Beiträge von Estandia

    Kennt der Hund denn schon, dass er von dir Leckerlis bekommen kann? Manche Hunde drehen allein auf, weil der Besitzer ihnen überhaupt Aufmerksamkeit schenkt, ohne irgendwas gesagt zu haben :D

    Vielleicht macht es Sinn vor der eigentlichen Übung ein paar Leckerlis langsam über den Boden zu rollen, denen kann der Hund nachlaufen und einfach fressen. Da schaut und wartet Hundi dann schon, ob du was in der Hand hast und wo du es hinrollen wirst. Es gibt auch eine kleine Ruheübung mit dem Leckerli in der Hand. Wenn der Hund da dran will, schließt du die Hand einfach. So lernt der Hund, dass er nur mit Ruhe und Warten an das Leckerli herankommt. Die Sache mit der Konzentration wird besser werden - keine Sorge :D

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    Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

    Findet ihr es sinnvoll einen Straßenhund o.Ä. sofort auf hochwertiges Futter umzustellen?

    Bin gespannt was ihr dazu sagt!

    Mein Straßenhund verträgt und frisst alles. Präferenzen konnte ich anfangs nicht feststellen. Er hat alles von der Straße gefressen, egal wie es aussah, da ging er nur nach Geruch. Interessant war höchstens, dass er wirklich Müll mit Essensresten aufgenommen hat, Reste von Obst oder Gemüse waren uninteressant. Er hat ausschließlich im Stadtgebiet/Straßenverkehr/Parkanlagen Futter aufgenommen. Ansonsten nie.
    In der ungarischen Auffangsstation gab's Trockenfutter, erst aus Trögen dann aus Näpfen. Das hat der Hund gekannt als er hier ankam. Es gab keine Sorte, die er nicht gefressen hat. Durch das mittelmäßige TroFu hier blühte der Hund ziemlich auf. Körper, Haut und Fell wurden viel besser. Da hab ich mir mit dem Reinfinden in die gesündere Ernährung ordentlich Zeit gelassen, aber zu barfen war immer der Plan gewesen. Und das ziehen wir jetzt seit etwa 4 Jahren durch :smile:

    Ob man schlecht ernährte Hunde sofort umstellen sollte? Kommt auf den Hund an :D Mit meinem jetzigen Wissen würde ich es wahrscheinlich tun. Ich konnte bei meinem Hund eben damals nichts in Sachen Futterprägung feststellen und hatte da wirklich freie Hand. Ich fände es demnach nicht schlimm, einen Straßenhund oder einen Hund aus schlechter Haltung weiter mit einem durchschnittlichen TroFu/NaFu zu füttern, wenn der frisches Fleisch nicht kennt und ablehnt.

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    Was mich nicht nervt, aber immer wieder wundert: manchmal, vielleicht so 1x in zwei Monaten begegnen mir Männer, meist ältere, die meinen Hund rufen. Also, auch wenn er angeleint neben mir läuft. Ich höre einen Pfiff, Zungeschnalzen, sehe einen Typen, der sich in leicht gebückter Haltung mit ausgestreckter Hand Richtung Hund wendet und ihn lockt. Häääää??? Gimli registriert so etwas nicht, aber ich bin immer sehr verdutzt. Kennt ihr das auch?


    Bitte keine Fehldeutungen, die meinen nicht mich :D .

    kenn ich :D passiert uns recht häufig sogar. Ich mach dann immer mit. Entweder direkt an die Person gerichtet oder ich übertreibe und lock damit selbst meinen Hund. Der freut sich dann über mich und würdigt den Fremden keines Blickes :fies:

    Zu all den Fragen, die die Vorschreiber schon angedacht haben, würd mich auch interessieren was "sportlich aktiv" heisst. Stressmanagement lernen Hunde durch adäquate körperliche und geistige Auslastung, bestenfalls durch mehrere kleine, immer erfolgreiche aber schwerer werdende Übungen über den Tag verteilt. Stress abzubauen und Frust auszuhalten lernen Hunde nicht, weil sie einmal am Tag an ihre körperlichen Grenzen getrieben werden oder durch den wöchtentlichen Agi oder THS-Kurs. Sicherheit erfahren Hunde durch Berechenbarkeit des Halters, durch Routine und durch Rituale.

