Ich fand das Buch wirklich sehr unterhaltsam. Es ist jetzt nicht sonderlich spannend aber aufschlussreich. Für Leute, die bereits Hunde haben, sind viele der beschriebenen Dinge/Entwicklungen natürlich vorhersehbar aber ich denke, Ersthundbesitzer könnten so einige sinnvolle Schlussfolgerungen ziehen.
Zum Autor mag man denken was man will, Hintergrundwissen hat Grewe, auch wenn ich beim Lesen das Gefühl eines "ewig mahnenden Untertons" hatte. Er spricht alle Entwicklungsstufen an, beschreibt wann was passiert oder passieren sollte und wie Hunde in unserer Umwelt damit umgehen.
Die Idee zweier Aussie-Wurfgeschwister ist eigentlich ganz interessant, mir persönlich kam jedoch die Rassedisposition-/-"problematik" zu kurz. Die zwei Hunde wachsen auf, der eine wird ein forderndes Stressbündel, der andere ein reiner Familienmitläufer. Da hat Grewe zwei zu "einfache" Extreme gewählt, ebenso bei den fiktiven Haltern. Die einen machen "alles falsch", die andere Familie eben "alles richtig" - wobei Grewe hier schön betont wie wichtig die Auswahl des Welpen ist und dass es eben passt.
Trainingsanleitungen sucht man vergebens, es wird eine Geschichte über zwei Hunde erzählt, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Fiktiv ja, aber nicht unvorstellbar.