Beiträge von McChris

    Wir haben das ja auch grad erst hinter uns - desalb weiss ich noch genau, wie unübersichtlich das alles am Anfang ist.

    Das Gute ist - wenn man erst einmal ein paar verträgliche Komponenten hat, wird es besser. Der Hund hält sein Gewicht, bekommt schon fast alles, was er braucht, es geht ihm allmählich wieder besser und dann fällt auch der Druck von einem wieder ab.

    Sobald Du eine gut verträgliche KH-Quelle gefunden hast, ist sowohl die Energieversorgung für eher kernige Hunde, als auch die Gewichtszunahme wieder "gesichert". Denn manche Hunde vertragen soviel Fett, wie dazu nötig wäre, einfach nicht.

    Dazu noch ein paar Anmerkungen...

    Bananen sind sicher ein prima Zusatzfutter, enthalten Stärke und sind rundum gesund - können aber in den für z. B. eine Gewichtszunahme erforderlichen Mengen nicht verfüttert werden, weil der Hund mit dem unverarbeiteten Stärkeanteil "überfordert" ist. Bananen müßte man in größeren Mengen durch Dünsten aufschließen.

    Weizen - in Form von Hartweizen, wiederum in Form von Nudeln, gehört mit zu den "haupt-Allergenen" beim Hund. Das muss bei Deinem natürlich nicht sein, kann aber....

    Deshalb würde ich auf eine KH-Quelle zurückgreifen, die Dein Hund noch überhaupt gar nicht hatte. Da schaut man sich am besten die bisherigen Futtersorten genauer an, die der Hund hatte und liest nach, was für Getreide, Pseudogetreide oder sonstige KH-Quellen der Hund bisher drin hatte.

    Als von den Futterherstellern eher selten genutzte Komponenten bieten sich so Sachen wie Hirse, Quinoa, Amaranth an. Alles gibt es als Flocken (wichtig, weil die ganzen Körner wieder nicht verdaut werden können) in Bio-Qualität (auch wichtig, um zusätzliche Allergene wie Spritzmittel, etc. auszuschließen) bei Lunderland - entweder dort oder über andere online-shops wie z. B. barf-gut
    ( http://www.barf-gut.de/flocken-c-12.html ) zu beziehen. Allerdings entfallen diese, sobald eine Allergie auf Futtermilben besteht, i. d. R. wieder.

    Andere mögliche exotischere (und damit eher bisher noch nicht genutzte) KH-Quellen sind z. B. Süßkartoffeln (nicht mit den normalen Kartoffeln verwandt) oder Topanibur. Die gingen auch bei Futtermilbenallergie.
    Falls Kartoffeln bisher noch nicht im Hunde-Speiseplan vorkamen, sind sie (auch wieder Bio) eine günstige Alternative - etwas länger gekocht, als für den Menschen-Teller und schön matschig zerdrückt, dann können auch Hunde etwas damit anfangen.

    Halte durch, mach Dich nicht zu verrückt - sobald Du zwei, drei verträgliche Komponenten gefunden hast, geht es langsam aber sicher stetig wieder aufwärts.

    LG, Chris

    Zitat

    Es wächst mir halt über den Kopf, weil er schon etwas abgenommen hat... Stuhlgang war ja in den letzten 2 Wochen super, nur das Jucken halt...

    War denn das Jucken in der Zwischenzeit weg, bzw. ist es jetzt erst wieder so richtig aufgetreten?

    Bei den "Mehrfachallergikern" kann es ja durchaus sein, dass sie auf verschiedene Allergene auch verschieden reagieren.
    Unser Doggenbub (der hat unter der Ausschlussdiät übrigens zugenommen wie ein Mastschweinchen...) reagiert z. B. auf Futter-Allergene mit Verhaltensproblemen, auf bestimmte Pollen mit juckenden Augen und auf Hausstaubmilben mit Triefnase..... (um sowas rauszukriegen, hilft das Allergier/Futter/Drumrum-Tagebuch)
    Also liegt der Juckreiz möglicherweise gar nicht am Futter.

    Hier ist mal eine interessante Seite zum Thema Hausstaubmilben-Allergie beim HUnd:
    http://www.spezialistenklinik.ch/download/Hausstaubmilben_9_04.pdf

    Wir haben für unseren Hund nicht alle Maßnahmen durchgeführt, aber schon mit speziellen Auflagen und Staubsaugen in Abwesenheit der Hundis dramatische Verbesserungen erreicht.

