Beiträge von acidsmile

    Es gibt einfach Träume und Wünsche, die zum Albtraum werden, weil das Leben andere Pläne hat.

    :ka:

    Darum bin ich so wahnsinnig Happy mit unserer Tiny.
    Einen Familienhund erziehen zu meinem Sohn mit Schwerbehinderung ist durchaus eine Herausforderung. Wenn Tiny bei uns nicht gepasst hätte, wäre das ganze zu einem Alptraum geworden.
    Aber mit Tiny scherzen wir darüber nur als "Hunde Erziehung mit Hindernissen".

    Da wäre das Thema Stubenreinheit damals. Mein Sohn fand das irre Lustig, wenn Tiny in die Wohnung gemacht hat und hat sie jedes mal dafür gefeiert und bejubelt. Manchmal bekam sie für Wohnungspipi sogar ein Leckerchen :see_no_evil_monkey: .
    Familien mit mehreren Kindern kennen das Thema sicher auch, wenn ein Kind immer das Spielzeug des anderen haben will.... Das gilt für meinen Sohn sogar im Bezug auf das Hundespielzeug.
    Wenn mein Sohn Tiny ihr Spielzeug wegnimmt, schnappt Tiny sich einfach ein anderes und bietet meinem Sohn auch noch ein zweites oder auch drittes Spielzeug an. Sie hofft in ihrer naiven Lieben Labi Art eben, das er mit einem der Spielsachen dann auch mit ihr spielt. Wenn er das nicht tut und die nur auf seinem Schoß hortet, dann legt sie sich einfach hin und lässt es auch gut sein.
    Das nächste geplante Hundespielzeug kaufen wir aber doppelt, weil mein Sohn da auch schon Interesse dran geäußert hat :tropf: .
    Manchmal beschwert sich mein Sohn bei mir "Mama, die Tiny beißt mich" :face_with_rolling_eyes: Dann muss ich ihn wirklich daran Erinnern "Dann nimm doch einfach die Finger aus der Schnute raus. Was soll sie denn machen, wenn DU ihr die Finger zwischen die Zähne schiebst?"
    Bei meinem Sohn ist das quasi unbewusst beim Kuscheln mit Tiny. Autistische Kinder haben das manchmal so, das sie unterschiedliche sensorische Untergründe anfassen müssen. Also eine Hunde Schnauze mit nasser Nase, Tasthaaren, Zähnen etc. wirkt wie magisch anziehend für die Fingerchen.
    Tiny nimmt das total gelassen und nuckelt dann etwas auf den Fingern rum und schlabbert ihn dann einfach ab. Wenn sie keine Lust hat, am Kopf betatscht zu werden, streckt sie sich einfach lang und aufgrund ihrer Größe ist ihre Schnute dann aus der Handreichweite. Oder sie rollt sich auf den Rücken und bietet den Bauch zum kraulen an.
    Als Labi liebt sie es ja sowieso was im Maul zu haben und an was rum zu nuckeln, es scheint sie nicht mal zu stören. Aber verbieten tue ich es trotzdem. Ich kenn ja mein Kind, irgendwann kommt es bei ihm an und er kann sein handeln dann auch bewusster steuern.

    Heute morgen hat mein Sohn sie aus irgendeinem Grund in sein Zimmer gelassen, als ich auf dem Klo war. Er ruft mich zur Hilfe "Mama, Hundeeinbruch. Tiny diebt den Mario(ein Stofftier)." Ich hing ja auf dem Klo grad fest und gab ihm den Tipp "Nimm deine Leckerchen und Tausch den Mario und schick Tiny mit den Leckerchen raus". Als ich die 2 dann im Blick hatte, hatte er Mario schon erfolgreich gerettet und legte gerade eine Leckerchen Fährte aus seinem Zimmer und sagt dabei "Komm Tiny, putt putt putt". Und Tiny steht vor ihm und wartet jedes mal Brav darauf, das er Leckerchen auf den Boden ablegte und folgte der Leckerchen Spur aus dem Kinderzimmer :rolling_on_the_floor_laughing: .

