Hallo Caro
Ich kann dich gut verstehen und ja, ich hatte auch mal so ein Erlebnis. 
Ich war 12 Jahre alt und machte in Bayern Urlaub. Da ich sehr tiervernarrt war und immer noch bin, kümmerte ich mich um den Hund der Pension. Ich glaube es war ein Schnauzermix Namens Zampo.
Er fristete sein Leben in einem Zwinger und bekam nur irgendeine Flüssigpampe mit Reis oder Nudeln zu fressen. Er tat mir leid und ich verbrachte viel Zeit am Zwinger. Es fiel mal ein Butterbrot oder ein Stück Geflügel für ihn ab und er wurde immer zutraulicher. Man war ich glücklich als er das erste mal meine Finger leckte, die ich durch den Maschendraht steckte. Auch drückte er seine Seite an das Gitter, so das ich ihn streicheln konnte. Nach einer Woche kam er mir schon freudig entgegen und pfiepte vor Freude.
Als ich anfragte ob ich ihn ausführen darf, gab man mir eine Leine und ich lief mit ihm über Wiesen und Hügel. Natürlich blieb er an der Leine und wir beide waren sehr glücklich. Zampo genoss die Ausflüge und wurde immer anhänglicher. Noch eine Woche später durfte er ohne Leine laufen und es klappte wunderbar.
Dann kam der Tag den ich nie veressenn werde.
Ich holte Zampo aus dem Zwinger und wir liefen unseren bekannten Weg. Auf einem Hügel machten wir Rast und er lag neben mir.
Ohne Vorwarnung und aus dem Nichts sah ich auf ein Mal seinen bösen Blick und ehe ich mich bewegen konnte, griff er mich an.
Immer und immer wieder biss er in meine Arme und Beine. Ich schlug wie eine Irre, um mein Leben kämpfend, mit der Leine auf den Hund ein bis er abließ und sich ins Gras legte.
Er schien wieder ganz normal zu sein und sein Blick war entspannt.
Ich zitterte am ganzen Körper und ich schaute mich hilfesuchend um, doch ich konnte niemanden sehen. Vorsichtig näherte ich mich dem Hund, der immer noch entspannt im Gras lag und mich freudig anschaute. Doch ich traute ihm nicht mehr und näherte mich nur zögernd.
Nachdem ich ihn zitternd angeleint hatte, hielt ich ihn mit gestrecktem Arm von mir weg, falls er noch mal so austicken sollte.
Vollkommen fertig kam ich in der Pension an, sperrte den Hund in seinen Zwinger und bin nie wieder hingegangen.
Durch den Schock habe ich keine Schmerzen gespürt und ich bin wohl noch mal gut weggekommen, da ich so schnell reagiert hatte.
Tiefe Wunden hatte ich nicht, doch viele, tiefere Zahnabdrücke, Schürfwunden und Prellungen um die Bissspuren herum.
"Diesem" Hund hätte ich nie wieder vertraut und ich hatte auch Alpträume.
Ich weiß nicht was diesen Hund so aggressiv und ausklinken ließ, doch verfolgte mich dieses Ereignis noch eine gewisse Zeit. 
Meine Tierliebe hatte ich nicht verloren und auch nicht meine Liebe zu Hunden. Ich lernte noch viele Hunde kennen und mit 20 Jahren holte ich meinen ersten Hund aus dem Tierheim. Er war 4 Monate jung und ein toller Begleiter. 2 Jahre später kam klein Gina mit 9 Wochen dazu und sie waren ein tolles Team.
Heute haben Männe und ich 3 Hunde (2 x 8 Jahre und 1 Jahr). Rowdy kam mit 9 Wochen aus dem Tierheim zu uns, Buffy unsere geschundene Seele mit 5 Monaten aus Bulgarien und Fussel, ein Vermehrerhund aus Polen, über einen Privathaushalt und der viel zu früh verkauft wurde (4-5 Wochen).
Wir bereuen nicht 1 Minute mit den Fellnasen!!
Entweder gönne dir eine Auszeit oder frage im Tierheim nach einem unkomplizierten Hund, der nur darauf wartet von dir in ein schönes Leben entführt zu werden.
Es wäre doch schade wenn dieses Erlebnis dich so geschockt hat, das andere Fellnasen keine Chancen mehr bekämen. 