Beiträge von McChris

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    Ich sehe es so, das niemand nach den Umständen gefragt hat. Und nur der böse Freund im Vordergrund stand. Die wenigsten hier wiklich nach dem wohle den Hundes fragen. Auch wenn es sich blöd anhört. Ich finde immer noch das der Hund in einer neuen Familie eine bessere Chance hat. Und klar tut das weh. Aber ich kann nur sagen, der Hund darf trotzdem nicht beissen. Meiner hatte gestern 2 schlimme sehr schmerzhafte bisswunden. Und sie mussten trotzdem angeschaut undbehandelt werden.

    Nur gibt es bei Deinem Hund vermutlich keine Erziehungsdefizite, wie bei dem Hund der TS.
    Das ist für mich schon noch ein Unterschied.

    Wenn ich es als Halter versäume, meinem Hund ein paar mehr Regeln beizubringen - wie eben z. B., dass es mal vorkommt, dass man seinem Hund bei Manipulationen auch mal weh tun kann/muss, dass Besucher nicht angemault werden, dass ich als Hund mein Spieli auch bereitwillig rausrücken kann, kann ich das nicht dem Hund anlasten. Der Hund hat ja lt. Beschreibung der TS ein paar kleinere Probleme gezeigt, die nicht konsequent angegangen worden sind. (Die aber auch nicht unmöglich zum in den Griff kriegen sind)

    Unter den jetzigen Umständen - von der Hälfte der Menschen unerwünscht bis gefürchtet, als Alleinstehender HH nicht genug Geld und Zeit für den Hund, da gebe ich Dir tatsächlich Recht, da ist der Hund anderswo sicher passender untergebracht.

    Das heißt aber nicht, dass ich in irgendeiner Art und Weise nachvollziehen kann, wie es bis hierher (Hund im TH, schon deutlich angeknackste Beziehung, verzweifelte HH) kommen konnte.

    Wenn ich einen noch recht neuen Hund - wie den Doggenbub mit der umgeknickten Kralle - habe, der bei schmerzhaften Manipulationen abschnappen würde, würde ich das als Unfall abhaken, weil die Zeit für ein so tiefes Vertrauen einfach noch zu kurz war. Ein wenig Verständnis für den Hund, der ähnlich wie wir auch keine Maschine ist, sollte man immer und jederzeit aufbringen können.


    LG, Chris

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    Dabei habe ich unüberlegt an seine Pfote gefasst, an der er selber eine kleine Verletzung hatte (Kralle umgeknickt). Leider bin ich mit meinem Kopf sehr nahe an seinem gewesen und meine Erklärung ist, dass er in diesem Moment aus Schmerzreflex geschnappt hat. Er hat mich leider im Gesicht erwischt.

    Da einer unserer Hunde gerade eine ähnliche Verletzung hat, möchte ich nur noch extra erwähnen, dass diese "umgeknickten" Krallen eine wirklich ausgesprochen schmerzhafte Geschichte sein können.
    Unser Bub hat regelrecht "aufgeschrien" als ich dort beim Nachschauen (vorsichtig!) drangefaßt habe und der Kerle ist eher der Typ, der Schmerzen still erträgt.

    Das ist also wesentlich mehr als nur eine "Huch-Reaktion", weils ein wenig geziept hat, sondern das wird wirklich höllisch weh getan haben.

    Ich verstehe einfach nicht, dass Dein Freund nicht in der Lage ist, das als genau den Unfall zu werten, der es gewesen ist.
    Tut mir leid - aber Eure Geschichte nimmt mich tatsächlich ein wenig mit.

    LG, Chris

    Ich kenn den Hund ja nun nicht - wir haben jeweils immer unsichere, ängstliche Kandidaten, denen der rasche Umgebungswechsel so kurz nacheinander so gar nicht gut tun würde.

    Und fast jeder, auch noch so normale Hund, ist in neuer Umgebung erst einmal um Klassen unsicherer, als normal.

    Mag ja sein, dass der Hund sich im Urlaub bereits an Euch gewöhnt - aber unterschätz bitte nicht, wie wichtig es für den Hund ist, sich in seinem neuen Umfeld einzugewöhnen, die tägliche Routine kennenzulernen und die Hausordnung zu lernen. Die zukünftige Umgebung ist für den Hund fast genauso wichtig, wie die Gewwöhnung an Euch.