    Tiny ist einfach ein absolut netter Hund.

    Auch das Gefidel bei anderen kriegt sie schon ganz gut hin. Bei einem älteren Nachbarshund, reicht schon ein "Na" aus und schon schnüffelt sie ruhig neben ihr her. Selbst das dazugehörige Herrchen, von der Sorte: "Ja Fein, du hüpfst an mir hoch und knabberst an meiner Hand, dann bekommst du besonders viel Streicheleinheiten und Aufmerksamkeit", lässt sie mittlerweile in ruhe. Bzw. lässt sich kurz hinterm Ohr kraulen und schafft es dann wieder abzudrehen und woanders zu schnüffeln.

    Andere Hunde die Potentielle Spielpartner sind, da ist nach wie vor noch sehr viel gefidel und Aufregung bei. Aber bin sicher, das wird sich auch noch beruhigen mit dem älter werden.

    Weil eigentlich kann Tiny ja Tiefentspannt sein mit anderen. (Wenn sie nicht zu aufgeregt dabei ist)

    2 kleine Welpen haben wir heute morgen getroffen. Mit den beiden war sie total Zucker :smiling_face_with_heart_eyes: . Die große 27Kg Tiny und die 2 kleinen 2-3Kg Flausch Welpis. Einer ist mit den Vorderpfoten bei Tiny an der Schnauze hoch und schnüffelte an ihren Augen und Ohren rum und Tiny hielt ganz still und war ganz vorsichtig.
    Wir haben die 2 auch schon häufiger gesehen. Einer ist mutig und der andere neigt zur Flucht. Umso schöner, das der schüchterne heute auch ganz Neugierig auf meine große war und da eine gute Erfahrung für sich mitnehmen konnte.
    (Bevor meine Pubertierende Frechmaus, aber Lust aufs spielen mit den 2 bekam, sind wir wieder weiter. Impulsivität mit anderen Hunden ist ja noch etwas unser Thema :tropf: . Aber bei den ganz kleinen ist sie meist total Lieb und entspannt, egal wie die drauf sind).

    Abstellen lies sich das Fiepen bei uns auch nie, lediglich kurz unterbrechen. Oder wenn er in der Lautstärke grad zu Laut war, wurde er nach kurzer Unterbrechung dann etwas Leiser. Das Gefiepe gehörte zum Hund und lies sich lediglich durch Anpassung an den Hund regulieren.
    Die große Stellschraube war bei uns die Reizreduzierung auf allen Sinneskanälen des Hundes.

    Möglich, dass deine Hündin auch nie ein Hund für den Hundeplatz wird und es ihr sogar schon zu viel wäre, wenn du sie nur dabei hast, wenn du mit deinen anderen 2 dort arbeitest :person_shrugging: .
    Wie viel sie Nervlich packt, wirst du erst sehen, wenn du alles so Optimiert hast, dass sie täglich gut zur ruhe kommt.
    Und wenn du dann mal den Hund mit auf den Hundeplatz nimmst und sie fiept danach wieder 2 Tage durchgehend, dann wäre zu überlegen ob das Leben bei dir überhaupt das richtige ist?
    Oder ob sie nicht bei Rasse Erfahrenen Menschen, die einen abgelegenen Hof haben und noch ne ruhige Ecke für sie Frei haben, nicht der Idealere Lebensort für einen Hund mit so schlechten Nerven wäre? Ein Ort wo sie irgendwann jeden Stein und jeden Grashalm kennt und zur ruhe kommen kann. Und dann langsam irgendwann an Artgerechter für sie passender Beschäftigung heran geführt wird.

