Beiträge von Estandia

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    Ich finde die Methode mit dem Belohnen durch Streicheln nicht schlecht, denn
    mein Schäferhund Lutz nimmt gerade wenn er unter Anspannung steht auch kein Leckerchen und wie soll ich ihn sonst belohnen, außer durch streichlen und Worte.


    Bei uns wird ein unter Anspannung stehender Hund nicht belohnt. LERNEN und verstehen kann der Hund, mMn, nur in einer entspannten Situation. Streicheln nutze ich wenig bzw. nicht als Lob sondern als Beruhigung eher, im expliziten Training haben sich bei meinem Hund andere Methoden bewährt. Anfassen während des Arbeitens ist ihm zuwider.


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    Einzige Möglichkeit ist noch der Klicker so zu konditionieren, dass er für die Belohnung steht.
    Aber bei einer Hundeschule im Training wird ja dann wie wild geklickert und ob der Hund dann weiß welcher Klick für ihn ist? :schweig:

    Gut trainierte Hund können das ganz klar unterscheiden ;)

    Du könntest über (langwierige weil kleinschrittige) Desensibilisierung arbeiten.
    Manchen Hunden hilft auch eine Box, die wie eine Höhle abgedunkelt ist.
    Ein paar Wochen vor Silvester lohnt sich evtl. die Gabe von Bachblüten, da man bestimmte über einen gewissen Zeitraum geben muss.

    Wenn Hunde ihr Fressen beim Alleinsein nicht anrühren, obwohl es eigentlich Zeit dafür ist, kann das auf Stress hindeuten. Evtl. lässt der Hund Frust (oder Angst) an der Decke aus und schiebt sie deswegen umher.

    Also ich hab eher "Probleme" mit ANGELEINTEN Hunden, deren Halter es nicht schaffen,
    dass ihr Hund nicht zu MEINEM läuft/zieht :hust: :D

    Hier in der Stadt benehmen sich Halter und freilaufende Hunde irgendwie anders, die Hundedichte ist einfach höher, da ist nicht jeder Hund gleich ein Riesenhighlight. Auch ist "an der Straße wird nicht gespielt" o.ä. ungeschriebenes Gesetz.

    Ich stell mal die Vermutung auf :D

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    Situation 1: Beim Spielen im Garten mit den drei Nachbarskindern (Mädchen, ca. 7 Jahre, Junge, ca. 5 Jahre, Junge, ca. 3 Jahre) will sie bei dem Jüngsten immer aufreiten. Was natürlich sofort von mir unterbunden wird. Er ist eigentlich gar nicht viel an ihr interessiert, die anderen beiden spielen meist mit ihr.


    Stressabbau durch "zuviel Input"?!
    Den Kleinsten/Schwächsten kann man evtl am besten als Ventil benutzen, da er sich am wenigstens "wehrt" - vielleicht ist es auch "nur" Kontrollverhalten und der Dreijährige ist am quirligsten, was den Hund stärker dazu veranlasst ihn in der Bewegung einzuschränken.

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    Situation 2: Mein Cousin war diese Woche zu Besuch da (26 J.). Zu meinem Erstauen hatte sie keine Angst vor ihm (hat ihn erst einmal gesehen und Männer mag sie nicht so gern). Wir saßen auf dem Sofa und sie wollte erst die ganze Zeit mit ihm kuscheln und dann versuchte sie aufzureiten.


    Kontroll- und distanzloses Verhalten. Bewegungseinschränkung durch "bewachen" (kuscheln wollen) und auf den Pelz rücken. Absolut frech und unhöflich vom Hund. WARUM kann viele Gründe haben.

    Also ich geh einfach mal davon aus, dass die Hunde, die hier als Offline-Läufer beschrieben sind, so weit umweltsicher und anderen Hunden ggü. ignorant sind, dass da kein erhöhtes Gefahrpotenzial besteht :ka:

    Eine Liste, was alles passieren könnte, wenn der Hund sich frei in unserer Gesellschaft bewegt, ließe sich wahrscheinlich bis ins Unendliche fortsetzen... :muede:

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    OT: Jaja lacht ihr nur! Ich müsste laut Vertrag wirklich nur positiv bestärken..

