Beiträge von Estandia

    Das heißt Jagdtrieb, andere Hunde, ein Mäuschen unter der Schneedecke, ganz schlimm: KATZEN! oder Fressen,
    steht in vielen Fällen noch über dem was ich sage.

    Rassetypische Eigenschaften werden instrinsisch belohnt - klar stehen die, wenn sie stark ausgeprägt sind, über dem was du extern belohnst. Mach sie dir zunutze, manage sie oder "brüll sie eben weg" (wenn es denn funktioniert :D ) - du entscheidest wie du deinen Hund behandeln willst.

    Was und wie trainiert ihr denn positiv "gegen" die unerwünschten Verhaltensweisen?

    In einem anderen Thread habe ich was von "selbstbelohnendem Verhalten" gelesen. Es ging um langes Drumrumkauen.
    Da ich dort nicht mit meiner Frage stören wollte:

    Meine Hündin hat gestern auch ziemlich lange (vielleicht halbe Stunde) auf ihrem Knochen rumgekaut. War völlig vertieft.
    Normalerweise nehme ich ihr ihn nach ner Weile weg, aber diesmal hab ich sie gelassen.

    Ist das schon selbstbelohnendes Verhalten? Oder wie äußert sich das? Bzw. warum sollte man das unterbinden?

    Sorry, wenn sich die Fragen dämlich anhören, aber ich weiß es wirklich nicht, trotz zweitem Hund :tropf:

    In dem Kontext ging es glaube um einen Labrador, bei der Rasse ist der Teil "Beute tragen" genetisch, also durch Zucht, herausgestellt und extrem verstärkt worden. Das Verhalten wird also von innen heraus belohnt, da der Hund es einfach gern von sich aus macht.
    Mitunter (und das ist eben die Schattenseite) nimmt dies extreme Auswüchse an, Labradore nehmen halt gern Dinge auf, arbeiten sowieso viel mit dem Maul, und (da sie zudem auch noch leichtfuttrig sind) fressen mitunter was ihnen zwischen die Zähne kommt, auch werden diese Verhaltensweisen oft in Verbindung mit Stress gezeigt und dann schaukelt sich das eben hoch ...

    Kauen beruhigt eigentlich. Kauen ist was tolles. Das lastet aus, das Knabberzeug schmeckt und der Hund beschäftigt sich damit.

    Unterbinden bzw. einschränken sollte man sowas wenn man merkt, dass es dem Hund nicht gut tut, dass er dabei nicht entspannt, Hektik und extremes Verhalten zeigt...

    "Meine Hündin hat gestern auch ziemlich lange (vielleicht halbe Stunde) auf ihrem Knochen rumgekaut. War völlig vertieft." Find ich z. B. völlig in Ordnung. Der Hund hat die Ruhe weg und kann sich Zeit dafür nehmen.
    Unser 14Jähriger hat sich mal 45 Minuten lang ausgiebig mit einem Markknochen beschäftigt, danach hat der was gesoffen und ist schnurstracks ins Bett gegangen :ugly:

    @flying-paws Ich schließe mich der Frage von @iinas nach Verständnis an.

    Wenn der Hund entweder auf Rückruf kommen soll, oder auch nicht, wie lernt er dann, was ich von ihm erwarte?

    Ich bin verwirrt - der Hund soll (entweder) kommen ODER auch nicht? :???:

    Man belohnt eben das was man will...

    Ich habe iinas' Frage so verstanden, was zu tun wäre, wenn der Hund nicht tut was man will. Ergo, wie sage ich dem Hund, dass er was falsch gemacht hat.

    Ich kann empfehlen:
    Barbara Handelmann: Hundeverhalten
    Christine Holst: Warum tut der Hund, was er tut (da geht es ganz pragmatisch um Ursachen aber keine Trainingspläne was wann zu tun wäre)
    Ansonsten die Bücher von Brenda Aloff und James O'Heare =)