Beiträge von mittendrin

    Mir wurde zum Thema abhauen erklärt (also ich stand dabei obwohl es mich nicht betrifft): Wegrennen geht, muss man halt versuchen zu rufen. Den anderen Hund stören ist Grund zum durchfallen

    Selbst im RO ist man mit mißglücktem 3maligen Rückruf oder 4 Pfoten aus dem Parcours im "nicht bestanden".

    Und für eine Sporteinstiegsprüfung wie die BH finde ich genau sowas auch wichtig. Fußgehen könnte er meinetwegen auch später perfektionieren, wenn denn gebraucht. Aber einen "Hund out of control" braucht man doch auf keiner Veranstaltung.

    Hm, die Leckerlies sind hochwertig. Daheim würde er mir am liebsten die Finger dafür abbeissen. Schritt zurück geht in dem Fall nicht. Er hat es ja auch gut gemacht, ich würde es ihm nur gerne deutlicher zeigen.

    Ok, war auch nur so ein Gedankengang, weil ich grad selbst in die Falle getappt war. Ich denke, du findest bei flying-paws dann bestimmt noch etwas. Ich spiele bei Paterson manchmal mit der Zeit. Gestern war er völlig fasziniert von so einer riesigen Mais-Ernte-Maschine und wir waren zum Glück auf der rückwärtigen Seite des Feldes. Da hab ich ihn dann einfach gucken lassen, bis er genug hatte. Aber ich weiß natürlich gerade nicht, ob die Situation irgendwie vergleichbar ist.

    Da es sich um eine lange Verhaltenssequenz handelt, würde ich in dem Fall gar nicht mit Marker arbeiten, sondern die Belohnung direkt anbieten.

    Aber die nimmt er ja auch nicht. Keine Leckerlies und kein Spielzeug.

    Dann musst du eigentlich einen Schritt zurück oder doch nochmal über die Qualität des Leckerchens nachdenken. Paterson ist verfressener Allesfresser, was mich auch kurzzeitig irregeführt hat. Macht schon einen deutlichen Unterschied, ob ich was wirklich Gutes dabei habe. Gerade jetzt, wo Hundi doch eigene Ideen hat.

    Kriebelmücke? Hatte ich dieses Jahr auch erstmalig.

    Wachtechnisch am Liebsten war mir Finlay. Der hat sich eine strategisch günstige Stelle im Garten gesucht und von dort gewacht. Der wusste, wer hier her gehört und wer nicht. Der hat jeden passieren lassen, der nur von a nach b wollte. Erst ungewöhnliches Verhalten hat zu Bellen geführt und da konnte man auch sofort hören, ob's wirklich ernst war.

    Geordy hätte von sich aus alles von Katze über Kleinkind bis Erzfeind verbellt. So lange, bis das Opfer ihn nicht mehr hören konnte. Durfte er nicht, musste er jeden Sommer neu lernen und durfte man nie schleifen lassen.

    Paterson hat mit 4,5 Monaten die erste Wachbelle tönen lassen und ich bin fast hinten übergekippt. Der hat ein unglaublich lautes Organ und so ein halbes Jodeln im Bellen. Immer noch, der ist viel lauter als all seine Vorgänger. Bisher verbellt er aber nur Menschen, keine Katzen, keine Hunde. Ich arbeite dran, dass er Nachbarn kennt und Passanten ziehen lässt. Ich fürchte aber, bei ihm ist das auch eher ein "Dinner for one" jeden Sommer wenn die Türen aufgehen.

    Ich bin gespannt, ob sich sein Verhalten Hunden gegenüber da noch ändert. Bisher ist er ausgesprochen gastfreundlich. Neulich saß ich kaffeetrinkend in der Küche, als er von draußen freudestrahlend den Nachbarshund mitbrachte. So nach dem Motto: du, darf Tommy hier essen? Wir haben Hunger! Den habe ich dann ganz schnell auf meinen Arm verfrachtet, weil Eddie unter dem Küchentisch lag und auf solchen Besuch verzichten kann.

    Zurückbellen an fremden Zäunen oder Markieren ist hier verboten.

    Fenjali .

    Ich hatte dich wirklich nicht so "erwischen" wollen. Die von mir erwähnte Boxerhalterin hat mich auch ganz vorsichtig gefragt, ob ich mir vielleicht vorstellen könnte, dass mein Hund mit ihrem. .. Ich glaub schon, dass Boxer eben Temperament und Co. mitbringt. In diesem Fall hier ist mein zarter :hust: Collie aber mit seines Gleichen auch ein echter Raufbold und ich konnte antworten: Jawoll, passt wunderbar.

    Meine Erfahrung ist auch, dass die " Knete-im-Kopf-Jungs" nach gemeinsamer Party so zufrieden gucken, wie ich es anders kaum hervorzaubern kann. Ich wünsche dir also, dass du vielleicht doch noch den passenden Kumpel findest.

