Beiträge von Estandia

    Gehört für mich zB zu den leider gar nicht guten Büchern. Weil es das Bild vermittelt, alles und jedes wäre ein Beschwichtigungssignal und zu einer völlig verzerrten falschen Wahrnehmung des Hundes führt. (Einer meiner Höhepunkte des Buches war die Frage eines Hundehalters, ob sein Hund die Straßenbahn beschwichtigt, was ja auch heißt, er hat Angst davor, weil er sich seitlich dazu gesetzt hat. - HALLO??)
    So unterschiedlich können Meinungen sein.

    Ich meine gehört zu haben, dass Teile/bestimmte Begriffe des Buches zu allgemein/falsch übersetzt wurden, was genau den Eindruck, den Hummel beschreibt, erweckt.

    Es gibt halt mittlerweile aktuellere und differenziertere Bücher.

    Huhu :winken:

    Wenn der Hund nicht entspannt daheim ist und sogar Dinge zerstört – kann er nicht allein bleiben. Laut Alterangabe ist es Junghund, da geht die Entwicklung gerade erst so richtig los und im Hirn finden große Umwerfungen statt.

    Huskies wird nachgesagt eher schlecht allein bleiben zu können, da hilft auch (oft) kein anderer Hund. Die sind dann eben nur zusammen allein.

    Bei uns war es so, dass das eigene Wissen im ersten Kennenlerngespräch "abgeklopft" wurde und ob die "Einschätzung des Halters mit dem Hund übereinstimmt" (aus dem ersten Telefonat). Dann gab die Trainerin eine Empfehlung für Kurse, die sinnvoll sein könnten. Ich wollte damals "alles" mitmachen, einfach weil ich tierisch Bock drauf hatte. Aber schon nach der ersten Grundkursstunde meinte die Trainerin was ich in einer HuSchu will :ugly:

    Für mich hat die Schule damals einen guten Grundstein gelegt, was und wo ich mit meinem Hund hinwollte. Ich hab mich aus eigenem Interesse über 10 Jahre weitergebildet, wie und wo ich nur konnte. Ich hatte/habe da einfach Spaß dran.

    Dito.

    Ich kann mir nur vorstellen, dass der Unterschied (pauschal ausgedrückt) darin liegt, dass Hundeschulen eigene Plätze haben - Trainer aber nur vor Ort arbeiten. Das eine ist Platzarbeit, die im Alltag aber nicht hilft, das andere zielt genau auf die Probleme daheim ab. Trainer können zudem Spezialisierungen haben... in der HUSchu findet man das viellicht weniger, da dort ein breites Angebot vorherrscht.

    Preislich sind das auch teils große Unterschiede.

    Hier gibt es meist beides. Trainer mit Hundeschule und Platz kommen auch direkt nach Hause.

    Ich hab in die Suche nach einer HuSchu relativ viel Zeit investiert BEVOR der Hund überhaupt da war. Gefragt habe ich Niemanden, ich kannte damals keine anderen HH und schon gar nicht irgendwelche Foren...
    Zur HuSchu bin ich weil ich Ersthundehalterin war, dann noch ein Hund ausm Tierschutz und ich hatte Null Ahnung. "Erstmal selbst ausprobieren" kam für mich nicht in frage.
    Ich lag 100% richtig mit der HuSchu/Trainerin, weil ich von mir aus wusste was ich für mich und diesen Hund wollte. Wir waren lange da, haben einige Kurse durchgezogen, verschiedene Sportarten probiert, haben dort den Hundeführerschein abgelegt und hatten über Jahre viel Spaß mit vielen netten Bekanntschaften.

    Ich würde immer eine HuSchu empfehlen, aber dann auch eine, womit ich selbst konform gehe bzw. dem Fragenden erkläre, was für mich damals wichtig war.

    aber Sachen wie „die Zähne einsetzen um Spielzeug von dir zu klauen“ würde ich keine Sekunde tolerieren...das hat nix mit nicht können oder überfordert sein wie oben beschrieben zu tun...das ist schlichtweg etwas, was sofort gerügt gehört...sonst hast du demnächst seine Zähne in der Hand

    Anstatt zu rügen sollte man lehren, wie der Hund sowas am besten löst - ohne Ärger.
    Einfach mal eine gute, verständliche Basis legen, dann muss man auch nicht mehr korrigieren und rumdoktern.

    Seit seiner Kastration ist er auch draußen mittlerweile sehr unsicher geworden und hat das bellen angefangen (etwas was er sonst nie gemacht hat).


    Das macht Sinn, insofern natürlich das Testosteron fehlt was ja die Balance zwischen "Angst" und "Kampf" herstellt. Der Hund ist nun generell ängstlicher, da das Gegengewicht fehlt. Ressourcenaggression/Kontrolle ist ebenso ein angst-basiertes Verhalten was eine Kastration natürlich verschlimmern kann bzw. erst wirklich "sichtbar" macht.