    Woraufhin sich mir auch die Frage stellt WARUM der Hund Stress hat beim Ausführen von Kommandos. Da müsste dann schon im Aufbau einiges schief oder schlecht gelaufen sein. Wenn die "verbotene" Aktion mehr Spaß gemacht hatte als die "Korrektur" und das gewünschte Verhalten danach, ist das für mich ein Zeichen, dass das gewünschte Verhalten weit weniger lohnenswert ist/war.

    Als ich letztes Jahr nen Hund gefunden hab, musste ich den "zwangsläufig" der Polizei melden, da der nur nen Würger umhatte und nach stundenlangem Gesuche auch kein Spaziergänger diesen Hund irgendwie erkannte oder gesucht hatte. Ich hatte auch gar keine Möglichkeit den bei mir unterzubringen.
    Ich bin dann mit ihm zur nächsten Wache, wo schon zwei andere Fundhunde saßen und musste da eben meine Personalien angeben, falls ich den Hund nach Ablauf einer Frist evtl. selber behalten wollte. Am selben Tag kam der Hund ins TH und dann, nach glaub ich 5 Tagen Quarantäne, in die Vermittlung, da er nicht gechipt war und sich niemand gemeldet hatte.

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    Hallo!

    Würdet ihr euch mit jemandem zum gemeinsamen Spazierengehen treffen dessen Hund schon mehrmals andere Hunde gebissen hat, sodass ein Tierarzt nötig war und eurem Hund auch noch körperlich überlegen ist?

    Wie seht ihr sowas? Gebt ihr den Leuten eine Chance oder lasst ihr das bleiben?

    Gruss

    Im Rahmen eines "gesicherten Sozialisierungsspaziergangs" geb ich den Leuten ne Chance. Haben wir schon gemacht. Wenn sich alle Parteien an ein paar Regeln halten hab ich und mein Hund kein Problem damit.

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    Gar nicht.

    Yo dasselbe hier :smile:

    Mein Hund ist eh immer offline unterwegs, rennt aber niemals auf fremde Hunde zu. Es ist es eher so, dass der fremde Hundehalter dann seinen Hund ableint und dieser eben zu uns gerannt kommt. Bleibt der andere an der Leine gäbe es gar keinen direkten Kontakt.
    Ich und mein Hund sind eher autonom unterwegs, wer was von uns will, kann kommen, aber wir drängen uns niemandem auf. In der Stadt schon mal gar nicht. Im Auslaufgebiet kann Bokey hinlaufen wo er will, solange das im Rahmen bleibt.
    Aber so generell bin ich nicht unterwegs UM andere Hunde zu treffen, sondern um mit meinem Hund spazieren zu gehen oder irgendwelche Dinge zu erledigen. Gerne auch gänzlich ohne Hundekontakt - meinem Hund ist es einerlei, ob er Hunde trifft oder nicht. Wichtig ist mir nur, dass er kein Fass aufmacht und auch nach 50 fremden Hunden immernoch freundlich bis neutral an Nr. 51 vorbeiziehen kann :D

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    Hallo!

    Mogli, auf dem Trainingsgelände mit seiner Besitzerin hat mich sehr an unser Schäfi erinnert.
    Bei ihm ist es auch so, das wenn ich versuche körprlich mit ihm zu spielen, z.B. Fangen, er auch so nach mir schnappt und knabbert.
    Ich habe das nie als Maßregeln sondern als raufen betrachtet. :hilfe: :ops:
    Was denkt ihr?

    Wirkliches Spiel definiert sich anders. Es gibt Signale, die ein Spiel beruhigen/verlangsamen sollen, daraufhin folgen Signale, die dem Gegenüber sagen, dass man entweder pausieren oder weiterspielen möchte. Schnappen und knabbern und wie bei Mogli das in die Füße beissen, haben in einem richtigen Laufspiel nix verloren. Dieser Hund versuchte vehement den Menschen zu begrenzen und wenn möglich zu Fall/zum Stehenbleiben zu bringen. Spiel war das nicht. Raufen ist auch wieder was anderes als körperbetontes Spielen.