    Deshalb werdet Ihr - auch wenn z. B. die PS dem Urlaubsplan zustimmt, weil sie den Hund so einschätzt, dass er das mitmachen wird (tut sie das?), auf jeden Fall eine etwas längere Eingewöhnungszeit einplanen müssen, als sonst.

    Ob der Hund direkt nach dem Urlaub dann gleich mit zur Arbeit kann - das ist ja noch mal eine dramatische Änderung des Umfeldes/täglichen Ablaufes.

    Ganz ehrlich - grad weil ich schon häufiger "neue" Hunde mit Vorgeschichte eingewöhnt habe - ich glaube, mit so einem - wenn auch eigentlich netten - Durcheinander, tut Ihr weder Euch noch dem Hund einen Gefallen.

    LG, Chris (die auch eher den Urlaub stornieren würde)

    Ach Mensch,
    ich kann verstehen, wie besch... es Dir gerade geht.

    Vielleicht kann ich Dir ein wenig helfen, ein paar Gedanken ins rechte Licht zu rücken.

    Ich bin auch aus der Krankenpflege, manchmal kommt einem das zusätzliche Wissen und die Erfahrung aus diesem Beruf eher vor wie eine Belastung als eine Hilfe - weil man immer NOCH weiter denkt als andere vielleicht.

    Was ich mir zum Thema Einschläfern an Gedanken gemacht habe, schreibe ich Dir jetzt hier einfach mal auf.
    Ich betrachte das Einschläfern als eine glückliche Möglichkeit für die ich überaus dankbar bin.

    Wenn ein Hund schwer krank ist, hat irgendetwas schon längst die Entscheidung über Leben und Tod dieses Hundes getroffen. Nicht ich.
    Mit der Option des Einschläferns habe ich aber die Möglichkeit, über das WANN und das WIE zu entscheiden, was den Tod meines Hundes angeht.
    Da ich meinen Hund liebe, kann ich zuversichtlich davon ausgehen, dass ich IMMER eine Entscheidung zum Wohle meines Hundes treffen werde.
    Und als Intensivpflegekraft emfpinde ich es wirklich als Gnade, bei meinen Tieren da ein wenig mitbestimmen zu dürfen.
    Betrachte Dich als Anwalt für Deinen Hund. Ein Anwalt, der dafür sorgt, dass die Erkrankung nicht zuviel an Leid und Schmerzen verursachen kann.

    Du bist grad hin- und hergerissen - aber weil Du auf jeden Fall bemüht bist, eine Entscheidung im Sinne Deines Hundes zu treffen und dabei Dein Möglichstes tust, es richtig zu machen, wird Deine Entscheidung auf jeden Fall, egal wie sie ausfällt, die absolut richtige sein.

    Vertrau Dir. Du kennst Dich und Deinen Hund am besten.

    Glaub mir, einem Hund ist es nicht so wichtig, noch eine Stunde mehr herauszuschinden.
    Hunde leben viel mehr im Hier und Jetzt als wir Menschen.
    Einen Tag zu früh einschläfern zu lassen (wobei man das nie so wirklich sagen kann), an einem Tag, der so gerade noch erträglich war an Schmerzen, ist für den Hund weniger schlimm, als einen Tag zu spät.

    Manchmal haben wir das Glück und finden genau den richtigen Moment, den Moment, in dem der Zustand eines Hundes gerade kippt. Manchmal sind wir vielleicht einen Hauch zu früh - aber doch bloss, um dem Hund Schmerzen und Leiden zu ersparen. Dein Hund hadert nicht wegen einer Stunde, einem Tag mehr oder weniger.
    Dein Hund möchte einfach ein gutes Leben leben.
    Wenn er das vor Schmerzen nicht mehr kann - bist Du da und kannst in seinem Sinne Entscheidungen treffen.

