Beiträge von Estandia

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das oft nicht die ganze Wahrheit ist und Leute, die "soetwas" tun, gewisse Zeichen und Verhalten falsch deuten und ihnen gar nicht bewusst ist, dass es auch anders, besser, schneller, gewaltfreier, gesünder, ungefährlicher ginge ...
    Man selbst kann ja nur seine eigene Methode(n) vertreten und besser sein, wenn man halt genannte Vorgehensweisen als falsch/schlecht erachtet :ka:

    Guter Beitrag, Poco :gut:

    Ich stand auch mal auf dem Standpunkt mein Hund müsse sich sein Futter erarbeiten. Wird ja überall gepredigt und der Wolf bekommt in der freien Natur ja auch nicht sein Futter vorgesetzt und blah blah blah ...
    Ich habe diese Einstellung ziemlich schnell geändert, denn diese generelle Abhängigkeit war mir dann doch zu krass. Der Hund weiß den ganzen Tag nicht wann und wie es etwas zu fressen gibt und ob er den Anforderungen und Wünschen seines Halters nachkommen kann. Sicherheit, oberstes Gebot in der Tierhaltung übrigens, erfährt ein Hund durch Rituale - und für mich gehört eben ein Fressnapf, der die zum Überleben wichtige Futtermenge enthält täglich dazu. Trotzdem arbeitet mein Hund sehr enthusiastisch und gern mit mir zusammen (auch wenn ich keine Futterbelohnung dabei habe), ist aufmerksam, kann immer überall entspannen und ist ein sehr gelehriger und netter Hund geworden/geblieben - gerade dadurch, dass ich ihm den Erpressungsstress erspare nicht zu wissen, ob es heute genug Futter gibt.

    Eben im Wald. Ich sitz mit Bokey weitab der Wege, mache Pause und bin im Begriff grad ein Sandwich aufzuessen. Da kommt ein Hund zu uns gelaufen, Halter irgendwo dahinter, sagt noch Guten Tag. Bokey findet's nich so geil, dass die fremde Hündin ungeniert in seiner und meiner Komfortzone rumeiert, also "sucht" sie irgendwas aufm Waldboden und "frisst" irgendwas übertrieben auf. Da kommt der Halter dann doch mal gucken, schließlich hatte ich doch grad auch was gegessen und sagt energisch:
    "Die bekommt zu Hause nichts zu fressen! Was macht sin da?"
    Ich, grübel grübel, wie die bekommt nichts zu HAUSE???
    Also sag ich: "Keine Ahnung. Das ist nichts von mir." :ka:
    "Na dann ist ja gut!" sprachs und ging weiter :löl:

    Ich hatte 2 Wochen Urlaub und habe meinem nichts-kennenden, aus dem Auslandstierschutz-kommenden, Hund in der Zeit alles gezeigt, was er für das Büroleben so braucht. Ich bin auch ins Büro als "geschlossen" war und hab ihm die Räumlichkeiten gezeigt, musste ich auch bei der Vorkontrolle durch den TSV - damit die sehen wie der Hund im Büro so untergebracht ist :D
    Ansonsten fand das Training halt während des eigentlichen Alltags statt und der Hund hat durch die Routine ziemlich schnell gelernt was es heisst Bürohund zu sein :smile:

    Zitat

    Mir fällt auf, dass fast alle eurer Übungen eigentlich nur Gehorsamsübungen unter Ablenkungen sind, bei denen der Hund einen Befehl ausführen soll (warten, sitzen, Rückruf). Ist ja schön und gut, aber für den Lerneffekt des Sich-Zurücknehmens sind Übungen ohne Befehl viel wertvoller, weil da der Hund selber auf die Lösung kommen muss. Also kein Warte! an der Tür, sondern die Tür schliesst sich wieder, bzw. geht nicht auf, usw.

    Stimmt. Das machen wir u.a. mit der Autotür. Die geht wieder zu sobald der Hund hinhechtet um rauszukommen/schon die Nase in den sich öffnenden Spalt steckt. Wenn der Hund sich nach "hinten" orientiert und von allein entscheidet ich springe nicht zur Tür, um rauszuhüpfen, geht die Tür auf. Hin und wieder belohne ich dann drinnen bleiben auch nochmal, auf Kommando darf der Hund dann aus dem Auto springen.

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    Da bin ich ja mal gespannt, was ihr noch für Ideen habt!

    Wir haben mit der HuSchu oft Pausen an Spielplätzen und Fussballplätzen gemacht, wo wirklich exzessiv gespielt wurde. Einfach um zu sehen, wie der Hund auf die verschiedenen Eindrücke/Geräusche reagiert. War er ruhig, galt es verschiedene Bleib-/Warte/Ruhe-Übungen zu absolvieren.

    Wir unterwegs und treffen auf eine Frau mit Cocker-Welpin an der Leine. Völlig hibbelig, weil ANDERER Hund (Bokey) im Anmarsch :D Aufgedrehtes schnuppern und herumkaspern und herumspringen - Bokey lässt alles sehr nett über sich ergehen.
    Als wir über die Straße gehen und die Cockermaus Abstand von Bokey halten muss geht herzzerreissendes Gejaule und Gefiepe los :ugly:
    Auf der anderen Straßenseite angekommen fragt mich Cockerfrauchen
    "Darf sie nochmal an ihm schnuppern, sonst krieg ich die heute gar nicht mehr ruhig." :hust: