Beiträge von Estandia

    Ich hatte in die letzte Folge auch nur rein zufällig mal reingeschaltet und fand die Arbei mit Marla (?) echt grottig. Da war die Basis halt schon mistig und nix richtig etabliert. Das hat sich dann auch beim Pfeifen und Sprühen gezeigt, dass der Hund NULL auf die Pfeife reagiert, NULL Freude zeugt und auch den Schreckreiz NULL versteht. Für mich kam das piesacken und gängeln gleich. Rütter betont immer wie viel Arbeit das eigentlich alles ist und dann ist das so ein Wischiwasch-Fundament aber Hauptsache sagen, dass er Sprühgeräte ja auch doof findet und bli bla blub...

    Ok, so richtig schlauer bin ich nicht wo der Unterschied zwischen BAT und gewünschten Verhalten verstärken ist... |)

    Es gibt keinen Unterschied. Du kannst dem Hund "nur" beibringen was du gern von ihm sehen willst und wenn er das richtig macht - belohnen.

    Das Gesamtpaket ist grundsätzlich nichts weiter als verdammt gutes und fein durchdachtes Training. Und ja, daran scheitert es sehr oft, weil wir "Normalos" einfach gar nicht die optimalen Trainingsbedingungen schaffen können. Und das beginnt schon mit dem Einsatz und Willen des Halters wirklich was ändern zu wollen ...

    Wenn ich mich rechtsinne, läuft BAT so ab: Der Hund bekommt ein "sozial verträgliches" Verhalten trainiert - heißt, ein Verhalten, das mit der Umwelt vereinbar ist. Der Hund ist nicht plötzlich an sich soziaverträglich. Also anstatt bellen und attackieren - sich abwenden, Halter anschauen, still sein. Und mit diesem netten Verhalten bekommt der Hund was er möchte - den anderen Hund so weit weg wie nötig. Es gibt kein Schönfüttern und in der Situation lassen und aushalten lernen. Die (doppelte) Belohnung ist das trainierte Verhalten zu zeigen, da es durch das Beibringen allein schon eine lange Belohnunggeschichte hat, PLUS dass der Auslöser durch das gezeigte Verhalten verschwindet.

    BAT arbeitet an der Grenze der positiven Strafe. Denn der Aulöser wird im Training genau an die Schwelle herangeführt, an der der eigene Hund anfängt sich unwohl zu fühlen. Es ist anfangs eine Gratwanderung und ein Herantasten an den individuellen Hund und nicht jeder kann und will das leisten. Adäquates und nachhaltiges Training ist keine schnelle Sache.

    Ja, ohne Erleichterung kocht der Hund dann eben irgendwann über. Da kann der noch weniger für als für's "bewusste melden".

    Hunde die sich schnell und oft aufregen sollten daher wirklich schlafen nach anstregenden Phasen. Nicht nur Ruhe auf der Decke halten sondern tief und fest schlafen und komplett abschalten.

    Es ist eben auch ein kleiner Teufelskreis.

    Bei dem was ixabel anspricht geht es um die Motivation: "Wachverhalten" (wie Ressourcensicherungsverhalten) ist angstbasiert, der Hund hat in erster Linie SORGE um etwas. Da ist erstmal egal um wen oder was. Die Therapie dafür ist dieselbe.

    Der Hund halt also angst, deswegen funktioniert "anmeckern" nicht langfristig, weil das die angst ja nicht abstellt. Das wird wahrscheinlich auch mit der Grund sein, warum du nicht wirklich Fortschritte erzielst, da sich das Problem samt Symptomen nur verlagert aber nicht mindert.

    Mach dir eine Liste worauf dein Hund reagiert und arbeite sie unter dem Aspekt der Desensibilierung ab.

    Überleg dir EIN explizites Alternativverhalten, das du bombensicher auftrainierst und danach anfängst in entsprechenden Situationen abzufragen und ordentlich zu belohnen.

    Hunde die gern bellen, bei denen macht es z. B. Sinn ihnen etwas zum apportieren zu geben, wer was trägt kann nicht bellen ...

    Du wirst vielleicht das Hundeleben lang einen Teil managen müssen und vielleicht auch einige Dinge einfach akzeptieren lernen müssen.

    Je eingeschliffener ein Verhalten desto verschwommener die Auslöser und desto länger dauert die Therapie.

    Es gibt viel gute Literatur. Ich kann dir z. B. spontan

    empfehlen =)

    Kein Problem :D

    Gekühlte Ware kommt einer Plastetüte mit Kühlblöckchen. Die kommen in den Plastemüll. Dazu kommt normale Plasteverpackung, wenn man Frischkäse oder Fertigpasta oder oder dabei hat.

    Ja, man kann eine Abstellgenehmigung hinterlegen :)

    Man bekommt einen oder zwei Tage vorher eine E-Mail mit einem Lieferzeitfenster und am Liefertag eine SMS wenn der Fahrer innerhalb der nächsten 30 Minuten kommt.

