Beiträge von Audrey II

    Also haben wir beschlossen ab sofort zum Selbstkocherhaushalt zu werden und ich freue mich auf eure Rezepte.

    Hi :smile:

    es gibt Hunde, die mit einem Magen aus Stahl gesegnet sind und andere sind da eher zart besaitet ohne dass eine ernsthafte Erkrankung vorliegt. Ich habe quasi ein hundelebenlang "Schonkost" gefüttert, was ja nichts anderes bedeutet als hochverdauliche Komponenten zu verwenden.

    Manchmal ist es aber sinnvol, den "Unruhestifter" zu identifizieren. Nicht auszuschließen ist z.B. auch eine Magenüberladung. Entweder durch die Aufnahme zu großer Futtermengen oder durch die Aufnahme stark quellender Futtermittel.

    Viele Hunde kommen weder mit Industrienahrung noch mit großen Fleischmengen klar. Gerade beim Junghund ist es jetzt wichtig auf frühe Signale zu achten, damit später keine chronische Geschichte daraus wird.

    Bei mir gabs 1x am Tag ein ausgewogenes gekochtes Menü mit leicht verdaulichem Hühnchen, Fisch oder Rührei, Hirse, Reis oder Nudeln sowie Gemüse als Hauptkomponenten. Als ergänzende Zwischenmahlzeit eine moderate Portion Trofu. Ganz verzichten muss man ja darauf nicht ;)

    Wenn du hauptsächlich für deinen Hund kochen möchtest, empfehlen alle führenden Ernährungsexperten noch einen bedarfsdeckenden vitaminisierten Mineralzusatz. Den gibts für jede Lebensphase im Handel zu kaufen. Gerade beim Junior ist der Bedarf an bestimmten Vitaminen und Spurenelementen doppelt so hoch wie für den erwachsenen Hund.

    Probiere doch einfach mal aus, was deinem Hund schmeckt und was er ( mengenmäßig) verträgt. Schonkost muss auch keineswegs danach schmecken. In der Humanmedizin raten führende Gastroenterologen inzwischen zur leichten Vollkost. Wie gesagt, wenn keine ernsthafte Erkrankung vorliegt.

    Eine leicht verdauliche Vollkost kann darauf hinweisen, welche Komponenten/Lebensmittel der Hund nicht so gut verträgt. Es ist keine Diät nach strengen Ernährungsvorschriften. Bleibt also noch genug Spielraum für Individualtät :smile:

    Bei M / Z kommen mir die Kohlenhydrate teilweise viel zu hoch vor. Da jeder Hund individuell ist und jeder mit verschiedenen Komponenten besser zurecht kommt (wie ein Hund braucht oder frisst mehr Gemüse oder Kohlenhydrate) hatte ich da auch nie geschaut und immer nagepasst nach Bauchgefühl gekocht.

    Hi :winken:

    Also mein Ding war analytische Präzisionsfütterung ja auch nie ;)

    Ich wollte bedarfsgerecht kochen aber nicht rechnen. Ist für mich nach wie vor kein Widerspruch. Es mag für Wissenschaftler interessant sein ( sie tun nix anderes), aber in der Hundeküche kann so manche analytische Berechnung im Napf zu unliebsamen Überraschungen führen.

    So können 300g gekochte Hirse im Topf ganz schnell zum Monsterbrei werden und selbst den hungrigsten Hundemagen völlig überfordern. Auch 400g Kartoffelflocken werden eingeweicht zum Mount Everest und auch wenn der "Bedarfswert" es so vorgibt, habe ich gelernt, die Werte doch eher individuell anzupassen. So viel Eigenverantwortung muss schon sein :smile:

    Meine Güte, wenn ich da an meinen ersten Futterplan denke. Die Ashley wäre kugelrund geworden :D Die berechneten Fleischmengen waren ja ok. Gemüse fand ich zu wenig und KH exorbitant hoch. Der individuelle Stoffwechsel des Hundes und die Verträglichkeit wurden bei den Vorgaben ja nicht berücksichtigt.

