Beiträge von McChris

    Angst ist der schlechteste Treiber für Krisenvorsorge jeglicher Art. Angst lähmt und blockiert das Denken.

    Meine "Ansprüche" an meine Krisenvorsorge hier sind:

    - es muss in den hiesigen Alltag passen

    - bis auf ganz wenige Ausnahmen gibt es hier nichts, was nicht so oder so im Alltag eine Rolle spielt

    - der im Haus vorhandene Vorratsraum (kühl und dunkel) muss dafür reichen (Ausnahme natürlich Heu und Stroh für die Tiere)

    - ich (!) will nichts kaufen, es Zeit X aufbewahren und dann entsorgen, um wieder neu zu kaufen (das wäre für mich (!) nur als Basis vertretbar, wenn man gerade erst mit Krisenvorsorge anfängt und sich erst noch eingrooven will, was wirklich zu einem passt, damit man fürs Erste grundsätzlich für einige Tage versorgt ist)

    - es muss von der Logistik her so einfach und übersichtlich wie möglich bleiben, die Vorräte im Vorratslager sind an den tatsächlichen Verbrauch angepasst, was ein wenig dauert, bis man da sein System entwickelt hat, so dass eine sinnvolle Rotation entsteht, bei der nichts entsorgt werden muss oder Jugend-forscht-Experimente durchgeführt werden, Marke "wie schmeckt der Inhalt einer Konservendose, die 5 Jahre übers MHD raus ist...." (Hat aber zu der fröhlichen Erkenntnis geführt, dass das MHD völlig überbewertet wird und man Vieles noch probieren kann, was ja auch eine wertvolle Erkenntnis ist)

    - meine Krisenvorsorge muss zu meinen sonstigen Werten passen - ich bin zwar pragmatisch genug veranlagt, dass ich in einem wirklichen Notfall auch eine Dose Lunderland Huhn essen würde, obwohl ich sonst nur einmal im Quartal Fleisch aus Jagd oder Weideschuss esse, wenn ich sowas aber geplant vorhalte und verbrauche, dann im Rahmen meiner Werte

    - in einer Krise möchte ich die Eigenversorgung so einfach wie möglich gestaltet haben, weil ich da dann viel unterwegs sein werde und kaum Zeit dafür da sein würde, kompliziertere Abläufe abzuhaken, gleichzeitig möchte ich genau deshalb selbst gut versorgt sein, weil es dann einfacher ist, auch anderen zu helfen, wenn man sich nicht in einem Kaloriendefizit oder Gott bewahre ohne wenigstens einen Becher Kaffee durch die Gegend schleppen muss.

    Meine Krisenvorsorge hat in etwa die Qualität einer Versicherung. Mit dem Unterschied, dass ich das, was ich "einzahle" durch die Rotation auch für mich nutzen kann, das also keine "stillgelegte" Investition ist, die am Ende einfach weg ist. Wie bei Versicherungen auch, gehe ich überwiegend davon aus, dass ich sie nicht brauchen werde, aber für den Fall X ist es gut, sie zu haben.
    Der Prozess, bis hier alles soweit aufgebaut war, dass wir für hier ein gutes System gefunden haben, hat ohne Druck ein paar Jahre gedauert, in denen immer wieder an Stellschräubchen gedreht worden ist, bis es gepasst hat. Ich habs schonmal hier in den Tiefen des Threads geschrieben - ganz zu Anfang bin ich tageweise vorgegangen. Bis ich da bei 7 Tage für 2 Personen, X Hunde, X Katzen, X Rinder/damals noch Ponys angekommen war, fand das Ganze in "Tagesboxen" statt.

    Und wenn es so käme, dass etwas eintritt, bei dem mir die getroffenen Krisenvorsorge-Maßnahmen auch nicht helfen können, dann hab ich immer noch mich mit meinem unerschütterlichen Selbstvertrauen in mich selbst, immer irgendeinen Weg zu finden, mit einer unplanbaren Situation umzugehen. Dazu kommt, dass ich welcher Lage auch immer extrem genügsam bin und mich in schwierige Verhältnisse problemlos einfinden kann, weil ich die Grenzen meiner Komfortzone gnadenlos ausbeulen kann, wenns sein muss.

    Was sich hier in den letzten Jahren geändert hat, ist, dass wir bei Neuanschaffungen von Kopflampen/Taschenlampen/Campinglampen (die hier im Winter tagtäglich im Einsatz sind), zunehmend auf USB-ladbare Modelle statt auf batteriebetriebene umgestellt haben. Einfach weil das Vorhalten von Batterien nervtötend ist und ein Wiederaufladen dank Solar samt Speicher, im Notfall auch durch Kurbeln, für uns unkomplizierter ist. Eine gescheite Vorratshaltung von Batterien ist nicht so einfach - ich hab einfach zu oft festgestellt, dass z. B. bei im Haus deponierten Taschenlampen die Batterien ausgelaufen waren, man nur schlecht kalkulieren kann, wie lange ein Satz Batterien ausreicht, um eine gute Lichtversorgung zu haben und die Unterschiede in der Leistung von Batterien zum Teil erheblich sind.

    Bei den Pfadis war das Motto "Allzeit bereit" und so halte ich es für mich.

    Was genau ist denn jetzt an der Bauchspeicheldrüse?

    Bei Bauchspeicheldrüsenentzündungen kann die sehr schmerzhafte Phase recht lang sein - die Tiere müssen wirklich gut mit Schmerzmitteln abgedeckt werden.
    Dazu kommt noch, dass allein der Anblick/Geruch vom Futter und auch das Fressen an sich Schmerzen ausgelöst haben kann, daran erinnern sich die Tiere oft länger und meiden das Futter.