    Wir lassen uns schon über ein Jahr von Hello Fresh beliefern. Ich bin zufrieden, manchmal vergessen sie was aber ich bin da nicht nachtragend. Klar fällt Verpackungsmüll an - bei uns aber nicht mehr als sonst - wir schmeissen allerdings weniger Lebensmittel weg. Uns entlasten unsere Kochboxen enorm.

    Hallo :winken::smile:

    Ich schreib mal was mir so einfällt :ugly: Unser Tierchen kommt aus Ungarn, wir haben ihn im Juni 2007 übernommen, da war er 2 1/2 Jahre, laut Pass geschätzt geboren am 1. Janaur 2005.

    Nun stellt sich uns die Frage, ob Minja nicht (deutlich) jünger geschätzt wurde, da:

    Ich glaube schon, dass manche Hunde jünger gemacht werden, um bessere Vermittlungchancen zu haben. Andererseits bleibt alles immer eine Schätzung, die halt - so wie ich erlebt hab - wirklich abhängig von den Zähnen ist. Unser deutsche TA damals bestätigte, dass das Alter schon ganz gut hinkommen kann. Bokey hat mit der besseren Ernährung und dem besseren Leben hier körperlich sehr an Substanz gewonnen - ist aber nicht größer geworden, ausgewachsen war er also allemal.

    Sie eine wirklich sehr ruhige Hündin ist (keinerlei Spieltrieb), ab und an rennt sie aber auch mal wie eine Verrückte über die Wiese

    Genau so war es bei uns. Bokey wusste mit Spielzeugen einfach nichts anzufangen und wirkte am Anfang unglaublich in sich zurückgezogen und eigenbrödlerisch. Aber ohne Vorwarnung hat ihn dann und wann der Hafer gestochen und er ist durchs Gras gepeest ohne Hirn. Ich hab gut ein halbes Jahr lang dran gearbeitet, dem Spielzeuge näher zu bringen und irgendwann hatte er verstanden was Spielzeuge (egal welche) sind und dass man damit richtig viel Spaß haben kann. Generell ist Bokey ein ruhiger und entspannter Hund, mit anderen Hunden spielt er selten, als er jünger war etwas mehr aber er legt mehr Wert auf entspannte Kontakte anstelle von dynamischer Interaktion.

    Ihre Zähne laut unserer Tierärztin schon etwas arg abgenutzt sind (was natürlich auch durch schlechte Ernährung in Bulgarien zurückzuführen sein könnte)

    Unser Hund war Straßenhund. Sehr wahrscheinlich fast 2 Jahre lang und hatte, meiner Schlussfolgerung nach, nie einen Halter gehabt oder auf einem Hof/Haus gelebt. Was ich mir vorstellen konnte, war, dass sich Bokey durch Futtersuche ernährt hat. Er war nicht gefüttert worden - da er Null Ahnung hatte, dass Menschen ihm Futter geben könnten, sondern hatte Erfahrung im Müll auf- und durchsuchen und einfach alles erstmal aufnehmen was rumliegt. Seine Zähne passten zum Alter, dolle waren und sind die nicht, aber insofern in Ordnung und generell erstmal unbeschädigt.

    Sie sehr kurze Beine für ihren Körperbau hat (vielleicht dachte 2017 jemand, dass sie noch im Wachstum wäre?)

    Kann gut sein. Unser Hund hat im Vergleich zum Körper auch arg kurze Beine und er wurde sehr lange von der Umwelt für einen jungen Hund gehalten.

    Meine eigentliche Frage ist nun, ob jemand schon Erfahrungen mit einem biologischen Alterstest hat.

    Bokey wird im Januar 15, sein biologisches Alter durch den Test ist 6 Jahre. Ich hab keinerlei Ahnung von Genetik oder den Tests, ich hab den Test aus "Spaß" machen lassen, einfach aus Neugierde. Ich muss aber ehrlich sagen, dass das Ergebnis passt. Bokey hat keine nennenswerte Krankengeschichte, war immer gesund und munter und ist vom Verhalten her aufgrund seiner "biologischen" Situation ein agiler, freundlicher, aufgeschlossener und lustiger Fratz. Abgesehen von der Tatsache, dass er unheimlich verfressen und zu moppelig ist :hust:


    Wenn du das Geld über hast, kann der Test durchaus aufschlussreich sein. Er ersetzt aber auf keinen Fall eine Diagnose. Wenn dich eh Zweifel plagen, investier das Geld besser in eine" große, breite Vorsorgeuntersuchung" beim TA. Das Ding ist, du magst erfahren wie "alt durch Zellabbau" der Hund im Inneren sein mag, das muss aber nicht zwangsläufig die Schlussfolgerung "ja, dann ist sie wirklich älter als 3,5 Jahre" sein. Sie kann halt durch eine lange Krankheit körperlich älter sein als chronologisch letztendlich.