Beiträge von Estandia

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    Ich habe festgestellt, das ich es total nervig finde, wenn sich HH in Bezug auf ihre Hunde als "Mama" oder " Papa" bezeichnen. Meine Freundin macht das immer. Da hört man: "Mama hat Leckerchen", " Der Papa geht heute mit dir raus" oder " Du brauchst dich gar nicht bei Mama verstecken" und solche Dinge. Ich versuche das immer zu überhören aber mir stellen sich dabei jedesmal die Nackenhaare auf. Wieso muss man sich als Mama bezeichnen?
    Es sollte mir völlig egal sein, vonwegen Toleranz und so, tut ja niemandem weh, weiß ich ja. Aber ich kann echt nix dafür. Ich finde das schrecklich..... :hilfe:

    Find ich auch! Wenn es offensichtlich als Scherz gemeint ist (so wie bei uns wo meine Mutter die "Tante" ist) geht's ja noch. Aber ich bin dann manchmal gewillt den Rütter zu zitieren "Zum Glück ist das biologisch unmöglich!" :hust: :D

    Ich hab demnach einen seeeeehr "führerweichen" Hund. Das zusätzliche "Problem" bei dem ist, dass er auch noch sehr introvertiert ist, also von sich aus nichts ausprobiert und auch auf kein (großes) Verhaltensrepertoire zugreifen kann, dass er anbieten könnte. Ich muss alle Verhaltensweisen vorher genau antrainieren, viel kleinschrittiger und am allerbesten ohne Locken und ohne Stress. Der Hund ist supergenau in meiner Körpersprache und ich bin superschlampig - da prallen Welten aufeinander |)
    Ich wünschte natürlich Bokey wäre manchmal "härter im Nehmen", andererseits mag ich das Sensible an ihm, er interpretiert zwar tausend Sachen in mich rein, nimmt's mir aber nicht übel, wenn ich ungenau bin, er WILL ja mitmachen. Übel nehmen tut er mir's wenn ich ungehalten und grob werde. Da kommt er dann schon mal mit 24h Meideverhalten daher :roll:

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    Dieser hund kam zu meinem hocherhobenen Kopfes, Rute aufgestellt, schnüffelte 2sekunden und dann warf er Oskar auf den Rücken und stellte sich grollend über ihn.


    Da hat er wohl erst imponiert, Oskar ist nicht abgehauen vor soviel "Schönheit" und dann machte der Schäfer den nieder, ohne (?) sich selbst beschnüffeln zu lassen. Das ist einfach mal draufhauen, weil's n etwa gleichaltriger Hundejunge ist - Erziehung isses jedenfalls nich.

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    Das war das erste Mal, das Oskar sich nicht vertrug. Das kam dann nochmal vor und seitdem gehen wir diesem Hund aus dem Weg.


    Wieso Oskar? Der Schäfer kam doch zu IHM, oder? Wenn Oskar den belästigt hätte, würd ichs ja noch verstehen - aber der Schäfer kam imponierend zu deinem, da wundert's mich nich, dass Oskar das doof fand - weil er ja seiner Meinung nach nix falsch gemacht hat.

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    In Gesprächen mit anderen Hundehaltern, die schon mehrere Rüden hatten (Oskar ist mein erster Rüde) hieß es dann, das Oskar als Schnösel von den anderen Rüden eingewiesen wird, das er sich klein zu machen hat.


    Meiner Meinung nach nur im eigenen Rudel und dann weil der Hund es will und nicht weil er muss. Gebuhlt wird von unten nach oben und nicht die oberen hauen untendrauf. Dennoch dürfen andere Hunde passive Demut einfordern, aber eben nur wenn sich der Junghund scheisse benimmt.

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    Jetzt ist die Frage: Ist das wirklich so? "Erziehen" andere Hunde meinen Hund mit?


    Das sicherlich. Distanzdrohen, Maßregelungen, etc. pp. sind eben Erziehungsmaßnahmen, wenn man so will. Und wenn der eigene Hund das alles akzeptiert und daraus lernt, isses doch schick :ka: Das heisst aber natürlich nicht, dass der eigene Hund überall hinrennen darf, um sich dann ne Packung abzuholen und man diese "siehste, hoffentlich lernste daraus was"-Schiene fährt und selbst nicht an der Erziehung arbeitet.

