Beiträge von McChris

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    Man kann seine Wut ruhig rauslassen, nicht jeder muss meiner Meinung sein. Aber in Notsituationen muss man auch Verantwortung tragen, und auch finanziell.

    Reden wir denn überhaupt so sehr aneinander vorbei?

    Dass glaube ich nämlich gar nicht.

    Sicher hat jeder, der ein Tier bei sich aufnimmt, auch die Verantwortung dafür.

    Das Einzige, was uns wohl unterscheidet, ist, dass ich weiß, dass auch ich finanzielle Grenzen habe, was die Behandlung von Tieren angeht.
    Und dass ich eine bestimmte Grenze an persönlichem Märtyrer-Tum einfach nicht überschreiten würde.
    Dabei "degradiere" ich die Tiere nicht zu einem unwichtigen, jederzeit ersetzbarem Teil meines Lebens, sondern setze lediglich die Verantwortung für mich selbst nicht unter die für die Tiere.

    Leute, die Tiere wegwerfen, sobald sie gesundheitliche Probleme haben und/oder im Alter anfangen, teuer zu werden, kenne ich nicht.
    Das ist noch einmal ein Kapitel für sich - und da werde ich mit Sicherheit genauso wütend wie Du.

    Ich bin einfach der Meinung, dass jeder, der nicht gerade ein Ölscheich ist, tatsächlich finanzielle Grenzen hat.
    Das ist einfach nur eine sehr realitätsnahe Sichtweise. Und sagt überhaupt nichts darüber aus, was ich bis dahin unternommen hätte, bis diese Grenze erreicht wäre.

    Was wäre denn bei Dir, wenn Du Auto, Motorrad, CD-Sammlung verkauft hättest, Dein Nebenjob nicht ausreicht und der Hund noch eine und noch eine gesundheitliche Baustelle bekommt. Verwandte hast Du schon angebettelt, einen Kredit kriegst Du nicht mehr, weil du schon bis über beide Ohren verschuldet wärest - wie würdest Du weitermachen?

    LG, Chris

    Kann mir mal jemand die Verwandschaftsverhältnisse aufmalen?

    Sind die Enkel der Mutter der Schwiegertochter (???) nun Kinder, die im selben Haushalt leben, wie der Hund?

    Denn, wenn, sind sie natürlich sehr gefährdet.
    Da würde ich es auch nicht beim mahnend erhobenen Zeigefinger belassen, sondern ein wenig sehr energisch werden, dass da dringend was passieren muss.
    Und nicht eher Ruhe geben, bis ein Hundetrainer involviert ist.

    An Stelle der Gebissenen würde ich schlicht und ergreifend nicht mehr hingehen, solange ich kein Pfadfinder-Ehrenwort habe, dass der Hund während meiner Anwesenheit gesichert ist und auch sonst geeignete Maßnahmen laufen, dass sich an der Situation etwas ändert.


    LG, Chris

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    Ich finde es traurig wie einfach es sich manche machen wenns ja "nur" um den Hund geht.

    Ich habe in keinem dieser Beiträge hier gelesen, dass es sich irgendwer einfach macht - im Gegenteil, ich konnte überall herauslesen, dass alle ihr Möglichstes geben, um ihren Hunden sinnvolle Hilfe im Krankheitsfall zukommen zu lassen.

    Dass finanzielle Grenzen bei jedem da sind, der nicht gerade von Beruf Sohn oder Tochter reicher Eltern ist, ist für mich eigentlich völlig selbstverständlich. Und es gehört für mich zu den Dingen, die ich niemandem zum Vorwurf machen würde - es gibt so viele unverhoffte Situationen im Leben die einen unverschuldet treffen können.
    Wenn einen die Arbeitslosigkeit erwischt, eine schwere Erkrankung innerhalb der Familie, ein Autounfall, dann sind die Rücklagen schnell aufgebraucht.

    Dazu kommt auch noch, dass ich mich in manchen Fällen mittlerweile wirklich frage, ob wir unseren Hunden tatsächlich noch einen Gefallen tun, wenn wir alles, was an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten machbar ist, auch wirklich anwenden.

    Ein Hund weiß nichts davon, dass es ihm nach 4 Monaten Rekonvaleszenz vielleicht einen Hauch besser gehen wird.
    Vieles, was heutzutage als Tierliebe bezeichnet wird, hat mehr mit dem nicht loslassen können der Menschen zu tun.

    Ganz provokativ - ein Hund, dessen Halter sich zusammenreissen kann, weiß nichts davon, ob er gerade in Narkose gelegt wird, um die dritte OP gegen seine Cauda Equina durchzuführen, oder ob er eingeschläfert wird.

    Manchmal empfinde ich es als unmenschlich und unnötig grausam, was man hier in einigen Freds zu lesen bekommt - Vorwürfe, weil jemand erwähnt, dass er drüber nachdenkt, ob er einen 15-jährigen Hund wirklich ins MRT schicken soll, weil es ihm doch tatsächlich finanziell schwer fallen würde, nachdem er seit Jahren am persönlichen Limit lebt, weil die Medis für den Hund Monat für Monat immens zu Buche schlagen...

