Beiträge von acidsmile

    Tiny hat das als Welpe manchmal gemacht. Sie konnte uns eigentlich durch das Türgitter sogar noch sehen, damals. Wenn sie dann aber durch Bellen und Fiepen das rein kommen ins Zimmer gefordert hat, hab ich sie mit "Abmarsch" ins Wohnzimmer nebenan gedrängt. Das hat sie dann verstanden. Im Zweifelsfall kam dann dort die Tür zu, da sie das allein sein da drin schon kannte.
    Das hatte sie schnell Verstanden, das Rumnölen vor der Türe nur bedeutete, dass ich sie dort wegschicke.

    Ich will keine lebenslange Baustelle. Ich will einen gemütlichen, freundlichen, ruhigen und gehorsamen Hund. Jetzt erzählt mir nicht das das so abwegig ist.

    Im Prinzip schon. Solche Hunde haben bis ins Erwachsenen Alter(Also bis sie 2 bis 3 Jahre alt sind) Erziehung genossen und immer wieder auch mal besonderes Training und Übungen über viele Monate. Wenn eine Baustelle mal geschafft war, hat man schon wieder das nächste Thema.
    Der gehorsame Hund ist einfach ein paar Jahre Arbeit...
    Und nach 2-3 Jahren sind die meisten Hunde oft immer noch nicht so ganz "Fertig" Oder es kommen wieder neue Baustellen...
    Hunde kommen nicht auf die Welt und deren einziger Lebenssinn ist es, ihrem Menschen zu gefallen.

    Bei Katzen kann sowas Funktionieren, dass sie ihren Dosenöffner soviel Zuneigung erweisen, das der Besitzer schnell das Gefühl bekommt etwas zurück zu bekommen, für den Aufwand des Fütterns und Versorgens.

    Aber bei Hunden funktioniert das nicht so plump. Da läuft viel über Vertrauen und Bindung und zusammen Arbeiten und zusammen Lernen, Lebenslang.

    In Zeiten von Deutschland weit verteilten Giftködern ist ein Maulkorb doch heutzutage völlig normal.
    Wenn dir das komisch vorkommt, mit einem Hund der einen Maulkorb trägt rum zu laufen, sag einfach "Der ist aus dem Auslands TS und Frisst alles von der Straße und trägt den deswegen".
    Selbst Labradore tragen aufgrund der Verfressenheit durchaus öfter mal einen. Meine ist auch an Maulkörbe gewöhnt. Völlig normal und hat bei vielen nichts damit zu tun, das die Böse sind.
    Manche tragen einen auch nur, weil sie z.B. Rüden unverträglich sind und die Besitzer auf Nummer sicher gehen wollen, sollte mal ein Fremder Rüde ohne Leine in ihren Rüden reinrennen.
    Es ist einfach eine Absicherung, für alle Möglichen Situationen. Mein früherer TS Rüde trug auch einen. War auch ein lieber Kerl, aber auch etwas verrückt. Nach einem Jahr bei mir, hätte er ihn vielleicht nicht mehr gebraucht. Aber grad im öffentlichen Raum war mir das so lieber. Es kann ja immer mal jemand neben einen stürzen, oder ein lautes Geräusch machen oder im vorbei gehen, den Hund antatschen... Manchmal reicht ja schon ein Schreckmoment aus und schon wärs passiert. Durch sowas wird der Hund nicht Böser oder Aggressiver, aber wenn so eine Tendenz da ist, ist es besser auf Nummer sicher zu gehen. Dann bleiben so Situationen nämlich nur ein kurzer Schreck Moment, aber ziehen keinen Rattenschanz an Folgen nach sich.

    Wäre schade wenn er keine Streicheleinheiten von Freunden bekommen könnte.