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    Wie verhalte ich mich richtig, wenn wir wieder auf so einen Hund treffen wie den Schäferhund? Von dem weiß ich nur, das er sich gerne auf "schwächere" stürzt und von anderen dominateren Hunden schon gedeckelt wurde.


    Bogen drum machen. Du schreibst es ja selber. Sich auf Schwächere stürzen ist keine Erziehung sondern einfach blödes Profilieren durch Niedermachen.

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    1. machen sie es nicht jedes Mal


    Mach doch mal ne Liste WANN sie es machen - Evtl. kommt ein gemeinsamer Nenner dabei raus :D

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    4. nein, eine feste Futterstelle ist es nicht, da sie beim Fressen die ganze Wiese zur Verfügung haben


    Für mich die Bestätigung in der Annahme, dass es eher eine Markierung im Sinne von "hier gab es mal was gutes" ist. Das muss nicht zwingend mit der Art des Futters zusammenhängen, eine Handvoll TroFu kann am Ende eines schönen Spaziergangs toller sein als ein Lammknochen, den man im Beisein eines gerade nervenden Zweithunds "essen muss". Theoretisch müssten die Hunde die bepieselten Stellen ablaufen oder wie beiläufig überlaufen und checken, ob vllt. wieder was daliegt oder irgendwer da war. Gibt ja auch Hunde, die markieren, um Igel oder Füchse (wenn die Zugang haben) abzuwehren.

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    Nun endlich meine Frage : Ist das normal auf Hundeplätzen? :???: ( war der erste auf dem ich war) Und wenn ja, warum?

    Ich kenn das von so "typischen" VPG-Plätzen, wo eben wirklich nur ein Hund auf dem gesamten Platz arbeitet. Einerseits sollen die nicht arbeitenden Hunde die anderen natürlich nicht sehen können (die Türen/Gitter sind meist entgegengesetzt zum Platz), andererseits werden die nicht arbeitenden Hunde eben bequem in der Box "geparkt". Da sollte man aber natürlich auch dran denken, dass der Hund bei kaltem Wetter da drin auskühlt und so ein Kaltstart nicht gerade prickelnd für den Hund ist.

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    Mal angenommen, es ist ein Durchschnittsspaziergang: was hört euer Hund da an Kommandos?

    "Rüber" für das erlaubte Übertreten von Bordsteinen. Stehenbleiben tut der Hund von allein.

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    Und ist es jedesmal wirklich zwingend nötig in der Situation, das Kommando zu geben?

    Ja. Bordsteine übertreten (also das Überqueren der Straße) darf der Hund nicht allein entscheiden.

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    Gebt ihr Kommandos, nur zu "Übungszwecken" (ich mein jetzt nicht die Spiel-Spaß-Sport-Sparte, sondern eher den "Grundgehorsam").

    Nö. Auf einer normalen Durchschnittsgassirunde sprech ich fast ga nicht mit dem Hund und will auch nix von dem :D

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    Setzt ihr mehr auf ein ja-nein-System und dazwischen darf der Hund machen oder arbeitet ihr mehr über konkrete Kommandos/Vorgaben?

    Hmmmm ... grübel ... dann eher ja/nein. Dass ich aber etwas explizit verbiete oder erlaube kommt recht selten vor. Bokey macht halt sein Ding und wenn was unverhergesehenes passiert, lass ichs laufen und gehe weiter oder ich bleibe stehen und beeinflusse halt die Situation irgendwie. Kommt eben drauf an was passiert.

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    Gibt es Kommandos, die ihr gebt, ohne 99,9% sicher zu sein, dass der Hund sie in dem Moment auch ausführt?

    Klar. Vorteilhafterweise kenne ich ja den Trainingsstand meines Hundes (der ja nur ein Spiegel meiner guten oder schlechten Arbeit mit ihm ist) :D

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    Und wenn der Hund es dann wirklich nicht tut?

    Überlege ich warum er nicht fähig war das Kommando zu befolgen. Ist es mir wichtig, dass es beim nächsten klappt, übe ich wieder verstärkt. Aber ich bin eher schlampig veranlagt, da sollte der Hund nicht dafür "angebrüllt" werden, weil ich mit Perfektionismus nix am Hut hab |)