Auch ein Hund, der bisher nur draußen gelebt hat (Stichwort Straßenhund), kann unter der permanenten Außenhaltung leiden. Bei (Grund)bedürfnissen gilt "Was er nicht kennt, kann er auch nicht vermissen" nun mal nicht. Wenn das Bedürfnis nach Sozialkontakten bei einem Individuum hoch ausgeprägt ist (und das trifft auf sehr viele Hunde zu), dann tut man ihm mit der hier beschriebenen Haltung keinen Gefallen.
Das war bei meinem Hund so. Als Straßenhund kannte er weder Haus noch Wohnung (und schon gar nicht das Leben mit Menschen). Das hat drei Tage gedauert und der benahm sich als hätte er nie draussen gelebt. Auch das allein lassen auf einem umzäunten Grundstück (wir waren im Haus) war total furchtbar für ihn, er brauchte Nähe und Zuwendung und Ansprache. Statt eines Nebenher-Lebens soll es ja ein Miteinander sein. ![]()