eine chronische Erkrankung "angenommen" wird, akzeptiert wird, dass das Wunder dann doch nicht eintritt, auf das jeder Betroffene doch irgendwie immer hofft...man nicht mehr immer alles mit "früher" vergleicht, was man da alles leisten konnte, sondern sich im Rahmen des Machbaren mit der Erkrankung arrangiert, sich nicht von ihr das Zepter aus der Hand nehmen läßt, aber angemessen damit umgeht.
Ich empfehle Dir wirklich, zunächst noch mal ärztlich abklären zu lassen, was genau bei Dir dahintersteckt.
LG, chris