Beiträge von Estandia

    Wie macht ihr das? Angenommen, ihr seid angeleint irgendwo unterwegs, und ein Hund läuft frei auf eure(n) Hund(e) zu.

    Ableinen oder Blocken?

    Grundsätzlich lasse ich Kontakt erstmal zu. An der Leine ebenso wie frei. Ableinen, damit mein Hund "notfalls" flüchten kann, mache ich nicht. Lieber hab ich den bei mir, als dass er Angst bekommt, gejagt wird und sich verteidigen muss.

    Mir sind nur zwei Punkte wichtig: der ankommende Hund verhält sich offensichtlich freundlich/aufgeschlossen. Darunter fallen bei mir auch erstmal Hunde, die "überfreundlich" angestürmt kommen, oft sind es dann genau die, die vor Bokey wie ein Häufchen Asche zusammenfallen, wenn sie merken, wen und was sie da vor sich haben. Zweiter Punkt: Nicht mehr als zwei Hunde auf einmal. Die Anzahl kann Bokey wunderbar angeleint händeln. Bei mehr laufe ich einen Bogen oder blocke einen, damit die nacheinander auf Bokey treffen. Das ist aber äußerst selten, da Hundegruppen sich oft verteilen und der ein oder andere sich eh nicht an Bokey rantraut.

    Ich meine es ist in "Einmal Meutechef und zurück" sehr gut beschrieben, was und vor allem wie man den Problemen aus dem Eingangsbeitrag beikommen kann.

    In dem Büchlein geht es u. a. um

    • Mit jedem Hund einzeln arbeiten
    • Vertiefen des Grundgehorsams
    • Gruppennamen
    • Fairness
    • Status
    • Übungen für das Leben (Bodyblocks, Aufmerksamkeit, alleine bleiben, Tischmanieren, Besucher, Gruppenwarten, Geduld verbessern)
    • Spielen
    • Problemen aus dem Weg gehen (vorbeugen, vorübergehend managen)
    • Kämpfen im Haus
    • Anzeichen für ernsthafte Probleme

    Hallo :winken:

    Das dir in jeden Raum folgen und nicht allein in einem anderen Raum sein können zeugt von einem noch zu großen Schritt. Allein bleiben und Distanz ertragen beginnt für euch also im selben Raum. Hast du ein Laufgitter, was du erweitern und umstellen kannst? Dich aus den Augen zu verlieren ist generell noch zuviel für den Wutz, es gibt Türgitter, wo der Hund hindurchsehen aber nicht zu dir kann. Das wäre auch eine Überlegung wert.

    Ich bin immer dafür besser und länger und sensibler an der Basis zu arbeiten, wenn die Grundlagen stimmen, kann der Hund "Alleinbleib-Notfälle" besser verpacken. Es gibt auch noch einige andere Dinge, wie "ruhiges Verhalten" belohnen, dem Hund was zu tun geben, wie Kauspielzeug, Desensibilsierung etc. pp ... noch scheint der Hund große Angst zu haben was ihm und dir alles passieren könnte. Rituale und Routinen brauchen Zeit :smile:

    Mir scheint, dass du die aufkeimenden Probleme aus dem ersten Thread (Lasset die Spiele beginnen...) irgendwie weitergetragen und verschleppt hast und sich das ganze kumulativ hochgeschaukelt hat und du nun an einem Punkt bist wo Hunter verzweifelt nach Führung und Grenzen sucht.

    Aber wehe ich vergesse es einmal oder es muss mal schnell gehen. Zack, ist der kleine Teufel schon wieder am Ausflippen weil sich Newton erlaubt hat ohne die schriftliche Genehmigung seiner Lordschaft die Türe zu durchschreiten.

    Naja, das ist ja trainierbar.

    Ebenso das Alleinebleiben.

    Mich würde interessieren, wenn euch jemand mit so 10 Wochen altem Welpen entgegen kommt und fragt freundlich, ob der mal hallo sagen darf, weil der braucht guten Hundekontakt und der Welpe wirkt interessiert und nicht völlig drüber oder ängstlich, wie reagiert ihr? Würde euer Hund das wollen/mitmachen? Würdet ihr sagen, euer Hund wäre ein guter Kontakt für einen fremden Welpen?

    Ja würde ich. Bokey reagiert adäquat, ist angemessen ruhig und grundsätzlich erstmal freundlich. Ob er toleranter gegenüber Welpen ist oder wäre, kann ich nicht sagen. Er verhält sich gegenüber allen Altersklassen "genormt" und scheint kaum Unterschiede zu machen. Wenn wir mit Welpen (oder noch sehr jungen Hunden) unterwegs waren, beschränkte sich die Interaktion auf schnüffeln und zusammen laufen mit vielen Ruhesignalen.