    Das ist aber nur Schade für die Freunde dann. Die können sich ja einen eigenen Hund zum Kuscheln holen :person_shrugging: . Ist ja nicht dein Problem.
    Wie verschmust ein Hund ist, ist auch Individuelle Charakter Sache. Bisher waren alle meine Hunde immer verschmust, mit "Einschränkungen". Für alle Hunde, galt bezüglich Besuch aber bisher tatsächlich "Der Hund wird nicht beachtet" aus den unterschiedlichsten Gründen. Die unsichere Hündin sollte Zuhause ihren Schutzraum haben. Ein TS Hund, hat die ersten Monate die Zähne in Hände gehakt. Und selbst jetzt meine Labrador Junghündin soll vom Besuch Ignoriert werden, denn sie ist bezüglich der Aufmerksamkeit durch andere schnell total drüber im Stress Bereich und muss das erst mal lernen, dass sie nicht zu jedem hin braucht. Auch einem eigentlich verschmusten Hund, kann das zu viel werden wenn er glaubt er muss das jetzt tun und die Option einfach zu gehen wenn es reicht, gar nicht im Blick hat.

    Also einen Schmusehund zu finden, der sich durch den Freundeskreis Knuddeln lässt, ist schon eine hohe Anforderung an einen Hund :tropf: .
    Es lässt sich aber auch ganz toll mit Hunden Leben, wenn der Hund nur für dich verschmust ist und lernt, einfach Brav neben dir zu sein und auf dich zu hören und andere Menschen einfach zu Ignorieren.
    Und mit Anleitung können das die meisten Hunde schaffen.

    Ansonsten kommt ihr doch gut miteinander klar und vom Lern Verhalten und vom übrigen Charakter her gefällt Loki dir ja auch.

    Bei manchen Frechheiten kann ich gar nicht Authentisch streng sein und es verbieten, weil es mir gar nicht so wichtig ist. Derzeit ist das beste Spielzeug überhaupt, ein Metall Napf. Tiny schmeißt den durch die Gegend und lässt ihn auf dem Boden scheppern und rutschten und hüpft vor Freude dabei im Dreieck :mrgreen-dance: .
    Da weiß ich noch nicht, ob ich das einfach Lustig finden oder besser verbieten sollte.
    Darum darf sie Zuhause damit spielen :D , bevor ich ein halbherziges Verbot versuche einzufordern.
    Am Wochenende waren wir auf einer Eingezäunten Hundewiese, wo andere Hundehalter einen Reise Wasser Napf aufgestellt hatten. Als Tiny sich den zum Rumkaspern schnappen wollte, lies sie es sich anstandslos verbieten.

    Glaube auch beim Thema Sozial Kompetenz können wir immer mehr einen Harken dran machen. Mir fehlt da noch etwas das Vertrauen in Tiny. Aber sie macht das mittlerweile eigentlich sehr gut alles, mit Menschen und Hunden. Hibbelt im Freilauf bei anderen Menschen nicht mehr hoch, lässt sich auch auf Distanz von mir wegschicken. Die Pfoten bleiben auf dem Boden :applaus: .
    Bei grantigen Hunden(auf der Hundewiese war einer mit Maulkorb und kurzer Leine bei seinen Besitzern im Training), bei dem hielt sie einfach Abstand.
    Mit einem gleichaltrigen Windhund war sie total vorsichtig und hat sich ganz viel vor ihm hingelegt und ist vor ihm rumgekullert und die 2 haben öfter Pausen gemacht, lagen zusammen rum und haben Maulrangeln gespielt.
    Das Thema Ausdauer wird seit der Ernährungsumstellung zum Teilbarf immer besser.
    Sie hat problemlos mit dem Windhund mithalten können. Nicht in der Geschwindigkeit, aber von der Ausdauer her stand sie ihm in nichts nach.
    Diese Hundewiese ist total weit am Stadtrand und entsprechend wenig besucht. Das Leinenfreie Benehmen klappt in dem Überschaubaren Umfeld mit wenigen Hunden total gut.
    Am Abruf aus dem Spiel und von anderen Hunden arbeiten wir noch :pfeif: . Tiny hat das wunderbar verinnerlichst, das ein Abruf von anderen Hunden bedeutet, das die Leine dran kommt und das Spiel vorbei ist :roll: . Darum gabs auf der Eingezäunten Wiese jedes mal in meiner nähe immer Lecker Leberwurst Paste.
    Unter der Woche ist die nur leider meistens leer und wir selbst brauchen auch immer fast eine Stunde mit Bussen, bis wir da sind.
    Aber wenn mal andere Hunde auf der Wiese sind, ist das immer super harmonisch.

