ZitatHier wurde der Erfolg des "donnernden Regenschirmes" (Terrorfussels) beschrieben. Warum hat das funktioniert?
Weil es von "innen" heraus kam. Jede einzelne Faser des Menschen war ehrlich. Dies wird eine gewollte Handlung mit Hilfsmitteln nie sein.
Wir sehen Hunde immer nur in "Einzelstücken". Er zieht, er bellt, er pöbelt. Hunde gibt es aber nur im Gesamtpacket. Und dieses muss man Verstehen lernen. Das ist der erste Schritt. Jeder weitere Schritt kann dann individuell angegangen werden. In wenigen Fällen wird dann ein Hilfsmittel gebraucht.
Die Realität sieht anders aus. Das Gesamtpacket Hund wird gar nicht wirklich wahrgenommen. Sondern nur Einzelteile. Und diese Einzelteile werden "bearbeitet". Kann klappen, nach den vielen "Hilferufen", ob nun hier oder in der realen Welt, aber oft genug klappt es nicht. Und anstatt dann HuSchu und Trainer dem HH dann mal das Gesamtpacket Hund vorstellen, wird nur an Einzelteilen gearbeitet.
Solange die Basis Hund/Mensch nicht stimmt, wird das Wort "eigentlich" nie ganz aus den Beschreibungen wegfallen. Und für die Basis braucht man nicht länger als ein Jahr (eher weniger).
Danke für das von mir zitierte Beispiel! ![]()
Ich versuche es mal anders auszudrücken.
Wenn ich z.B. den Schlüssel eingesetzt habe, war es spontan und nicht geplant. Es hat alles nach 2-4 mal gefruchtet.
Wenn ich das Wochen oder gar Monate eingesetzt hätte, wäre es bestimmt sinnlos gewesen und hätte den Hund nicht mehr interessiert und sehr verunsichert.
Schlimmer noch, er wäre noch weiter ausgewichen, nicht mehr zu uns gekommen und hätte bestimmt das hier erwähnte Misstrauen aufgebaut, das kaum mehr rückgängig gemacht werden kann.
Wir haben uns nie ein Hilfsmittel gekauft und immer aus den Moment reagiert.
Wie das Beispiel bei Fussel. Die Kläfferei nervte dermaßen, das ich sauer wurde und das Lineal unter meinem Tisch ergriff und im Bellen es, ohne das er es sah, auf den Tisch schlug.
Erstend übertönte der Knall das Bellen, er vernahm nach verstummen gleichzeitig mein "Nein" und legte sich sofort an eines seiner Lieblingsstellen. Es wurde nur 2 mal eingesetzt und es ist Ruhe.
Wenn eine spontane Reaktion meinerseits nicht in kürzester Zeit Erfolg gehabt hätte, würden weitere Akkustikhilfen dieser Art versagen und "ich" müsste mich dann fragen was falsch gelaufen ist und was ich ändern könnte.
Doch soweit kam es nie, "weil" unsere sehr selten, spontanen Reaktionen sehr schnell fruchteten.
Da es bei uns sehr harmonisch zugeht und wir sehr ruhig und leise mit den Hunden sprechen, reagieren sie schon sehr schnell auf lautere Worte oder erboste Körperhaltung.
Bei anderen HH ist der "Grundton" schon so laut das eine Steigerung kaum möglich ist!
Wir kennen im Wald auch einige Besitzer, die Wochen oder Monatelang ihre Wurfgeschosse oder Leinen an ihren Hunden austesten.
Der Erfolg zeigt sich in Misstrauen, um den Besitzer im Abstand herumlaufen, beschwichtigend auf dem Boden herumkrauchen oder sich nicht mehr anleinen lassen, da die Leine ja X Mal getroffen hatte. ![]()
Nein, diese Hunde tun uns leid und wir möchten das unsere Hunde immer freudig zu uns kommen und das machen sie.
Deswegen denke ich, trotz kleiner Spontanreaktionen, hat es unsere Hunde nie in ihrem Vertrauen zu uns erschüttert .
Diese Bestätigung bekommen wir öfter im Wald, die unsere Hunde von Welpenalter kannten, ihre Entwicklung miterlebten und die Begeisterung darüber, welch tolle Harmonie (trotz 3 Hunde) wir ausstrahlen. ![]()
LG