    Na ja, ist ja auch schon 10 Jahre her und Kochpläne wurden für erwachsene gesunde Hunde noch sehr "holprig" erstellt. Diätpläne ja, aber kochen als Ernährungsform war eher unbekannt. Vermutlich haben die mich im Ernährungsinstitut für einen exzentischen "Futter-Nerd" gehalten :lol:

    Letztlich habe ich mit zunehmenden Wissen meinen ganz eigenen Futterplan für meinen Hund entwickelt. Mit einer eher "Ganzheitlichen Herangehensweise", in der die Qualität der Nahrung neben den enthaltenen Nährstoffen/Bedarfswerten nach ihrem Gesundheitswert, der Zusammensetzung der verwendeten Nahrungsmittel und der Zubereitung beurteilt wird.

    Das hat mir z.B. viel Spaß gemacht und in Ashley hatte ich ja auch eine "dankbare" Unterstützerin meiner Hundeküche :smile:

    fehlende Ballaststoffe.

    Ah..ok. :smile:

    Viele Ballaststoffe befinden sich z.B. in Vollkorngetreide, Getreideflocken oder Leinsamen-Weizen oder Haferkleie. Letztere verstopfen aber auch schnell. Bei mir gab es regelmäßig Roggenbrot ins Futter, also bevorzugt Pumpernickel ohne Hefe, Sirup oder Backtriebmittel. Nur aus Roggen, Wasser und Salz. Gibts z.B. im Bioladen und schmeckt wesentlich besser als Futterzellulose;)

    Hier eine kleine Liste von Nahrungsmitteln mit Ballaststoffen. Man muss natürlich die Mengen an den Bedarf des Hundes anpassen.

    https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/ballaststoffe148.pdf

    Weiß jemand von euch einen Rat oder hat Erfahrungen, wenn Hund gar kein Gemüse/Obst anrührt?

    Hunde sind Geruchsfresser und Gemüse einfach in den Topf geworfen ist für viele Hunde nicht besonders attraktiv. Es riecht und schmeckt einfach nicht gut;)

    Natürlich kann ein Hund auch bestimmte Vorlieben und Abneigungen entwickeln. Nicht jeder Hund mag Fenchel oder Spinat und nicht jeder Hund verträgt Lauch oder Tomaten.

    Meine Hündin mochte meine Gemüseküche eigentlich immer sehr gern. Es gab überwiegend Zucchini, Wurzelgemüse, Paprika oder auch mal Kohl. Gekocht wurde in Hühnerbrühe oder Gänseschmalz und "verfeinert" mit Kokosmilch, Erdnussbutter, Veggieschmalz, Sardellenpaste, Nussmus. Mascarpone, geröstete Hanfsamen, Kräuter und Gewürze. Dazu kamen dann oft noch 1-2 Löffel weich gekochte Hülsenfrüchte aus der Dose wie Linsen oder Erbsen und ein paar Apfelstückchen.

    Püriert habe ich nix, aber klein geschnitten. Maulgerecht für den großen Hund:D

    Gemüse diente in meiner Hundeküche nicht als "Beilage" oder "Magenfüller", sondern als vollwertiger nährstoffeicher Bestandteil der Hauptmenüs. Tierisches Protein/Fett wurde nur moderat vertragen. Insofern musste also nicht nur mehr Geschmack ins Grünzeug, sondern auch mehr Kalorien.

    Anregungen gibts auch reichlich in den veganen Kochbüchern:smile:

    Jetzt koche ich aber nicht ausschließlich vegan für ihn, sondern auch mit Fleisch und Milchprodukten / Eiern. Kann ich das trotzdem als Zusatz geben, oder bekommt er dann zu viel von irgendwas weil es auf vegane Mahlzeiten ausgelegt ist?

    In der Regel enthalten die Zusätze für vegane Hundeernährung 2-3 Aminosäuren mehr, die bei den pflanzlichen Menüs fehlen.

    Wenn du abwechslungsreich fütterst und dein Hund ein recht breites Spektrum an Nahrung erhält, ist ein spezieller veganer Zusatz eigentlich nicht notwendig. Das von dir verwendete Produkt enthält neben Kalzium noch die üblichen (synthetischen) Vitamine, Mineralstoffe/Spurenelemente.

