Beiträge von Estandia

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    wie habt ihr das gemacht?

    Mein Hund bekommt nichts zur freien Verfügung. Es liegt weder was rum noch geb ich ihm was und sag "beschäftige dich selbst damit, ich muss mal weg". Er darf auch nicht an die (offenen) Körbe mit dem Spielzeug und sich selbst bedienen.
    Er hat über einen relativ langen Zeitraum gelernt, was Spielzeuge überhaupt sind und dass die Dinger alle von mir kommen, ich sie verwalte und bestimme mit was wie lange und wo und wie gespielt wird. Das Gemeinsame macht ihm eben mehr Spaß als die Zerstörung/Selbstbeschäftigung. Objektspiele haben bei uns nur wenige Regeln, der Hund darf also praktisch alles mit dem Spielzeug machen und kann sich daran auslassen wie er mag.
    Im Gegensatz dazu gibt's bei uns aber auch Arbeitsspielzeug wie Dummies oder ne Beisswurst oder Plüschtiere, die ausschließlich für Apportunterscheidungsspiele dienen, da gelten dann andere Regeln als bei einem sinnfreien Spiel mit dem Ball z.B.
    Bei uns ist weniger dennoch mehr. Auslastung passiert hier nicht über wildes Rumgehampel mit Spielzeugen. Es ist eine Bereicherung für den Alltag aber kein Muss und es kommt vor, dass der Hund eine Woche lang mal eben keinen Ball oder Wubba zum Bespaßen bekommt.

    Im Rahmen dieser doch recht interessanten Diskussion kommen mir immer meine Begegnungen mit einer 10 Monate alten Gelbbacke ins Gedächtnis.
    Hundezwinger auf, Hund fegt mit Schmackes zum Schafgatter und setzt rüber = will to work
    Hund geht etwa auf 12 Uhr und verfeinert je nachdem wie der Mensch (egal wer) steht = will to please

    und da war nix antrainiert :D

    Alles was ich mit meinem Hund mache/trainiere/übe/abfrage oder der mir zeigt oder anbietet nenn ich nicht Will to please. Ich hab aber auch keinen anderen Begriff dafür :???: Der hat einfach gelernt, dass das Spaß macht und noch futtertechnisch was bringt. Für mich sind's einfach antrainierte/erlernte Verhaltensketten/-weisen, die der Hund gern ausführt.

    Ich hab jetzt nich sooooo viel. 3 oder 4 Leinen bzw. Halsbänder und 2 - 3 Geschirre. Kaufen tue ich gern was und entscheiden kann ich mich bei den selbstgemachten Sachen eh schon sehr schwer, aussuchen macht natürlich trotzem Spaß :roll:
    Bei Bokey isses aber so, dass er sich mit Geschirren total schwer tut, man das Halsband durch seine fette Wollkrause kaum sieht und er eh immer ohne Leine rumrennt, da lohnt das Schaulaufen nicht so wirklich :lol:

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    Wie würdet ihr reagieren, wenn Euch jemand so etwas an den Kopf wirft?

    Erstmal: :lachtot: Dann: :hust:
    Und schließlich würd ich wahrscheinlich sowas von mir geben: Von wem auch immer so ein Quark in die Welt gesetzt wurde, er hätte mal was gescheiteres von sich geben sollen, was sich so lange hält. Ich für meinen Teil kann es nicht bestätigen, da mein Hund seit fast 5 Jahren mit rohem Fleisch ernährt wird und ich bin noch qietschfidel. :klugscheisser:

    Ich kann mich kaum noch dran erinnern wie es bei uns war :/ Einerseits ging es natürlich über's Verbieten mit nem Abbruchkommando, dann Alternativverhalten, dann natürlich Erkennen wann der Hund unterwegs was ausfindig macht etc. pp. Ich mach z.B. viele Futtersuchspiele unterwegs und übe was der Hund fressen darf und was nicht, auch wenn ich es hingelegt habe. Mit der Zeit hat mein Hund aber auch aufgehört explizit nach Fressbarem zu suchen, da er langsam gemerkt hat, zuhause gibt es IMMER was und das reichlich :D

    Bindung und Vertrauen wird der Hund über Rituale, Sicherheit und Routine zu dir aufbauen, das kommt eben mit der Zeit :smile:

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    Hm, ok, das war so die erste Erklärung, die mir einfiel.

    Ich zitiere mich nochmal selber..

    Ich hab das mal grad in Brenda Aloff's Körpersprache-Buch nachgeschlagen und sie schreibt sinngemäß, dass der Hund eine "Bestandsaufnahme von seinem Körper" macht. Entweder knabbert er an der Kruppe, an der Rute oder schaut eben nach, ob alles noch an der richtigen Stelle ist. Dieses Nachschauen und Untersuchen kann Übersprungshandlung und/oder Beruhigungssignal sein. Analog gibt es das auch bei Katzen, die sich waschen, wenn sie sich bei etwas unsicher sind.

    Ich würd nicht zuviel hineininterpretieren :D

    Ich würd irgendwie versuchen ein paar Begegnungen zu stellen, vielleicht finden sich ein paar Fories oder Freunde, die sich bereit erklären, sich mit dir abzusprechen. Dann kannst du in Ruhe deinem Hund zeigen, was du dir wünschst ohne Druck. Die Erfolgserlebnisse bzw. die neutralen Begegnungen müssen erstmal wieder überwiegen, ohne dass sich dein Hund aufregen muss.