    Bzg. der Gewichtsabnahme - schreib doch mal genau auf, was und wieviel Dein Hund so kriegt, vielleicht kann man da ja noch Tipps zum "Aufpeppen" geben.

    LG, Chris

    Wenn die bisherigen Maßnahmen nichts geholfen haben, kommt es mir so vor, als ob man den Hund durch all die Maßnahmen eher in seinem Verhalten bestärkt hat - je mehr ich locke, desto wichtiger mach ich das Thema, je mehr ich drauf eingehe (Möbel umstellen, etc.) , dito. Ich kann mir vorstellen, dass man irgendwann dazu neigt, den Atem anzuhalten, sobald der Hund sich auch nur der Tür zum WZ nähert...

    Und damit nimmt man dem Hund die Angst nicht, sondern vertieft sie nur.
    Man gibt dem Thema eine Brisanz, die ihm gar nicht zusteht. Man verbreitet Anspannung, die der Hund lediglich als Bestätigung für sein "da stimmt was nicht" wertet...

    Habt Ihr denn schon versucht, Euch einfach ganz normal zu benehmen?

    Hunde ticken da einfach etwas anders als wir und "fehlverknüpfen" gerne mal Orte/Dinge mit bestimmten Schrecknissen - die beste Hilfe ist oft, ihnen einfach vorzumachen, dass alles ok ist, indem man sich benimmt, wie sonst auch. Bei unseren Angsthunden stellen wir das immer wieder fest - je nach Angstauslöser - es gibt Angstauslöser, die "bekämpft" man am besten durch ein ruhiges "paßt schon, komm weiter" und andere, an denen man durch Desensibilisierung oder andere Massnahmen richtig arbeiten muss.

    Kurzen Schreckmomenten wie ein Überschallknall, eine umfallende Schaufel, eine Hundepfote unter dem Menschenschuh - und irgendwie sowas wird im WZ geschehen sein - begegnet man am besten mit Beiläufigkeit und Normalität. Sowas passiert und da wird kein "Gedöns" drum gemacht...

    Manche Dinge gewinnen erst große Bedeutung, indem wir sie dazu machen. (In gutem Willen und dem Bestreben, dem Hund zu helfen)

    Kein Hund kann auf Dauer dem fröhlichen Familienleben im Wohnzimmer widerstehen - und wenn er erst einmal fünf Tage lang nur um die Türecke linst... ich würde der ganzen Situation erstmal den "Druck" wieder nehmen, indem es unwichtig wird, ob der Hund morgen oder übermorgen oder nächste Woche wieder entspannt ins WZ geht.

    LG, Chris

    Zitat


    Igor hat bis zur letzten Sichtung 9 Monate unbeschadet überstanden und sogar den
    wirklich strengen Winter überlebt, also warum sollte Ihm jetzt etwas zustossen.

    Genau das wäre das, was ich mir wie ein Mantra vorsagen würde.
    Igor ist ein verflixt pfiffiger Hund, der sich extrem gut an dieses Leben draußen angepaßt hat.

    Ich denke so oft an Euch - und würde mir fast wünschen, dass Igor in unsere Richtung zieht, damit Du wenigstens ein paar Helfer hast...
    WEIL ich so oft an Euch denke, habe ich am Samstag eine streundende Hündin (ohne Halsband, hier völlig unbekannt, die am leeren Napf der Stallkatzen rumgesucht hat und ein wenig wie ein Fragezeichen auf unserem Hof stand) mit Futter angelockt und eingefangen...

    Auf der Suche nach den Besitzern bin ich dann auf derart viel Desinteresse gestoßen, dass ich mir vorstellen kann, dass Igor durchaus ab und an gesehen wird, die Leute aber ihren Ar.... einfach nicht hochkriegen...

    Von "Ach, die findet schon allein zurück, lass sie doch einfach wieder laufen..." über "wie und dann fahren Sie jetzt durch die Gegend und fragen sich überall durch, wo der Hund her sein könnte?" bis hin zur Reaktion der Besitzer, als wir dann endlich den Hof 6 Dörfer weiter gefunden haben... "Ach ja, das ist so ein Streuner, die läuft immer mal weg..." war da alles dabei.

