Beiträge von mittendrin

    Nein, niemals habe ich, weder in diesem Thread noch anderswo, Nutztierhaltern eigene Schuld vorgeworfen, ich habe lediglich geschrieben, dass ich persönlich es nicht so schlimm finde, wenn man seine Hund im Wald nicht einfach machen lassen kann, weil es Wölfe geben könnte.

    Ich empfinde das übrigens auch als Unterstellung. Irgendwer hat (idefixchen wohl) aus den Tiefen des Threads einzelne Teile herausgepult, die ich zu dem Problem "Seele im Wald baumeln lassen" mindestens 2mal geschrieben habe. Das wird dann auch hier von dir auf "Hund einfach machen lassen" reduziert.
    Ich habe auch öfter als 2mal irgendwelchen Neuankömmlingen im Thread beschrieben, welche Freiheiten meine Hunde im Wald nur haben und wie streng ich da bin. Von Hunden, die mal einfach so in den Wald geschubst werden und das Frauchen kümmert sich nicht, kann hier wahrlich nicht die Rede sein.

    Und so kommt es eben da raus, dass hier offensichtlich einige nur selektiv lesen, sich aber gleichzeitig auf irgendwann Geschriebenes beziehen. So funktioniert das für mich nicht. Ich wiederhole mich doch nicht dauernd. Wenn hier mit alten Beiträgen aufgewartet wird, dann bitte auch im Zusammenhang und nicht einzelne Teile rauspicken, die einem das Feindbild gerade hübsch machen.

    Und wenn ich schon dabei bin: du kommst schreibend auch nur mal wieder in den Thread, wenn es gerade neue Vorschreiber gibt, denen du dich anschließen kannst. Anschließend kannst du uns "Immer-Schreiber" dann wieder in die böse Ecke schubsen.

    Ansonsten, hitzige Diskussionen im DF hin und her, dort draussen im Real Life wird das Gefahrenpotiential für Grosse, Mittlere und Kleine unterschiedlich gewertet (nein, dort herrscht keine Gleichberechtigung). Das kann man für völlig verfehlt halten und dennoch ist es so. Selbst in CH kommt es so gut wie niemals vor, dass einem Kleinhund eine Maulkorbpflicht auferlegt wird

    Hier schon. In meinem Wohnort gab es die Einstufung zum gefährlichen Hund (mit Maulkorb- und Leinenzwang, sowie 11facher Steuer) für einen Sheltie. Nun gibt es Unterschiede in Größe und Gewicht beim Sheltie. Ich hätte den aber eher unter "Brite" und damit höchstens im Mittel des Standards eingeordnet. Standard sagt: 6-12 kg. Kein Kleinsthund, aber definitiv klein für mein Empfinden. Zu Schulden kommen lassen hat sich der Sheltie eine Keilerei unter Rüden, als ein Halter dazwischen gegriffen hat, hat er dem die Hand getackert.

    In einem Artikel stand "man erkennt ihn leicht, denn er kann zäune überspringen"... ok... also nun alle Zäune überwachen?

    War das nicht der, der im Januar allein 80 Tiere auf dem Gewissen hat? Das stelle ich mir dann nicht so ganz schwierig vor. Da kann man ja quasi drauf warten und sollte in einem annehmbaren Zeitrahmen Erfolg haben.

    Aber ich weiß es nicht. Möglicherweise gibt es noch andere Erkennungszeichen, wie bei Pumpak und dem Räudewolf? Ich könnte mir vorstellen, dass man die nicht unbedingt öffentlich macht.

    Bisher kenne ich keinen einzigen Fall eines beschädigten bzw getöteten Hundes (hier in D!), der nicht auf fahrlässiges oder sogar Fehlverhalten des Halters zurückzuführen ist.

    Kurti hat in Groß Hehlen (das ist ein Stadteil von Celle und vor meiner Haustür) einen angeleinten! Hund in den Hintern gebissen. Das war dann auch der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen brachte. Ganz entscheidend war hier übrigens, dass ein Richter a.D. als Unbeteiligter Zeuge war.

    Und ja, auch dazu stehe ich: wenn ich im Wolfsgebiet wohne, dann kann ich eben nicht völlig frei im Wald rumspazieren und meine Hunde machen lassen. Das ist doch ganz normal? I

    Ich hab keine Lust, mich hier nochmals nackig zu machen. Ich habe erklärt, worum es dabei geht. Wenn ihr das nicht gelesen habt, nicht mehr wißt oder es als nicht beachtenswert empfindet, dann ist das nicht mein Problem. In eine Ecke lasse ich mich dafür aber nicht drängen.

    Und dennoch frage ich mich, ob das wirklich ein Wolf war? Wenn ja, dann ist das unheimlich, ja. Andererseits: es gibt auch Videos zuhauf, in denen angebliche Wolfsverfolgungen gezeigt werden, die sich später als Hundebegegnungen herausgestellt haben.
    Bewiesene Wolfskontakte sind hierzulande sehr, sehr rar. Und ja, jetzt kommen gleich die Kommentare ala "ja, aber bald!!!"
    Generell wäre Statistik in diesen Fällen doch wirklich hilfreich. Und keiner soll jetzt sagen, Wölfe hätten die größere Lobby hinter sich. Das ist doch längst vorbei. Geschähen entsprechende Angriffe auf Menschen und ihre Haustiere gehäuft, dann wäre der Abschuss schneller genehmigt als man gucken kann.