    Bei meinem Hund mit Bauchspeicheldrüsenentzündung (falls es das bei Euch auch ist, klingt jedenfalls sehr danach) gabs milde Zwangsfütterung mit ReConvales-Tonikum, ReConvalesEnergy-Tonicum und dem Recovery-Mousse. Alle 2 Stunden (ausser nachts) kleinste Mengen, dazu eine zweigleisige Abdeckung mit Schmerzmitteln.

    Ich würde auf jeden Fall nochmal Rücksprache mit der Klinik halten.

    Ich denke immer noch dran rum - mehr für mich, als mit wirklich praktischem Nutzen - wie man mehr Bürger dazu bringen könnte, sich gezielt auf Krisenfälle vorzubereiten.

    In diesem Video spricht die Leiterin des Projekts LifeGrid es direkt aus: es wird so sein, zwangsläufig, dass die Bürgerinnen und Bürger anfangs auf sich allein gestellt sind. Es funktioniert einfach gar nichts mehr. Jeder Bürger ist verpflichtet, sich für diese erste Zeit sinnvoll vorzubereiten. Für sich selbst, aber vor allem auch, um die kritische Infrastruktur nicht unnötig zu belasten. Letztere braucht einfach eine gewisse Vorlaufzeit, so dass Hilfe sofort fast nicht zu erwarten ist.

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    Und das gefällt mir deshalb, weil es diese "Prepper"-Vorurteile etwas aufräumt :lol:

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    Nur mal vorweg - Hunde reagieren sehr schnell mit blutigem Durchfall, weit schneller als z. B. Menschen, nur zur Info, damit Du nicht in Panik verfällst wegen der Erinnerungen. Aber natürlich gehört das gleich abgeklärt.
    Ich würde auch im Hinterkopf behalten, dass das gleichzeitige Auftreten bei Mensch und Hund auch Zufall sein kann - ihr Menschen also tatsächlich mit einem viralen Infekt kämpft, es beim Hund aber auch einen völlig anderen Auslöser geben kann, Du schreibst von Schnee, hier wäre die Kombi heftiges Erbrechen plus blutiger Durchfall meist eine s. g. Schneegastritis.

    Hier gehört Moro-Suppe fest in die "Stallapotheke" und die gibts auch bei Magen-Darm/Schneegastritis und stammt ursprünglich aus der Kindermedizin, ist also auch was für Menschen.

    Gute Besserung!

    Für mich sind Dinge aus dem Garten und vorbereitet sein, zwei unterschiedliche Sachen. Natürlich gibt es da Überschneidungen, aber allein wenn ich an sowas wie Lageräpfel denke. Wenn leer, dann leer. Sobald es irgendwie zeitabhängig ist, wann was passieren darf wird es für mich zur glücklichen Fügung. Anderer Ansatz wäre mehr Apfelbäume, damit immer genug da ist. Dann braucht man aber eine Lösung für den Überschuss, die neue Ernte kommt schließlich.

    Bei Vielem plant man aber tatsächlich so, dass es bis zur nächsten Erntezeit reicht. Hier bei uns ist der Gemüsegarten schon ein zentraler Bestandteil unserer Ernährung.
    Ich hab z. B. in Sachen Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch, Trockenbohnen, Wal- und Haselnüsse als Beispiele eine Selbstversorger-Quote von 100%, heisst ich kann unseren Jahresbedarf damit decken.
    Mit Deinem Beispiel "Äpfel" schaffe ich das nicht (da fressen aber auch die Rinder mit :lol:), komme da aber auch bis in den März mit hin, jeden Tag frische Äpfel zu haben. Das, was nicht für eine ganzjährige Versorgung genügt, sehe ich in Sachen Vorratshaltung als Bonus. Wobei ich Vieles auch kontinuierlich "ausbaue", tatsächlich vor allem beim Obst, ich bin ein Riesenfan davon, Bäume zu pflanzen, die auch zur Ernährung beitragen.
    Wo im Winter dann Obst und manche Gemüsearten knapp werden, bis fehlen, gibts dann neben eingemachtem die klassischen Wintergemüse, entweder im Lager (da gibts neben oben genannten immer noch Kürbis und Weißkohl) oder auf dem Beet. Momentan hab ich noch Porree, Grün- und Rosenkohl im Beet (gut, die müsste ich derzeit mit der Axt ernten |)), frische Kresse und Asia-Salate in der Hausanzucht.

    Der entscheidende Vorteil, den ich beim mitkalkulierten Gemüse-/Obst-Garten sehe, ist, dass man bei längerfristigem Geschehen eben auch selbst nachproduzieren kann und mit einem guten Anbauplan rund ums Jahr was Frisches zur Verfügung haben kann.

    Sie hängt auf mir rum und es wundert mich selbst wieviel sie doch schlafen kann.

    Das klingt jetzt aber wirklich nicht nach einem wegen Bewegungsmangel hohldrehenden Hund, sondern so, wie es sein soll: dass ein Hund auch mal mit weniger Beschäftigung klar kommen können sollte und das sogar noch genießt. ;)

    Stell Dir vor, Dein Hund braucht mal Schonung, dann weisst Du jetzt schon, dass das gut klappen wird.

    Gute Besserung für Dich!

    Ich kann Euch versichern, dass der allergrößte Teil der in D eingesetzten HSH gegen Tollwut geimpft ist - das ist u. a. eine Voraussetzung z. B. für die Teilnahme an Prüfungen (die wiederum im Rahmen der Förderung von HSH abzulegen sind) und den meisten Tierhaltern ist bewusst, wofür ihre HSH da sind und dass entsprechend auch reichlich Kontakt zu Wildtieren vorhanden ist, sowie, dass Wölfe auch sehr weit wandern können. Ich kenn auch bei den nicht-geförderten Hunden niemanden, der nicht auf einen soliden Impfschutz setzt.