Beiträge von McChris

    Wir haben ja im Herdenschutz das Dilemma, dass wir das unseren HSH nicht ersparen können - die müssen zaunsicher sein und lernen, mit dem E-Zaun umzugehen. Und gleichzeitig muss der Respekt vor dem E-Zaun so gelernt werden, dass kein Meideverhalten dem Zaun gegenüber stattfindet. HSH, die 20 Meter Abstand zum Zaun halten, beeindrucken den Wolf nicht sonderlich.

    Hier war der letzte Zaunkontakt der Hunde in der Zeit, als Yassi das lernen musste. Das ist also schon Jahre her. Glücklicherweise kann man sagen, dass HSH eben WEIL Hunde deutlich sensibler auf E-Zaun reagieren als die meisten Weidetiere, der Lerneffekt sehr rasch und sehr tiefsitzend eintritt. Das gestern läuft für mich unter "Unfall" und hat nichts mit der Zaunsicherheit zu tun. (McGyver ist ja z. B. auch schon mal von einem Rind aus der Weide geschubst worden und stand plötzlich draussen, ziemlich verwirrt)

    Mich irritiert aber immer wieder, wie fast schon nachlässig manch HH seinen Hund nah an den Weidezaun kommen lässt ohne da irgendwie einzugreifen.

    Der arme McGee hat gestern zu dicht am E-Zaun markiert und eine verputzt gekriegt. Anders als in vielen Kurzvideos finde ich das überhaupt nicht lustig, ich weiss, wie lang und arg jeweils mein Bein oder Arm wehtut, wenn ich an den E-Zaun komme und das an empfindlichen Stellen, gepaart mit der besseren Leitfähigkeit durch die Flüssigkeit muss wirklich schlimm gewesen sein. Der Bub hat aufgejault, einen kurzen Moment versucht, McGyver zu maßregeln, der dummerweise genau neben ihm stand und dann hat er dauerknurrend und zitternd dagestanden, bis ich ihn endlich ein wenig ablenken konnte. Das ist noch nie vorher passiert, die Hunde haben ein gutes Gespür für den E-Zaun, ohne Angst davor zu haben und ich glaube tatsächlich, dass McGee gar nicht realisiert hat, dass das vom E-Zaun kam. Gefühlt stand er ja weit genug weg, er war wohl lediglich etwas hektisch und in der Pinkelhöhe übermotiviert wegen Yassis Läufigkeit.

    Heute ist glücklicherweise alles wieder gut und er benimmt sich am Zaun so wie immer. Es ist wichtig, dass die HSH den Zaun respektieren, ohne aber ins Meideverhalten zu gehen, sie MÜSSEN dicht am Zaun agieren im Fall X.

    Die Bachstelzen sind auch wieder da. :herzen1:
    Wobei es diesen Winter hier im Fichtelgebirge das erste Mal die Beobachtung gab, dass 3 von ihnen an einem Klärwerk im Tal überwintert haben.

    ...

    Das hier ist eins meiner "Lieblingsfotos", die ich nutze, wenn ich Spaziergänger, die in der BuS an meinem Zaun lang kommen, das ist hier nämlich einer der wenigen Feldrandstreifen weit und breit, anspreche, dass sie doch bitte Rücksicht auf Bodenbrüter nehmen möchten (ich mach das immer sehr nett, auch wenns manchmal sehr sehr schwer fällt, aber "nett" hat einfach die höchsten Erfolgschancen), denn jede/r 2. sagt etwas wie "aber das sieht man doch!". Dann lass ich sie immer das Kiebitzküken suchen.... Ich sag fairerweise immer dazu, dass es hier keine Kiebitze gibt, dass aber Gelege oft genauso gut getarnt sind.

    https://image.jimcdn.com/app/cms/image/…hts-im-bild.jpg

    Das Foto stammt aus einem Kiebitz-Schutz-Projekt im Knoblauchsland https://nuernberg.lbv.de/kiebitzschutz/

    Pi mal Daumen ists einem Drittel völlig egal, ein weiteres Drittel tut so, als hätten sie Verständnis (aber die Körpersprache sagt was anderes) und ein Drittel wirkt authentisch verständnisvoll und bedankt sich oft sogar fürs Zeigen. Die Leuts, die es eh wissen und die eh Rücksicht nehmen, treffe ich ja gar nicht erst dort an.