    Ich seh das ja sogar bei Liano. Der Zwergie ist ja wirklich ein unfassbar netter und ruhiger Hund. Aber auch er kann im Alltag praktisch nicht frei laufen und wenn wir auf dem Hundeplatz sind und er da rennen darf ist das wie ein Fohlen auf der Weide

    Paterson hat fast immer Freilauf. Wo viel Betrieb ist, mit 3m-Schlepp.

    Trotzdem weiß der ganz genau, wo die Wiesen sind und dann schielt er immer hoffnungsvoll zu mir. Wenn ich das nur mit einem Nicken beantworte, düst der los, Kreise ziehen :hurra:

    Zwecks Beschäftigung habe ich mal eben eine Würstchenspur vom Flur bis zum Bad gelegt und als Jackpot ein ganzes Wienerle platziert. Hat sich in Nullkommanix die Wurststücke und das ganze Würstchen geschnappt. So doof ist er ja nicht, dass das für ihn eine Herausforderung wäre.

    Ich glaube, man unterschätzt die Hunde manchmal. :D

    Yep. So eine hochwertige Belohnung gibt's bei uns draußen. Für Abruf trotz Fremdhund, fürs Anleinen, für "der Hund spielt nicht mit dir" und für "du musst dich jetzt leider vom weltbesten Spielkumpel auf ewig verabschieden". Weil selbst mein minderbemittelter Suchhund findet problemlos Würstchen. Aber genau in solchen Situationen, ist es wichtig für ihn. Zuhause ist das ja nicht mal wirklich Beschäftigung, oder? Wieviele Sekunden hat das gedauert?

    Wir hatten bis jetzt keine Wölfe bei uns oder die haben sich bis jetzt unauffällig verhalten, jetzt allerdings wurde durch DNA bestätigt, dass mehrere Pferde durch einen Wolf schwer verletzt wurden. Der Pferdehof befindet sich mitten in einer Siedlung, rund herum sind lauter Einfamilienhäuser (unter anderem unseres). Ich finde das echt krass :fear:

    Unser Haus grenzt direkt an den Wald, ich habe echt ein mulmiges Gefühl. Der Hund darf auf jeden Fall nicht mehr alleine in den Garten.

    Wie soll man sich denn bei einer Wolfssichtung verhalten, wenn der Wolf nicht weg bleibt? Also klar, ruhig bleiben, langsamer Rückzug, Hund bei sich behalten, aber wenn das nicht hilft?

    Ja, verstehe ich. Wenn sie denn da sind, rotiert das Hirn.

    In ähnlicher Situation haben wir bei uns vor Jahren Kameras installiert.

    Ich wollte einfach wissen, ob da irgendwann mal ein Wolf ums Grundstück schleicht. Ist nicht passiert. Heißt für dich nichts, aber das ist eine Möglichkeit, um sich Kontrolle zu verschaffen.

    Außerdem finde ich wichtig, dass man mit seinen Abfällen umsichtig ist. Gibt ja immer noch Leute, die ihre Essensreste über den Gartenzaun in den Wald entsorgen. In so einer Siedlung sollte das niemand mehr machen. Auch Katzen- und/oder Igelfutter im Garten ist ne doofe Idee.

    Für die Begegnung mit dem Wolf halte ich es nicht für sinnvoll, mit der Kamera zu hantieren. Hast du so eine GoPro auf'em Kopp, ok. Aber all diese Videos, wo Menschen mit Kulleraugen und offenem Mund auf den Wolf halten, vermitteln dem bestimmt nicht, dass er unwillkommen ist und das ist ja eigentlich Ziel. Und zwar das erste. Ob das anschließend jemand glaubt, ist doch erstmal zweitrangig. Dass der Wolf da ist, ist ja nun bekannt.

    Ich finde es sinnvoll, dass man die Begegnung durchspielt. Als wir hier innerorts Wolfssichtungen und zwei verletzte Hunde durch Wölfe hatten, war ich meistens mit drei Hunden unterwegs. Da hat man gar keine Hand mehr frei für gezielte Würfe. Im Kopf hatte ich Situationen, die man eigentlich kennt: da kommt ein Fremdhund ohne Mensch und will in uns reinbrettern. Für einen Wolf habe ich das nie gebraucht, für auf Krawall gebürstete Hunde schon. Versuchen würde ich bei einem Wolf, einmal kurz zu telefonieren. Einfach um ein Backup zu haben, notfalls kommt gleich jemand. Das verändert die Situation im Kopf und das kann man dann auch nach außen transportieren.

    Und last not least: hier sind immer noch Wölfe. Die ganzen Jahre sind sie da. Und immer noch hat keiner vor mir auf dem Weg gestanden. So häufig isses dann doch wieder nicht.