Beiträge von Audrey II

    Spricht etwas dagegen Bierhefe dauerhaft zu füttern?

    Eigentlich nicht. Ich habe über viele Jahre das Micromineral täglich gefüttert und das enthält ja auch Bierhefe. In meinem Veggie-Futterplan war auch extra Bierhefe angegeben. Ich denke, dadurch werden die B-Vitamine und div. Spurenelemente abgedeckt.

    Kommt ja immer auf die Menge an. Im Veggieplan waren das z.B. für den 30kg Hund 2g täglich.

    Wenn der Hund durch die Bierhefe Blähungen o.ä. bekommt, gibt es sicher Alternativen:smile:

    Hallo:smile:

    Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Hunde ihr Futter verweigern. Wenn keine Erkrankung vorliegt, dann zähle ich mal auf, was mir dazu einfällt:

    Der Hund mag eigentlich kein rohes Fleisch ( hier hilft ggf. anbraten/dünsten)

    Der Hund mag rohes Fleisch, aber nicht alles davon. Es gibt Hunde, die mögen z.B. keine rohen Innereien)

    Der Hund mag rohes Fleisch, verträgt aber nur geringe Mengen ( 600g Fleisch/Schlachtabfälle sind enorm viel! Für meine 30kg Hündin gab es nur max. 300g Fleisch ......und das auch nicht täglich)

    Der Hund merkt, dass er mal nach der Fütterung Magen-Darmprobleme bekommen hat und verweigert das Futter instinktiv. Gras fressen bedeutet häufig Unwohlsein. Bei einer sehr einseitigen Ernährung mit Fleisch und Schlachtabfällen kommt es ggf. auch zu Störungen der mikrobiellen Besiedlung im Dünn-und Dickdarm.

    .

    Fleisch/Innereien + Gemüse sind nach den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen keine optimale Ernährung. Die Vet. Ernährungsexperten raten eher dazu, dass der Fleischanteil in Relation zu den übrigen Rationskomponenten ausgewogen ist.

    Fütterst du noch KH oder Ballaststoffe?

    Zwischen Barfen und "Frolic" gibts ja noch unzählige andere Futtervarianten. Am besten ist die, die genau auf die Bedürfnisse deines Hundes abgestimmt ist. Manchmal verändern sich auch die Bedürfnisse. Hunde zeigen da eigentlich deutliche Signale, dass aktuell etwas mit der Ernährung nicht stimmt. Man muss die Signale nur erkennen:smile:

    Von einer Blaualgenvergiftung habe ich ehrlich gesagt noch nicht gehört

    Doch.....die gibt es tatsächlich.

    Blaualgen produzieren das Nervengift Anatoxin A. Kann für Hunde tödlich sein. Wir hatten hier in Berlin vor 3 Jahren eine Warnung diesbezüglich.

    https://www.berlin.de/aktuelles/berl…r-fernhalt.html

    Das sind eigentlich auch keine "Algen", sondern Bakterien.

    Nicht zu verwechseln mit "Entengrütze"......also dieser grüne Teppich auf manchen Teichen. Das sind Wasserlinsen und die sind eher harmlos.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Wasserlinse

    Gruß

    Audrey

    Magen-Darm-Geschichten kommen ja beim Hund inzwischen recht häufig vor und nicht immer muss eine ernsthafte Erkrankung dahinter stecken. Es gibt Hunde, die mit einem Magen aus Stahl ausgestattet sind, während andere da eher sensibel auf bestimmte Nahrung reagieren.

    Bauchgrummeln, Durchfall, Blähungen und vermehrtes Gras/Erde fressen sind aber schon klare Signale, dass da mit der Verdauung etwas nicht stimmt. Die Ursachen können vielfältig sein und erfordern in der Regel auch eine spezielle Diagnostik, wie z.B. eine mikrobielle Kotuntersuchung.

    Wenn sich die Magen-Darm-Beschwerden in kürzeren Abständen wiederholen, wird die Geschichte irgendwann chronisch. Eine gekochte Schonkost kann da sicher auch kurzfristig Linderung verschaffen, aber ggf. muss man sich bzw. den Hund auf eine lebenslange Schonkost einstellen.

    Das ist aber nicht schlimm. Habe ich viele Jahre lang so gemacht:smile:

    Ich finde auch, dass ein Futterplan von einem seriösen Ernährungsinstitut gute Dienste Leisten kann. Er bildet die ernährungsphysiologische Grundlage für eine individuelle Schonkost und man hat noch genug Spielraum für besondere Vorlieben/Unverträglichkeiten des Hundes, die man berücksichtigen kann.

    Schonkost ist nicht nur Hühnchen und Reis. Es gibt eine Vielzahl an Lebensmittel, die man quasi "ernährungstherapeutisch" einsetzen kann. Allerdings muss man sich ggf. von der konventionellen Hundeernährung verabschieden;)

    Wenn man weiß, was und wie viel der Hund an Nährstoffen benötigt, kann man die Rezepte ohne Probleme selber zusammen stellen. Wenn der Hund dadurch beschwerdefrei wird, ist das den kleinen Mehraufwand auch wert.

