Beiträge von Brazzi

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    Es ist ein Vorurteil, dass ein Shar-Pei die Falten gepudert und gewaschen bekommen muss! Ausgeprägte Falten bedürfen aber einer ständigen Kontrolle."

    Ja, aber geht es nicht genau darum, dass es immer noch reichlich Shar Peis gibt (zumindest überwiegen die auf Bildern im Netz und bezügliche meiner eigenen Erfahrungen), die eben genau diese ausgeprägten Falten haben?
    Ich persönlich bezweifele nicht, das bei wenigen Falten keinerlei oder wenig Problem auftreten. Zumindest eben nicht dort, wo sie lose Fallen und nicht durch künstlich aufgeschwemmtes Hautgewebe (z.B. an den besonders fleischigen Stellen am Kopf) dicht aneinander gepresst werden.
    Aber es gibt ja nun mal noch genug Shar Peis, die zu viele Falten am Körper haben. Und die haben auch nichts davon, dass sie Verwandte haben, die eben kein Problem mit Ekzemen etc. haben.

    Es ist natürlich schwer gegen die "fachliche" :roll: Meinung einer Züchterin zu argumentieren....
    Ich persönlich würde vor allem darauf hinweisen, dass ein Aussie durchaus ziemlich stark ausgeprägten Schutz-, und Territorialtrieb haben kann. Dazu noch die Tendenz in konkreten Konfliktsituationen gern selber zu entscheiden... kann, bei unsachgemäßer Führen ein Problem ergeben, den Hund alltagstauglich zu machen.
    Ich finde, dass das Rassebuch "Unser Hund - der Australian Shepherd" von Inga Paff relativ gut, und vor allem auch für den Anfänger verständlich, Vorzüge und Schwierigkeiten der Rasse beschreibt ebenso deren Ursprung, und dabei nichts übertrieben beschönigt.
    Vielleicht legt du ihr die Lektüre dieses Buches mal ans Herz? :smile:

    Ansonten schließe ich mich Chocoaussie an - am besten noch andere, vernünftige Züchter besuchen und beraten lassen.

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    nach meinung manch experten hier schon.
    und wenn die anderen, normalen, hunde probleme haben...dann liegts nur an den vielen komisch aussehenden hunden.

    Das wiederum hat keiner gesagt. Nur, dass es auch eine Rolle spielt.
    Irgendwie hab ich das Gefühl, dass mir hier ab und an das Wort im Mund umgedreht wird....

    Aber tromba, bei diesem Thema kommen wir, glaub ich, nicht mehr zusammen.
    Du hast deine Meinung, ich meine.
    Und ich vermute, ich kann dich genauso wenig überzeugen, wie du mich.

    Was ich immer schade und auch bedenklich finde, ist, wenn besonders Liebhaber einer Rasse mit teils massiven Einschränkungen (nicht nur im kommunikativen Breich) nicht zu den "Fehlern" ihrer Rasse stehen konnen, sonder diese teilweise sogar noch als eine Art Vorzug da stellt.
    Eine (für mich und viele andere) offensichtliche Behinderung herunter zu spielen oder gar als Vorteil darzustellen... ich weiß nicht, das finde ich ziemlich bedenklich. Denn wegen solcher Einstellungen gibt es Qualzuchten (egal, welche Rasse man nun genau als diese definieren will) überhaupt...
    Das es auch anders geht zeigen ja z.B. Panama und Lakasha. Sie sprechen sich ganz klar für die Rasse aus und sind offen Liebhaber, wissen aber um die Fehler, bemängeln sie selber und spielen sie nicht herunter.
    Ich finde gerade, wer eine Rasse liebt und deren Fortbestand, Gesundheit und eventuell Verbesserung interessiert ist, sollte so reflektiert und fair sein, wie es die beiden sind und nicht jede Kritik an "seiner" Rasse bzw. an dem Verhalten der/einiger/vieler (?) ihrer Züchter sofort persönlich auf sich und seine eigenen Hunde beziehen.

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    Ihr postet meinen Thread wo kolja probleme in der welpen gruppe hattet und stellt es so hin das die hunde untereinander probleme hatten?

    Sorry, aber ich zitier mal was du da im ersten Post schreibst:

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    ...Hinzu kommt ja dann auch noch das der Shar pei ja auf grund von Körperhaltung (rute ect) und gesichtsausdruck auf andere hunde immer Bedrohlich wirkt...


    Das die anderen von dir beschriebenen Gründe erschwerend hinzu kommen, keine Frage.

    Panama:
    Vielen Dank für diesen sachlichen, reflektierten und vor allem informativen Beitrag! :gut:
    Das es zeitweilig einen so dünnen Pei-Bestand gab, war mir z.B. nicht bewusst.

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    du hast nach dem sinn der falten gefragt, da kann man bei jeder anderen rasse auch fragen welchen sinn lange ohren, dichtes fell oder kurze beine heute noch haben.

    Eben. Deswegen habe ich ja auch bewusst heute noch arbeitende Rassen als Gegenbeispiel ausgewählt. Denn bei denen hat für mich die Übertreibung der Merkmale durchaus noch Berechtigung.
    Das es auch bei heute noch ursprünglich arbeitenden Rassen inzwischen Züchter gibt, die versuchen diese Rassen krampfhaft für den Hobbyhalter mit dem Bedürfnis nach Außergewöhnlichem "brauchbar" zu züchten, steht auf einem anderen Blatt und wäre durchaus diskussionswürdig.
    Aber eine generelle Diskussion darüber wäre hier wohl Fehl am Platz.

    Ich schließe mich lucanouk übrigens in ihrer Auffassung an, dass durch eine "Verstarrung" und Vergröberung der Kommunikation definitiv keine Verbesserung der selben auftreten kann.
    Die Kommunikationsprobleme werden ja von den Shar Pei-Haltern sogar selber beschrieben (sorry, Debbi, dass das nun ein Beispiel von deinen beiden ist. Richtet sich wirklich nicht gegen dich. So viele Pei-Halter gibt es im Forum nicht, dass man da nicht zwangsweise immer wieder über die selben stolpert ;) ):

    https://www.dogforum.de/kolja-der-klei…er-t153644.html

    Und Argumente in die Richtung, dass ja der andere Hund "Schuld" sei, wenn er nicht gelernt hätte mit diesen "kommunikativ speziellen" Rassen umzugehen, lasse ich nicht gelten. Nicht jeder hat das Glück Peis in der Welpengruppe zu haben.