Ich denke, ich werde auf mehreren Eben arbeiten müssen. Da in der ersten Woche so irre viele Eindrücke auf den Welpen eingeprasselt sind
Natürlich muss man daran arbeiten, doch du bist für mich viel zu sehr verkopft.
Sie ist jetzt eine Woche bei dir, muss ohne Geschwister klar kommen und mit all den neuen Reizen. Dazu habt ihr euch noch gar nicht richtig kennengelernt, Vertrauen aufgebaut und ohne dieses, wird auch nichts wirklich klappen. Geduld scheint hier nicht gefragt, eher husch, husch und da du dabei so verkrampft bist, wird das nichts werden, außer Frust auf beiden Seiten. Druck erzeugt Gegendruck, auch unnötigen Stress, vielleicht auch deswegen die vielen Pippi Pfützen.
Keiner meiner vorherigen drei Hunde ist wirklich zuverlässig und stressfrei unter 7-12 Monate alleine geblieben.
Nun lebt hier Peppino, ein Chihuahua und als ich ihn mit 4 Monaten bekam war er auch eine extreme Klette. Ja, viele Kleinhunde sind so, war mir bewusst und eine große Herausforderung. Trotzdem habe ich ihm Zeit gelassen um erstmal anzukommen, uns kennenzulernen, die ganzen Umwelteindrücke nach und nach kennenzulernen (wohne ja auch in Berlin
). Ging ich duschen / baden, lag er auf der Matte davor und schlief, war er drüber, kuschelte ich ihn auf dem Schoß in den Schlaf und legte ihn anschließend in seine Flocke. Bindung und Vertrauen schaffen fand ich anfänglich viel wichtiger. Er hatte eine Box die er gerne aufsuchte, die aber offen blieb, auch einen Auslauf der offen blieb, erzwungen habe ich nichts. Erst 1 Monate später lehnte ich die Tür mal kurz hinter mich an, schloss die Badtür, ging mal nach Post schauen, kurz einkaufen etc., trotzdem quietschte er mir hinterher obwohl mein Mann da war. Das besserte sich nach und nach, der Mamahund schaffte es auch mal auf Herrchens Schoß Ruhe zu finden.
Erst dann erweiterten wir das Alleinsein, mit Mann zusammen um den Häuserblock, dann gemeinsam einkaufen ( mit Handyvideo überwacht) und verlängerten die Zeit stetig. Mit 8-9 Monaten konnte er 1,5 Stunden alleine bleiben und dann langsam immer mal länger, doch da wir viel zuhause sind brauchte er es nicht täglich. Nun ist er 3,8 Jahre alt und kann recht gut alleine bleiben, wenn's ml sein muss. Er sucht sich dann einen Sonnenplatz und pennt.
Du kämpfst an zwei Fronten, das Alleinsein und Stubenreinheit, beides braucht Geduld und ja, auch ein klein wenig mehr Humor. Ich habe mir meinen Knirps morgens in einem Tragebeutel um den Hals gehangen, mich schnell frisch gemacht und ab runter, so blieben mir anfängliche Pippi Unfälle beim Warten erspart.
Also die harte Tour, Hund wegpacken, schreien lassen, buffen, schupsen etc. ist und war nie meins und ich denke das tut keinem gut.