Beiträge von Estandia

    Wie regelmäßig trefft ihr andere Hunde? Sind es "Hundefreundschaften" oder nur lose Gassibekanntschaften?
    Alter, Rasse, Geschlecht im Vergleich zum eigenen Hund?
    Wie lange kennt/trefft ihre eure festen Hundekontakte schon?
    Reichen diese Kontakte für euren Hund oder braucht er mehr (oder vielleicht auch weniger)?

    Bokey, 14, hat wenn ich mal nachrechne vielleicht 5 feste Hundefreundschaften. Alle jünger und Mixe, Männlein wie Weiblein. Kennen tun wir die schon seit Jahren, gehen aber mittlerweile nur noch sehr selten zusammen spazieren, durch Wohnortwechsel und Arbeit etc. pp.
    "Lose Gassibekanntschaften" hatte Bokey lange durch einen Gassiservice, so bis er 12 war. Da hatte in der Gruppe ein paar Hunde, mit denen er auch richtig interagiert und gespielt hat.

    Ich kann nicht sagen, ob Bokey Hundekontakte braucht, wir sehen und treffen hier täglich fremde Hunde, wo man sich mal Hallo sagt und das wars. Er freut sich über bekannte Hunde, wenn wir mal einen Spaziergang zusammen machen aber auch da macht er nach der Begrüßung sein eigenes Ding. Manchmal kommt es hier in der Stadt vor, dass er einen sympathischen Hund findet und die beiden dann rumalbern. Aber ich denke, mehr ist nicht notwendig. Bis jetzt hab ich am Verhalten nicht festellen können, dass weniger oder mehr Kontakte besser oder schlechter sind. Bokey nimmt halt was kommt und wenn nicht, dann nicht.

    Ist jetzt nur meine für mich gültige Einstellung. Ich möchte meinen Hund nicht täglich mit einem fremden Menschen teilen.

    Meinen Hund möchte ich versorgen, bespassen, pflegen und erziehen.

    Wenn man durch Änderung der Lebensumstände Fremdbetreuung auf Dauer planen muss, ist das für mich noch wieder etwas anderes.

    Planen würde ich so keine Hundehaltung.

    So hab ich auch geplant/gehandelt.
    Plan A ist und war immer 100% ich (bzw. wir).

    Dass ein Plan B mit Fremdbetreuung eventuell mal nötig sein würde hab ich ebenso eingeplant und den Hund betreuuen lassen zu Zeitpunkten, wo es nicht zwingend notwendig war. Als es nötig wurde hat das sehr gut geklappt aber ich hab mich mit der täglichen Betreuung einfach nicht wohlgefühlt und alles dafür getan nicht mehr abhängig sein zu müssen.

    Ich habe mir den Hund 2007 angeschafft, weil er ohne Einschränkungen mit ins Büro durfte. Ansonsten wäre ein Hund keine Option (für mich damals) gewesen.

    Ich finde das alles gar nicht verkopft. Ich wünschte es gäbe mehr Menschen, die sich Gedanken machen, warum und wieso sie etwas brauchen, tun oder sich anschaffen wollen.

    Ein Hund bringt eine ultrahohe soziale Komponente mit. Auch wenn man sagt, er ist kein Partnerersatz/Kindersatz so ist ein Hund immernoch ein Sozialpartner. Wir möchten uns kümmern, wir müssen uns kümmern, wir wollen uns kümmern.
    Der Hund zwingt uns in die reale Welt zu gehen, dem Fahrrad ist es egal, ob es rauskommt und gefahren wird.

    Mir hat die (Weiter)Bildung rund um das Thema Hund unglaublich viel gebracht. Wissen und Menschen mit gleichen Interessen kennenlernen, neue Freunde finden, anderen helfen.
    Ich hab mir einen Hund geholt, weil es für mich gepasst hat. Ich konnte mich vollends auf ihn einstellen, weil ich es wollte und der Hund nicht zwischen 100 anderen Dingen "reingequetscht" werden musste.