Beiträge von Sleipnir

    Zitat

    aber Ronja ist ein Sensibelchen und wenn ich unfreundlicher und harscher rufe, erreiche ich genau das Gegenteil: Sie legt die Ohren an und traut sich nicht mehr zu kommen

    Genau so eine Hündin hab ich auch! Bei solchen Tieren gilt es natürlich mit Fingerspitzengefühl vorzugehen, jedoch sollte man nicht den Fehler machen und seine Bedingungen runterschrauben weil der Hund ja so "arm und verletzlich" ist...ich hatte bei unserer Hündin teilweise sogar das Gefühl, dass sie dieses Verhalten (Beschwichtigung) bewußt einsetzt um doch noch zu IHREM Ziel zu kommen.
    Das ist natürlich ein echter Balanceakt...du musst es schaffen sie so anzusprechen, dass ihr zwar klar ist, dass du das "Hier" todernst meinst, sie aber trotzdem nicht so verunsichert ist das sie meidet...ich geb zu das ist nicht ganz einfach...

    Ich rufe einmal freundlich, wird dann getrödelt rufe ich etwas unfreundlicher...bei mir trödelt spätestens nach dem zweiten Mal rufen kein Hund mehr... :D
    Ich glaube da kommt es einfach auf die innere Überzeugung an...wenn ich definitiv nicht will, dass mein Hund trödelt, dann kann ich ihm das auch verbal bzw. körpersprachlich ganz eindeutig klarmachen!

    Mal ne kleine Geschichte vorweg:
    Als ich zwölf Jahre alt war hab ich endlich von meinen Eltern die Erlaubnis bekommen, dass ich mir einen Hund anschaffen dürfte.
    Wie es der Zufall so wollte hatte die Hündin einer Klassenkameradin gerade geworfen. Also nix wie hin...Welpen angeschaut...in einen verliebt und genau der sollte es sein!
    Wir hatten damals Ahnung von nix und wollten einfach nur einen netten Familenhund.
    Bekommen haben wir einen sechswöchigen Welpen, der in einem Stall groß wurde und auch aus einer Mutter-Sohn-Verpaarung stammte.
    Also eigentlich ein Super-GAU... :schockiert:
    Wenn ich aber heute daran zurück denke, dann war genau dieser Hund wie ein Sechser im Lotto für uns Hundeanfänger! Er war nie krank, absolut aggressionslos, verträglich mit allem auf zwei oder vier Beinen, fast keinen Jagdtrieb und im Vergleich zu meinen heutigen HUnden absolut wesenfest...
    So kann es also auch laufen!
    Damit keiner auf falsche Ideen kommt: Mit meinem heutigen Wissen würde ich nie wieder einen Hund aus so einer Aufzucht übernehmen, denn das Risiko, dass man hinterher einen ewig kränkelnden, unsicheren HUnd hat ist natürlich immens...aber es kann auch anders laufen und das wollte ich durch meine Geschichte zum Ausdruck bringen!

    Der Hund ist 14 (!!!) Jahre alt, hat Bronchialkrämpfe, muss immer mal wieder beatmet werden und lahmt auf Grund des Knochenkrebs fast dauerhaft!
    Welches Exempel willst du mit diesem Hund statuieren? Warum wird das "arme Viech" nicht einfach eingeschläfert um einigermaßen in Würde sterben zu können...tut mir leid, aber ich kann das absolut nicht nachvollziehen!

    Zitat

    Und dann kenne ich persönlich 2 ganz besondere Menschen. Einmal leben 13 Hunde dort, beim anderen 14. Jeder Hund ist dort eine eigene Persönlichkeit mit ganz individueller Bindung zu ihrem Menschen. Es ist eine intakte Gemeinschaft, wo jeder einzelne Hund wahrgenommen, gefordert und gefördert wird. Es ist einfach klasse!

    Und da frag ich mich immer ganz ehrlich: Wie kann so etwas funktionieren?
    Wenn ich mit meinen Hunden UO trainiere, Dummytraining mache oder sie sonstwie beschäftige dann ist immer ein HUnd in Aktion und der andere wird abgelegt...wenn ich jetzt aber nicht einen, sondern 12 Hunde abgelegt habe, da bleibt doch kaum Zeit für den Einzelhund...es sei denn ne kleine Trainingseinheit dauert gleich 4,5 Stunden.
    Und so zieht sich das doch durch die komplette Hundehaltung und -erziehung. Hab ich irgendein Erziehuingsproblem kann ich meist auch nur mit einem einzigen Hund arbeiten, der Rest muss warten...
    Wie macht man das mit 13(14) Hunden???

    Was glaubt ihr?
    Bis zu welcher Anzahl eigener Hunde kann man dem Individuum noch gerecht werden, auf individuelle Bedürfnisse und Probleme Rücksicht nehmen und ab wann verschwindet das Einzeltier mehr und mehr in der Masse?
    Es gibt ja durchaus auch hier im Forum Halter mit 4,5 oder 6 Hunden...schaut man sich auf Züchter-HPs um sind ja auch 8 oder 9 Hunde keine Seltenheit...und im Schlittenhundesport...da fängt der Spaß bei 20 Hunden ja erst an... ;)
    Wie sind da eure Meinungen, Erfahrungen etc.?