Beiträge von Estandia

    Ich kann mir nicht ganz helfen, aber auch hier beim Lesen bestimmter Beiträge beschleicht mich wiederholt jenes Gefühl:

    Verbraucher erwerben manchmal unnötige, fehlerhafte oder überteuerte Dinge und schreiben diesen nach dem Kauf unbewusst eine dermaßen hohe Bedeutung oder Qualität zu, dass sie nachhaltig von der Richtigkeit des Erwerbs überzeugt sind. Dadurch wird das Gefühl oder die Erkenntnis, ein unnützes, schlechtes oder überteuertes Produkt gekauft zu haben, abgeschwächt oder sogar negiert.

    Das psychologische Phänomen wird in Anlehnung an die Entwicklung der Zuneigung von Geiseln zu Entführern auch das Buyer’s Stockholm Syndrome (zu Deutsch: Käufer-Stockholm-Syndrom) genannt. Psychologen beschreiben es als das Bedürfnis, zu einem einmal gemachten Bekenntnis zu stehen und kognitive Dissonanz zu unterdrücken.


    Irgendwie wird das Thema Wolfhund wieder zu einem Trend gemacht, aus der Versenkung geholt und versucht künstlich eine Nachfrage zu generieren. Aber nur an bestimmte, besondere Menschen gerichtet ...

    Was soll denn dieses ständige "ja die anderen Hunde/Rassen" haben ja auch Problem xyz?
    Soll das eine Rechtfertigung sein? Soll das die Wolfhund-Probleme kleinreden, weil andere ...

    :???:

    Und das Problem bei der ganzen Sache ist dann also, die (vielen) Tiere, die halt "noch" so problembehaftet sind, irgendwo unterzubringen. Und weil die alle problamtisch sind, fallen sie halt auf und man bekommt dieses Bild vom schwierigen Wolfhund.
    Wenn das Zuchtziel wirklich eine konfliktfreie Integration in die menschliche Umwelt sein soll, sehe ich dennoch keinen Mehrwert. Wir haben genug Hunde und Rassen.

    Ich finde diese Schimpferei auf die 5-Minuten-Regel irgendwie komisch. Jedem sollte doch klar sein, dass man sich da nicht sklavisch dran halten muss, sondern eher als Richtschnur verstehen. Zudem kenne ich persönlich sie so, dass es um "Spaziergang am Stück" geht. Soll heißen: mit einem z.B. 9 Monate alten Junghund kann ich schon mehrmals am Tag raus gehen, aber möglichst nur einmal am Tag einen 45-minütigen echten Spaziergang unternehmen. Wenn der mal 50 oder gar 60 Minuten dauert - so what. Wichtig ist doch, seinen Hund zu beobachten, Überdrehtheit und auch körperliche Erschöpfung zu beobachten und wahrzunehmen, die Aktivität dann enstprechend anzupassen.
    Ich bin damit immer sehr gut gefahren. Und die Welpen, die bei mir waren, ebenfalls.


    Eben.

    Wichtig ist doch, dass man die Ursache möglicher später (abends oder am nächsten Tag ...) auftretender Auffälligkeiten auch beim Spaziergangpensum suchen sollte.
    Wenn der Hund unauffällig ist und bleibt kann man doch mehr anbieten...

    was haltet ihr von Wolfhunden?

    Nix.

    Habt ihr schon welche kennengelernt?

    Nein.

    Welche Erfahrungen habt ihr mit diesen Hunden?

    Man hört und liest eine Menge... Der Grundtenor ist fast immer derselbe. Das Bild, dass sich mir dann und auch gerade jetzt (wieder)aufdrängt macht diese Hybriden für mich noch uninteressanter.
    Für mich persönlich sehe ich den Sinn einer Zucht (auch von neuen Rassen) in einer höchstmöglichen Anpassungsfähigkeit, um sich bestmöglich und problemfrei in die angedachte Umgebung zu integrieren. Zum Wohle der Tiere und der Halter.
    Aber das Streben, durch Anschaffung von etwas Besonderem, selbst besonders zu werden, scheint ungebremst. (ich meine damit nicht per se alle die einen Hybriden aus was auch immer halten!)

    Hallo :smile:

    Einerseits sagst du, du hast es schwer ihr was beizubringen, andererseits ist der Hund ungehorsam. Wenn sie etwas nicht gelernt hat kann sie nicht ungehorsam sein. Da musst du einfach am längeren Hebel sitzen und es ihr angemessen neu beibringen.
    Ich seh bei dem Futterproblem die Problematik, dass der Hund gelockt statt gelobt wurde...
    Ansonsten finde raus, was sie extrem gut, mäßig gut oder nur schwach belohnend empfindet. Damit lässt sich gut arbeiten und der Hund dreht nicht sofort hohl.

    Ich hab das hier auch unheimlich oft. Kinder, die den Hund an der Leine spazieren führen haben einfach überhaupt nicht den Überblick geschweige Kontrolle über den Hund. Da können auch noch soviele Erwachsene dabei sein. Da Hund läuft an der Flexi ungehindert zu einem anderen und es DAUERT einfach da wieder Distanz reinzubringen.
    Kürzlich lief uns auch ein kleines Mädel, die zog sich grad die Jacke an und hatte überhaupt keinen Zugriff, mit freilaufender Hündin auf uns zu. Die Hündin lief erst einen Bogen, fing dann an wild zu kläffen und knallte dann von hinten in Böki rein. Da fing das Mädel dann an rumzuschreien, kniete sich direkt zwischen die Hunde und fummelte ihrem Hund ab Halsband rum. Und das sind Dinge, die einfach fahrlässig sind und schnell gefährlich werden können.