ZitatMan kann seine Wut ruhig rauslassen, nicht jeder muss meiner Meinung sein. Aber in Notsituationen muss man auch Verantwortung tragen, und auch finanziell.
Reden wir denn überhaupt so sehr aneinander vorbei?
Dass glaube ich nämlich gar nicht.
Sicher hat jeder, der ein Tier bei sich aufnimmt, auch die Verantwortung dafür.
Das Einzige, was uns wohl unterscheidet, ist, dass ich weiß, dass auch ich finanzielle Grenzen habe, was die Behandlung von Tieren angeht.
Und dass ich eine bestimmte Grenze an persönlichem Märtyrer-Tum einfach nicht überschreiten würde.
Dabei "degradiere" ich die Tiere nicht zu einem unwichtigen, jederzeit ersetzbarem Teil meines Lebens, sondern setze lediglich die Verantwortung für mich selbst nicht unter die für die Tiere.
Leute, die Tiere wegwerfen, sobald sie gesundheitliche Probleme haben und/oder im Alter anfangen, teuer zu werden, kenne ich nicht.
Das ist noch einmal ein Kapitel für sich - und da werde ich mit Sicherheit genauso wütend wie Du.
Ich bin einfach der Meinung, dass jeder, der nicht gerade ein Ölscheich ist, tatsächlich finanzielle Grenzen hat.
Das ist einfach nur eine sehr realitätsnahe Sichtweise. Und sagt überhaupt nichts darüber aus, was ich bis dahin unternommen hätte, bis diese Grenze erreicht wäre.
Was wäre denn bei Dir, wenn Du Auto, Motorrad, CD-Sammlung verkauft hättest, Dein Nebenjob nicht ausreicht und der Hund noch eine und noch eine gesundheitliche Baustelle bekommt. Verwandte hast Du schon angebettelt, einen Kredit kriegst Du nicht mehr, weil du schon bis über beide Ohren verschuldet wärest - wie würdest Du weitermachen?
LG, Chris