Was sagt ihr denn dazu? Mir sind ja beide Punkte, Bindung und interessant für sie sein und, dass sie gut allein bleiben kann, wichtig.
Ich schreib mal was zur Bindung 
Bindung entsteht durch ...
... Feinfühligkeit: Bedeutet Einfühlsamkeit bei allen hundlichen Belangen. Also Verstehen was den Hund antreibt, was seine Bedürfnisse und Sorgen sind.
... Nähe: Das Bedürfnis ist nicht in jeder Situation und Hund gleich stark. Es hängt vom individuellen Wesen und der Tagesform des Hundes ab. Je schutzbedürftiger der Hund ist, desto ausdrucksstärker ist Bindungsverhalten (hinterherlaufen, weinen und heulen beim Alleinesein, großer Stress bei Heimkehr etc. pp.) Ruhig begrüßen beim Heimkehren und ruhig streicheln, baut Stress ab. Zu Hause kein Absondern des Hundes ermöglichen, also beieinander sein. Angebote des Sozialkontaktes machen (bedeutet nicht zwangsläufig Körperkontakt).
... Entwickeln eines achtsamen Miteinanders: Dinge, die der Hund spannend findet, selbst spannend finden. So ist man bei ihm, interessiert sich für das was er macht, hat ein Auge auf die Dinge (so vermeidet man auch Anmeckern a la "Pfui ist das!"). Umwelt anschauen, zusammen schlendern, weiche Bewegungen, anhalten und warten geschieht ruhig, nicht abrupt, alles ohne Leinenruck.
... Berührungen, die gut tun: also kein Bedrängen! Es muss aus dem Moment heraus passen und es sollte dem Hund überlassen werden, ob er Kontakt möchte (durch Hand hinhalten). Bei liebevoller Berührung wird Serotonin ausgeschüttet, Oxytocin schafft Bindungssicherheit. Wenn du magst, lass den Hund ins Bett oder auf die Couch (vorausgesetzt er verteidigt nichts davon). Die Nähe zum Menschen ist bindungsfördernd und der Hund fühlt sich wertgeschätzt (nicht „aufgewertet“) und auch Kontaktliegen ist dann möglich. Tabuzonen beachten! Nicht übers Ziel hinausschießen beim Wunsch nach Nähe. Spielen und Fiddeln auseinanderhalten und nicht sofort auf jede „Einladung“ des Hundes eingehen (zu nah, zu dicht, zu viel) – lieber ansprechen und sich fragen „Will der auf dem Rücken liegende Hund gerade wirklich am Bauch gekrault werden?“
... Schutz, Geborgenheit und Fürsorge: Sie Sehnsucht nach schützender Bindung ist immer da, nur manchmal (sehr) schwer erkennbar. Das Gefühl der Geborgenheit kann man durch kuschelige Decken vermitteln. Wärme und Schutz kann der Hund in einer sicheren "Höhle" finden. Das Angebot einen solchen Ort aufsuchen zu können sollte immer gegeben sein!
... Verlässlichkeit und Beständigkeit: über Rituale schafft man eine Vorhersagbarkeit von Aktionen. Man wird einschätzbar für den Hund.
... Achtung, Wertschätzung und Förderung: Auf Persönlichkeit des Hundes achten! Man darf Verhalten doof finden aber nicht den Hund. Er soll an Anforderungen wachsen dürfen und lernt durch die Unterstützung Gefühle selbst zu regulieren. Die Wertschätzung des Hundes ist dann ehrlich gemeint, wenn der Hund nichts dafür vorher erbringen muss. Wenn er also einfach nur weil er da ist gelobt wird
... achtsame Eingewöhnung in der neuen Familie: wiederkehrende Abläufe schaffen Sicherheit und Gewohnheiten sind etwas Vertrautes. Evtl. ist es ratsam, dass der Hund nicht sofort das ganze Haus zur Verfügung hat, evtl. ist eine konfliktfreie Teilung nötig: separieren hat nichts mit Wegsperren zu tun und später kann man immernoch mehr Raum freigeben. Dann langsames zeigen und lehren der Hausstandsregeln. Zeit zum Verarbeiten geben und Wohlfühlräume schaffen.
Mach dich nicht verückt. Der Hund wird dir anfangs sicherlich eh überall hin folgen und gucken was du machst. Klar kannst du Leckerchen geben, aber ich würde zumindest am Anfang nichts davon abhängig machen.