    Vielleicht sollte ich meinen Vertrag auch mal lesen :lol: :hust:

    Ich wünschte mir die TSVs würden das rausnehmen oder wenigstens umformulieren, das man eben nicht rein aversiv arbeitet, WEIL es eben gegen Paragraf soundso des TSchG verstößt und pipapo. Dieses Gequake von ausschließlich positiver Bestärkung kann einem ja ganz schön auf den Keks gehen :fear:

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    2. Frisst Jascha 2-4 mal die Woche beim Hundesitter, da bekommt sie Dose, Barfen kann ich ihm nicht zumuten.


    Das könntest du theoretisch vorbereiten. Feines/grob gewolftes Fleisch mit Gemüsepampe verquirlen, evtl. Zusätze druntermischen, in eine dunkle Tupperbox, Deckel drauf. Der Sitter machts nur auf, Hund frisst die Dose leer, fertig :D Und das Öl würd ich halt durch Fett ersetzen. Das dürfte nicht so tragisch sein.

    Wenn dein Hund aber eh regelmäßig TroFu und Dose bekommt würd ich mir um die Prozente nicht so den Kopf machen. Meist bietet Industriefutter ein Zuviel an Nährstoffen, erst wenn du komplett barfst, würd ich explizite Rationen "ausrechnen".

    Hier ist es zb so, dass Bokey zur "Arbeit" eine fleischlose TroFu-Krokette bekommt (als reiner Kohlenhydrat-Lieferant), damit das mit dem Fleisch am Abend nicht zuviel Protein wird.

    Das mit den Knochen würd ich einfach ausprobieren. Wir haben mit Hühnerhälsen angefangen, Putenhälse sind schon zuviel des Guten beim dem kleinen Hund, auch geb ich zb Calciumcitrat als Knochen-Alternative.

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    Hier auch noch eine frage:

    Wieso muss ich VOR einer Hundebegegnung meine beiden Hunde an die Leine nehmen damit die nicht einfach hin laufen aber wenn der andere Hund gerade nen Meter an uns vorbei ist kann ich die hunde laufen lassen und die kommen mit mir mit anstatt zum anderen Hund zu laufen?egal ob freund, feind oder unbekannt :???:

    Gesendet von meinem Handy

    Ich kann mir vorstellen, dass das mit der Ersteinschätzung über Augenkontakt zu tun hat. Wenn der eine Hund keine Anstalten macht hinzulaufen (weil an der Leine) "dreht" die Kommunikation auch dahingehend. Nette Hunde checken erst, ob der andere Hund sie auch (AN)SIEHT, um dann weiterzukommunizieren. Können sich die Hunde nicht mehr sehen, da sie sich passiert haben, ist auch der Drang geringer zurückzulaufen, da dies ja wieder "unhöflich" wäre, von hinten zu kommen.

    hmmmm .... warum die beiden sich nun nicht mehr leiden können, steht wahrscheinlich in den Sternen, aber das passiert hin und wieder, dass man sich irgendwann nicht mal mehr riechen kann.
    Allerdings müsste vor den Beissereien schon einiges vorgefallen sein, was das härtere Durchgreifen der beiden nötig gemacht hat. Shelties neigen manchmal zu Nervosität und Gekläffe und das gepaart mit Hüteverhalten - das lässt sich nicht jeder Hund bieten.

    Lass einen oder evtl. mehrere Trainer ein Auge drauf werfen und wenn das eine ernste Geschichte ist, wo alle über einen langen Zeitraum trainingstechnisch an einem Strang ziehen müssen - überlegt euch, ob ihr das leisten könnt!! Kein Hund sollte auf deibel komm raus mit seinem erklärten Erzfeind "zusammenleben" müssen!

    Und "machen lassen" (auch mit MK) halte ich für das Falscheste, gerade wenn die Hunde körperlich sehr verschieden sind.