    Dass ein Tumor dieser Größe schon einiges an Beschwerden macht, ist nachvollziehbar.
    Gerade das Hecheln, sei es durch rein mechanischen Druckschmerz durch die Raumforderung, sei es durch mangelnde Ausdehnungsmöglichkeit für das Zwerchfell, ist sicher tumorbedingt.
    Lebermetastasen tun nicht weh. "Der Ikterus ist der *Schmerz* der Leber" - diesen Spruch kennst Du vermutlich auch.
    Ein Milztumor an sich tut nicht weh - er macht Beschwerden durch Druck auf andere Organe, durch Atemschwierigkeiten
    Lebermetastasen tun auch nicht weh. Die Wahrscheinlichkeit für Lebermetastasen ist mit diesen unauffälligen Blutwerten momentan eher klein - ausser, die Leber ist schon soweit angegriffen, dass kaum noch Gewebe zum Zerfall da ist und dementsprechend auch keine Leberzellnekrose laborchemisch nachzuweisen wäre. ABER das hätte man im Ultraschall sehen müssen.

    Sind keine anderen Organe betroffen - fällt die Entscheidung während der OP für Dich leicht. Tumor raus und dem Schicksal Zeit abluchsen.
    Ist die Leber schon soweit betroffen, dass die Leberwerte schon nichts mehr hergeben, fällt die Entscheidung dem Hund zu Liebe, ebenfalls ganz leicht. Dann ist das Einschläfern der bessere Weg.

    Ist der Tumor aus welchem Grund auch immer, nicht mehr operabel - auch da fällt die Entscheidung dem Hund zuliebe leicht. Denn die Beschwerden, die sie jetzt hat, werden immer ausgeprägter werden.

    Ich wünsche Dir und Deiner Maus, dass sich die von Dir genannte Möglichkeit 1 herausstellt. Wenn nicht, wünsche ich Euch zumindest, dass die OP ein ganz klares Ergebnis bietet, das Dir bei der Entscheidung hilft.

    Deiner Maus zuliebe wirst Du die richtige Entscheidung treffen. Da bin ich ganz sicher.

    Ich denk an Euch,

    LG, Chris

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    Unabhängig von den Kosten würde ich einen elfjährigen Hund mit Herzfehler eine Nakose nicht mehr zumuten ,
    die Gefahr,dass er an der Nakose stirbt ist viel zu hoch.

    Ein kleiner, angeborener Herzfehler ist etwas gänzlich anderes hinsichtlich des Narkoserisikos, als eine schwerwiegende Herzinsuffizienz (als Beispiel) des alten Hundes.

    Narkose ist nicht gleich Narkose und wenn Vorerkrankungen des Hundes bekannt sind, kann die Narkose dementsprechend gewählt und die intraoperative Überwachung sowie die postoperative Nachsorge daran angepaßt werden.

    Kein Grund, die Pferde scheu zu machen.

    LG, Chris

    Gleich mit in den Urlaub ist nicht unbedingt das Wahre - je nach Hund. Ganz pragmatische Kandidaten kämen damit möglicherweise zurecht, aber i. d. R. erschwert es die Eingewöhnung doch.

    Was ist denn mit der Option, den Hund vorm Urlaub einige Male zu besuchen und ihn erst nach dem Urlaub zu nehmen.
    Wenn alles so gut paßt, sollte die PS doch die 3 - 4 wochen auch noch durchhalten?

    LG, Chris

    Sorry -schon so gut wie völlig OT, aber ich habe gerade lange gegrübelt, welche (mich dramatisch betreffende) Entscheidungen der Liebste so einfach über meinen Kopf hinweg treffen könnte, ohne dass das berühmte Huhn gerupft würde...

    Aber ausser der schwierigen Frage, was er wohl heute zu Essen machen wird, fällt mir einfach nichts ein.... :D

    Ja, völlig OT, aber etwas schwarzer Humor hilft manchmal auch....

    LG, chris

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    Wenn mir ein Hund suspekt vorkommt, dann bin ich der erste der sich aus dem Staub macht oder die Straße wechselt.

    Ja, genau deshalb hab ich nachgefragt - danke fürs Ergänzen, das machts verständlicher.

    Bei einem "Klick-Hund" verstehe ich auch wesentlich besser, dass das OA so zügig reagiert.

    Lg, Chris