Beiträge von Estandia

    Ganz pragmatisch ausgedrückt hat der Hund seine Zähne auch nicht zum "Kauen", ganz hinten im Fang sitzen ein paar verkümmerte Mahlzähne, der Rest ist zum Ab-/Reissen da und Hunde, die nicht kauen, sondern wirklich inhalieren und im Ganzen schlucken, fressen somit eigentlich sehr "naturnah" bzw. entsprechend ihres Gebisses.

    Ich würde auf jeden Fall zum TA gehen, um die Zähne abchecken zu lassen und um den Zahnstein zu entfernen, vielleicht drückt oder piekt ein Zahn in die Zunge oder ins Zahnfleisch. Hier gibt es manchmal Pansen am Stück oder Kehlköpfe, da muss der Hund schon "ackern" um das zu zerteilen, aber den Zahnstein entfernt das nicht wirklich. Von daher würde ich dem Hund füttern, was er gern und ohne Probleme frisst und dann eben Zahnstein entfernen lassen.

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    Ich hab mal ne total peinliche Frage.... habe lange überlegt, ob ich sie hier reinstellen soll, aber ich trau mich jetzt einfach mal:

    Bei unkastrierten Rüden kennt man das ja, dass sie ab und an ihren Penis ausfahren.

    Können kastrierte Rüden das auch? Wenn ja, machen das alle? Meiner macht das nicht. Hat das was zu bedeuten?

    Meiner macht das jedenfalls :ugly: Vornehmlich wenn er sich beim "Haufen machen" sehr anstrengen muss :hust: Aber auch bei Hündinnen, denen er sehr zugetan ist und die ihn auch toll finden, also wenn sein Werbungsverhalten von der Hündin nicht abgelehnt wird, dann poltert die Töle schonmal fünfbeinig durch die Gegend :D In entspannten Situationen ohne "Aussenreiz" oder "einfach mal so" passiert das nicht.

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    1. Ist das von Hund zu Hund anders?


    Ja :D

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    2. Macht es einen Unterschied ob kastriert oder nicht?


    Kann :D WENN es rein sexuell motiviertes Verhalten ist, dass durch den (zu hohen) Testosteronspiegel ausgelöst wird. Aber es gibt natürlich auch kastrierte Rüden, die noch rammeln (handeln jedoch meist wesentlich gehemmter), man schneidet ja nur die Eierchen weg und nicht das Hirn :D

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    3. Wenn ich jetzt genau so einen Fall bekomme, wie kriege ich das am besten wieder aus dem Hund raus?


    Durch Herausfinden WARUM der Hund rammelt. Oft ist sowas Stressabbau und dieser kann viele Ursachen haben.

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    4. Kanne s sein, dass ein Hund das eigentlich nicht macht aber man das 'ausversehen' antrainiert durch nicht vorhandene Erziehung? :???:


    Dann wäre es aus "Langeweile" entstanden mit dem Ziel Aufmerksamkeit zu provozieren. "Wegtrainieren" tut man sowas wie jedes andere Fehlverhalten auch :D

    Wirklich blindes, kopfloses Rammeln von Hunden, Menschen, Gegenständen etc. pp. kann natürlich auch auf Hypersexualität hinweisen. Die Produktion von Testosteron ist maßgeblich abhängig von Erfolgserlebnissen des Hundes. Das heisst je mehr dieser (unkastrierte) Hund beim Menschen "König" sein darf/sein muss - desto stärker äussert sich das Rammeln.

    Behandel dein neues Familienmitglied ganz normal, unterbinde Verhalten, dass dir nicht gefällt und wenn der Hund IN oder MIT diesem unerwünschten Verhalten nicht zum Erfolg kommt, wird die Tendenz es zu zeigen, geringer werden. Klare Strukturen und Regeln in Haus und Gesellschaft geben dem Hund Sicherheit und er sollte keinen Grund haben, da irgendwie aus der Art zu schlagen.

    Ich hab die gängigen Bezeichnungen gewählt, Sitz, Platz, Bleib, Steh, Fuß :D
    Mir war es erstmal nur wichtig, dass Bokey die normalen, deutschen Begriffe lernt, in der HuSchu war es so auch einfacher für ihn wenn da eine gewisse Konsistenz herrschte.
    Von Bezeichnungen in seiner "Muttersprache" ungarisch hab ich abgesehen :hust:

    Die Straße überqueren heisst bei uns zb "rüber"
    Zwischen meinen Beinen einparken "Mitte"
    Irgendwas apportieren heisst "Nimm"
    Am Fahrrad rennen leite ich mit "yippie" ein, normales Traben mit "langsam", Abbiegen mit "links" und "rechts"
    Wenn der Hund an der Leine die Seite wechseln soll, sag ich einfach "die Seite" und der Hund geht je nachdem eben auf die gegenüberliegende Seite
    Wenn wir leinenlos spazieren gehen und der Hund soll zu mir ganz locker an meine rechte Seite kommen, damit links irgendwer überholen kann, sag ich "Scusi", dieses italienische "Entschuldigung", das war so ein spontaner Einfall, da das englische "heel" was mir zuerst einfiel wie "hier" klingt und "Fuß" laufen soll der Hund nicht, da der Befehl total verwässert ist :hust:


