Beiträge von Sundri

    Moin,

    hmh - wir leben sehr stadtnah aber doch sehr ländlich, da laufen noch Hühner über die Straße - ich gehe mit allen "neuen" Hunden zuerst einmal nur bekannte Wege, es gibt hier einige Runden, die bei mir vor der Tür beginnen und die hier auch enden.

    Immer das gleiche Gelände vermittelt unsicheren oder ängstlichen Hunden Sicherheit, hier fühlen sie sich zu Hause, hier gehören sie hin und bisher haben alle, wenn sie mir abhanden gekommen sind, den Weg nach Hause gefunden und alle haben sich gefreut, als ich endlich auch mal hinterher kam. Bekanntes Gelände, was wir Menschen oft als langweilig ansehen, ist für Hunde etwas ganz anderes. Auch in bekanntem Gelände können einem Abenteuer begegnen, fliegende Tüten, plötzlich aus dem Acker hervorsprießende Heuballen, fremde Leute mit Hunden oder merkwürdige Walker, mitten im Feld stehende Maschinen, neulich erst ein abgebrochener Baum unter dem wir jetzt durchgehen müssen - alles Dinge zum Alltag üben. Je sicherer ich mit diesen Dingen umgehen, desto sicherer folgt mir mein Hund - und, es sind Momentaufnahmen zum Üben, einzelne Situationen in vertrautem Gelände, das übt sich leichter als wenn alles flasht.

    Stadtwald ist Power hoch 10, da bekommen auch meine Hunde einen Riechflash, 1000de von Eindrücken, die wir nicht wahr nehmen, den Hund aber vielleicht völlig überfordern? Stadt kann stressen... Geräusche, Gerüche, Bodenbeschaffenheit, dauernd "Nein" und "Pfui", fremde Menschen, Tauben vor den Füßen, Wasser am Springbrunnen, all das, was wir kaum mehr wahr nehmen, bedeutet für einen ängstlichen Hund eine Herausforderung. Und wir nehmen mit unseren (dem Hund sehr unterlegenen Sinnen) weniger wahr als er und haben gelernt viele Geräusche einfach auszublenden - Alltagsgeräusche.

    Einen "angeknipsten" Hund würde ich solchen Situationen nur gemäßigt aussetzen..... auf eine Bank setzen und mal nichts tun, ihn beobachten lassen (egal ober er steht oder sitzt oder liegt) und still bleiben. Leckerchen anbieten - sehr gestresste Hunde nehmen es nicht und weiter gehen, wenn er sich gesetzt hat - von sich aus. Passiert das gar nicht, zurück gehen - langsamer machen.....

    Geschäfte vergessen? Einen ruhigen Ort aufsuchen, einen, der bekannt ist und der Sicherheit vermittelt.

    Und noch einmal überlegen ob solche Orte wirklich sein müssen? Es gibt Hunde die das nicht können und denen man nichts Gutes tut, wenn man sie dazu nötigt. Sollte in Deinem Hund wirklich Herdenschutzhund sein - wird er solche Orte vermutlich nie mögen.... einfach weil solche Hunde fremde Menschen und Hunde für unnötig halten und nicht mögen - das liegt in ihrer Natur - bei Bordern ist das ähnlich, Fremde sind nicht gut. Mir hilft es einfach zu wissen, was Lou für eine Mischung ist - ich kann dann einfacher auf seine Bedürfnisse eingehen und ihn verstehen und ich kann einfacher fordern oder eben auch nicht, was er leisten kann. Oder ich lasse es bleiben.

    Lucas ist ein spanischer Schäfermix, diese Hunde gehen mit den Ziegen allein in die Berge, begleiten sie und bringen die Herden wieder zurück. Keiner dieser Hunde würde jemals die Herde rauf bringen und sich in den Schatten legen und entspannen - er sichert erst mal gründlich, schaut sich um und bewertet die Situation und legt sich dann dort hin, wo er alles im Blick hat. Gehe ich mit Lou in ein Straßencafè und würde ihm "sitz" sagen - er würde es missachten.... da ich aber von seiner Rasseveranlagung weiß, lasse ich ihn schauen, so lang er mag (weil er einfach nur steht und sich umsieht, ganz ruhig) und irgendwann legt er sich hin und entspannt. Und, er legt sich so hin, das er alles im Blick hat - solange das für uns beide passt, ist alles gut. Immerhin kann er ja besser unter dem Tisch durchsehen als ich.

