Beiträge von McChris

    Zitat

    Sie wird über Nacht da bleiben müssen meinte der Tierarzt, ich kann sie morgen um 09:00 Uhr erst wieder abholen :(

    Ist vielleicht bei einer Not-OP spät am Tag auch nicht verkehrt.
    Sie wird so im Dschumm sein, dass sie kaum was davon mitkriegt und friedlich schlummert, während Du Dir zuhause die Haare raufst!

    Deine Maus macht das schon!

    LG, Chris

    Wenn der Eiter noch irgendwie abfliessen kann, ist es auf jeden Fall besser, als wenn die Gebärmutter sich extrem ausdehnt.
    Rechtzeitig erkannt, sollte alles gut gehen. Die Symptome waren absolut klassisch, der Zeitpunkt, das viele Trinken, die Abgeschlagenheit, etc.

    Hier sind alle Daumen gedrückt, dass Deine Maus die OP gut übersteht.

    LG, Chris

    Ich kann zwar die gesamte Situation nicht nachempfinden, aber ich weiss, dass es Momente im Leben gibt, wo man in Sachen Entscheidungsfähigkeit einfach mal schwächelt oder einen sehr hilflosen Moment hat. Das ist absolut menschlich und das kann und will ich nicht verurteilen.

    Ich wünsch Dir und Deinem Hund auf jeden Fall alles, alles Gute.

    LG, Chris

    Zitat

    Jetzt aktuell ist es ziemlich schwierig -

    Vielleicht ist das ja eine gute Möglichkeit für jetzt - Ohrenentzündungen lassen sich auch homöopathisch sehr gut behandeln. Das hat den Vorteil, dass Du nicht tropfen musst, stattdessen gibt es ein paar Kügelchen auf was Leckerem.
    Möglicherweise hilft Euch das ja über die jetzige Ohrenentzündung und Ihr könnt in aller Ruhe von vorn anfangen?

    LG, Chris

    Zitat

    Chris

    Bisher haben wir es ignoriert. Ganz normal weiter gemacht wie sonst auch. Allerdings erwische ich mich dabei, wie ich mich innerlich darüber ärgere, das wieder mal etwas umgefallen ist und Wuff aufschreckt. Mich macht seine ewige Angst ja auch schon ein wenig fertig :verzweifelt:

    Einen Unterschied macht es, wenn er den Gegenstand sieht der gerade umfällt dann schreckt er auf, aber bleibt gelassener als wenn er den Gegenstand nicht sieht. Wenn er etwas umschmeißt oder so, reagiert er genauso.

    Lg, lexi

    Ignorieren ist grundsätzlich nicht verkehrt, aber manchmal hilft man den Hunden mehr, wenn man für sie solche Situationen "bewertet". Bei uns gibt es das oberfränkische "paßt scho", was für alle Hunde bedeutet, dass ich (egal was - draussen Geräusche, Paketbote, klingeln an der Tür, geplatzten Wasserschlauch, umfallendes Zeugs) ebenfalls wahrgenommen habe - diese aber als "völlig unbedeutend" einstufe.

    Beim reinen Ignorieren in angsteinflößenden Situationen kommt der Hund sich nachher vor, wie der "einzig Sehende unter den Blinden" und damit sind die meisten Hunde schlichtweg überfordert.

    Stell Dir vor, Du hörst am Auto ein verdächtiges Geräusch und Dein Beifahrer (der zufällig Automechaniker ist... :lol: ), sagt nichts dazu....wohler würde man sich fühlen, wenn der einen Kommentar dazu abgibt.

    Du kannst auch versuchen, gezielt zu desensibilisieren - (ich kaufe ein I... :D ), gerade mit Geräuschen geht das gut, weil man sie auf einem Tonträger aufnehmen kann und dann mit der Lautstärke variieren kann.
    Also - am besten in Abwesenheit des Hundes - mit Schepperdosen um sich werfen, Luftballons zerplatzen lassen, eine Tasse auf den Boden fallen lassen und das (mit Pausen dazwischen) aufnehmen.
    Ganz leise laufen lassen und dabei z. B. Käsewürfel füttern, solange der Hund sich noch gar nichts anmerken läßt.
    Wenn er bei allmählich steigender Lautstärke das erste Mal reagiert, das "Paßt schon" oder was auch immer und weiter Häppchen reichen...usw. Dann kann er sich schon mal an die seltsamen Geräusche der Menschenwelt gewöhnen. Aber das ist noch nicht ganz dasselbe, wie ein neben einem umfallender Besen.
    Das kommt dann nach und nach - bis der Hund kapiert hat, dass sowas halt mal vorkommt, aber überhaupt kein Drama ist.

    LG, chris

    Zitat


    Unsere große Baustelle ist der Tierarzt. Da meint man im ersten Moment, na wenns nicht mehr ist.

    Nö, das ist schon ein großer Brocken, der auch mächtig Zeit, Geduld und Nerven braucht.

    Nichts ist schlimmer, als ein krankes Tier, das durch die dringend nötige Behandlung fast noch kränker wird, weil es vor Panik fast stirbt oder noch kränker wird, weil man es nicht behandeln kann... Wir hatten das erst kürzlich mit einer halbwilden Stallkatze (auch Ohrentropfen) - da war es aber so, dass die Behandlung von Mal zu Mal leichter wurde. (Nach den ersten drei Malen sah ich allerdings auch aus, als sei ich gegen eine Schleuse geschwommen...)