    So unterschiedlich ist das. Du fragst dich als erstes, ob das wirklich ein Wolf war. Du stellst also als erstes dieses Erlebnis in Frage. Du hast offensichtlich auch massenweise "falsche Wolfsvideos" im Kopf. Ich nicht. Aber ich habe diverse Wolfsbegegnungen im Kopf, wo die Betroffenen eben erstmal nachweisen mußten, dass das wirklich passiert ist. In aller Regel treffen die nämlich auf Anfeindungen und es wird ihnen sonstwas unterstellt. Schon allein deshalb haben immer weniger Leute Interesse daran, diese auch zu melden.
    Ich brauche also nicht "aber bald" kommentieren. Wir haben und hatten das längst. Trotzdem sind die Abschüsse von Kurti und dem Räudewolf nicht schnell genehmigt worden. Kurti hat sich diverses geleistet, bis sein Schicksal besiegelt war.

    Und mal ganz davon ab, dass Wölfi tatsächlich so weit geht, einen Hund anzuknabbern... Wölfe, die vor Gartenzäunen stehen, sind nicht vertrauenserweckender. Wir wissen doch, wie Wölfe vorgehen. Zuerst wird unauffällig ausgekundschaftet.

    Für mich liest es sich auch so, als würde ich das für meine Hunde so nicht wollen. Es sollte nicht darauf hinaus laufen, dass ein Hund immer gegenhalten muß.
    Wenn wir mit befreundeten Rüden laufen, dann machen die überwiegend einfach Rüdendinge. Schnüffeln gemeinsam, laufen gemeinsam, jagen sich auch mal gegenseitig und gut. Ab und an rempeln auch mal zwei zusammen und es gibt einen Sekundenbruchteil, wo einer die Zähne zeigt und der andere zurückprollt. Aber anschließend sind die sich sofort wieder grün.

    Für mich lesen sich deine Beschreibungen weit von enspannt entfernt. Und für einen einjährigen Rüden fände ich das a) unfair, dass er sich da behaupten muß und b) lernt er dabei nichts Gutes.

    Aus meiner Erfahrung heraus (dass man das mit solchen Konflikten meist nicht hinbekommt) würde ich den Kontakt wohl meiden. Mindestens aber ist die "Gegenseite" da in der Pflicht. Der bedrängende und einschränkende Rüde müßte in seine Schranken gewiesen werden. Das ist weder dein Job, noch der Job deines jungen Rüden.

    Ich bezog meinen letzten Text zum Link darauf, dass nach der Abschussgenehmigung sowohl Kurti, als auch Bruno (so hieß doch der "Problembär"?), schneller weg vom Fenster waren, als man "Abschussgenehmigung" sagen konnte.

    Zu Bruno kann ich nichts sagen.
    Aber bei Kurti lag der Fall ganz anders als bei den jetzt zum Abschuß freigegebenen Wölfen. Kurti war besendert. Der Sender funktionierte zwar nicht mehr, also er sendete nicht mehr, aber mittels Kreuzpeilung konnte man seinen Standort und seine Identität zweifelsfrei ermitteln.

    Und trotzdem wäre mir der Wolf es wert eben auch auf dem Land so aufpassen zu müssen. Für mich würde sich da nichts ändern, Bolle ist an der Schleppleine und ich schaue mich die ganze Zeit um. So schrecklich ist das nun auch nicht finde ich. Daher meine Empathielosigkeit. Es wird von mir als kleineres Problem empfunden, weil mir das Wildlife einfach mehr wert ist. Ich würde mich auch über den Elch freuen wenn er denn dauerhaft einwandert. Wenn andere Menschen ihre Art der Hundehaltung darüber stellen, so sei ihnen das unbenommen. Ich muss aber nicht gleicher Meinung sein.

    Du liest also selektiv nur was dir in den Kram passt und bastelst dir damit unnötige Feindbilder. Nun, jeder wie er mag, gell...

    Ja, die gibt es. Mir schwirrt da irgendwas von 1000 Tieren im Kopf herum. Aber dabei ist schon die Auffassung davon, wo und wie diese Zahl zusammenkommt, sehr unterschiedlich. Viele sind der Meinung, die haben wir längst (auf die Population bezogen, nicht auf ein Land), andere wiederum sagen nein.
    Aber ich habe da jetzt nicht nachrecherchiert. Das ist das, was ich gerade so im Kopf habe.

    Füchse werden gejagt, selbstverständtlich. Rehleins und Hasileins und Wildschweinchen auch. Warum nicht auch den Wolf?
    Okay, vielleicht weil Mensch so bösartig war und den Wolf ausgerottet hat. Aber man könnte doch versuchen, nicht von einem Extrem ins andere zu fallen? Die Rehleins und Wildschweinchens und so rotten wir ja auch nicht aus, obwohl sie gejagt (heisst eigentlich bejagt, nicht?) wertden. Wir können das also.

    Warum nicht den Wolf? Mönsch, das ist doch klar. Wölfi! hat den höchsten Schutzstatus. Der Erhaltungszustand muß erstmal da angekommen sein, wo es Abschußquoten geben darf. Das wird wohl irgendwann so sein. Aber bis dahin ist er nunmal nicht mit Reh, Hase und Schwein zu vergleichen.