Beiträge von Estandia

    Ich fand das Buch wirklich sehr unterhaltsam. Es ist jetzt nicht sonderlich spannend aber aufschlussreich. Für Leute, die bereits Hunde haben, sind viele der beschriebenen Dinge/Entwicklungen natürlich vorhersehbar aber ich denke, Ersthundbesitzer könnten so einige sinnvolle Schlussfolgerungen ziehen.

    Zum Autor mag man denken was man will, Hintergrundwissen hat Grewe, auch wenn ich beim Lesen das Gefühl eines "ewig mahnenden Untertons" hatte. Er spricht alle Entwicklungsstufen an, beschreibt wann was passiert oder passieren sollte und wie Hunde in unserer Umwelt damit umgehen.

    Die Idee zweier Aussie-Wurfgeschwister ist eigentlich ganz interessant, mir persönlich kam jedoch die Rassedisposition-/-"problematik" zu kurz. Die zwei Hunde wachsen auf, der eine wird ein forderndes Stressbündel, der andere ein reiner Familienmitläufer. Da hat Grewe zwei zu "einfache" Extreme gewählt, ebenso bei den fiktiven Haltern. Die einen machen "alles falsch", die andere Familie eben "alles richtig" - wobei Grewe hier schön betont wie wichtig die Auswahl des Welpen ist und dass es eben passt.

    Trainingsanleitungen sucht man vergebens, es wird eine Geschichte über zwei Hunde erzählt, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Fiktiv ja, aber nicht unvorstellbar.

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    Wie wäre es wenn Du einfach aufhörst in Wettkampfklassen zu denken? Was die anderen Hunde können oder machen ist doch völlig egal! Du willst mit Deinem Hund Spaß haben, und Dich nicht ständig mit/an anderen messen.

    Find ich ganz wichtig und richtig! :gut:

    Ich hab z.B. nen Mischling der vieles kann, aber in keiner Disziplin "herausragend" ist. Und da ich, als Halter, nur sehr schwer (oder besser gar nicht *hüstel*) mit Wettbewerb in der Hundeschule umgehen kann, mache ich, zumindest dort, keinen Sport mit meinem Hund. Einfach weil ich stressfrei und im Tempo des Hundes trainieren möchte. Klar stecke ich mir auch Ziele, aber ich weiß am besten, was ich von meinem Hund erwarten und ob er meine Ziele somit erreichen kann. Klar macht Arbeiten in der Gruppe auf dem Platz auch Spaß, aber bei mir ganz persönlich würde das zu Lasten des Hundes gehen und mein Hund ist dafür ein bisschen zu sensibel. Wirkliche Wettkämpfe wären für uns beide kontraproduktiv.

    Hunde nehmen in einem Bruchteil einer Sekunde alle notwendigen Informationen auf, so wie du es beschreibst ist es einfach unnötig übertrieben und ziemlich frech. Zu lange und zu dicht und zu penetrant am anderen Hund dranzubleiben ist sehr unfreundlich und dass deiner Kante für dieses Eindringen und Verbleiben innerhalb der Individualdistanz kassiert ist nicht verwunderlich.
    Du kannst ein kurzes Schnüffeln zulassen und den Hund dann aber rausnehmen. Für sein Überleben ist es unwichtig, ob er wirklich alle Duftpartikel zehn- oder zwanzigmal untersucht hat :D

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    Naja, jeder sagt was anderes und Recht machen kann man es sowieso keinem. Werde das daher mittelmäßig halten. Da ich aber relativ viel raus möchte mit ihr, wird sie so oder so nicht wenig Kontakt haben. Je nachdem, wie die anderen Hunde oder meine Shari drauf sind, kann ich das dann ja entscheiden.

    Allerdings ist sie erst in 2 Wochen da. Und am Anfang will ich sie mal nicht überfordern ;)

    Also ich treff mich gern mal mit euch dann. Ich hab nen leicht lenkbaren älteren Hundejungen, der adäquat sagt wann Schluss ist :smile:

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    Bei einer guten Erziehung weiß ja der Hund wer die Führungsposition hat und er kennt auch den Uringeruch des Führers, daher glaube ich ist das schmarrn. Überhaupt glaub ich, dass der menschliche Urin keine große Aussagekraft hat, ich denk die Hunde wissen schon zu unterscheiden was Hunde und Menschenpipi ist.

    Drübermarkieren drückt doch eigentlich das "Zusammengehörigkeitsgefühl" aus, oder? Wollte Mensch ein Revier abstecken, müsste man die Markierung des Hundes ja vorher entfernen, mein ich :???: Der Hund wird schon erkennen, dass da was "abgesteckt" wurde, aber für ihn sinnvolle Informationen werden wohl nicht drin enthalten sein, außer dass es sein Halter war.

    Auf einem Seminar wurde mal eine interessante Geschichte erzählt. Herrchen ging mit seiner (ausgebildeten) Hündin hin und wieder trailen. Für die Hündin war das so ein erfüllendes Erlebnis, dass sie ausschließlich nach dem Trailen über Herrchens Markierungen rüberpieselte, wenn der z.B. mal fix im Wald verschwand. Sonst passierte das nie.

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    Wieviel Frechheit sollte ich akzeptieren wann ist Schluß?


    Überleg dir einfach wo es Probleme mit anderen Hunden geben könnte. Die Sache mit aus einem Napf fressen hast du doch schon gut erkannt und auch das im Schlaf raufspringen.

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    Aber ab wann sollte ich beim spielen einschreiten und wie.


    Beobachte sie im Spiel mit anderen Hunden, die sagen wann Schluss ist. Eine GUTE Welpenschule wär evtl. gut. Dort lernst vor allem du, wann Spiel kein Spiel mehr ist.

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    Ich will die Kleine auch nicht dauernd in den Kennel sperren.


    Der Kennel sollte keine Strafe sein. Die Kleine sollte ihn als schönen und sicheren Entspannungsort kennenlernen und nicht einfach drin bleiben (müssen), weil sie zu aufmüpfig oder überdreht war.