Beiträge von woodyfan

    Ich finde es absolut nicht ok, wie ihr die Hündin haltet! Was macht ihr, wenn das Tierheim eine Nachkontrolle durchführt, lügt ihr die Mitarbeiter an?

    Der Hund zeigt ganz deutlich, dass er unglücklich mit der derzeitigen Situation ist, vor diesem Hintergrund könnt ihr doch das Angebot eurer Tochter nicht ausschlagen. Dein Mann möchte mit dem Hund rein gar nichts machen außer ihn und wieder mal tätscheln, aber das reicht nicht. Was muss passieren, bevor ihr im Sinne eures Hundes handelt, und eigene Bedürfnisse zurück stellt?

    Zoe hat Lily am Auge verletzt und wir waren schon wieder beim Tierarzt.

    Ich möchte sie zurückgeben, aber der Züchter weigert sich mir das Geld zurückzugeben. Deshalb weiß ich nicht was ich jetzt tun soll. Findet ihr das normal? Er meinte, dass er das aus Gutmütigkeit tut. Er müsse einen verzogenen Dobermann wieder verkaufsfertig bekommen und dafür gibt es bestimmt kein Geld zurück. Ich habe 1200€ bezahlt und die schenke ich sicher nicht her...

    Warum sollte er den Welpen zurücknehmen und dir das Geld auszahlen? Du hast den Welpen gekauft, basta. Er wollte mit dem Welpen verdienen, und das hat er getan.

    Ich vermute, du kannst das Geld abschreiben. Gib den Welpen in gute Hände, falls du niemanden kennst, der in übernehmen würde, nimm Kontakt mit dem örtlichen Tierheim auf. Dobermann-Nothilfen wären auch eine Alternative.

    Der Tipp, gib den Welpen doch ins Tierheim, klingt einfacher als er ist. In unserem örtlichen Tierheim werden Welpen nicht im Tierheim aufgezogen, sondern leben bei einem der Mitarbeiter. Eine Aufnahme muss vorher gut abgeklärt werden, Tierheime sind keine Aufnahmestationen für Hunde, die aus Jux angeschafft oder gar verschenkt werden.

    Zu den Freunden kann ich nur sagen, Dummheit kennt anscheinend keine Grenzen mehr… :pouting_face:

    Der Hund ist in jedem Tierheim besser aufgehoben als bei seiner jetzigen Halterin, die offenbar so krank ist, dass sie nicht erkennt, was sie ihrem Hund angetan hat.

    Das zuständige Vet.Amt kann den Hund beschlöagnahmen und im Tierheim unterbringen, also gegen den Willen deiner Freundin. Du oder deine Eltern sind nicht befugt dazu, der Hund ist nicht in eurem Besitz. Ausserdem würden die meisten Tierheime einen derartig verkorksten und verwahrlosten Hund als Abgabetier wahrscheinlich nicht aufnehmen.

    Mitleid mit deiner Freundin ist die eine Sache, das Wohlergehen des Hundes eine andere. Aus meiner Sicht wurde durch die massive Vernachlässigung des Hundes bereits gegen das Tierschutzgesetz verstossen, aber wegen der psych. Erkrankung wird das Vetamt evtl. von einer Anzeige absehen.

    Ich hoffe, es findet sich eine möglichst schnelle Lösung. Der Hund tut mir wahnsinnig Leid, für mich ist es auch nicht nachvollziehbar, dass es Menschen gibt, die von dieser Katastrophe wussten und nicht gehandelt haben.

    Für deinen Einsatz, und auch der Hilfe deiner Eltern, Respekt!

    Ich würde für den Hund selbst kochen. Barf ist nicht für jeden Hund verträglich, weil der Fleischanteil sehr hoch ist. Das gilt auch für Fleischdosen. Ich füttere 50% Fleisch, ansonsten Gemüse, angereichert mit hochwertigem Öl. Vllt wäre das einen Versuch wert?

    Ich glaube nicht an Welpenblues. Es gibt mit Sicherheit handfeste Gründe, warum dein Partner so negativ auf den Welpen reagiert. Einen Welpen aufzuziehen ist eine Aufgabe, die viel Zeit, Geduld und Energie benötigt, dass war deinem Partner vllt nicht ganz klar.

    Hier hilft nur eine offene Kommunikation mit dem Ziel, Kompromisse zu finden. Was genau stört deinen Freund? An welchen Schrauben kann gedreht werden? Was wünscht er sich?

    Die Abgabe an den Züchter wäre mich erstmal der worst case, das wäre hart. Und würde eure Beziehung auch nachhaltig belasten.

    Ich bin ja ein Fan von Realitäts-Checks.

    Wo kommt der Hund her? Was ist das rassetechnisch? Das ist wichtig, weil Jagdverhalten und Wachverhalten inkl. der Ernsthaftigkeit (= Bereitschaft zuzubeißen) ja erst zum dritten Lebensjahr richtig Fahrt aufnimmt. Ist der Hund entsprechend genetisch gestrickt, wird das kommen. (Die meisten Hunden aus dem östlichen Tierschutz sind da ziemlich "gut" veranlagt. Dort möchte man einen ganz anderen Hundetyp als wir hier in Familien halten.)

    Mit sechs Monaten ist der Hund als Junghund gekommen. Die Welpenzeit war dadurch komplett vorbei und die holst du auch nicht mehr zurück. Das heißt: Dass Du davon ausgehen musst, dass einige Baustellen lebenslang bleiben, Du also Einschränkungen und Management für immer betreiben müssen wirst. (Falls nicht, freu Dich, geh aber besser davon aus, denn das ist wahrscheinlicher.)

    Zum Thema "Über- oder Untefordert": Bei der Vorgeschichte ganz sicher ersteres. Das kann man ohne Umschweife ins Blinde rein mit einer sehr hohen Trefferquote sagen.

    Ansonsten: Ja, ein solches Hundeprojekt ist eine Hausnummer. Daher sollte man sich ganz sachlich - jenseits vom Lieb haben des Hundes - fragen, ob man das langfristig betreiben möchte oder nicht. Denn: Je jünger der Hund, desto einfach ein Verkauf.

    Ein Verkauf? Wer kauft einen problematischen Hund aus dem Tierschutz? Du meinst wohl eine Vermittlung… und selbst die wird nicht einfach.

    @Namid79, was hast du bisher versucht, um die Probleme anzugehen?