    Die sind auch im Fertigfutter reichlich vorhanden, denn die wissenschaftlichen Versorgungsempfehlungen werden in der Praxis von den Herstellern deutlich überschritten. Auch wenn du nicht die gesamte Tagesration vom Köbers fütterst, erhält dein Hund durch die einkalkulierten Sicherheitszuschläge noch immer eine hohe Konzentration an Nährstoffen.

    Insofern wäre ich persönlich mit weiteren Zusätzen sparsam:smile:

    :winken:


    Wie macht ihr das mit dem Fett? Gebt ihr was dazu, und wenn ja, welches?

    Ich habe eigentlich immer versucht, Fleisch mit einem mittleren Fettgehalt zu füttern und habe dann mit einem hochwertigen pflanzlichen Öl ergänzt. Rinderfett enthält wenige ungesättigte FS und ist für sensible Mägen ggf. schwer verdaulich. Wenn das Fleisch zu mager war, habe ich mit Gänsefett ergänzt.

    Na ja.......für die Gourmetschnute gabs auch öfters mal `nen Löffel Erdnussbutter übers Gemüse:D

    untypisch war, dass sie starke und übelriechende Blähungen hatte. Hatte sie bei den letzten Giardien nicht

    Bei Blähungen würde ich auch an Clostridien denken. Ob sich da mehr im Dickdarm tummeln als erlaubt, wird das Kotprofil zeigen. Mit Probiotika ist es dann allein nicht getan. Bifido und Co. wollen ja auch aktiviert und in ihrem Wachstum gefördert werden.Dazu gehören Ballaststoffe, also Präbiotika.

    Falls also eine erhöhte Anzahl von Clostridien nachgewiesen wird, dann empfiehlt sich eher ein Kombipräparat (Symbiotika).

    Auch eine Ernährungsumstellung bzw. Korrektur der bisherigen Futterzusammenstellung kann dann ggf. sinnvoll sein.

    Clostridien "lieben" Fleisch und können sich bei zu proteinreicher Ernährung stark vermehren. Ashley hatte die Biester auch und bei mir gab es dann weniger Fleisch mit hohem Bindegewebeanteil und Fett, dafür mehr Gemüse mit natürlichen Ballaststoffanteilen, KH, Naturjoghurt und speziellen Gewürzen aus dem "Clostridien-Verschwinde-Kabinett", wie z.B. Kurkuma. Muss nicht lebenslang gefüttert werden. Geht auch als Kur:smile:

    Kennt jemand das Themengebiet?

    Na ja.......Leinöl mit Quark ist sicher eine gute Sache, wäre mir persönlich aber für die Krebsprävention beim Hund zu einseitig.

    Ich finde, dass das "Himbeerbuch" für die Krebsernährung beim Hund viele gute Infos liefert. Die Auswahl ist sehr groß und man hat die Möglichkeit abwechslungsreiche Menüs zusammen zu stellen.

    Kein Nahrungsmittel allein enthält alle krebshemmenden Inhaltsstoffe. Insofern halte ich eine vielseitige Ernährung mit Fisch, (Kohl)Gemüse, Kräuter, Gewürze, Nüsse, Beeren, Pflanzenöl u.a. für besser als eine spezielle Öl-Eiweiß Diät:smile:

    An die, die auch Einzelkomponenten statt eines Gesamtpulver füttert: Wo kauft ihr Blutmehl?

    Ich hatte alternativ zum Mineralpulver auch eine Liste der Einzelkomponenten bekommen.Blutmehl war auch dabei. Ist wohl auch sinnvoll, wenn man viel Fisch und helles Fleisch füttert.

    Da Ashley eine Rindunverträglichkeit hatte, habe ich Geflügelblutmehl ( z.B. von Barfers Wellfood) verwendet. Empfohlen wurde mir auch das Fortain vom Schwein von Futtermedicus.

    Bioqualität ist das aber nicht. Bei ca. 10g am Tag fand ich das jetzt aber nicht so schlimm.