Beiträge von McChris

    Ich kann Dich schon verstehen Bentley, einfach aus der Praxis heraus, dass man manchmal gar nicht ahnen kann, auf was für blöde Ideen manche kommen...
    Und da es hier um Lebewesen geht und nicht um die Reparatur-Anleitung eines Autos, wirken sich Fehler umso gravierender aus.

    Theoretisch bin ich allerdings der Ansicht, dass jeder, der einen Text liest, in dem auf alle möglichen besonderen Umstände hingewiesen wird, selbst dafür verantwortlich ist, was er draus macht...

    LG, Chris

    Zitat

    Leider kenne ich die von dir beschriebenen Ausbildungsmethoden, von früher auf dem Hundeplatz.
    Mir ist jetzt beim lesen, richtig schlecht geworden, denn ich höre das schreien der Hunde wieder, wie damals.

    Ich will jetzt nicht als Befürworter solcher Methoden gelten, aber, Bentley, ich kenne diese Szenen auch noch - mit dem Unterschied, dass sich da die gesamte Ausbildung eines Hundes drauf bezog. Das war die GRUNDLEGENDE Einstellung in der Hundeausbildung, die sich durch das ganze Leben der Hunde gezogen hat.

    Ich finde schon, dass die beschriebene Vorgehensweise einen anderen Charakter hat:
    weil sie absolut situationsbezogen ist
    weil sie nicht auf die gesamte Erziehung angewandt wird,
    weil die Beschreibung Lui´s nichts mit den Geschöpfen, die Dir und mir so von "früher" in Erinnerung sind, gemeinsam hat....

    Was aber immer noch nicht und nie heißen wird, dass ich diese Methoden als 08/15-Mehtoden gutheißen würde.

    LG, Chris

    @ Nalla

    vorweg mal - ich flehe Dich an, drück bei so langen Texten mal die Absatztaste.... :D

    GANZ brisantes Thema in solch einem Forum.

    Was mir aufgefallen ist - Ihr habt ja wirklich einiges vorher versucht, an anderen, vermeintlich humaneren Ausbildungsmethoden.
    Was ich trotz 2 x Lesens nicht gefunden habe, war ein "Zeitfenster" in dem sich das Ganze (vorher) abgespielt hat. Einfach nur aus Interesse.

    Was mir weiter aufgefallen ist - die deutliche Beschreibung Deinerseits, wie "normal" Lui weiterhin auf Euch reagiert - er sucht weiter Kontakt zu Euch, zeigt Euch gegenüber kein Angstverhalten, keine Beschwichtigung und kann jetzt entspannt danebenstehen, wenn Du unterwegs auf Menschen triffst. Das spricht für mich sehr dafür, dass Lui trotz seiner Erfahrungen in der Vergangenheit, mit dieser über einen recht kurzen Zeitraum sehr "hart" anmutenden Ausbildungsmethode (die situativ bedingt und nicht grundsätzlich angewandt wurde, wenn ich es richtig verstanden habe) klar gekommen ist.

    Sicher u. a. deshalb, weil körperliche Maßregelungen im Unterschied zur "sinnlosen Gewaltanwendung" nicht den Eskalations-Faktor an sich haben - ich gehe davon aus, dass wenn bei Euch körperliche Einwirkungen situativ bedingt nötig waren, diese mit dem nötigen emotionalen Abstand (ohne blinde Wut) ausgeführt wurden, nur in der dazugehörigen Situation und Ihr das Timing dahingehend geschafft habt, bei akzeptablem Verhalten Luis sofort wieder umzuschwenken.

    Für mich sind das durchaus Kommunikations-Mittel, die im Bereich der Lernvarianten eines Hundes liegen und deshalb so lange für diesen verständlich und unschädlich sind, wie sie an die Situation angepaßt, vom Timing und von der Einstellung des HH her stimmen.

    Da aber die Erfahrungen zeigen, dass bei den meisten Menschen solche Teil-Methoden "entarten", indem sie falsch, zu oft, bei allen auftretenden Problemen, zu emotional, und und und angewandt werden, habe ich grundsätzlich die Einstellung, dass solche Methoden in der Hundeausbildung nichts zu suchen haben.

