Falls jemand Interesse an online-Vorträgen hat, die Ornithologische Gesellschaft Bayern hat heute z. B. einen über Braunkehlchen und Brachvögel im Angebot,
Der war interessant, viel Neues gabs für mich aber nicht, ich bin in Sachen Braunkehlchen ja eine Art Staubsauger, was Infos angeht.
Was mich immer wieder stutzig macht, sind Bemühungen, zum Gelege- und Nestlingsschutz Flächen mit Elektrozaun gegen Füchse einzuzäunen.
Diese Vogelschutzzäune sind nicht ganz identisch mit Herdenschutzzäunen, im unteren Teil wird weit enger gezäunt als im Herdenschutz, ABER: hier würde den Füchsen das gar nichts ausmachen, die würden einfach zwischen Reihen weiter oben durchspringen. Angeblich (ich hab nachgefragt) soll das beim Vogelschutz Füchse abhalten - mir kommts seltsam vor, weil die Erfahrungen im Herdenschutz völlig anders sind. Ich hätte gern noch mehr Fragen zu dem Zaun gestellt, es wurden z. B. Elektrobänder verwendet, die i. d. R. sehr hohe Widerstandswerte haben, was bedeutet, dass die Schlagstärke auf grossen Strecken drastisch abnimmt und hier bei mir ist die Erfahrung, dass die Braunkehlchen die Zäune und Zaunpfosten gern als Ansitzwarten nutzen und auch ganz in der Nähe davon ihre Nester anlegen. Wenn man dann ständig den Zaun freimähen muss, um die Schlagkraft zu erhalten, kommt man möglicherweise noch unentdeckten Nestern gefährlich nah und mit Schutzbrille, auf der die grüne Mähmatsche klebt, übersieht man ein verstecktes Bodengelege schnell.
Hat jemand von Euch da praktische Erfahrungen mit diesen Zäunen im Vogelschutz?