    Und benehmen können sich die Hunde dort auch immer ganz gut. Selbst Einsame Sonnenblumen überleben dort irgendwie

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    Bin absolut sicher, das Labrador nicht Funktioniert, ohne was in der Schnute drin :klugscheisser: .
    Tiny würde mir die ganze Technik zerknabbern, wenn wir da nicht aufpassen würden. Sie steht total auf Dinge mit LED. Aber auch Zettelchen und Etiketten müssen Abgelutscht werden.
    Toilettenpapier Rollen frisst sie auch. Aber NUR wenn diese an der falschen stelle abgestellt werden. Stehen sie richtig(auch in Hundereichweite, aber offenbar werden sie dort unsichtbar), dann lässt sie die in ruhe :thinking_face:  :person_shrugging: .
    In der Küche wird in Pubertären Phasen gerne mal Experimentiert. Das klären wir derzeit über Erziehung, das die Pfoten unten zu bleiben haben :face_with_rolling_eyes: . Klappt dann immer wieder paar Wochen gut und dann fängt es wieder an.

    Was war bei euch der Auslöser für den Gedanken "ach, das ist dann wohl die Pubertät " :nerd_face:

    Unter anderem daran, das Teeny Tiny manchmal gerne zwischen den Beinen von Rüden, von mir abgeholt werden möchte :face_with_rolling_eyes: .
    Auch bei manchen Ritualisierten Abläufen bei uns, auf die ich Wert lege, da versucht sie es öfter mit Ignoranz. Bleibt einfach stehen und guckt in die Gegend rum. Wenn sie dann merkt, es geht nicht weiter, kommt irgendwann ein Blick in meine Richtung, als würde sie fragen "Geht es wirklich erst weiter, wenn ich jetzt sitze? Ätzend. Dann mach ich es eben :unamused_face: ".
    Spooky Momente gibt es auch manchmal.
    Manches aus der Welpenzeit, ist ab und zu paar Tage wieder da. Aber das Originelle Verhalten verschwindet auch von selbst dann wieder und manchmal vermeide ich dann eben diese Situationen ein paar Tage lang und gut ist wieder. Anstatt das wir an dem arbeiten, was grad nicht läuft, schau ich, das wir an dem arbeiten, was grad gut klappt.
    Dummy Übungen hatten wir zuletzt ne längere Zeit sein gelassen und stattdessen mit einem Dummy ähnlichen Spielzeug nur Quatsch Übungen gemacht, um etwas in Übung zu bleiben, aber eben nichts kaputt zu machen. Sie durfte mit dem Plastik Ding, dann auch Zergeln oder sofort hinterher :pfeif: .

    Aber jetzt hat sie wieder Konzentration dafür und scheint nicht mitten in der Suche zu vergessen, warum sie grad unterwegs war :rolling_on_the_floor_laughing:

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    Erziehung wäre bei uns wohl, wenn Tiny keine Klamotten mehr durch die gegen schleppt, die sie findet. Allerdings versag ich da auch schon beim Kind, bezüglich Klamotten wegräumen. Und da die beiden super als Team zusammen arbeiten. Das Kind verteilt Kleidung und Tiny sammelt sich alles zusammen :face_with_rolling_eyes: .
    Haben wir es über Training gelöst. Wenn ich ein kleines Wäschekörbchen hinstelle, lässt Tiny die Wäsche ins Körbchen fallen und bekommt nen Keks.
    Vielleicht krieg ich meine beiden irgendwann nochmal Erzogen oder Tiny darf sich noch viele Kekse verdienen :rolling_on_the_floor_laughing: .

    Dagegen war für das "bleib" praktisch kaum Erziehung oder Training nötig. Ich hab ihr zwar schon mal beigebracht, an Ort und stelle zu bleiben, wenn ich ihre Leine fallen lassen. Das sie sich dann aber hinlegt und sofort entspannt und sich auch durch nichts aus der Ruhe bringen lässt, war praktisch ein Selbstläufer. Auch in Geschäften macht sie sich sofort lang und ich muss höchstens was sagen, wenn sie sich so lang macht, das andere Menschen nicht mehr an ihr vorbei kommen.
    Wobei es sie auch nicht stört, wenn andere über sie rüber steigen :person_shrugging: .
    Und das ist einfach Charakter und war 0 Erziehung oder Training.

