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Beiträge von Chris2406

    Ich (!!) finde es schlimmer in einer für alle Beteiligten stressigen Situation zu verharren, ohne gross was ändern zu können, nur weil man das aus einem schräg laufenden Schuldgefühl für richtig hält. Abgabe ist nicht immer zum Nachteil des Hundes. :ka:

    Ob den Haltern das gefällt oder nicht, das sind sie ihrem Hund nunmal schuldig, zu garantieren, dass er nicht als Testdummy für Hundekämpfe endet. Ich nenne das Verantwortung. Wie hoch sind denn wohl die Chancen für einen alten Hund mit diversen Baustellen, ein besseres Leben zu finden? Das hat ja bereits schon einmal nicht geklappt, obwohl sie mit den Leuten befreundet waren und glaubten, denen vertrauen zu können.

    Hättest Du die übrigen Zeilen aus meinem Text auch zitiert, könntest Du wissen, dass wir, was die Verantwortung angeht, absolut auf einen Nenner sind.

    In meinem Beitrag vor dem zitierten Beitrag habe ich dazu geraten, sich professionelle Hilfe bei der Vermittlung zu suchen. Eine Abgabe in geeignete Hände ist auch Verantwortung tragen. Sich dabei unterstützen zu lassen, wenn man nicht genau weiss, wonach man Bewerber filtern muss, ebenfalls.


    Wie hoch sind denn wohl die Chancen für einen alten Hund mit diversen Baustellen, ein besseres Leben zu finden?

    Sind denn die Baustellen wirklich sooooo dramatisch? Ich hab grad extra nochmal den Eingangspost gelesen, ob ich was übersehen habe. Sie sind anstrengend, sie sind eingeschliffen, was das Arbeiten daran im jetzigen Zuhause schwieriger macht - der Umzug steht an, die Probleme werden sich eher mehren, denn verringern - aber sie sind nicht unlösbar. Und wenn jemand Zeit und Ressourcen hat, daran zu arbeiten, ein weniger stressiges Umfeld dazu und Voila - mit etwas Glück ist die Hündin in einiger Zeit aufgeblüht. Warum sollte man aus falsch verstandener Verantwortung an einem solchen Zustand festhalten, wenn abzusehen ist, dass es sich eher noch verschlimmern wird?

    Ich verstehe das nicht. Es geht doch in erster Linie um den Hund.


    Und 11 ist für diese Größe noch kein Methusalem-Alter.

    Also ja - ich denke schon, dass die Hündin ganz gute Chancen hat, ein passendes Zuhause zu finden. Nur eben nicht irgendein/das nächstbeste Zuhause, sondern eines, das in Ruhe und sorgfältig passend zum Hund ausgewählt wird. Z. B. mit professioneller Unterstützung.

    Das hätte so nicht sein müssen, aber nun muss es der Hund ausbaden.

    Man kann das aber auch einfach als eine Chance sehen für die Hündin.

    Wenns über Jahre so unrund miteinander läuft, ist ein Halterwechsel, der - das ist Voraussetzung - sorgfältig geplant ist, für einen Hund auch einfach die Chance, ein Lebensumfeld zu finden, in das er besser hineinpasst. Ein Lebensumfeld, in dem manch eine der Baustellen vllt. sogar gar keine Rolle mehr spielt.


    Ich (!!) finde es schlimmer in einer für alle Beteiligten stressigen Situation zu verharren, ohne gross was ändern zu können, nur weil man das aus einem schräg laufenden Schuldgefühl für richtig hält. Abgabe ist nicht immer zum Nachteil des Hundes. :ka:

    Bei so lang etablierten Problemchen, die sich durch den Umgang gefestigt haben, ist eine Abgabe als kompletter Neu-Anfang für den Hund nicht das Verkehrteste. Es lernt sich leichter mit wem Neuen was Neues, als dass sich was Verfestigtes mit wem Bekannten ändern lässt.


    Ich halte lediglich das anvisierte Rentner-Paar nicht unbedingt für geeignet - von dem her, was ich aus der kurzen Beschreibung herauslesen kann.


    Ich würde mir professionelle Vermittlungshilfe suchen, entweder übers Tierheim oder aber über eine Rasse-in-Not-Orga, die sich oft auch um Mixe der jeweiligen Rasse kümmern. Auch das Omihunde-Netzwerk wäre evtl. ein Ansprechpartner, auch wenn ein kleinerer Hund mit 11 Jahren noch nicht zum alten Eisen zählt. Auch ein TH-Aufenthalt mit anschliessender Vermittlung ist heutzutage bei den meisten TH nichts Negatives mehr - für die Hündin wäre das um Klassen besser, als eine Hals-über-Kopf-Vermittlung an privat.

    Ich würde auch erst mal ein Kennenlernen vorschlagen - hier gabs auch immer Senioren-WGs, da ist manchmal das Management etwas anders als in normaler Mehrhundehaltung, eben wegen der unterschiedlichen Zipperlein und der oft schon eingeschränkten Sinne. Aber es ist auch sehr berührend.


    Ich würde mich freuen, wenn es klappt und bin gespannt, was Du vom Kennenlernen berichtest.

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