    Früher hat mich das rappelig gemacht, wenn mein Hund nicht tat was ich wolte - früher hatte ich keinen selbstständig agierenden und entscheidenden Hund (so einen wollte ich auch nie nicht haben) - früher hatte ich einen der tat was ich wollte, aus und fertig. Aber ehrlich, Lou fordert mich täglich und ich liebe ihn.... so einen - will ich wieder, irgendwann.

    Ich schreib das so ausführlich, weil ich mehr und mehr dahin kommen, dass das Wesen einen Hundes auch einen Mixes etwas ist, das man berücksichtigen muss - auf das man Rücksicht nehmen muss - sonst werden alle unglücklich.

    Im Übrigen ist es so, das mein Diego (gleicher Mix) in neuem Gebiet entsetzlich von der Rolle war, ich Schweden hatte er jede Menge Flashes, Wild, Spuren - ich krieg sie alle, er hing einfach nur in der Leine.... das wurde mit jedem Tag besser und nach einigen Tagen ging es - auch hier war es ein bisschen Gewöhnung und, meist die gleichen Wege.

    Je durchgedrehter mein Hund war, desto weniger hab ich von ihm gefordert und wenn nichts mehr ging.... hielt ich ihn einfach nur kurz an meiner Seite. Er kann doch nichts für seine Art und für sein Wesen. Mach es ihm ein wenig leichter.

    Ach ja, andere Hunde können das doch auch - aber all die, die es nicht können und glaub mir, das sind ganz schön viele - die triffst Du auch nicht. Die bleiben nämlich zu Hause oder gehen im Dunklen raus, wenn niemand mehr unterwegs ist. ;)

    Sundri

    @ Rotbuche, Dankeschön

    Moin,

    wir sind ja gestern mit Leine spazieren gegangen, der Kleine muss sich schonen (waren auch beim TA) und das ging ganz wunderbar..... die Leine hat 1,60 und er hat nicht ein einziges Mal gezogen (okay, doch - als es wieder bei uns auf den Hof ging) - ich war beeindruckt wie gut das geklappt hat.

    Mein Kind macht offensichtlich alles richtig und Freilauf gibt`s auch wieder, wenn das Bein wieder heil ist. Ist ein bisschen schwierig für sie, da der Kleine sich natürlich mopst und toben und rennen will und nicht darf. Aber - auch solche Tage gehen vorbei.

    Leinenführigkeit ist für mich schlicht existenziell und ich lerne auch, hier ist jeder Hund anders, lernt anders, geht anders, benötigt andere Hilfen - aber alle brauchen Konsequnez und einen eigenen Weg zum Lernen.

    Sundri


    Moin,

    es gibt eben gute und weniger gute Tage, das habe ich bei all meinen Hunden erlebt. Ansonsten hört sich das bei Euch doch gut an, Hundefreunde zum Spielen - sie kann überall mit hin gehen - und ja, solche Hundeschulen mag ich auch nicht, wobei ich natürlich auch einen Hund hab, der eigenständig denkt und handelt und beim dritten Mal "sitz" taub und blind (wir arbeiten auch mit Sichtzeichen) wird - der sich aber immer, wenn wir unterwegs sind und ich es möchte, setzt. Von daher - ich finde Alltagstauglichkeit viel wichtiger als HuPla Tauglichkeit.

    Wir gehen aber regelmässig zum Spielen - und ich hab auch mal einen Mantrailing Kurs gemacht - einfach, damit wir etwas gemeinsam tun können und miteinander lernen, Lucas und ich. So eine Spielgruppe muss nur verdammt gut geführt werden und das ist leider selten der Fall. Unser Trainer scheint da eine echte Ausnahme zu sein, er ist auch immer mitten drin und hat die Gruppe im Blick, kennt jeden Hund, weiß ihn einzuordnen und erkennt schon im Ansatz, wann Eingreifen angesagt ist und wann nicht und es gibt ne Menge Regeln. Wir haben hier auch so einen "Hasen" der rennt wie nix Gutes und nur, weil alle das im Blick haben, artet es nicht in Hetzen aus, allerdings sind die Hunde auch alle etwa gleich groß..... also, kein kleiner "Hase" unter Windhunden. :roll: Und unser "Hase" rennt auch wie bescheuert, wenn ihn keiner jagt. :D