    Würde dir von großen Retrievern abraten. Selbst nur leichte HD, wäre bei deinem Programm ja schon ein großes Unglück. Und Hitzeempfindlichkeit hab ich auch bei Golden schon öfter gelesen. Meine Labi Hündin ist sehr Hitzeempfindlich, mit ihrer ganzen Unterwolle. Und das herz geht den Hunden so richtig am Wasser auf und beim Apportieren. Jeder Hund wandert gerne mit seinem Besitzer, aber die Leidenschaft eines Retrievers liegt schon anders verteilt. Und durch den Will to Please den sie mitbringen, läuft ein Retriever dann auch mit dir bis zum umfallen, ob er Freude daran hat oder auch nicht...


    Du musst dir sehr genau die Rassenkrankheiten angucken, bei deinem Programm. Große Hunde, mit Möglichkeit auf Gelenkkrankheiten, lieber nicht.
    Rechne dir auch mal den Futter Bedarf aus, den Hunde in Unterschiedlichen Gewichts Klassen so haben. Kalkuliere einfach mal ca. 4% des Körpergewichtes des Hundes ein, was du so als Futter mitschleppen musst.
    Wenn du keine Wasserstellen findest, musst du auch Wasser für den Hund mitschleppen.

    Meine Erst Hündin war ein Spitz-Labi Mix, sah dann aus wie ein Spitz mit kurzem Fell. Wanderungen fand die super, aber am Rad herrennen war nicht ihr Ding gewesen. Das Gewicht von ca.17Kg war auch super, um mal kurze Strecken über Hindernisse getragen zu werden und die Futter Menge unterwegs war auch noch Überschaubar.

    Große Hunde, die gute Gelenke haben, können bei Wanderungen auch selbst einen Teil ihres Futters tragen. Nur sollte der Hund in Not geraten, kriegst du den alleine nicht gerettet.
    (In manchen Versicherungen sind Rettungs Maßnahmen aber auch mit abgedeckt. Von daher kannst du schon über größere robuste Rassen, wie Huskys nachdenken. Gute Versicherungen wirst du bei deinem Programm sowieso brauchen.)

    Verhaltenstierarzt war auch schon mein Gedanke. Hat mein Vereinstrainer schon vorgeschlagen, werde ich wohl einen Termin ausmachen. Vielleicht ist es ja ein nervöser Tick oder eine Macke und es gibt gar keinen richtigen Grund für die Jammerei? Wäre das möglich?

    Möglich, aber das macht es trotzdem nicht besser :see_no_evil_monkey: .

    Mein früherer TS Rüde, der bis ins Senior Alter vermutlich ein reines Zwinger Leben führte, hatte einen Deprivationsschaden und brachte als auffälligste Verhaltensstörung ein andauerndes sich im Kreis drehen, mit Fiepen mit. Aber auch wenn er lag, fiepte der als sein Persönliches Betriebsgeräusch so vor sich hin...
    Hatte auch mit Allergien zu Kämpfen und das wirkte bei dem auch aufs Gemüt.

    Geholfen hatte am meisten, mal Tagebuch zu schreiben, wie es am besten mit dem klappte. Kam da ca. auf einen Rhythmus 1Tag Übungen und 1 Tag ruhen. Wenn wir besondere Ausflüge gemacht hatten, wo etwas mehr los war, dann 2 Tage ruhen.
    Für den Hund war es anstrengender 10 Minuten durch ein Wohngebiet laufen zu müssen, wie 1-2std. auf einer nahegelegene Wiese mit mir zu verbringen. Entsprechend musste ich sowas immer mit im Blick haben.
    Weil so Kleinigkeiten machten dann oft den Unterschied, ob er Zuhause gut zur ruhe kam oder vor sich hin fiepte... .
    Und Rituale halfen. Ritualisiert legte er sich nach dem Gassi gehen Schlafen(ohne fiepen). Wenn dann aber irgendwas das Ritual störte, ich Bsp. nach dem Gassi einen Anruf bekam und irgendwas im Ablauf gestört war, dann war der Hund wie eine gesprungene Schallplatte wieder im Fiep Modus. Und dann half, für den Hund die Zeit zurück drehen. Also Trick 17, kurz mit dem Hund vor die Tür und das reingehen nochmal, exakt nach Ritual ablaufen zu lassen. Und dann war er wieder in seiner Spur und konnte Ritualisiert schlafen...