    HIER in der Gegend könnte Igor wochenlang leben, ohne dass sich irgendwer überhaupt nen Kopp machen würde...so sind sie, die Leuts...einfach unglaublich. Wie die drei Affen...

    Irgendwann werdet Ihr wieder Glück haben, dass Igor von jemandem gesehen wird, dem so etwas nicht einfach egal ist.

    Ich drück Euch weiter alle Daumen.

    LG, Chris

    Zitat

    Diese Verwandschaftsverhältnisse sind komplieziert und die möchte ich hir nicht auseinandernehmen.

    Nix für ungut - das hast Du anders verstanden, als es gemeint war - mir ging es rein um die Frage, ob die Kinder im selben Haushalt wie der Hund leben, eben weil es für die vernünftige Beantwortung der Frage relevant war- und ich konnte den Verwandtschaftsverhältnissen wirklich nicht folgen...
    Ansonsten interessiert es mich nicht die Bohne.

    Hallo,
    ich find jetzt 7 Jahre auch noch nicht "alters-berechtigt" ;) - da fangen Hunde der großen Rassen zwar meist grad recht schlagartig an zu altern(so war es hier zumindest bisher), aber die Kleinen und Mittleren sind da noch lange in den besten Jahren...

    Bei einem Spanier, der sich plötzlich müde, schlapp und lustlos präsentiert läuten bei mir eher die Alarmglocken in Richtung MMK - wann habt Ihr denn da das letzte Mal getestet?

    LG, Chris

    Hallo,
    Atemnot mit verengten Bronchien ist ja eine sehr heftige Reaktion - da kommen mir die Empfehlungen Deiner TÄ fast eine Nummer zu klein für vor...

    Auch Hunde, die auf Pollen allergisch reagieren können mit Antihistaminika behandelt werden. Z. B. mit dem Wirkstoff Cetridizin. Das wäre etwas, was ich bei einem Hund, der so stark reagiert, immer "auf Tasche" dabei hätte oder es in "seiner" Hauptallergiezeit sogar regelmäßig geben würde..das sind keine Bonbons, aber hochgradig verengte Bronchien sind auch kein Schnupfen.

    Wenn die Allergie bei Deiner Hündin erst jetzt so akut aufgetreten ist (oder war im Vorfeld schon was zu bemerken?), scheint sie ja "nur" auf bestimmte Pollen so stark zu reagieren.
    Da würde ich mir mal einen Pollenflugkalender schnappen und nachsehen, was derzeit gerade so "dran" ist. Dabei allerdings bedenken, dass dieses Jahr einiges eher früher blüht als sonst. Dann kann man die Allergene möglicherweise eingrenzen und den Hund nicht mit auf eine Haselnuss-Plantage nehmen, wenn er auf Hasel reagiert...oder ggf. die Spaziergänge in der fiesen Zeit so legen, dass man bestimmte Gegenden meidet.

    Für daheim - falls man nun gerade einen Baum (z. B) der Sorte, die die allergische Reaktion auslöst, vorm Haus hat, gibt es Pollen-Schutzgitter, ähnlich wie die Fliegengitter - eine Bekannte von mir hat ihrem allergischen Pferd daraus sogar mal eine Nüsternschutzmaske gebastelt...

    LG, Chris

    Zitat


    Irgendwie bin ich grad total planlos :-(

    Das geht jedem so, wenn von allen Seiten Tipps kommen, die noch dazu manchmal völlig konträr lauten. Es ist nur normal und menschlich, dass man dann bei Themen, die einem selbst nun nicht so geläufig sind, am liebsten jedem Tipp nachgehen möchte, um bloss ja nichts zu verpassen, was helfen könnte. Noch dazu, wenns um unsere Hunde geht...

    Nur bringt das i. d. R. nur eines: einen riesen Kuddelmuddel, aber keinen roten Faden in die Therapie.
    Es gibt oftmals verschiedene mögliche Therapie-Ansätze, die allesamt zu einem Erfolg führen können.
    Nur muss man sich dann auf einen einigen und nicht alles durcheinander versuchen.

    Mein Eindruck vom Mitlesen ist - Du hast hier wen ausgesprochen Kompetentes an Deiner Seite, der mit Dir zusammen schon einige Höhen und Tiefen hier gemeistert hat. Bleib auf der begonnenen Schiene und lass Dich von gegenläufigen Zusatz-Tipps nicht zu sehr beirren - Ihr seid doch bisher auf einem guten Weg.

    LG, chris