    Generell sprech ich aber eher wenig mit dem Hund, nicht so alltägliches Zeug mach ich meist mit Handzeichen bzw. hat der Hund da eh meine Körperhaltung verknüpft, wie "Rolle" oder "Twist" oder "Slalom" oder bei Dehn- und Streckübungen beim Aufwärmen nutze ich eben das Handtarget.

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    Wäre für mich ein absolutes No-Go hinsichtlich dieser Orga.
    Ansonsten greift das, was man am ehesten bezüglich Adoptionen von THs etc. lernt. Einfach nicht alles sagen, doof stellen oder auch grundfrech mal die Unwahrheit sagen. Ehrlich währt zwar am längsten, aber wie viele Hunde ein top Zuhause deshalb nicht bekommen, kann man nicht zählen.

    Andersrum ist es auch Scheiss, wieviele Hunde in gewaltätige oder Zoophilie-Hände vermittelt werden, weil Übernehmer mal "grundfrech die Unwahrheit" sagen.

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    obs hier Hunde gibt, die (annähernd) zu 100% ohne Leine durchs Leben gehen?


    ja hier :D

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    Wie kam es dazu


    Der Hund hat ein sehr günstiges (ruhig, gelassen, jagdlich nicht sehr ambitioniert) Verhalten dafür mitgebracht :D

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    und habt ihr aktiv darauf hin gearbeitet?


    Nein. Ich hab eigentlich aktiv darauf hingearbeitet, dass der Hund ordentlich AN DER LEINE läuft :lol:

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    In welchen Situationen kommen sie dann doch an die Leine?


    Immer wenn ich die Notwendigkeit dafür sehe. Und es ist mir wurscht, ob es an dieser Stelle erlaubt oder verboten ist, den Hund abzuleinen. Beeinträchtigt der Hund nichts und niemanden, kann der laufen. Andersrum läuft die Töle auch angeleint durch "Freilaufzonen". Bei Bokey macht es (verhaltenstechnisch) keinen großen Unterschied, ob der mit oder ohne Leine läuft.

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    Konrekt geht es darum, dass mich eine Organisation abgelehnt hat weil meine Hundeschule nach Schlegel trainiert.

    Und wenn der TSV mit "solchen" Leuten schon schlechte Erfahrungen gemacht hat :ka:

    Klar ist nicht alles schwarz und weiß und das soll überhaupt keine Kritik an dir sein, aber ein TSV, der sich gegen einen Übernehmer entscheidet, SOLLTE das zum Wohle des Hundes machen und dass der Hund dort im TH "sitzen bleibt" ist erstmal nicht schlimm, der Hund weiß nicht, dass er irgendwann rauskommen könnte und heult sich auch nicht die Augen aus, dass es jetzt eben nicht geklappt hat.

    Gerade bei einem wirklich alten Hund würde ich dreimal überlegen, dem noch einen "Kulturschock" anzutun.

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    Das ist natürlich ideall wenn der Tierschutzverein direkt mit einer Hundeschule zusammenarbeitet. Aber das ist ja grad bei Auslandsvermittlung nicht der Fall.

    och, unsere Vermittlerin, die auch Vorstandsmitglied bei dem TSV war, hatte eine eigene Hundeschule, wo auch Übernehmer regelmäßig ins Training gingen :D

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    Und wenn man schon einen Ersthund hat und diesen nach einer bestimmten Methode/Trainer trainiert?

    Die Kombi hatte ich noch nicht :D

    Das Ding bei uns ist, dass ich, pragmatisch ausgedrückt, adulte, richtig schlecht sozialisierte Hunde vermittel und das wissen die Übernehmer nach der ersten Anfrage beim TSV. Daher ist die Erwartungshaltung eine andere und für viele Übernehmer ist es auch der erste Hund aus dem Ausland, somit gehen die Leute automatisch von einem "anderen" Hund aus, als den, den sie vorher hatten.
    Ich hab auch noch nie bei Übernehmern Tendenzen zu bestimmten Methoden oder zu bestimmten Trainern entdecken können, Namen spielen hier eher keine Rolle (jedenfalls bis dato nicht) und die explizite Bezeichnung einer Methode ist den meisten auch fremd. Das ist eher so eine "netter Umgang mit dem Hund und kein Gebrüll"-Einstellung und für alles was tiefer in die Materie geht, hat der TSV ein Forum auf der Website, wo sich alle austauschen können.