    Allerdings mit der Einschränkung, dass es eben auch Problemstellungen gibt, die durch solche Methoden durchaus erfolgreich - vor allem erfolgreich im Sinne des Hundes - angewandt werden können. Bei Euch scheint das so zu sein, unter Anleitung eines Trainers, mit der richtigen Einstellung - aber Ihr seid wirklich eher die Ausnahme als die Regel.

    Ich gebe Dir vollkommen Recht, es gibt nicht nur schwarz und weiß und ich freue mich für Lui, dass er allmählich wieder ein normaleres, entspannteres und fröhlicheres Hundeleben führen kann.

    LG, Chris

    Zitat

    Gut...also, zum jetzigen Zeitpunkt nichts tun? Ich gehe auch davon aus, dass bald jemand nach Hause kommen wird. Hoffe ich zumindest für den Hund. :/
    Klar wird es ihm nicht gut gehen, deshalb frage ich unter Anderem, denn das tut einem ja auch leid, wenn da seit 6h ein Hund bellt. Klingt schon leicht heiser, der Arme. :(

    Sobalds ruhig wird, ist wer da....

    Den würde ich dann erstmal freundlich drauf ansprechen.
    Und mir dann die Reaktion ansehen.

    LG, Chris

    Zitat


    Wie kann ich ihr dass austreiben, bzw. geht dass irgendwann weg?

    Hallo,
    Du musst es Ihr weder austreiben, noch geht es von selbst weg.

    Deine Hündin braucht grad ganz dringend Deine Hilfe, denn so wie jetzt sind die Spaziergänge für keinen von Euch beiden und auch für die, auf die Ihr trefft, entspannend.

    Hast Du jemals versucht, sie einfach durch ein Kommando (Abruf oder Nein) von diesem Verhalten abzuhalten?

    Wenn ja und das klappt nicht, ist erstmal das Lernen der Kommandos vorrangig, bis dahin gilt Leinenzwang.

    Wenn nein, solltest Du ein wenig umdenken, weil es schon ein Wunder ist, dass bisher noch nichts passiert ist und weil es einfach eine Frage der Höflichkeit anderen Menschen und Hunden gegenüber ist.

    Gleichzeitig solltest Du mit ihr üben, dass sie lernt, neutral (an der Leine) an anderen Hunden vorbeigehen kann, ohne rumzuprollen und dass sie nur mit Deiner Erlaubnis auf ausgewählte Hunde zulaufen darf.

    Ganz andere Frage, wenn das jetzt erst seit einem Monat so dolle ist - wird sie demnächst vielleicht läufig? Da reagieren viele Hündinnen etwas "anders" als sonst... Was aber an der grundsätzlichen Sache, wenn Hunde einfach auf andere Hunde zu rennen und rumprollen nichts ändert.

    Weil das doch sehr viel zu üben ist, ist Dir vielleicht in einer HuSchu am Anfang gut geholfen - da hat man dann auch vierbeinige Trainingspartner....


    LG, Chris

    Zitat


    Ich muss dazu sagen sie ist vom Tierschutz und erst seit 2 TAgen bei uns bzw erst überhaupt in D´land. Meint ihr das legt sich. Könnte ihr was weh tun?

    Hallo Alex,
    vorweg, es macht mich ein wenig stutzig, dass die Kleine in dem Alter schon in D ist....unsere Einfuhrbestimmungen lassen das eigentlich gar nicht so zu...was auch der Grund dafür ist, dass Auslands-TS-Welpen normal erst wesentlich später nach D kommen.

    Zum Nachlesen mal da:
    http://www.helfgen.de/pdf/huk-einfuhr-lang.pdf

    Für einen Hund ist das Hochgehoben werden schon allein durch die Körperbewegungen, die wir Menschen dazu machen müssen, eine sehr "bedrohliche" Angelegenheit - wir beugen uns drüber, nähern uns oft auch recht schnell an und zack, wird der Hund hochgenommen.

    Nun ist Tosca noch ein Welpe, hat einiges hinter sich und grad ein paar Tage bei Euch.

    Versucht, das Hochheben "hundefreundlicher" zu gestalten, sich hinhocken und im Idealfall den Hund zu Euch kommen lassen, dann nicht mit dem Körper drüberbeugen, sondern sie ein wenig seitlich hochnehmen - alles ganz langsam und ruhig....

    In ein paar Tagen, wenn sie ein wenig Vertrauen hat, wird das sicherlich schon deutlich besser werden.

