Beiträge von woodyfan

    Es gab nicht nur die Fotos, sondern auch eine Beschreibung. Da ich hundeerfahren bin, war mir aber schon beim Anblick der Fotos sehr klar, was auf uns zukommt...

    Sich nur durch Mitgefühl zu einer Übernahme eines solchen Hundes verleiten zu lassen könnte zu einem echten Drama ausarten. DAS steht natürlich nur zwischen den Zeilen, und jede Orga sollte fairerweise ganz klar sagen, welche Störungen und gesundheitlichen Einschränkungen ein solch traumatisierter und verwahrloster Hund mitbringen kann.

    Hier das Ergebnis unseres TA-Besuches, welches mich nicht wirklich zufriedenstellt...

    Woody wurde gründlich untersucht, Gelenkbeweglichkeit, die Wirbelsäule abgetastet. Der TA fand eine Verspannung an der Wirbelsäule und vermutet eine Entzündung, da die Gelenke gut beweglich und unauffällig sind. Er gab unter größtem Protest von Woody eine Cortisoninjektion, außerdem 9 Tabl. Carprodyl F, 100 mg, 1 täglich. Sollten die Beschwerden nicht in 10 Tagen deutlich besser werden, soll geröngt werden. Ich vermute, dass lässt Woody nur unter Vollnarkose zu... der ganze TA-Besuch war ein Alptaum. Je älter der Hund wird, umso ängstlicher zeigt er sich und lässt sich kaum noch untersuchen. Er humpelt übrigens morgens immer noch.

    Ich werde nächste Woche eine Tierheilpraktikerin anrufen, die ins Haus kommt.

    Ich bekenne, dass ich auf Fotos unseres Zazi "hereingefallen" bin, die mich zum Weinen gebracht haben und dafür sorgten, dass der Kerl seit 2 Jahren bei uns lebt! Ein mageres Häufchen Elend in einem ung. TH, mehr tot als lebendig, aber mit unglaublich wachen Augen. Ist es moralisch verwerflich, solche Fotos zu veröffentlichen? Ich akzeptiere die Meinung derjenigen, die sich dagegen aussprechen. Niemand sollte aus Mitleid einen Hund aufnehmen, ohne wirklich Raum und Zeit für diese Aufgabe zu haben. Wenn es aber passt, warum kein Tier auswählen, dass akut in Not ist und dringend Hilfe braucht?

    Geschmacksache. Ich habe überhaupt nichts dagegen, mich mit den Vertretern einer Tierschutzorga zu einem netten Gespräch bei mir zu Hause zu treffen. Und das Gefühl, Seelenstriptease btreiben zu müssen, ist bei mir nicht aufgekommen. Beide Seiten haben doch ein berechtigtes Interesse, ich möchte einen bestimmten Hund, die Orga ein passendes Zuhause. Vollkommen legitim.

    Eine Vorkontrolle ist bei Hunden aus dem Tierschutz üblich! Wenn du damit ein Problem hast, wirst du wohl kaum eine Chance auf einen TS-Hund haben. Ob Fragen frech oder dämlich sind ist wohl eine sehr subjektive Einschätzung, da wir aber die Fragen nicht kenne, kann dazu keiner Stellung nehmen. In der Regel wird gefragt, ob Hundeerfahrung da ist, wie lange der Hund allein bleiben muß, ob man bereit ist, eine Hundeschule zu besuchen etc. Es ist üblich, den Selbstauskunftsbogen VOR der Vermittlung an die Orga zu senden.

    Außerdem: wenn du mit dem Verfahren nicht einverstanden bist bleibt es dir doch unbenommen, dich bei anderen Orgas umzuschauen...

    Ja, Friederike, so alt ist der Junge schon, ich kann es selber kaum glauben... vor 12 Jahren haben wir ihn aufgenommen, megascheu und ängstlich, aus einer griechischen Mülltonne gerettet und nach D gebracht.

    Den TA wollte ich ihm ersparen, aber eine Diagnose muß natürlich gestellt werden, auch das empfohlene große Blutbild macht Sinn. Unser TA arbeitet bevorzugt mit Naturheilverfahren, das ist ganz in meinem Sinne. Ich werde berichten, wie es weitergeht.

    Lieben Dank für eure Hilfe!

    Ich war bisher noch relativ gelassen, weil das Humpeln nach kurzer Zeit ( max. 5 Minuten ) nicht mehr auftrat und Woody wirklich panische Angst vor Tierärzten hat... andererseits soll er natürlich keine Schmerzen erleiden müssen, so führt wohl kein Weg am TA vorbei!