    Das Bellen und Lärmen, hatte ich dem auch auf Kommando beigebracht. Weil schlimmer machen, konnte man da eh nichts mehr :person_shrugging: . Und dann durfte der sich öfter draußen so richtig Ausbellen. Aber wir haben nebenbei auch ein "Klappe Halten" Signal aufgebaut. Damit lies sich dann auch Zuhause das Fiepen mal mit unterbrechen.
    Aber weil das Fiepen was Psychisches war und das oft unbewusst lief, war das unterbrechen können nicht die Allround Lösung.

    Ein Vorhersehbarer Tages Rhythmus und beruhigende Rituale halfen am meisten. Immer wenn was neues für den Hund mal war, dann wieder 2Tage ruhen lassen.
    Artgerechte Auslastung für den Kopf brauchte der aber auch.
    Wiederholungen taten dem gut. Und über Wiederholungen konnte man den dann auch oft aus seinem gefiepe rausholen und Ritualisiert in seine Ruhezeit bringen.
    Der Hund war einfach super schnell überreizt. Bei ihm war es viel aufgrund von Gerüchen. Nasenarbeit half dem, sich besser Konzentrieren zu können und vielleicht auch Gerüche mal gezielt ausblenden zu können :person_shrugging: . Tat dem jedenfalls immer gut, mit der Nase zu arbeiten.

    Als der sich richtig mit unserem Tagesrhythmus eingelebt hatte und wir unsere Routinen und Rituale gefunden hatten, war das gefiepe auch richtig gut im Griff. Das kam dann nur noch vor, wenn wir mal einen außergewöhnliches Tagesauflug hatten.
    Als der im höheren Alter jedoch Senil wurde, kam dann alles wieder zurück bei ihm, inklusive dem drehen... :frowning_face:.


    Rückblickend hätte eine Langzeit Medikation aber bestimmt alles vereinfacht. Anfangs wird dir ein Tierarzt bestimmt eher zu natürlichen Mitteln raten. Aber das Gefiepe zerrt irgendwann schon an den Nerven und es gibt auch Tierärzte die sich mit Antidepressiva Bsp. in der Anwendung bei Hunden auskennen.
    Deine Hündin ist ja auch noch sehr Jung. Wer weiß welche Entwicklungsschritte sie noch schafft.

    Mein früherer TS Rüde wäre mit Kindern auch ein Alptraum gewesen :see_no_evil_monkey: . Einen Maulkorb hatte der im Öffentlichen Raum auch immer an. Irgendwann sind die Hunde dran gewöhnt und dann stört sie der Maulkorb gar nicht mehr.

    Cerberus2021 Du kannst die Trainingsmethode ja jederzeit ändern, wenn du merkst das ganze wird schlimmer. Es ist wirklich Möglich, wenn dein Hund merkt, "Mein Mensch hat hier keine Probleme und geht vor und macht das hier und kümmert sich", das dein Hund dir irgendwann überall hin folgen wird.
    Meine Erst Hündin(Spitz-Labi mix) war auch Unsicher ihre ersten Jahre. Die musste eben auch manchmal ohne Mitleid wo durch und mir einfach nach. Wenn sie vor was Angst hatte bin ich direkt drauf zu, habs angefasst, drum rum gelaufen, gezeigt ist nichts besonderes. Fertig. Und aus meinem Schutz heraus, konnte sie dann irgendwann auch taff auf die Welt zugehen und wurde ne ganz souveräne Erwachsene tolle Hündin. Mein Seelenhund :smiling_face_with_hearts: .

