Hallo,
als erstes fällt mir die "Auf den Arm-Nehmerei" auf - eine Maßnahme, die für solche Hunde in der Anfangszeit einfach eine ganze Hausnummer zu groß ist. Die viele "normale" Hunde schon total doof finden, die bei Angsthunden aber einfach erst einmal absolut kontraproduktiv ist. Stellt Euch einfach vor, Ihr habt ne Dogge, da kommt man gar nicht auf diese Idee...
Dann fällt mir auf, dass Ihr nach anfänglicher Besserung wieder eine deutliche Verschlechterung zu verzeichnen habt.
Deshalb glaube ich, dass Ihr irgendwo unbewußt einen "Fehler" im Umgang mit dem Hund macht.
Entweder, weil Ihr zu "menschlich gedacht" mit den Ängsten des Hundes umgeht und ihn manchmal durch Zureden/Beruhigen versehentlich in den Ängsten bestätigt, als sie ihm zu nehmen.
Oder, das, was Du als besonders enge Bindung an Dich einschätzt, ist mehr eine Art bestätigte, erlernte Hilflosigkeit - was bedeuten würde, dass der Hund bisher nur gelernt hat, dass Du ihn vielleicht beschützt, dass er aber nicht gelernt hat, eigene Ideen zu entwickeln und diese bestätigt bekommt, wie Hund mit ihn ängstigenden Situationen denn noch so umgehen könnte.
Um das wirklich richtig einschätzen zu können, solltet Ihr die Hilfe eines angsthund-erfahrenen Trainers in Anspruch nehmen. Denn oft sind es nur klitze-kleine Kleinigkeiten, die man versehentlich falsch eingebaut hat, die einem die weitere Verbesserung so schwer machen.
Ein Angsthund profitiert am allermeisten vom absolut richtigen Umgang mit ihm.
Bachblüten und all die kleinen Helferlein wie DAP-Halsband, Homöopathie, Tellington-Training, Körperband - sind gute Ergänzungen, können aber das Problem allein nicht lösen.
Schau doch mal hier https://www.dogforum.de/der-angsthund-…sthund%20Thread hinein - dort haben viele Angsthund-Besitzer "ihre" Maßnahmen für verschiedene Problemstellungen geschildert, das ist schon ein recht wertvoller Erfahrungsschatz geworden.
LG, Chris