    Ich empfand die Zusammenstellung des Futters nie als belastend. Die gekochten (Schonkost)Menüs wurden von meiner Hündin bis ins hohe Alter sehr gerne gefressen und auch das sensible Gedärm kam damit klar;)

    Wie siehst du Haferflocken - zu fettreich? Muss ja auch Omega-3-Fette zufüttern können bei insgesamt fettarmer Kost....

    Warme Getreidebreie werden in der Regel gut vertragen, aber die schmecken nicht:D Die Ashley hat meinen selbst gekochten Haferschleim immer gehasst. Was sie dann doch akzeptierte, waren die Babybreie aus dem Handel mit etwas mehr Geschmack;)

    Was Fette betrift: Auch Zentek schreibt, dass die individuelle Verträglichkeit ausprobiert werden muss. Die Fachwelt legt sich da nicht fest und hält sich bedeckt mit Begriffen wie "fettmodifiziert".

    Allerdings muss eine Mindestmenge an Fett zugeführt werden, um den Mangel an Linolsäure vorzubeugen. Reich an Linolsäure sind ja bekanntlich pflanzliche Öle und auch tierische Fette......außer Rinderfett. Da muss man schauen, ob ggf. auch kombiniert werden kann, also ein Mix aus pflanzlichen Ölen und tierischem Fetten. Das funktioniert vermutlich nur nach langsamer Gewöhnung und in geringen Mengen, aber so wäre es optimal. Auch für die Seniorenernährung.

    Aufgrund der gestörten Fettabsorption würde ich auch Zink( machst du ja schon), aber auch B12 und die fettlöslichen Vitamine im Auge behalten.

    Für mich war es immer wichtig, den Verdauungsapparat als Einheit zu sehen. Bei einer Pankreatitis handelt es sich ja nicht um eine Krankheit, die nur auf die Bauchspeicheldrüse beschränkt ist, sondern die Auswirkungen beziehen sich auf den ganzen Organismus.

    Eine spezielle Begleittherapie basierend auf Heilkräuter der Naturheilkunde könnte sich als sinnvoll erweisen. Ich habe z.B. viele Jahre die Organe "unterstützt", die mit der Aufnahme von Nährstoffen zu tun haben, also Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse.

    Ich sag ja immer "......alles muss fließen" und das gilt auch für die Verdauungssekrete. Gute Erfahrungen habe ich mit der Zugabe von Brennnessel-und Löwenzahnwurzel gemacht, also mit Bitterstoffen, die in der Ernährung oft fehlen.

    Junge Löwenzahnblätter gibts im Sommer ja auch frisch:smile:

    Aber mir geht es wie gesagt hier eher um den selbstgekochten Anteil, um Ideen dazu, Erfahrungen, was sich bewährt hat, was nicht - einfach mal ein Brainstorming.

    Therapiegrundsatz bei einer akuten Pankreatitis in Verbindung mit einer Peritonitis ist eine gut verdauliche, fettreduzierte Magen-Darm-Diät.

    Empfohlen wird besonders die Verwendung von Getreide- bzw. Kohlenhydraten in gut aufgeschlossener Form. So wird das Pankreas weniger stimuliert als bei Fetten und Proteinen........was bei einer akuten Pankreatitis auch gewünscht ist.

    Neben der Akzeptanz muss das Ganze natürlich auch schmecken. Nicht leicht bei Bauchweh und Übelkeit.

    Grundelemente der ( gekochten) Basiskost:

    Reisschleim ( leicht gesalzen)

    Möhren-Kartofelsuppe

    Bulgur/Hirse ( weich gekocht)

    Kartoffelbrei/Salz- Pellkartoffeln ( mehlige Sorten)


    Gut verträglich sind u.a.

    Weich gekochtes Ei, Rührei, Omelett

    magerer Fisch ( Forelle, Seelachs, Kabeljau)

    mageres Fleisch ( Huhn ohne Haut)

    Zwieback, Weißbrot, Buttermilch, Magerquark

    Äpfel( leicht gedünstet)

    Kohlrabi, Zucchini, Fenchel, Möhren, Blattsalate

    Stück Butter ist ggf. auch erlaubt

    Daraus läßt sich eine Magen-Darm-Diät ganz gut kombinieren. Wie gesagt.......diese Diäten sind für den "Geruchsfresser" Hund selten wirklich attraktiv. Insofern wird aromatisiertes Trofu vermutlich lieber gefressen, aber ich halte die Kombi von beidem, also das Diät-Trofu und selbstgekocht auch für sinnvoll:smile:

    Beim Senior muss man sich unter Umständen auf verschiedene Veränderungen in der Ernährung einstellen. Gerade die Verdauungsorgane lassen in ihrer Funktion nach und sollten nicht mehr übermäßig belastet werden.