    Jetzt im akuten Fall ist es natürlich schwierig, da bräuchte es jemand Gewieften, der ganz sachlich, ruhig, aber schnell die Tropfen in den Hund kriegt.

    Grundsätzlich erlebt Ihr fürchte ich gerade einen Teufelskreis, auf den mich dieser Satz hier hinweist:
    Schara hat ein sehr feines Gespür. Ich kann mich nicht so verstellen um sie auszutricksen. Wenn ich nichts vorhabe kann ich alles mit ihr machen. In die Ohren schauen, ins Maul schauen usw. Aber wehe ich habe etwas unvorhergesehenes in der Hand, oder denke nur daran es in die Hand zu nehmen.

    Dieses "wenn ich nichts vorhabe" macht mich stutzig.

    Eigentlich HAST Du ja gar nix vor - Du willst einfach nur einem Hund mit einer schmerzhaften Ohrenentzündung diese dämlichen Ohrentropfen ins Ohr machen. Damit es ihm besser geht!
    Ohrentropfen ins Ohr zu kriegen ist nun nicht Geburtstag und Weihnachten an einem Tag - aber es ist auch überhaupt nix Schlimmes. Maximal brennt es mal ein wenig, aber das ist schon alles. Auch ist es nichts wirklich Tolles, die Flüssigkeit im Ohr zu haben - aber einmal Schütteln und das Ding ist gegessen.

    Mal ganz schräg von hinten links ums Eck gefragt: Kann es sein, dass Du selbst mittlerweile viel zu angespannt an solche "Projekte" herangehst?
    Und durch Deine eigene Anspannung Schara "verrätst", dass gleich was Schlimmes passiert?

    Ich glaube - wenn es für Dich etwas völlig Normales wäre - hier mal Fiebermessen, da mal nach ner Zecke gucken (und sie auch rausholen), dort mal eben schnell Ohrentropfen in den Hund - ich kann mir vorstellen, dass Ihr beide es um Klassen leichter hättet.

    Klar, ich z. B. hab den Vorteil, ich bin Krankenschwester und für mich ist es Normalität, dass Mensch und Tier auch mal kurz Unangenehmes über sich ergehen lassen müssen. Ich habe den Vorteil, dass ich mir da gar keinen Kopp drum mache. Wat mutt, dat mutt. Ich packe rasch und sicher zu und die Ohrentropfen, Fieberthermometer, Zeckenzange, sind mit einem Griff da, wo sie hinsollen.

    Ist man zögerlich, hat selbst die Befürchtung, was grad nicht richtig zu machen, das Gefühl, dem Hund was Schreckliches anzutun - endet das Ganze in einer einzigen Katastrophe.

    Jetzt aktuell ist es ziemlich schwierig - da bräuchtest Du wirklich wen, der ratz-fatz zupacken und die Tropfen geben kann, was bei solchen Hunden wie unseren natürlich eine ganze Ecke was anderes ist, wie bei dem Welpen, den man von Anfang an hat.

    In der Antwort für Sternenflut hab ich die Spass-mit-clicker-Seite verlinkt.
    Da ist auch ein interessanter Link/Bericht darüber drin, dass Zootiere mit dem Clicker auf TA-Besuche vorbereitet werden.
    Die bekommen das hin, dass ein Groß-Affe, den Arm bereitwillig durchs Gitter steckt und stillhält, wenn ihm Blut abgenommen wird.

    Mensch, dann werden wir es doch hinkriegen, dem Hund, mit dem wir leben, Ohrentropfen zu geben!

    Für Schara und auch für Dich muss es etwas ganz popelig-normales werden, dass Du ihr fast jederzeit und überall in die Schnüß kuckst, hier mal schaust, da mal die Haut straffst um nach nem Fleck zu kucken, mit dem Nagel am Zahn kratzt...

    Dazu bräuchtet Ihr beide eine Art "reset" und einen Neuanfang in dieser Hinsicht. Nur, das nützt Euch jetzt nix.

    Was passiert, wenn Du in der Praxis Schara an die Helfer übergibst und nicht mit im Behandlungsraum bleibst?
    Oft sind unsere Angstnasen dann so geplättet, dass sie sich ein wenig mehr gefallen lassen, als wenn der Halter dabei ist. Dann bleibst Du grad erst mal die "Gute" und kannst daheim in aller Ruhe alles üben (vielleicht ja wirklich mit dem Clicker - das ist oft ein guter Neuanfang!)

    LG, Chris

    Zitat


    Leider habe ich das Gefühl es wird schlimmer.

    Wenn die Ängste trotz der Versuche unsererseits immer schlimmer werden und dem Hund gesundheitlich nichts fehlt (Überreaktionen auf äußere Reize können auch mal krankheitsbedingt sein) kann man i. d. R. davon ausgehen, dass die Methoden, die man bisher genutzt hat, für diesen Hund in diesem Fall nicht die richtigen waren oder aber, dass man zwar grundsätzlich die richtige Methode rausgepickt hat - aber doch einen kleinen Fehler im System eingebaut hat.

    Wie seid Ihr denn bisher mit der Geräuschangst umgegangen?
    Macht es einen Unterschied, ob Sammy sieht, was die Geräusche verursacht?
    Macht es einen Unterschied, wenn er z. B. versehentlich selbst den Besen umschmeisst?

    LG, Chris