Beiträge von McChris

    Die Mc`s sind ja jetzt wahrlich keine Hunde, die ich immer mal zum Üben woanders hinbringen würde, niemand nimmt einen Hund aus dem Herdenschutz, wenns nicht not tut.
    Auch sind sie eher der Typ "Äh, hallo, ich habs kapiert, nerv nicht! :skeptisch2::roll:", den ich durch zuviel Üben eher sauer machen würde.

    Entsprechend sieht hier das Medical Training übers Kooperationssignal mehr so aus, dass sie die Grundlagen absolut verinnerlicht haben:

    sie werden nicht mit irgendwas überfallen

    sie bekommen bei was Neuem einen mega-kleinschrittigen Übungsdurchlauf im Schnelldurchgang, wobei ich versuche, so kleinschrittig aufzubauen, dass der Hund möglichst selten Stop sagen muss.

    sie dürfen alle ins Spiel kommenden Gegenstände und Personen kurz durch abschnüffeln abchecken. Wenn was steril bleiben muss, dann halt die Verpackung.

    Damit haben wir bisher alles, was angefallen ist, gut hinbekommen. Inclusive Röntgen, Blutentnahm, Ultraschall, Wundnaht, eingehendere körperliche Untersuchung und speziellere Untersuchungen, wie Zähne, Fieber messen, abhorchen.

    Wenn es sich ergibt, dass hier mal wer zur Herdenschutzbesichtigung ist, dann klappt der den Hunden auch mal das Ohr um oder wurschtelt nach einer imaginären Zecke hinterm Ellbogen, wobei wir natürlich auch das Glück haben, dass der Rinder-TA so Sachen wie Hunde-Impfen auch hier am Hof macht, da ist der Übergang also eh fliessend. Aber weder kommt da grossartig Equipment ins Spiel, noch dauert das länger als ein paar Sekunden.

    Am zeit- und arbeitsintensivsten war hier die Phase, in der die Hunde die Grundlagen gelernt haben. Der Rest sind ja letztlich nur Variationen davon.

    Die Mc`s sind vom Typ her einfach Hunde, die unisono Wert darauf legen, dass sie nicht überrumpelt werden, dass sie nicht übergriffig behandelt werden und dass sie die Kontrolle über diese Situationen behalten. Wenn man ihnen den Moment Zeit gibt, sich angemessen kurz vorstellt und alles, was man vorhat, kurz andeutet, damit sie wissen, was sie erwartet und das Ganze im Sinne einer gegenseitigen Kommunikation stattfindet, sind sie ungemein kooperativ. Fremden gegenüber sind sie verhalten-freundlich eingestellt (also abseits des Herdenschutzes), aber sie lassen sich durchaus auch von wem, den sie grad noch am Zaun angebellt haben, wenn derjenige dann offiziell von mir mitgebracht wird, anfassen und knuddeln.

    Nun hab ich natürlich das Glück, mit den Kangals eine Rasse zu haben, bei der auch Tierärzte sehr gern auf mich als Halter hören, wie wir das jetzt am besten machen, aber spätestens nach dem ersten Mal sind eigentlich alle TÄ bisher sehr angetan von dieser Arbeitsweise gewesen. Sie kostet gefühlt im ersten Moment etwas mehr Zeit - faktisch aber dann doch nicht, weil die am Anfang investierte Zeit im Verlauf wieder zigfach eingespart wird.

    Passend zu den Bestimmungs-Apps:

    Was bringen Vogelzählungen und Bürgerforschung tatsächlich?
    Bei Mitmachaktionen wie der "City Nature Challenge" fotografieren und melden Freiwillige Pflanzen, Vögel und Tiere in Gärten oder Parks. Die Daten solcher…
    www.br.de

    Hier macht mittlerweile eine Pferdehalterin aus dem Dorf auch bei der Arten-Challenge mit.
    Auch die Patchwork-Enkel (die, die Naturforscher-Rucksäcke als Weihnachtsgeschenk bekommen haben) machen mit.
    Man kann durch solche Apps und Aktionen also immer mehr Leuts mit ins Boot holen. Denn letztlich gilt immer und immer wieder der alte Satz: Man kann nur schützen, was man liebt. Und solche Apps/Challenges können helfen, das Interesse an der Natur zu wecken und zu fördern.

    In unserem Fall wurde uns gesagt, dass es durchaus sein kann, dass sie nach der OP vorübergehend Lähmungserscheinungen hat, die sich aber wieder zurückbilden sollten. Da frage ich mich natürlich, wie das praktisch funktioniert, vor allem beim Thema Urin und Kot absetzen in dieser Phase.