    Ich habe ja mit gekochter "Seniorenkost" beste Erfahrungen gemacht:smile:

    Im Darmtrakt befindet sich der größte und komplexe Anteil an Immungewebe, welcher das gesamte Immunsystem des Körpers beeinflusst. Er ist aber nur im Zusammenwirken mit einem intakten Darm-Mikrobiom funktionsfähig.

    Insofern macht das Symbiopet mehr Sinn als die unspezifische Kräutermischung von Aniforte. Letztere kann man durch einfache immunstärkende Kräuter/Wurzeln wie Brennnessel, Ingwer, Rosmarin oder Echinacea kostengünstig ersetzen:smile:

    Beim Symbiopet handelt es sich um eine Kombi aus Pre- und Probiotika. Das ist im Prinzip auch ok, aber Probiotika gehören rein rechtlich zu den Futtermittelzusatzstoffen und in der EU ist derzeit nur ein einziger wirksamer Bakterienstamm zugelassen.

    Es handelt sich um Enterococcos faecium und der ist auch im Symbiopet enthalten. Allerdings ist ja inzwischen wissenschaftlich bewiesen, dass bei allen in der Natur vorkommenden Ökosystemen eine biologische Artenvielfalt von Mikroorganismen vorkommen sollte, um Störeinflüsse zu kompensieren.

    Insofern würde ich dem Symbiopet statt Immun aktiv noch ein paar Lactobazillus- und Bifidobakterien-Stämme zusetzen. Bewährt haben sich beim Hund fermentierte Milchprodukte, wie Buttermilch, Joghurt, Quark oder Frischkäse.

    Damit sollte der Darmaufbau, also ein intaktes Darm-Mikrobiom eigentlich gewährleistet sein:smile:

    Aber alles ergibt Sinn und Du wirst das Kochen wegen anderer Voraussetzungen wieder ganz neu erfinden müssen.

    Das befürchte ich auch;)

    Aktuell gibt es eigentlich nur wenige Futterneuheiten, die wirklich "zukunftsfähig" sind. Barfen ist völlig verschwunden, dafür "Omas Hundeküche" mit der Empfehlung einer Rationsberechnung ( "Partner Hund" Mai 2020).

    Hihi.....Ziel erreicht, würde ich sagen:smile:

    Momentan "berate" ich einen Arbeitskollegen, der sich ein Malteser-Hündchen angeschafft hat und als Hundeneuling mit den Ernährungsangeboten völlig überfordert ist.

    Nun hat der Zwerg das 1. Mal eine gekochte Hühnersuppe probiert und war........begeistert. Leider ich vergessen zu sagen, dass ungeübte Blasen schnell zum Überlaufen neigen und somit ist Herrchen nun um eine Erfahrung reicher:D

    Leider hatte ich auch nicht erwähnt, dass 1x Hühnersuppe unter Umständen "immer Hühnersuppe" bedeuten kann und das Hündchen zukünftig von langweiligen Trofukrümeln nix mehr wissen will..........aber das soll ja nicht mein Problem seinxD

    Wann es in meiner verwaisten Hundeküche weiter geht, kann ich noch nicht sagen.

    Es ist wunderschön, und beruhigend, wenn ein lieber geliebter Hund selbstgekochtes Futter mampft

    Ja.....das fand ich auch immer sehr entspannend:smile:

    Vielen lieben Dank noch mal für eure Anteilnahme, aber......."the show must go on". Im "Pottkieker" wird hoffentlich weiter eifrig gekocht , gebraten und gebacken:smile:

    Hier bleibt die Hundeküche jetzt kalt und das ist ein seltsames Gefühl. Ich habe die alten Töpfe, Teller und Näpfe entsorgt, alle Menübilder gelöscht und meinen gesamten über 10 Jahre alten Ernährungsfundus aufgelöst.

    Es hat sich viel getan in den letzten Jahren auf dem Gebiet der Hundeernährung. Früher oder später scheint alles Verlässliche, das uns über die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit beigebracht worden ist, vom Wind der allerneuesten Studie hinweggefegt zu werden.

    Ich denke, dass ich die Zeit jetzt nutzen werde, um mir einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu verschaffen. Hundeernährung wird wissenschaftlich immer noch sehr kontrovers diskutiert, aber man beschäftigt sich wenigstens damit und überlässt das Wissen darüber nicht mehr kritiklos der Industrie.

    Es gibt zahlreiche neue (internationale) Literatur übers Kochen bzw. über Vollwerternährung für Hunde. Da gibts viel zu lesen und ggf. den eigenen Wissensstand "aufzufrischen";)

    Ashleys Platz bleibt erst mal leer, auch wenn durch meine Tierschutzverbundenheit jetzt wieder ein gemütliches Sofa zur Verfügung steht. Sie ist aber noch allgegenwärtig und ich möchte keinen "Ersatz".

    Ich werde hier aber weiterhin immer mal wieder vorbei schauen und mich hoffentlich über schöne Menüphotos erfreuen.....oder lachend vom Stuhl fallen, wenn die etwas lustiger ausfallen:D

    Also.....legt los!