    Ich für mich habe Grenzen des Zumutbaren für einen Hund und auch für die Pferde und anderen Tiere. Manchmal korrelieren diese mit den Grenzen des finanziell Machbaren, aber in erster Linie habe ich immer das Wohl des Tieres im Auge.

    Und solche Sprüche wie den Zitierten würde ich mir energisch verbitten - um da eine Meinung zu haben zu können, müßte derjenige auch in der exakt identischen Lebenssituation sein, wie meine eine.

    LG, Chris

    Ich würde den Kurzen auch in eine Klinik bringen - gerade wenn er nicht ausreichend Fressen und Trinken kann.

    Schnauzermädel hat es schon geschrieben - die Antibiotika dienen "nur" (was aber auch wichtig ist) dem in Schach halten von möglichen Folgeinfektionen, für eine tatsächliche Behandlung werden antivirale Glucoproteine (interferone) und Immunglobuline eingesetzt, ein Großteil der Behandlung erfolgt rein symptomatisch, je nach Verlaufsform. Da verfügt eine Klinik oder auch eine sehr engagierte TA-Praxis mit Isolier-Möglichkeit einfach über die besseren Möglichkeiten.

    Viel Glück für den Dötz!

    LG, Chris

    Zitat

    Er ruht dort, wo er gerne war, wo er gelebt hat.

    Ein Teil der Problematik ist ja gerade, dass der Hund eben nicht ruhen wird, weil die Bagger anrücken werden.

    Übrigens fällt mir gerade auf, dass noch niemand von uns allen an die Bauarbeiter gedacht hat...

    Zum einen ist es für die auch nicht wirklich schön, un-vorgewarnt auf die Überreste eines Hundes zu stoßen und zum anderen wären die vielleicht genau die richtigen Ansprechpartner, wenn es ums ausgraben und Umbetten (z. B. in eine Holzkiste) geht.

    LG, Chris

    Hallo,
    Hundewindeln sind nicht jederhunds Sache, grad, wenn Deine Hündin vor dem nassen Liegeplatz flüchtet.

    Ich würde auch die bevorzugten Liegeplätze mit Krankenunterlagen "polstern" - die gibts im online-Sanitätshaus oder hier z. B.:
    http://www.tieranzeigen.at/hunde/113751-1…-wurfboxen.html

    Die sind weich genug, um den Liegekomfort nicht zu stören und hübsch saugfähig.

    Komm doch mit Deinem Ömchen in den Club der Altenpfleger!

    LG, Chris

    Ich finde das auch überhaupt nicht abwegig, jemanden "zu engagieren". Ob für Geld in einer Lage, die erst in diese Situation geführt hat? Aber vielleicht im Freundeskreis - es gibt immer wen, dem solche Dinge nicht so viel ausmachen und der emotional nicht so beteiligt ist.

    LG, Chris

    Das tut mir unendlich leid.

    Du hast Dich Chester zu Liebe, trotz Deiner Angst, unglaublich stark und tapfer gezeigt, es gehört soviel Mut dazu, sich so völlig überrumpelt von einer plötzlichen, schlimmen Diagnose, im Sinne des Hundes zu entscheiden.
    Mut und Liebe zum Hund.

    Chester kann stolz auf seinen tapferen Menschen sein.

    Ich drück Dir die Daumen, dass der riesengroße Schmerz sich bald in ein leises Lächeln der Erinnerung verwandelt.

    Mach es gut, Chester.

    LG, Chris

    Wir haben ja nun einige Vierbeiner - für diese haben wir ein über Jahre angespartes Tier-Sparbuch, denn die meist ja schon älteren Herrschaften zu versichern, funktioniert i. d. R. nicht so...

    Wäre das akut mal leergefegt - wäre unsere Grenze sicher noch nicht erreicht, das ginge durchaus schon in Richtung persönlicher Verzicht in vielen Dingen.
    Es ginge aber nicht so weit, dass wir irgendwann unter der Brücke schlafen müssten.

    Irgendwo wird jeder eine persönliche Grenze haben - aber ich denke, dass es dem ein oder anderen einfach schwer fällt, bei diesem doch sehr emotionalen Thema wirklich realistisch zu bleiben.

    Ja, ich habe eine Grenze - die ich aber nicht in Zahlen ausdrücken kann. Und die natürlich auch davon abhängt, inwieweit ich dem Tier tatsächlich mit Diagnose/Therapie helfen kann, Lebensqualität zu erhalten.

    LG, Chris

    Da tut es jede elastische Sportbandage, es muss nicht extra das Hundemodell sein.
    Man wählt die Bandage immer möglichst breit, damit möglichst viel Körperfläche von den taktilen Reizen was abbekommt.

    LG, chris