    Sozialisierung ist auch das, was in den ersten Lebenswochen bei Mama statt findet, beim Züchter - er stellt die Weichen für ein ganzes Leben (der Züchter des Welpen meiner Tochter hat eine Hündin zum Decken abgelehnt, weil sie sehr aggressiv ist und gemeint "solche Welpen will ich unter meinem Namen nicht haben!" - sie würde das weiter geben....) geht der kleine Hund durch viele Hände tut das ein übriges dazu. Und was für uns nur 2 Tage sind, ist für einen Hund eine viel längere Zeit. Man geht davon aus, dass das erste Hundelebensjahr in etwa 12 bis 15 Menschenjahren entspricht, da wird aus einem Tag ganz fix mal eine Woche - übersetzt natürlich, aber immerhin viele Erfahrungen. Ein Monat entsprich dann in etwa einem Menschenjahr - da kann viel passieren und gelernt werden.

    Ich muss meinen Hund nicht überall mit hinnehmen, Diego war in der Stadt derart gestresst - der blieb einfach lieber daheim und so war es für alle gut. Malik konnte immer überall hin mit, der fuhr Bahn, Bus, ICE, alles kein Problem,Lucas ist ähnlich.... hauptsache er kann bei mir sein. ;) Klar, Diego hätte es lernen können, aber da ich auch eher selten in Städtenunterwegs bin, war das für uns nicht nötig.

    Und, mit fremden Hunden oder gar Gruppen - muss man ja nicht spielen, dürfen andere gern von mir denken, was sie wollen, ich muss auf meinen Hund achten und nur so, wird aus uns ein gutes Team.

    Sundri

    Moin,

    :D es ist auch auffällig, das bei allen Genetischen Tests in meinem Umfeld immer ein Chi dabei war - ich habe da so meine Zweifel, auch wenn ich kein Genetiker bin.

    Ich glaube mangelndes Sozialisierung und eine Mischung aus - sich im Inneren widersprechenden Rasseanlagen - sind da eher das Problem. Es gibt verfressene Hunde, viele Straßenhunde sind es - mein Lucas dagegen ist es nicht.... auf dem HuPla lacht man uns aus, weil mir das Leckerchen runter fällt, Lou es anschaut und denkt "och nu is es wech" und sich zu fein ist, es vom Boden zu fressen. Ich lass mich gern auslachen weil das bei uns im Alltag eine wunderbare Eigenschaft ist. Er frisst nichts..... vom Boden.

    Unterschiedliche Rasseeigenschaften machen einem Hund da durchaus mehr zu schaffen, weil sie ein Teil seines Wesens sind, wenn Du etwa Aussie mit einem großen will to please ind Vorsicht gegenüber Fremden und eine Setter hast, der als sehr Menschenfreundlich gilt, dann bekommt man eventuell einen Hund der schweirig ist... und, ich würde immer erst im Heimatland auf Rassesuche gehen, die wenigsten Hunde sind ein Mix aus Rassen, die in Griechenland etwa - eher nicht vertreten sind und wenn, dann nicht munter und frei auf der Straße herum laufen.

    Ängstlichkeit ist durchaus etwas, das die Mutter vererben kann und wird, sie überträgt ihre Angst schlicht auf die Welpen und mangelnde Sozialisierung vertieft das dann, ich hab hier eine Pflegehündin von der Straße gehabt, die war extrem vorsichtig, aber kein bisschen ängstlich. Scheu aber neugierig. Manchmal muss man Hunde einfach so nehmen wie sie sind und wenn man ihnen das zugesteht, verändert sich auch etwas - ich kann das nicht erklären - ich handle da intuitiv.