    Ich mach das übrigens, weil ich einfach keinen Bock mehr habe, dass unsere Anstrengungen im Wiesenbrüterschutz aus Nicht-Wissen und/oder Rücksichtslosigkeit zunichte gemacht werden. Ich hoffe so sehr, dass meine Flächen dieses Jahr bei der Biotopkartierung als solche erfasst werden.

    Ich weiß auch nach dem 3. Kaffee nicht, was ich zu den Beiträgen hier schreiben soll. Meine Kinnlade hängt quasi auf den Knien - was ist denn hier bitte los?

    Nachdem es offensichtlich ist, dass keine auf die Eingangsfrage abzielenden Antworten mehr kommen werden und wir weiteren persönlichen Angriffen, Mutmaßungen und Spekulationen keinen Raum bieten wollen, ist hier jetzt dicht. Ich bin wirklich sprachlos, was hier abgeht.

    Ich habe über die menschliche Intensivpflege sehr viel über Trauer gelernt. Sie ist ganz individuell, aber dennoch gibt es manchmal kleine Anzeichen, dass man sich professionelle Unterstützung holen sollte. Bei so massiven körperlichen Beschwerden, wie Du sie schilderst, wäre das mit Sicherheit der Fall.
    Allererste Ansprechpartner könnte die Telefonseelsorge sein, dort gibt es auch eine Chat-Funktion, falls Telefonieren schwer fällt.
    Aber auch der Hausarzt kann ein guter Ansprechpartner sein, der einem weitere unterstützende Stellen nennen kann und einem bei den körperlichen Beschwerden zur Seite stehen kann.

    Fühl Dich ganz fest in den Arm genommen, wenn Du magst.

    frostbolzen76 - was habt ihr denn da für einen Kalk genutzt? Nach Garten-/Rasenkalk klingt das für mich nicht, eher nach Branntkalk. Und ja, der wäre hochgradig ätzend und der gehört wenn überhaupt IN den Boden, nicht oben drauf (aber eigentlich nicht im Garten). Wenns das war - versuchen, die Reste wegzuharken, wässern, wässern, wässern.
    Wenn der Hund davon was aufgenommen hat (und da genügt es, wenn er sich hinterher die Pfoten schleckert) muss man von Verätzungen ausgehen.

    Meine Rinder hatten vor 2 Jahren Verätzungen durch Kalkstaub an den Augen, als nebenan der Acker gedüngt worden ist und die Staubwolken bis auf die Weide getrieben sind. Das war kein Spaß.

    Ich schreib ja immer wieder, dass die HSH b. Bd. auch problemlos in andere Teampositionen umswitchen können. Nun ist McYassi gerade läufig und die Rüden sind in ihrer früheren Konstellation zu zweit bei den Rindern und da wird dann aus dem reinen Herdenhund McGyver, der nah bei den Rindern rumchillt und nur in wirklich bedrohlichen Situationen aktiv wird, wieder ein HSH, der die Zäune langpatrouilliert, aktiv die Umgebung im Auge behält und auch bei "kleineren" Störungen im Umfeld an den Zaun geht, um genau nachzuschauen.

    Mit dem Finger auf andere zeigen, ist immer leicht

    Das Benennen von simplen und hervorragend belegen Fakten als "mit dem Finger auf andere zeigen" zu framen, macht halt jeglichen faktenbasierten Austausch darüber unmöglich. Was zwar nicht überraschend, aber schade ist, denn den bräuchte es so dringend.

    Ich hab mich zwar gar nicht auf Dich bezogen - dennoch habe ich Dir nichtmal widersprochen, dass der gesellschaftliche Umgang mit landwirtschaftlichen Flächen eins der größten Probleme in Sachen Natur- und Artenschutz ist. Ich habe lediglich erkärt, warum der schwarze Peter nicht den Landwirten an sich, sondern der Agrarpolitik zugeschoben werden muss. Mehr nicht. Warum da jetzt wieder so eine Reaktion von Dir kommen muss, weiss ich nicht.