Beiträge von Estandia

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    Hallo zusammen,

    wir haben im Bekanntenkreis einen Hund der sich anlehnt (an die Beine), dies macht er auch bei fremden Menschen, die ihn an der Leine haben. Er ist eher ein schwieriger bzw. leider falsch erzogener Hund, aber daran wird ab fortan gearbeitet.

    Was hat das Anlehnen für eine Bedeutung? Kontrolle? doch nur Schutz suchen?

    Ich selber würde es je nach Situation einschätzen, kann schon Schutz suchend sein aber auch Kontrolle. Aber wenn er bei fremden Menschen (die er gerade mal einmal gesehen hat) dies macht, ist das Schutz suchend?

    Danke euch!

    Lehnt er sich VOR dem Menschen an und wo schaut er dabei hin, wäre die Frage. Wie ist die Körpersprache, umkreist er den Menschen auch mal etc. pp. Anlehnen ist Körperkontakt, da sichert sich der Hund ab, dass er nicht allein ist - entweder wegen Rückendeckung oder Kontrolle einer Ressource. Kann aber auch ne Verhaltenskette sein - ich lehne mich an, dann werde ich gestreichelt. Bei fremden Menschen sehe ich das als distanzloses bis aufdringliches Verhalten.

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    Ich glaube einfach dass Menschen die an so etwas Interesse haben nicht den Rütter rufen. :???:

    Stimmt wohl :D

    Wobei auch interessant ist ... die Leute bewerben sich bei Vox damit da ein HUndetrainer vorbeikommt aber "denken" nicht soweit, dass sie sich mal anderweitig schlau machen :???:

    Und um wieder auf den Rütter zu kommen :D Er sagt selbst über Millan, dass er hervorragende Bücher geschrieben und ein richtig gutes Timing hat. Und wenn Millan was kann, dann ist das Menschen aufbauen, also den HALTERN sagen, wie SIE sich verändern und verhalten müssen, um dass der Hund in ihnen eine Führungsperson sehen kann. Den eindeutig gewalttätigen Umgang mit dem Hund findet Rütter allerdings natürlich kacke :roll:

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    Aber neuerdings bestellte er doch eh die Hundebesitzer zur Analyse auf den Platz, dort hat er doch dann auch Platz zum Longieren...

    Also explizit Longieren befindet sich gar nicht in seinem "Trainigsangebot" :???: Oder das heisst da "Distanztraining".

    Aber ich könnte mir vorstellen, dass er den Haltern "Werbematerialien" dalässt, falls die sich entscheiden irgendwas zu machen. Zumindest kann man's nur hoffen.

    Vielleicht ist das auch so, dass er nicht mit der Tür ins Haus fällt, wenn er sieht, woran es erstmal vorrangig hapert. Wenn der die erste Stunde dahinkommt und sagt OBI, AGI, FÄHRTE, FLYBALL - dann kann der sicher ganz schnell mal wieder die Tür von aussen zumachen :lol:

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    Warum wird nie longieren oder so gezeigt?


    Das wär ja "Königsklasse" im Vergleich zum Futterbeutel :lol:

    Reizangel, Futterbeutel, Suchspiele - kann man überall sofort machen. Beim Longieren braucht man so einiges an Utensilien, ausreichend Platz und dann noch Aufbau/Abbau. Das ist vielen vielleicht schon zuviel :???:

    Hat Rütter eigentlich jemals irgendeinen expliziten Sport empfohlen? Ich hab den noch nie sagen hören "für den Hund könnte ich mir THS oder Mantrailing vorstellen" - der geht irgendwie den "Weg des geringsten Widerstands", alles was zuviel für die Besitzer sein könnte, schlägt er gar nicht erst vor - kommt mir jedenfalls so vor, wenn ich grad so drüber nachdenk :fear:

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    Normales Verhalten beim Treffen auf einen fremden Hund:
    Freddie erstarrt, starrt den anderen Hund an, bekommt eine Bürste auf dem Rücken, pirscht sich seeehr langsam an den anderen Hund an und fiept meistens dabei.


    Das ist schon ne Drohung und der Stresspegel scheint ja enorm zu steigen, sodass der Hund auch noch kackefrech angeschlichen kommt. Bei meinem Hund wär deiner an der falschesten Adresse überhaupt :D

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    Dann gibt es verschiedene Möglichkeiten: Entweder neutrales Verhalten, freudiges Verhalten/Spielaufforderungen etc. oder ein tiefer Knurrer und ziemlich direkt danach folgt dann eine Kabbelei.


    Was nach dem bedrohlichen Nahekommen passiert ist erstmal zweitrangig, die Ersteinschätzung war schon Käse und mit ner Kabbelei oder nem Scheinangriff oder nem Brüller hat neutrales oder freundliches Verhalten nix mehr zu tun. Nette Hunde vermeiden Blickkontakt und laufen nen Bogen, BEVOR sie überhaupt aneinander schnüffeln und wenn sie schnüffeln, dann beide ruhig und gesittet.

    Für mich sieht's einfach nach "Draufhauen bevor der andere mir zu nahe kommt" aus. Lässt sich dein Hund denn von anderen als erstes beschnüffeln?

    Ne Trainerin erzählte mir letztens, dass sie dafür die normalen handelsüblichen Beutel nimmt von Hunter o.ä. Sie verwendet z.B. Pansen, füllt diesen aber in eine Frischhaltetüte und schneidet die dann so zurecht, dass die Öffnung mit der Futterbeutelöffnung zusammenpasst. Da nimmt man eben nur die Tüte wieder raus am Ende und muss nich jedesmal den Beutel waschen.

    Mein Hund kann das komischerweise :fear: Der springt praktisch die letzte einfahrende Stufe einfach hoch. Trotzdem vermeide ich Rolltreppen um alles in der Welt und wenn es nicht anders geht, trag ich den Hund. Die Gefahr ist mir dann doch zu groß, vor allem wenn die Treppe voll ist.

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    wenn ein bestärker nicht oder schlecht funktioniert, dann ist es kein bestärker in dem augenblick.


    Richtig. In diesem Augenblick nicht.

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    dann muss geschaut werden, was der hund gerade in dem augenblick möchte und dies kann man dann als bestärker benutzen.

    Oder man macht sich den am besten erforschten (weil üblichen) Bestärker wieder zum Bestärker :D

    Ich persönlich hab nämlich keine Lust ein ganzes Ensemble an diversen Bestärkern auf nem Spaziergang mitzunehmen :D Mein Hund lässt sich nicht durch die Umwelt bestärken, wie man es z.B. bei nem Labrador machen könnte und er als Belohnung ins Wasser darf.

    Unbestreitbar hat Rütter straftechnisch n paar Knaller in der aktuellen Staffel gebracht (ich hab aber auch die letzten nicht sooo mitverfolgt), dennoch fehlte mir da zu viel, um zu sagen, ja völliger Blödsinn, am Ziel vorbei und hat dem Hund unnötig geschadet ... die für mich relevanten Sachen wurden eben nur unzureichend gezeigt und erklärt, DAS fand ich seltsam, nicht die Anwendung von Strafe an sich.