    Lucas hingegen ist äußerst schreckhaft, wehe er wird von einem Geräusch überrascht - ich zeige ihm Radfahrer die sich unbemerkt nähern, gehe auf ihn ein - schaue also auch immer mal wieder nach hinten, seitdem ist alles gut. Aber auch er ist nicht ängstlich. Diego, der wirklich von der Straße kam und von meinen Kindern in Spanien eingesammelt wurde, war sehr schreckhaft und vorsichtig, aber ängstlich? Nur bei Gewitter - er schlief immer gern mit etwas "über" dem Kopf.

    Straßenhunde selbst sind oftmals sehr gut sozialisiert (unter Hunden) und sie zeigen eine sehr deutliche Körpersprache, die sollte man beachten. Nur - Deiner ist ja kein Straßenhund, von daher würde ich sehr viel Geduld haben, ihn fordern aber nicht überfordern.

    Sundri

    P.S: Lein sie nicht ab bei anderen Hunden, wenn sie schnell man den Hasen gibt, kann das ins Auge gehen, denn dann setzt bei so manchem Hund das Hirn aus und er sieht nur noch "Beute" - das will keiner. Sucht Euch Hundefreunde mit Garten und vermittel Ihr Sicherheit, lass sie nicht mit einer "Gruppe" spielen, einer ist okay, aber viele sind des Hasen tot, wie man bei uns sagt.

    :roll: och, so ein paar Meter Leinenführigkeit klappen schon, sie wohnt in eing bebautem Gebiet, da geht es nicht anders. Aus den paar Metern werden sicher auch mehr, irgendwann. Solche Dinge brauchen ihre Zeit.

    Aber ja, in manchen Momenten, wenn wir etwa auf den Hof einbiegen, dann hält ihn nichts mehr - gleich gibt es Futter - und sie bleibt dann, Schritt für Schritt stehen oder kehrt auch schon mal um. Die 20 mtr. können schon 15 Minuten dauern. :D Aber auch er wird das eines Tages lernen, ich bin sicher.

    Der Süßmops muss heute langsam gehen, hat sich vertreten und lahmt etwas und nun hat er Schonung verordent bekommen, Leinezwang, schauen wir mal......

    Nächtes Wochenende geht er auf seine 2. Ausstellung, wir sind gespannt. Wobei der Züchter ihn mitnimmt, die Kinder bleiben hier :???: Das - hätte ich echt nicht gekonnt, oder vielleicht doch, denn andererseits fliegt meine Jüngste am Wochenende für ein Jahr ins Ausland und so ein Abschied ist schon ein Besonderer. Kompromisse halt.

    Sundri

    :???: ich frag mich doch ernsthaft, ob Dalmatiner in der Lage sind langsam zu gehen?

    Der Knirps meiner Tochter ist jetzt 5 Monate alt, wir treffen uns morgens immer und gehen ne Runde zusammen - nur am rennen das kleine Teil, unglaublich und nach dem anschließenden Fressen nicht etwa müde, nö, da wird mein Lou massakriert, wenn sie ihn nicht zur Ruhe zwingt und anleint.

    Wüsst ich`s nicht besser, würde ich meinen, der bekommt nuf Pfeffer zu futtern :lol:

    Aber, sie macht alles richtig, zwingt ihn zur Ruhe (angeblich ist er zu Hause ganz anders uns kann dort auch gehen - wer`s glaubt) und er hört wie ne 1. Lässt sich, auf Pfeife, selbst aus dem Vollansturm auf einen anderen Hund abrufen, der dreht sogar im Sprung schon rum, wenn sie pfeifft. So ein schnell lernendes und freudig mitmachends kleines Dinge - da macht mit das Zusehen schon Freude..... :rollsmile: Radfahrer, Jogger, Wild - alles kein Thema, er ist - bislang - in jeder Situation abrufbar und sie übt das, auf jedem Spaziergang, wenn einer kommt, ruft sie ihn, er setzt sich - wartet brav auf das Leckerchen und bekommt es, wenn der Spaziergänger oder was auch immer, neben ihn ist. Ich bin sehr gespannt, wie sich das entwickelt.

