Beiträge von sinaline

    Zitat

    Komisch das hier so viele anscheinend eine negative Meinung zu großen Hunden haben. Kann ich in meinem Umfeld nicht feststellen. Ich habe einen Dogo Argentino mit 45KG, und einen Staff ca.26Kg. Der Staff wäre dann nach eurer Einschätzung ein kleiner Hund. Keiner meiner Nachbarn (ich wohne in der Stadt) hat Angst vor ihnen. Alle bleiben gerne stehen und streicheln die Beiden. Sie haben ihren Wesenstest im Bravour bestanden. Bei den Sommerfesten unserer Hausgemeinschaft wird sogar gefragt ob die beiden auch dabei sind und sollte es mal nicht klappen ist man enttäuscht. Im Haus leben mehrere Kinder und die Spielen unter Aufsicht von uns auch mit den Hunden im Garten.
    Sie haben mich alle nach meiner Meinung zu dem Vorfall gefragt und waren selbst der Meinung es müsse doch wohl an den Haltern liegen.

    Ich glaube auch nicht das die Luft dünner wird für die Großhundehalter den der Mensch ist ja eh vergesslich und nächsten Monat haben 90% den Vorfall schon längst vergessen, wäre es anders wäre die gesamte Hundehaltung nur noch Rettungsdiensten, Polizei, Zoll und Bundeswehr erlaubt.

    Ich weiß jetzt wirklich nicht, wer hier eine negative Meinung gegenüber großen Hunden hat.
    Fakt ist, wie Du schon geschrieben hast, liegt es am Halter...
    fakt ist auch das kein Halter Vollkommen ist oder als "Hundeführer" geboren wurde... es gibt sicherlich Ausnahmen, aber ich geb zu das ich erstmal lernen mußte mit einem großen Hund umzugehen.
    ...und SOLANGE, ja ,kann es zu gewissen Zwischenfällen kommen, die zb in einer Leinenagression ausartet oder das ein junger ungestümer Hund ungewollt Kindern im Spiel weh tun kann.(nein, das war zum Glück bei uns nicht der Fall)

    Zitat

    @ sinaline

    und genau da ist es wieder - der eigene Zwiespalt - ich finde es vollkommen recht von Dir, dass Du sagst , mein erster eigener Hund soll erstmal ein kleiner sein.

    Ne Du, das hat @ lotuselise geschrieben ;) ...aber egal ich finde schon das auch die Größe eines Hundes sehr wohl für einen Anfänger ausschlaggebend sein kann...denn zb. auch ein junger ungestümer Golden Retriever der in diesem Alter erziehungstechnisch noch nicht "ausgereift" ist kann in dieser Hinsicht eine Gefahr sein.

    Ich habe mir vor 16 Jahren einen Hund aus dem TH geholt, der Mix war - Neufundländer - Labrador - leider krank, was man mir verschwieg. Es war Liebe auf den ersten Blick - wir haben viele schwierige Situationen meistern müssen - er war auf mich geeicht, mit mir war alles kein Problem, aber ich mußte ihn ein 3/4 Jahr später einschläfern, weil er zur Gefahr für die UMwelt geworden ist ( vorallem für meine Kinder)- ich habe mich immer wieder gefragt, ob ich Fehler gemacht habe, ich habe auch versucht Hilfe von Huschu und Trainern zu bekommen, aber es gab damals keine Hilfe für ihn, weil es hieß ein so großer Hund auser Kontrolle nicht machbar. Ich habe alles versucht - ich denke heute noch viel an ihn - meine anderen Hunde die ihm folgten waren auch nicht wirklich klein, aber sie waren alle ungefährlich für die Umwelt. Ich konnte sie alle händeln.
    Ich stimme Dir zu...bei Hunden mit unbekannter Herkunft und/oder Erziehung ist nicht immer alles nur Erziehungssache.

    Ein 25 kg Hund kann im Überraschungsmoment genauso einen zu Fall bringen.

    ...das ist mir eben mit meiner 25 kg Hündin vor genau einem Jahr passiert, damals hatte ich die Leinenagressivität nicht im Griff.

    Ok...ich bin nur 1, 58 m groß und 48 kg schwer aber selbst meinen Mann hat sie in einem Überraschungsmoment hinter sich her geschliffen und der ist 1,72 m und circa 65 kg schwer.

    Zitat

    Und meiner Meinung nach liegt da der Denkfehler: Einen großen Hund, der es völlig ernst meint, den kannst Du nicht körperlich händeln.

    Gerade gestern habe ich einen Herrn getroffen, dessen mittelgroßer Labi-Mix ernsthaft einen anderen Rüden angegriffen hat um den umzulegen. Der Mann flog richtig hinter dem Hund her, es gab eine sehr böse Rauferei, der Mann hatte Schürfwunden vom Asphalt und beide Hundehalter tiefe Verletzungen, als sie versucht haben die Hunde zu trennen. Der Gegner des Hundes wurde sehr schwer verletzt.
    Einen wütenden großen Hund, der plötzlich loslegt, zu halten ist unmöglich. Ein Eingreifen in ein Kampfgetümmel kann sehr schwere Verletzungen nach sich ziehen.
    Sowas darf man nicht mit einem Leinenpöbeln oder einem Kommentkampf verwechseln.

