Mit Einzimmerwohnung und schlechtem Schlaf fallen eigentlich alle Nager raus, würde ich sagen.
Ich hatte als Student Hamster und Rennmäuse in meinem WG-Zimmer und bin immer wieder verzweifelt, weil sie nachts so unglaublich laut waren.
Und bei den Rennmäusen kam es immer wieder zu heftigen Streitereien und die Vergesellschaftungen nach dem Tod eines Tieres (leider wurden sie meist nicht alt) waren sehr nervenaufreibend.
Einmal hat eine die andere totgebissen als ich für ein Wochenende weg war und nur meine Vermieterin zum füttern kam. Das hat mich so fertig gemacht, dass ich nie wieder welche haben möchte.
Dann lieber einen Hamster, der ist wenigstens nur laut und mal 2 Tage alleine lassen ist kein Problem.
Platz für ein richtig großes Gehege sollte aber da sein.
Farbmäuse habe ich als sehr nette Gesellen kennengelernt. Man kann ihnen tolle Beschäftigungsmöglichkeiten bauen und in so großen Gruppen halten, dass beim Tod eines Tieres nicht gleich eine neue Vergesellschaftung ansteht.
Allerdings neigen sie auch oft zu Tumoren und anderen Krankheiten und werden nicht besonders alt.
Katzen finde ich in einer 1-Zimmer-Wohnung mit viel Abwesenheit wirklich nicht artgerecht zu halten und die Kosten können eben ähnlich hoch sein wie beim Hund.
Bei Terrarien würde ich wegen den hohen Energiepreisen wirklich schauen, welches Tier wenig Technik braucht. Da kenne ich mich gar nicht aus.
Wenn es wirklich nur um "Hauptsache was zu versorgen" geht. Ist ein kleines Aquarium mit Garnelen vielleicht ganz nett. Das geht auch ohne Heizung, wenn die Wohnung geheizt wird. Und Garnelen sind wirklich nett zu beobachten.
Und ansonsten würde ich dann vielleicht warten, bis dein Leben wieder besser zu einem Haustier passt, das mehr Aufmerksamkeit, Zeit, Geld benötigt.
Ich habe zum Beispiel auch ein Aquarium. Das würde bei mir aber nie ein "richtiges" Tierchen ersetzen können.
Auch Hamster und Rennmäuse waren eben nur ein schlechter Ersatz für den eigentlich gewünschten Hund. Sie wurden natürlich trotzdem umsorgt und geliebt...