    Selbst unser Trainer meinte schon "och, den zweiten Grundlehrgang braucht ihr jedenfalls nicht" oder noch netter "Ihr macht mal vor und Ihr anderen könnt mal sehen, wie das aussehen sollte, wenn man es kann!" :D

    Nur wenn es ihm nicht schnell genug geht, dann bellt er schon mal (oder häufig) so nach dem Motto "mach mal hin hier, nicht so langsam" und wehe die Tür geht auf, der rennt mich glatt über den Haufen, in der Hoffnung, in Lucas Napf könnt ja noch was drinnen sein. Da ist er wohl wir alle anderen Hunde, die zu Hause nie etwas zu fressen bekommen und gestreichelt werden sie auch nicht. :lachtot:

    Süß, der Zwerg - aber eines weiß ich sicher - ein Dalmatiner ist einfach nichts für mich, nichts gegen Temperament, aber der hat genug für eine ganzes Rudel......

    Sundri *sehrstolzaufihrKind*

    Moin,

    ich hab mehrfach zwei Hunde gehabt und es gibt einfach Hunde, die haben keinenBock auf andere Hunde. Malik und Diego haben gegenseitig miteinander nebeneinander her gelebt - das änderte sich erst als Malik dement wurde. Aber nicht, das es Diego besser gefiel.

    Diego spielte gern mit anderen Hunden, Malik nicht - obwohl er gut sozialisiert war und immer viel Kontakt zu anderen Hunden hatte oder hätte haben können..... der war einfach so.

    Lucas spielt manchmal - während der Spielstunde in der HuSchu - draußen wird sich kurz begrüßt und fertig.... andere Hunde, kann es geben muss es aber nicht.

    Es ist ein Märchen das Hunde unbedingt immer andere Hunde wollen oder brauchen, ich kenne eine Menge bei denen das tatsächlich so ist aber ich kenne auch genug andere Hunde die allein aber zufrieden und glücklich sind. Warum sich das so entwickelt ist vielleicht eine Frage für die Verhaltensforschung? Wobei viele Hunde nicht mehr spielen wenn sie äter werden oder sind, da wird anders kommuniziert als durch Spielerei -die vielfach leider auch fehlinterpretiert wird und gar keine ist.

    Ich kann Deine Testes verstehen und hätte vermutlich ähnlich gehandelt, einfach um zu wissen - was passiert. Es ist etwas anderes, zu wissen was passiert wenn er losgelassen wird oder was passiert nicht? Hätte ja auch sein können, das er den anderen Hund einfach angreift und platt machen will. Aufdringlich ist zwar nicht toll aber es gäbe Schlimmers.

    Wäre es mein Hund würde ich auch auf Kontakte verzichten und wäre damit zufrieden, bei mir daheim Ruhe und Miteinander zu haben und draußen eben nicht. Warum auch?

    Sundri

    Zitat

    joa, da hilft dann wohl nur aufräumen.

    man liest ja hier manchmal, das manche hunde nicht ans essen gehen, auch wenn sie alleine sind. mögen sich deren besitzer mal melden? :lol: :hilfe:

    nee, bestraft wird er dann ja nicht mehr, bringt ja nix.
    hab schon überlegt, mal mit ner kamera zu arbeiten, so dass ich mal die chance habe, ihn in flagranti zu erwischen...


    *meld* :ops: Lucas würde niemals..... allerallerhöchstens eine Packung mit Hundekaustangen von 8in1 delight, weil die liebt er - aber - die bringt er mir und schaut mich dann mit großen Augen an "och bitte, kann ich vielleicht...." Er ist hier öfter allein und hat noch nie etwas gemaust, geht auch nicht an den Mülleimer oder irgendwo hoch. Es gibt sie eben doch, solche Hunde.

    Aber, mein Diego war ein Straßenhund, der auch wirklich Hunger in seinem Leben gehabt hat, er fraß zu Beginn einfach alles, hauptsache man bekam es runter, Pferdeäpfel, Tempos, Papier.... es dauerte eine lange Weile bis er wusste "och, ich muss das nicht fressen, zu Hause gibt es etwas Besseres" oder aber auch aus meiner Hand.

    Daheim hat er, als er begann sich sicher zu fühlen - deshalb nach einiger Zeit - und daher auch ein schönes Zeichen ;) - alles zu klauen, was möglich war. Wir haben einfach nichts mehr herum stehen lassen und in die Küche ging es nur unter Aufsicht - da war *schwupps* die Tür zu. Woanders steht bei uns nichts Essbares ohne Aufsicht herum. Gelegenheit macht Diebe, also Gelegenheiten beschränken.

    Natürlich, versuchte er zu mausen wenn wir dabei waren, gab es eine Ansage, das hat er nach ein, zweimal nie mehr versucht, aber heimlich..... och doch, geht. Also haben wir diese Gelegenheiten nicht mehr gegeben und wir haben keine Probleme mehr gehabt.

    Sundri

    Moin,

    das hauptsächliche Problem, das ich hier sehe, ist - das Menschen fürchten, was ihnen Konkurenz macht. Tiere die ihren Interessen im Weg stehen - haben es schwer. Und ich glaube das es um nichts anderes geht, um gar nichts anderes!

    Das ist egal ob es um Wölfe geht, die sich an Nutztieren vergreifen oder um Komorane, die zuviel Fischbrut fressen. In jedem Fall geht es darum, dass das Tier dem Menschen etwas weg nimmt - streitig macht. Je größer der "Wert" des Schadens ist, desto größer ist auch die Abwehr. Dazu kommt viel Unwissen und Unkenntnis über die Lebensweisen der betreffenden Tiere. Dort werden Wolfskinder getötet, hier Kormorankolonien vernichtet (am Steinhuder Meer des öfteren passiert) - das es andere Gründe für den Schwund an Fischen geben könnte - nö, es ist doch naheliegend, das der Kormoran schuldig ist als die Überfischtheit des Gewässers - das wäre ja ohne die Vögel nicht passiert?

    Ja, es kann passieren, das Wölfe Nutztiere reißen oder gar Hunde - aber wir wollen am Ende eben doch eine intakte Natur (oder jetzt doch lieber lauter Jäger) und dazu gehören die großen Beutegreifer eben auch. Niemand käme auf die Idee in der Savanne mit Hundchen spazieren zu gehen, warum muss das hier bei uns überall der Fall sein? Wenn ich weiß, es sind Wölfe im Wald ist mein Hund an der Leine, mein Jagdhund ein besonders gut sozialisierter und ausgebildeter Spezialist - gibt`s ja alles.

    Die wenigen, dokumentierten Angriffe auf Menschen - sind immer in Notzeiten (großer Hunger, verletzt, in die Enge getrieben) geschehen, wir müssen uns halt wieder ein wenig umgewöhnen..... nein, wir leben nicht in Schweden und ich bin sicher, auch im Stadtwald wird sich kein Wolfsrudel ansiedeln, aber in der Heide? Oder im Weserbergland? Es gibt genügend große Gebiete, warum also nicht..... wir haben mehr Wild und größere Bestände als vor 50 Jahren, wir haben Platz für Wölfe.... die gar nicht unter unseren Johannisbeerbüschen im Garten wohnen wollen, also warum der ganze Streit?

    Dort wo wir früher immer Urlaub gemacht haben, war Wolfsland - ich hab nie einen gesehen oder gehört und Lisbet, meine Vermieterin und Jägerin erzählte mir, das man die Wölfe schon mal hört - sehr selten, aber zu sehen bekommt man sie nicht, sie sind unglaublich scheu..... aber ja, wer da seine Schafe im Wald weiden lässt oder den Kleinhund mal eben ohne Begleitung ins Gebüsch schickt - das könne man, sagte sie, mit ein bisschen gesundem Menschenverstand in Anerkenntnis der Realität, auch verhindern.

    Hat einen Schweden, der einen Wolf, der seine Schafe gerissen hat, geschossen hat, übrigens 8 Jahre Gefängnis gekostet..... kann man sich überlegen, was die eigenen Tiere davon haben, wenn man solange nicht daheim ist. :hust:

    Sundri

    :ops: oha, ich hätte mein Hand dafür ins Feuer gelegt, das der Wolf im Jagdgesetzt steht - okay, ich denke, da gehört er hin - unter die Rubrik "ganzjährig geschont" - was noch lange nicht bedeutet, das es Jagdzeiten gibt oder jemals geben wird.

    Danke für die Information. Und ja, die Meisten lesen "Jagdrecht" und meinen, man könne alles schießen was herum läuft, aber gut, das es nicht so ist.

    Sundri