    Mit Tiny hab ich dagegen mal einen sehr einfachen Hund :grinning_face_with_smiling_eyes: :hugging_face: . Ist auch mal was schönes. Derzeit läuft alles Top. Gestern war es morgens etwas verregnet und sie hatte bei dem Wetter richtig viel Lust zu Arbeiten und Quatsch zu machen und Flitzte verspielt herum. Heute und Morgen ist wieder über 30 Grad angesagt :hot_face: . Da schmelzen wir dann nur auf einer Wiese im Schatten hinterm Haus. Mit meinem Sohn geht sie gemeinsam die Welt entdecken. Mit ihm ist sie eine sehr sanfte kuschelige Riesin :smiling_face_with_hearts: .

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    Fühl dich gedrückt. Wenn das Geschirr oder Halsband anziehen so schwierig ist, lass es doch einfach am Hund?
    Hatte durch mein Kind anfangs auch recht viel zu Managen. Die erste Zeit blieb ein Geschirr und daran ein kleiner Kurzführer am Welpen.
    Zudem hab ich das ganze Programm an Hilfsmitteln bestellt, Welpengitter, Türgitter und Box. Und das Welpengitter war dann für solche Momente, wo unsere Hündin ruhe brauchte wirklich Perfekt. Dort hatte sie eine Decke, Wassernapf, Knochen und Spielzeug.
    Da drin konnte sie richtig gut lernen bei uns zur Ruhe zu kommen und mein Kind und unsere Wohnungseinrichtung waren auch geschützt.

    Unsere Teppiche hatte ich anfangs zusammengerollt in der Abstellkammer. Kannst du deine Teppiche wegräumen?
    Die Mühe das dem kleinen Schnappi beizubringen lohnt fast nicht, weil das meist zu den Welpendingen gehört, die sich einfach verwachsen. Und selbst wenn nicht, in ein paar Wochen weiß dein Schnappi auch was "Nein" heißt. Dann wird daraus gar nicht so ein anstrengendes Thema.

    Was hast du eigentlich so für Spielzeug? Vielleicht mag dein Welpe ja Fransige Sachen haben. Hast du solche Taue? oder ein Stofftier mit was Fransigem? Vielleicht schafft das schon etwas Abhilfe beim Teppich Thema.

    Auch beim Geschirr anziehen, würde ich wohl einfach dem kleinen Beißer ein Spielzeug in die Schnute stopfen und fix den Kopf durchs Geschirr stecken. Und dann einfach das Geschirr mal paar Tage dran lassen.

    Früher wurde bei den Anleitungen fürs Schleppleinen Training noch empfohlen: "Wenn der Hund soweit ist, dass die Schleppleine nur noch hinter her Schleift, die Schleppleine Stück für Stück zu Kürzen." :person_shrugging:
    Aber das kann ich mir nur als Sinnvollen Tipp Vorstellen, wenn der Hund wirklich 100% dann auch tatsächlich hört, wenn die Schleppleine Schleift. Mein früherer Jäger hat die Schlepp ein Leben lang gebraucht und kam nie weiter wie, dass sie ab und zu Schleifen durfte.

    Wir versuchen den Rückruf im Alltag in allen Möglichen Situationen zu Üben.

    Wenn wir mit der Schleppleine mal durch Wohnviertel laufen und ein anderer Hundehalter läuft vor uns her. Dann versuch ich den Abstand zu finden, wo meine nicht wie ein Ochse zieht, sondern noch entspannt hinter dem anderen Hund ohne Kontakt, herlaufen kann, so mit 3-5m langer Leine. Da ruf ich dann ab und zu ab. Immer mit soviel Abstand, das kein Zug auf die Schleppleine kommt und die Ansprechbarkeit noch da ist. Wenn doch Zug auf die Leine kommt, bleib ich stehen (der andere Hunde Halter läuft derweil ja weiter und der Abstand vergrößert sich), dann ruf ich sie wieder zu mir ran(Da sich der Abstand zum anderen vergrößert hat, klappt das dann auch immer).

