Beiträge von Sleipnir

    Bei Border und Co. an den Herden ist es wirklich nicht so, dass die Hunde den Großteil des Tages "arbeiten"...aber was ist mit unseren typischen Herdengebraushunden...Harzer Fuchs und Co....die werden traditionell schon dafür eingesetzt Stunde um Stunde "Furche zu laufen"...

    @Fräuleinwolle:
    Deine grundsätzliche Intension kann ich ja durchaus nachvollziehen...aber mach das doch nicht an der Zeit fest, die ein Hund draußen verbringt!
    Es geht doch einfach darum, den Hund nicht dauerhaft zu sehr hochzudrehen! Aber dafür brauche ich echt keine drei Stunden.
    Würde ich jeden Tag mit Emma rausgehen und sie auf der Wiese vor unserem Haus 20 Minuten hinter dem Ball herhetzen lassen, dann wäre das definitiv stressiger als ein täglicher dreistündiger Spaziergang.
    Hättest du völlig unabhängig von Zeiten und Streckenlänge argumentiert und einfach darauf hingewiesen, dass eine Dauerbespaßung auf Spaziergängen auf lange Sicht eher negative Auswirkungen hat, dann hätte ich dir absolut zugestimmt...so macht es aber leider den Eindruck, als sollten wir alle nur noch ne Stunde mit dem Hund rausgehen, am besten keinerlei gemeinsame Aktivitäten machen und das nur, um dem Hund ja keinen Stress auszusetzen...
    Ich weiß...so krass hast du es nicht gemeint...aber so hört es sich an...

    Ich bin nun wirklich kein weichgespülter Wattebäuschen-Werfer, aber das was der Schlegel da in dem Video zeigt, erinnert mich auch mehr daran den Willen eines Tieres zu brechen, anstatt einer punktuellen, situationsbezogenen, wenn auch massiven Einwirkung!
    Ich mein...jetzt mal lerntheoretisch betrachtet...welche Erfahrung soll der Hund denn machen, wenn ich über einen so langen Zeitraum immer wieder so massiv einwirke???

    Fragen wir doch mal anders:
    Ein Hund, mit dem ich drei Stunden am Stück in abwechslungsreicher Umgebung spazieren gehe, den ich ein paar Mal apportieren lasse und ansonsten die Übliche UO einfordere...unterwegs trifft er vielleicht so 5 andere Hunde, passiert mit mir Reiter, Jogger etc....und der davon überfordert ist...hat der nicht absolut massive Wesensmängel? Sollte der "normale" Hund das nicht abkönnen?
    So hochsensible Pflänzchen können unsere Hunde doch gar nicht sein...wie hätten sie sonst bis heute überlebt?

    Ja...es mag viel um das Drumherum gehen, aber du, Fräuleinwolle, hast ganz klar gesagt, dass 15 Kilometer jeden Tag ungesund sind...dabei hast du nicht erwähnt, dass diese 15 Kilometer joggend zurückgelegt werden und auch nicht, dass ich den Hund DARÜBER HINAUS noch stundenlang weiterbeschäftige!

    Ich komm oftmals an die drei Stunden reine Spaziergehzeit ran...teilweise liege ich auch da drüber...ja und...bei drei Stunden sind das immer noch 21(!!!) Stunden, in denen die Hunde auf der Couch rumlümmeln, schlafen, dösen und höchstens mal miteinander spielen...bei uns gibts nämlich kein großes "Indoor-Programm"!
    Wie lange soll ein Hund denn schlafen am Tag... 23 Stunden???

    Es kann allerdings auch gut sein, dass der Hund sich gar nicht so für Kaninchen im Gehege interessiert und die Lernerfahrung bezogen auf Wildbegegnungen im freien Feld gleich Null ist.
    So ist das bspw. mit meinen Hunden...egal ob Kaninchen im Gehege oder Hirsche im Wildpark...da wird zwar mal ganz interessiert hingeschaut, aber das wars dann auch schon...meine Hunde scheinen ganz genau zu wissen, dass das gestellte Situationen sind und sie eh keine Jagdchance haben...

    Guckt mal...gerade bei wikipedia gefunden:

    Zitat

    Eine ursprüngliche Jagdform des Menschen - die Ausdauerjagd [Bearbeiten]

    Die älteste Form der menschlichen Jagd war die noch waffenlose Ausdauerjagd. Diese beruht auf der gegenüber fast allen Säugetieren überlegenen Ausdauer des Menschen beim Laufen. Schnelle Jäger wie Geparden, die kurze Zeit auf Geschwindigkeiten von über 100 km/h kommen können, können diese Geschwindigkeit aber nur wenige Minuten durchhalten, weil sie sonst an Hitzeschlag sterben würden. Sie müssen das Jagdwild in einem Anlauf erreichen, sonst ist es entkommen. Auch Löwen oder Wildhunde halten hohe Geschwindigkeiten nur kurze Zeit durch und müssen sich mit Anschleichen oder Wegabschneiden und Einkreisen also Zusammenwirken im Rudel behelfen. Der durch die langen, relativ starken Beine und den aufrechten Gang für schnelles Laufen gut gebaute Mensch kann dagegen mittels seiner etwa 2 Millionen Schweißdrüsen seinen Körper effektiv kühlen und kann daher einen Lauf stundenlang durchhalten. Die San erlegen noch heute schnelle Huftiere wie Zebras oder Steinböckchen ganz ohne Fernwaffeneinsatz, indem sie so lange hinter diesen herlaufen, bis diese entkräftet zusammenbrechen. Auch Aborigines in Australien jagen auf diese traditionelle Weise Kängurus.[4] Um ein Erwachsener zu werden, muss ein Junge ein größeres Tier zu Tode hetzen. Dies geschieht mit ca. 15 Jahren.

    Bis zu 40 Stunden dauert die Verfolgung einer großen Kudu-Antilope bis zu deren Erschöpfung. Bezeichnet wird so eine Hetzjagd als „Der Große Tanz“. Ihrem Empfinden nach werden die Jäger eins mit dem Kudu, versetzen sich in das Kudu, ahnen seine Wege voraus und erlegen es zuletzt aus kurzer Distanz mit dem Speer. [5]Die getrockneten Fleischstreifen der Beute werden dann für viele Wochen eine wertvolle Proteingabe.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/San_%28Volk%29