    Aua :| ...das muß wehgetan haben.
    Sicherlich hast Du Recht...vielleicht ist das immer noch der Grund ,warum ich ohne Halti am Hund (bei dem von mir genannten Problem meines letzten Beitrages) nicht in die Stadt gehe.
    Wie gesagt, ich kann mich diesbezüglich nicht frei von Fehlern sprechen.

    Zitat

    Osiris


    Leute wie Murmel oder Kram, vor denen hab ich Respekt. So weit bin ich aber noch lange nicht.

    Aber wer gibt sowas schon zu??


    Ich...denn ich gehe zb. nicht ohne Halti mit meinem Hund in die Stadt, da meine Hündin zwar niemanden angreift, keine Radfahrer jagd ect ABER Leinenagressiv ist.
    Das habe ich zwar unter Kontrolle aber aus früheren Situationen heraus immer noch "Kopflastig "bin, da bin ich auch noch nicht soweit.

    außerhalb der Innenstadt und in unseren Gassibereich hab ich dieses "Denkproblem" bei mir beseitigen können...aber noch bin ich nicht soweit, das ich in der Stadt selber ohne Belastung gehen kann...

    Stimmt vollkommen

    Hm...im Prinzip kann ich sogar die Vorurteile mancher Menschen gegenüber großen Hunden verstehen.
    Vor vielen Jahren war ich selbst der Meinung, das ein großer Hund nicht in die Stadt gehört...und hab mir auch gedacht, das eine Familie mit Kleinkindern sich nicht einen großen Hund anschaffen sollte.

    Nun ich besitze keinen übergroßen Hund (62 cm hoch)...aber mein früheres Ich müßte eigentlich mit meinem jetzigen Ich meckern.

    ...und ja irgendwie hat mein früheres Ich schon recht...es ist(freudige) Arbeit einen jungen ungestümen temperamentvollen Hund zu erziehen und wenn man es nicht (richtig) tut, kann solch ein Hund auch ungewollt zur Gefahr werden.

    Ich kenne allerdings auch Leute mit sagen wir mittelgroßen Hund(cica 40cm), der nicht erzogen in der Stadt reihenweise den Leuten die Hosen oder Pullover zerbissen hat...die angegriffenen Menschen haben noch nicht mal eine Anzeige gestartet. :schockiert:...sie haben den "Kleinen" wohl nicht ganz ernst genommen
    Bei einem großen Hund wäre das ganz anders ausgegangen...

    Allerdings kenne ich keinen großen Hund, der jemals soetwas gemacht hat.

    Ob man in der Lage sein SOLLTE einen großen Hund körperlich kontrollieren zu können...darüber bin ich mir nicht ganz sicher.

    Es kommt ganz sicher auf den Charakter und bisherigen Erfahrungen des betreffenden Hundes an...

    Einen Hund, den man von klein auf selber erzieht und sich genügend darüber informiert hat...da denke ich nicht das man großartig körperlich werden muß.

    ABER man macht auch Fehler (zb. als Anfänger) und dann gibt es sicher Situationen, die ausarten können (muß nicht mal ein Angriff auf Menschen sein).
    Also ich bin zweigeteilter Meinung...ich denke im Ernstfall sollte man den Hund schon körperlich händigen können.

    Die 76 ige Oma des kleinen Jungen sah mir allerdings körperlich nicht gerade fit aus.
    Das OA redet sich ein bischen heraus, indem sie sagen, das sie der Meinung waren, das die Dame die Hunde unter Kontrolle hatte...und das sie die Hunde sogar weggesperrt hat, als sie zur Kontrolle kamen.
    Ich weiß wirklich nicht, was das OA "unter Kontrolle" versteht...

    Hier gehts ja nicht um Altersdiskriminierung.
    Und um es klar zu sagen, ich wurde auch schon von dem Hund meiner Freundin (Rotweiler-labi-Schäferhundmix) im Affentempo aus der Bahn geworfen.
    Aber ein dreijähriges Kind hat selbst auch ein Gewicht von10 oder 15 Kilo (?) ...da hab ich kräftemäßig als ältere Dame im besagten Alter überhaupt nichts entgegenzuwirken.

    Zitat

    Und genau das bezweifel ich! Ich bin mir ziemlich sicher, dass kein Mensch so schnell reagieren kann wie ein Tier.

    Der genaue Hergang ist, meines Wissens bisher nicht bestätigt, aber selbst wenn es so gewesen sein sollte, Grundstück wird betreten, Rottweiler stürzt sich auf das Kind und reisst es weg, bleibe ich bei meiner Meinung, dass auch Dir das Kind weggerissen worden wäre.

    Aus meiner Sicht war es ein tragischer Unfall.


    Ich gebe Dir insofern Recht, wenn der Hund zb. im Affentempo angebraust wäre und mich hätte umreißen können, aber das war hier nicht der Fall...ein Mensch in diesem Alter hat weniger Gleichgewichtsinn und kann indes nicht so schnell seine Kräfte mobilisieren(Reflexe sind minderer)...

    Jetzt mal im Ernst...wenn ich als 1,58 m große Person mit einem kleinen Kind einen Raum betrete und ein großer Hund stürzt sich auf das Kind, so hätte ich dennoch genug Kraft (auch in einem Überaschungsmoment) um das Kind festzhalten, WEIL ich als jüngere Person noch schneller reagieren kann...das Kind wurde aus den Armen der Oma gerissen, das man indem Alter nicht ganz so schnell und kräftig reagiert ist doch klar.