    Mit anderen Hunden wird es dagegen wohl eher auf Training hinaus laufen und hoffen, mit dem Älter werden reguliert es sich noch etwas mehr.
    Wobei ich mir auch vorstellen könnte, das sie bei manchen Rassen, immer Kommandos braucht. Grad wenn sie andere Retriever sieht, geht ihr Herz sehr auf und sie möchte die immer gerne kennen lernen. Vielleicht wird das immer ein "Kein Kontakt oder ein "Ist ok, geh mal hin" brauchen als Management.
    Mal sehen, wie sich das Entwickelt.

    Hach und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie andere Hundebesitzer geschockt unseren Junghund gesehen und gefragt haben, ob Labbis wirklich immer so schlimm sind wie Milow, da sie auch überlegt hatten, sich einen Labbi zu holen. Das ist uns nicht nur einmal passiert. Es ist doch total, wenn wir als Negativbeispiel herhalten dürfen. :ironie2: S

    Ist doch gut, wenn andere Menschen durch Milow, nochmal über ihren Hundewunsch nachdenken.
    Tiny löst die gegenteilige Reaktion aus. Ich werde ganz oft gefragt, was sie gekostet hat und ob ich sie verkaufe. Sie wird auch öfter mal Fotografiert :person_shrugging: .
    Wenn ich dann erkläre, das auch sie Erziehungs Arbeit macht und Artgerechte Beschäftigung braucht, geht das bei den meisten glaube ich, durchs eine Ohr rein und durchs andere Ohr wieder raus.
    Aber Nari137 meine früheren Hunde waren ja auch keine Selbstläufer in der Erziehung. Wenn dein Kind auf der Welt ist, wirst du merken das du durch Milow schon ganz viel lernen durftest, was dir als Mutter auch in vielen Situationen hilft. z.Bsp. Resilienz gegenüber anderen Menschen, wenn dir jeder erzählen möchte, wie du dein Kind zu Erziehen hast.
    Wenn du es schon geschafft hast einen komplizierteren Hund zu Managen, zieht es dir auch nicht so schnell den Boden unter den Füßen weg, wenn es mal mit dem Kind stressiger wird. Vorrausschauend denken und Handeln für ein anderes Lebewesen, da drin hast durch Milow auch schon viel Übung.
    Etc. pp. ...Ich bin sicher du hast durch Milow nicht nur Hunde Wissen dazu gelernt.


    Unser Zukünftiger Zweiter, darf gerne etwas mehr wums haben :grinning_face_with_smiling_eyes: . Derzeit ist das alles noch ok, mit einem einfachen Hund und meine Konzentration liegt bei meinem Kind. Aber irgendwann ist mein Kind vielleicht weniger dabei und ich hab dann nur noch den einfachen Hund, der Wortlos fertig erzogen dann immer alles richtig macht.
    Meine Erst Hündin war im hohen Alter so. Das war mir irgendwann zu Langweilig, als ich auf überhaupt nichts mehr achten musste mit ihr.

    Das Hundebaby würde keine Woche in einem Tierheim sitzen. Die wäre vermutlich innerhalb weniger Tage, vermutlich eher schon nach Stunden bei jemanden, der dem Hundekind ein Artgerechtes Zuhause bietet und sie zu einem tollen Hund Erziehen kann.
    Zu Kindern dürfte das Tier vermutlich am besten nicht mehr(außer zu Hunde Erfahrenen älteren), weil sie da ja jetzt durch euch schon mit Menschen und Kindern so viele Negative Erfahrungen gemacht hat, leider :( .
    Wenn sie bei euch bleibt, macht sie halt weiter immer mehr und mehr Negative Erfahrungen mit Menschen und Kindern. Euer Kind wird bestimmt in absehbarer Zeit gebissen werden, das solltest du dir mit eurem Empathie losen Umgang mit dem Hundekind schon klar machen.

    Verantwortung übernehmen heißt auch, sich Hilfe zu holen, wenn man mit etwas nicht klar kommt. Und auch sich einzugestehen, das ihr Hunde völlig falsch eingeschätzt habt als Haustier und das Hunde für euch als Haustier einfach nichts sind.
    Jetzt hat der Welpe noch alle Möglichkeiten sich toll zu Entwickeln woanders, bei jemand der sich mit Hunden auskennt.