    Oder auch beim Dummy spielen. Ich setz sie ab und werfe vor ihren Augen links einen Dummy und rechts einen Dummy hin. Dann geh ich weiter weg und entweder schick ich sie einen Dummy holen, oder Ruf sie auch ab. Der Abruf in der Situation hat einige Wiederholungen gebraucht, bis es klappte mit dem Reiz.

    Mein Sohn macht immer gerne Wettrennen. Also Hund absetzen, ich geh auf Abstand und Ruf dann wenn mein Sohn startet. Es ist eine reine Quatsch Übung, aber auch das ist eine kleine Übung. (Wenn das Bleib Signal jedoch noch im Aufbau ist und der Hund das öfter zu früh selbstständig auflöst, sollte man den Hund nicht aus einem Sitz auf Distanz in der Form abrufen).

    Gestern gab es was neues in den Napf, frischer Pansen und Blättermagen. Ich hab einfach mal versucht ob ein Abruf vom Napf klappt(Kann man ja vielleicht mal gebrauchen, den Abruf von so einem verführerischen Fresschen, wenn draußen ein leckerer Giftköder liegt. Hat vermutlich nur geklappt, weil sie mit weniger guten Fressen und damit weniger starkem Reiz, schon die Erfahrung gemacht hat, dass wenn ich sie beim Fressen störe noch was zusätzliches in den Napf packe, was ich vergessen hatte rein zu tun).

    Tiny hat ja auch bald ihre 30 KG. Mit Geschirr kann ich sie in jeder Situation gut halten, indem ich bei ihr Notfalls den Rückensteg vom Geschirr festhalte. Ich krieg sie damit auch in genau die Richtung gedreht, wo ich hin möchte.
    Also wenn ich einen Frontalen Hundekontakt vermeiden will und Tiny Fixiert, dann Greif ich ins Geschirr und lauf so in Tiny rein, wie ich sie gedreht brauche um das Fixieren zu unterbrechen und den Abstand zu vergrößern. Durch das festhalten am Geschirr, kann sie sich nicht vor mich schieben oder vor meine Füße laufen, sondern bleibt auf Bein höhe und ich bleibe zwischen ihr und dem anderen Hund. Und ich hab noch eine Hand frei und könnte einen anderen Hund noch abwehren oder zusätzlich festhalten.
    Bei 2 auf uns zulaufenden spielenden Hunden, hätte ich Tiny zwischen meine Beine geklemmt, das sitzen belohnt und eben gut am Geschirr festgehalten, bis Ruhe und Entspannung im Hund ist. (Spielende Hunde Rangieren in der Reizskala bei uns irgendwo zwischen 8-10). Wobei 2 spielenden Hunde, direkt um uns rum wären eher bei Lvl 15 auf einer Reizskala von 1-10 :winking_face_with_tongue: . Absolute Königs Disziplin.

    Aus einem anderen Thread für schwer zu Belohnende Hunde, hab ich auch einige Tipps behalten, wie man Belohnungen nochmal variieren kann. Labradore sind verfressen. Aber vielleicht macht man es sich damit auch zu einfach, immer (zu)viel über Futter zu Belohnen?
    Ich nehme derzeit gerne immer 1 Spielzeug von Zuhause mit, welches wir normal nie mit raus haben und versuch damit Abwechslung in die Belohnung zu bringen. Statt Leckerchen, wird ein Spiel mit dem Spielzeug gestartet.
    Aber es gibt auch Bälle, in die man Leckerchen rein packen kann. Gummi Bälle, mit so Zacken, wo man Futter reinstopfen kann.
    Oder so einen lustigen Stoff "Kong Ballistic Hide 'n Treat" Ball mit Klettverschluss. Da muss der Hund seine Belohnung selbst auspacken :grinning_face_with_smiling_eyes: .
    Futter Tuben, mit Leberwurst, Käse etc. haben wir auch immer dabei, als Super Belohnung.