    Wenn du "auf sie einsprichst" beim Hochnehmen, kann es sein, dass Du sie versehentlich in ihrer Angst bestätigst - lieber ruhig bleiben dabei und erst ganz doll loben, wenn sie auf dem Arm ist, sich ruhig verhält. Nie "reden" wenn sie grad ängstliches Verhalten zeigt, aber immer leise-fröhlich loben, wenn sie mal etwas "erwünschtes" tut...

    Zum TA müsst Ihr sowieso ganz dringend mit ihr - dann würde ich sicherheitshalber auch mal auf das Stöhnen hin untersuchen lassen.
    Oft weiß man so wenig, was solche Hunde schon mitgemacht haben, da ist ein großer TA-Check eh angesagt.

    LG, Chris

    Zitat


    Und was die Betreuung angeht: Da werde ich mal mit meiner Nachbarin reden. Sie hat selbst 2 Hunde (einen Papillon-Senior mit 18 Jahren und einen 3jährigen Jungspund), ist ganztägig zuhause und stört sich wahrscheinlich an unserer kleinen Maus zusätzlich nicht.

    Das wäre doch eine großartige Lösung.

    Dann drück ich mal die Daumen!

    LG, Chris

    Doch, Du hast es in der Hand. Bei einem Welpen kann man sich diese "Boss-Geschichte" eh sparen, darum geht es da gar nicht.
    Ein Welpe braucht einfach jemandem, der ihm erstmal die Hausordnung erklärt, jemandem an dem er sich orientieren kann und jemandem, der Regeln aufstellt.

    Einen aufgedrehten Welpen kann man z. B. mit einem ganz festen (nicht weh tun) Halten in den Armen wieder runterfahren, so, dass er sich kaum bewegen kann. Nicht böse, sondern mehr um des Welpens willen. Einfach so lange ganz ruhig festhalten, bis der Welpe sich beruhigt.
    Und(oder einen Welpenauslauf/eine Zmmerbox in Angriff nehmen.
    Dort gibt es dann ab und an mal eine von Dir verordnete zwangspause.


    Bitte nimm Dir alle Ratschläge, die Du bisher hier hast, zu Herzen.

    Sonst verwandelt sich Deine Luna in ein "Aussie-Monster-Hund", total aufgedreht, total hibbelig und fast nicht mehr zu kontrollieren....

    LG, Chris

    Hallo,
    Deine Kleene ist einfach völlig überdreht, weil ihr für ihr Alter schon viel zu viel abverlangt wird.

    Kommandos. Gleich mehrere, die sie schon beherrscht?
    1 Stunde am Stück draußen?

    Die Lütte braucht im Moment nur ein paar Dinge:

    Viel Schlafen.
    Viel Schmusen.
    Spielen.
    Futtern.
    Draußen beim Gassi in MINUTEN-Häppchen und cm-Schritten die Welt kennenlernen...

    Schön, wenn sie schon weiß, dass SIE Luna ist - mehr muss so ein Pimpf noch gar nicht können...

    Fahr Deine Erwartungen und das Programm ganz dramatisch runter, lies ein gutes Welpenbuch, was man wann erwarten kann, an Konzentrationsfähigkeit, an Entwicklungsstufen und das ganze Drumrum....

    Und Du wirst feststellen, dass Luna einfach nur ein ganz normales Hundekind ist.

    LG, Chris

    Hallo,
    je nach Alter, Futter und auch Veranlagung haben Hunde ähnliche Zahnprobleme wie wir Menschen auch...
    Die gelben Ablagerungen werden vermutlich Zahnstein sein - da ist die gängigste Methode, diesen beim TA in leichter Narkose entfernen zu lassen und danach entweder durch Futterumstellung und/oder Pflegemaßnahmen die Neubildung zu verhindern. Dann ist auch der Mundgeruch weg...

    Eine Gelbfärbung der Zähne ohne Ablagerung kommt recht oft bei Auslandshunden vor, die schon mal mit Staupe zu tun hatte, aber so sieht Dein Avatar eigentlich ja nicht aus...

    Übrigens sind Zahnerkrankungen, also auch Zahnstein, beim Hund nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern können sich ernsthaft auf die Gesundheit auswirken, deshalb nicht zu lange warten...

    LG, Chris