Beiträge von CorinnaS

    Obwohl ich immer ein Fan von großen Hunden war, habe ich mich damals für den Beagle entschieden, eben weil ich ihn auch geschäftlich mitnehmen mußte. Ein kleinerer Hund ist nicht so "raumfüllend", erzeugt weniger Ängstlichkeit. Dazu kam das kurze Fell, das eben nicht so müffelt.
    Korrektes Verhalten im Büro kann jeder Hund lernen. Meine waren immer auch in fremden Büros mit (da ich oft vor Ort beim Kunden arbeite), bei Konferenzen und sonstwas. Zur Not halt auch mal in einer Box.

    Seit Lilo da ist, hab ich ja hier das Phänomen "rufe einen, bekomme 2". Da hab ich mal mit einer Freundin beim Spaziergang rumgeblödelt und meinte, ich brauche keine 2 Hundenamen, ich rufe einfach "Töööölen". Hab's ausprobiert und beide kamen angerast :lol:

    Paco hab ich mal quer durch den Park gerufen mit "Paco Telefon!". Der kam gleich angesprintet, und die Leute guckten doof :lol:

    Laut PO darf man bei der BH den Hund immer loben, wenn er in der Grundstellung ist. In der Praxis sehen die Richter das aber meist nicht gerne, allenfalls 1-2mal während der gesamten Prüfung, und auch dann nur mal ein kurzes "fein" oder so. Kommt auf den Richter an. Während des Laufens darf man nur die Kommandos geben, sonst gar nichts. Das finde ich übrigens idiotisch. War auch meine größte Schwierigkeit im Training, dem Hund klar zu machen, daß alles prima ist, auch wenn von mir keinerlei Reaktion kommt.

    Das überschwängliche Loben und Motivieren kannst Du in der BH ja auch wieder nicht einsetzen. Du solltest also nicht das eine Triebmittel gegen ein anders austauschen, sondern wirklich abbauen. Eigentlich geht's ja darum, daß Dein Hund lernt, bis zur Bestätigung eine längere Leistung zu erbringen. Das kannst Du ganz variabel aufbauen. Mal kommt was nach 3 Schritten Fuß, mal erst nach 100. Oder so;)
    Ist im Agi ja auch nicht anders. Erst bestätigt man jede Hürde, dann erst nach dem kompletten Parcours. Wobei man da wenigstens noch mit dem Hund "reden" und ihn verbal motivieren darf im Gegensatz zur BH.

    Ich lege ja bei meinen Hund viel Wert auf Freilaufmöglichkeit. Aber was mir auch total auf den Keks geht, das sind die Leute, die so unbedingt darauf bestehen, dass ihr Hund überall ohne Leine läuft. Gerade gestern wieder im Baumarkt. Älteres Ehepaar mit JRT. Der wuselte da rum nach Lust und Laune. Und mal ehrlich: Wenn man da mit voll beladenem Einkaufswagen um die Ecke schießt, sieht man einen JRT ganz gewiß nicht. Außerdem gibt's auch im Baumarkt sicher Leute, die Angst vor Hunden haben. Ich finde sowas unmöglich!

    Der Belohnte muß sich auch belohnt fühlen. Die richtige Art der Belohnung ist also abhängig vom Individuum. Nur das ist ausschlaggebend. Jeder muß für seinen Hund die richtige Belohnung finden, sonst wird's nix.
    In der BH darf man so gut wie gar nicht loben. Also egal, was man einsetzt, man muß es wieder abbauen.
    Im Agility oder Obedience muß es dann in der Prüfung auch ohne gehen. Im VPG ist z.B. der Ärmel schon ein Triebmittel.

    Meiner dreht auch total hoch, wenn Clicker oder Futterdummy auf den Plan kommen. Je nach Situation reduziere ich dann die Attraktivität der Belohnung, damit er noch konzentriert bleibt. Gleichzeitig kann ich aber die starken Triebmittel super einsetzen, wenn wir einen richtig anstrengenden Tag - z.B. bei einem Agility-Seminar - haben. Dann hab ich noch eins drauf zu setzen, wenn er eigentlich schon müde ist.

    Die Arbeit mit Futter ist für mich aber keine "Bestechung", sondern eher ein Grundprinzip. Fressen ist nunmal eine der wichtigsten Ressourcen für den Hund. Und bei muß man was dafür tun, damit man was zum Fressen bekommt. Ich bin nicht nur ein Napffüller.