    Glaube aber auch, dass du erst mal euren Weg finden musst, deinen Hund umgelenkt zu kriegen. In welcher Intensität sich Baku da Gedanklich weg beamt, sollte sich ein Hundetrainer mal Live anschauen und dir passende Strategien zeigen.
    (Labradore haben zwar Will to Please. Aber sie haben auch ein Robustes Wesen und ich finde sie beim Abbruch nicht so leicht zu beeindrucken und ein sich weg Fidelnder Labi Junghund der sich angewöhnt hat dir die Mittelkralle zu zeigen, da musst du erst mal durch kommen).

    PS. aus dem Blickwinkel, das Baku lediglich Fidelt. Er sieht von weitem ein Problem auf euch zukommen. Er sieht da keinen Potentiellen Spielpartner, denn es ist ja erst mal ein Fremder Hund. Baku legt sich auf die Lauer, denn er muss jetzt gleich Regeln. Baku tut das, was Labis eben dann tun. Er sorgt dafür, dass kein Konflikt mit dem anderen Hund entsteht, indem er los Flirtet und los spielt was das Zeug hält. Da dies bisher seine Strategie war, weiß er, du stehst nur daneben wie ein Statist und auf ihn kommt es jetzt an, die Situation zu klären.
    (Labradore sind durchaus Kontaktfreudig und spielen gerne. Aber ob das mit Fremdhunden immer "spiel" ist, darf man ruhig skeptisch betrachten).

    Für das bessere Management, zwischen Kind und Hund hatte ich als Hilfsmittel, eine Box, Welpengitter und Türgitter besorgt. Die Box war nach 2 Wochen überflüssig. Welpengitter und Türgitter nutzen wir sehr wohl noch. (Das Welpengitter steht schützend vor einem offenen Regal. Die Junghündin braucht nicht durch Zufall rausfinden, das sie da Gesellschaftsspiele aus dem Regal ziehen könnte und damit plötzlich eine Menge lustigen bunten Knabber Spaß hätte :winking_face: ).

    Die Boxen sind einfach zu klein und Hunde lassen sich Erziehen. Manches braucht vielleicht etwas Zeit, wenn sie halt noch Jung sind. Aber deswegen braucht man den Hund doch nicht gleich in eine kleine Box sperren. Hätten wir das Welpengitter nicht, für unser offenes Regal, dann hätte ich das Regal ja auch einfach in den unteren Fächern leer Räumen können, bis das Junghunde Tier aus der Quatschkopf Phase rausgewachsen ist.

    Die Türgitter schätzen wir auch sehr. Das Kinderzimmer ist für unsere Junghündin Tabu und meinem Kind ist es wichtig, das die Zimmer Türe immer auf ist.
    Ein Hund muss auch nicht überall rein. Manchen Hunden tut es auch ganz gut, für Ruhephasen Räumlich begrenzt zu sein und eben gerade nicht ständig bei seinen Menschen am Rockzipfel zu hängen.

    Eine Stoffbox haben wir auch noch. Aber das Stoffding würde keine Sekunde zur Verwahrung halten. Ist aber eine nette Höhle, wo die Junghündin auch manchmal gerne drin liegt.

    Für Transporte im Auto, finde ich Boxen auch Sinnvoll und für die Hunde ist das alles angenehmer, wenn sie Boxen Positiv kennen gelernt haben.

    Den Hund mit geschlossener Box über Stunden, ich nenn es mal "aufzubewahren". Das wäre absolut nicht meins. Meine Hündin wandert Nachts gerne mal rum und liegt, besonders jetzt bei der Hitze immer da, wo es grad für sie am angenehmsten ist. Sie hat auch extra 2 Wasser Näpfe, an die sie natürlich immer dran darf und gerade bei den Temperaturen ja auch ran muss.