    Wenn das so sein sollte, gibts verschiedene Varianten - sei es, dass Urin und Kot passiv abgesetzt werden, also eine vorübergehende Inkontinenz besteht oder aber, dass die Blase manuell entleert werden muss (das wird einem dann gezeigt, wie man das macht) und der Kotabsatz mittels z. B. Mikro-Klys stimuliert werden muss. Ganz selten kann es auch zu einem Harnverhalt kommen, dann muss ein Einmalkatheter gelegt werden. Da würde ich erstmal abwarten, wie sich das entwickelt.

    Grundsätzlich macht es Sinn, im Vorfeld bereits ein Unterstützungsgeschirr auszuwählen, das Anpassen bei einem vorübergehend gelähmten Hund ist ungleich schwieriger, als wenn man das im Vorfeld im Stand machen kann.

    Hier trudeln allmählich auch die übrigen Rauchschwalben ein - auch in der Weidehütte ist bereits ein Paar, das sich hier schon auskennt, eingezogen. "Neuen" Schwalben merkt man das immer ein wenig an, finde ich, wenn sie noch etwas scheu auf einen reagieren. Die, die schon hier gebrütet haben, kennen das ja alles schon. Die Lehmpfütze zum Reparieren oder Neubau der Nester ist auch schon aktiviert. Ich mag die Plappermäulchen.

    Und auch die ersten Braunkehlchen trudeln ein.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.


    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Noch Interesse an weiteren App-Erfahrungen?

    Bei Hummeln und Schwebfliegen treibt sie mich gelinde gesagt in den Wahnsinn. Ich mach für den Feldbestimmungsschlüssel möglichst 3 Fotos, von oben, von der Seite und von vorn vom Kopfschild. Die Qualität ist kein Kunstfoto, aber wirklich ok, als Beispiel, wobei das jetzt nichtmal ein Bestimmungsfoto ist:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.


    Da kommt bei der App andauernd bei den Erdhummeln, vor allem den hellen, "Wintergoldhähnchen 42%" und bei den Steinhummeln "Rotkehlchen 67%" oder auch eine Krabbenart, die ich vergessen habe. Eisvogel ist auch sehr beliebt. :lol:

    Bei Spinnen gibt sie, wenn sie nicht sicher ist, oft auch nur die Unterart (? heisst das so?) an, also z. B. Laufwölfe unbestimmt oder Trichterspinne unbestimmt, da kann ich mit leben. Bei Käfern dito.

    Auch bei Pflanzen, wenn ich mich mit was auskenne, sind das die Pflanzen auf meinen Flächen, gibt sie öfter falsch-sichere Bestimmungen. Heute mal probehalber ein noch zartes, aber deutlich als solches zu erkennendes Bärwurz-Blättchen hat sie 100% sicher als Fenchel bestimmt.

    Der Liebste nutzt gern Flora incognita, die hat den Vorteil, dass sie immer Bescheid gibt, wenn und was sie noch für weitere Details braucht, das würde ich mir als Laie für die obsidentify-App auch wünschen, das mag aber für so viele Arten zuviel sein.
    Ich hab heute z. B. mit einem Wasserläufer "gekämpft", um bessere Aufnahmen hinzubekommen und hab ihn von allen Seiten bis auf von unten fotografiert, weil die App sich nie sicher war, bis ich dann nachgelesen habe, dass die eh nur schwer auseinander zu halten sind. Das lässt einen als Laie dann doch oft in der Luft hängen, egal, ob bei Pflanzen, Hummeln, Schwebfliegen oder sonstigem.

    Das soll allerdings keine Motzerei sein, sondern nur der Hinweis, sich nicht voll und ganz drauf zu verlassen, ganz oft hilft die App mir dabei, etwas besser eingrenzen zu können und dann komme ich dadurch auf die eigene Bestimmung. Das ist auch eine große Hilfe.

    Eine Diskussion, die zum Wissen über das Hörvermögen beim Hund beiträgt, ist ja durchaus zielführend bei der ursprünglichen Fragestellung gewesen. Da scheint es einfach Unterschiede in der Wahrnehmung zu geben, bei der Frage "was genau ist OT?". Da gibt es keine exakte Mess-Skala für, somit wird das immer eine Einzelfallentscheidung bleiben, die nicht jedem schmecken wird. Das ist einfach so.

    Was allerdings unbestreitbar OT ist, ist diese Diskussion jetzt grad.

    Damit das hier nicht weiter ausartet, ist dann jetzt mal :close: