Moin,
spontan würde ich auch sagen "Clickern" ist eine gute Wahl. Das ist etwas, das bei ihr mit Sicherheit noch nicht negativ besetzt ist und wenn Du nicht clickern magst nutz an stelle des Klickers ein Markerwort - etwa ein hoch gesprochenes langes "feeeeeeiiiiiiinnnnnnn" - kann ruhig albern klingen, aber hohe Stimme wirkt auf solche Hunde meist ziemlich gut.
Ansonsten hat Estandia Recht, mein Mülleimer hängt mittlerweile an der Wand, jedenfall einer und der andere wurde ausgetauscht. gegen einen, den meine Hunde nicht aufbekommen. Vermeide einfach, das sie etwas anstellen kann. Türen schließen und Raum begrenzen, nichts herum liegen lassen - einfach - keine Gelegenheit bieten, ezwas anzustellen.
Ansonsten, es kann sein, das sie einfach nicht allein bleiben kann..... ganz kleinschrittig üben, erst mal nur geschlossene Türen, wenn Du ins Bad gehst oder mal - wirklich kurz - den Raum verlässt. Dann irgendwann man kurz zum Bäcker.... keiner meiner spanischen Hunde hat Kauzeug angenommen, wenn ich ging.... da war immer Panik. Lucas etwa ist jetzt aus dem Häuschen, wenn er nur meinen Koffer sieht, dann weicht er mir nicht von der Seite und allerliebste Lieblingskaustangen sind so was von unspannend..... aber völlig.
Wie benimmt sie sich denn sonst? Geht sie Dir in der Wohnung nach? Lässt sie schon erkennen, das sie Routinen verstanden hat? Ich meines so etwas: als Lucas neu zu mir kam, lief er mir auf Schritt und Tritt nach - ich hab ihn auch gelassen, weil ich das Gefühl hatte, er braucht das - nach einigen Tagen folgte er mir nach dem morgendlichen Aufstehen nicht mehr bis zum Bad. Er bliebt auf seinem Platz liegen - kam nur noch, wenn er statt dessen eine andere Tür hörte. Und eines Tages verließ er den Raum in dem ich war und legte sich in einen anderen. Da wusste ich, das er jetzt einen großen Fortschritt gemacht hatte.
Das Ankommen als Solches dauerte allerdings etwa ein halbes Jahr und von meinem Gefühl her konnte Lucas erst so nach drei, vier Monaten allein bleiben - kann sein, das es bei Euch schlichtweg zu früh dafür ist und sie tatsächlich Panik schiebt, daher auch das Pieseln. Lou hasst es noch heute, aber er weint nicht, er stellt nichts an, ich weiß, das er sich hinlegt und auch entspannt - er wird es nie mögen - liegt aber auch in seiner Natur. Ich nehm ihn gern mit, wenn möglich aber natürlich lasse ich ihn auch daheim.
Ach Lucas zeigt das Phänomen, das er sofort aufhört zu wedeln, wenn man ihn streichelt und er beschwichtigt auch, allerdings schmiegt er sich unter meine Hand, so weiß ich durchaus, das er es schätzt.... wenn das Anfassen für Clarissa etwas Schönes ist und sie lernt, das ihr nichts passiert, wird sie es eines Tages sicher mögen.Ich würde sie vorerst allerdings nicht von anderen anfassen lassen, Besuch sollte sie einfach nicht beachten.
Was das Bellen betrifft, schau hin und beobachte es, so wie Du schreibst, würde ich es vorerst noch ignorieren - wenn sie denn mal aufhört - ihr ein ruhiges "ist gut" sagen und schauen, was passiert. Ich kann mir vorstellen, das es Unsicherheit ist, gepaart mit einer gewissen Furcht.
Ansonsten braucht es Zeit, Ruhe, Geduld und noch mal Geduld. Ich würde allerdings nichts zulassen, was Du nicht willst.... also, wenn sie nicht aufs Sofa soll, sollte sie auch nicht rauf dürfen, man kann Hunde auch sanft zurecht weisen - als Beispiel. Alles Andere wird sich finden.
Sundri