Beiträge von Audrey II

    untypisch war, dass sie starke und übelriechende Blähungen hatte. Hatte sie bei den letzten Giardien nicht

    Bei Blähungen würde ich auch an Clostridien denken. Ob sich da mehr im Dickdarm tummeln als erlaubt, wird das Kotprofil zeigen. Mit Probiotika ist es dann allein nicht getan. Bifido und Co. wollen ja auch aktiviert und in ihrem Wachstum gefördert werden.Dazu gehören Ballaststoffe, also Präbiotika.

    Falls also eine erhöhte Anzahl von Clostridien nachgewiesen wird, dann empfiehlt sich eher ein Kombipräparat (Symbiotika).

    Auch eine Ernährungsumstellung bzw. Korrektur der bisherigen Futterzusammenstellung kann dann ggf. sinnvoll sein.

    Clostridien "lieben" Fleisch und können sich bei zu proteinreicher Ernährung stark vermehren. Ashley hatte die Biester auch und bei mir gab es dann weniger Fleisch mit hohem Bindegewebeanteil und Fett, dafür mehr Gemüse mit natürlichen Ballaststoffanteilen, KH, Naturjoghurt und speziellen Gewürzen aus dem "Clostridien-Verschwinde-Kabinett", wie z.B. Kurkuma. Muss nicht lebenslang gefüttert werden. Geht auch als Kur:smile:

    Kennt jemand das Themengebiet?

    Na ja.......Leinöl mit Quark ist sicher eine gute Sache, wäre mir persönlich aber für die Krebsprävention beim Hund zu einseitig.

    Ich finde, dass das "Himbeerbuch" für die Krebsernährung beim Hund viele gute Infos liefert. Die Auswahl ist sehr groß und man hat die Möglichkeit abwechslungsreiche Menüs zusammen zu stellen.

    Kein Nahrungsmittel allein enthält alle krebshemmenden Inhaltsstoffe. Insofern halte ich eine vielseitige Ernährung mit Fisch, (Kohl)Gemüse, Kräuter, Gewürze, Nüsse, Beeren, Pflanzenöl u.a. für besser als eine spezielle Öl-Eiweiß Diät:smile:

    An die, die auch Einzelkomponenten statt eines Gesamtpulver füttert: Wo kauft ihr Blutmehl?

    Ich hatte alternativ zum Mineralpulver auch eine Liste der Einzelkomponenten bekommen.Blutmehl war auch dabei. Ist wohl auch sinnvoll, wenn man viel Fisch und helles Fleisch füttert.

    Da Ashley eine Rindunverträglichkeit hatte, habe ich Geflügelblutmehl ( z.B. von Barfers Wellfood) verwendet. Empfohlen wurde mir auch das Fortain vom Schwein von Futtermedicus.

    Bioqualität ist das aber nicht. Bei ca. 10g am Tag fand ich das jetzt aber nicht so schlimm.

    Was macht denn mehr Sinn?

    Wenn man sich nach NRC, Fediaf, Meyer/Zentek oder AAFCO richtet?

    In den USA ist die AAFCO ein ( privates) Beratungsgremium, welches u.a. Standarddefinitionen für Inhaltsstoffe und Nährstoffanforderungen für Tiernahrung festlegt. Die Empfehlungen stehen aber schon lange in der Kritik. Zu ungenau, irreführend und aufgrund fehlender Forschungsergebnisse nicht für eine Langzeitanwendung geeignet.

    Die FEDIAF repräsentiert die Verbände der europäischen Industrien für Heimtiernahrung mit eigenen Richtlinien für Hundefutter. Seit ca. 10 Jahren steht ihr ein "wissenschaftlicher Beirat" zur Seite unter der Leitung von Prof. Zentek. Nach seinen Angaben werden die Nährstoffempfehlungen kontinuierlich neuen Forschungsergebnissen angepasst.

    Quelle:

    https://www.ivh-online.de/fileadmin/ivh/…inzelseiten.pdf

    Allgemein ist aber bekannt, dass es keine absolute Sicherheit bei den Nährstoffprofilen gibt. Trotz laufender Forschung bestehen nach wie vor große Wissenslücken. Es gibt große Unterschiede zwischen Maximal-und Minimalwerten und man sollte nicht vergessen, dass die empfohlenen Werte die Qualität von industrieller Tiernahrung sicher stellen sollen.

    Für mich stellt sich nach wie vor die Frage, ob allein die chemische Zusammensetzung Grundlage und Maßstab einer gesunden Hundeernährung sein kann. Festgelegte Standards passen so gar nicht in meine Hundeküche;)

    Ich habe mich auch nicht verrückt gemacht. Ein praxisnaher Futterplan nach dem man kochen kann und dazu eine bedarfsgerechte Nahrungsergänzung ( ggf. angepasst an das Alter des Hundes) finde ich völlig ausreichend.

    Als Zusatz gab es lange Jahre das cd Vet MicroMineral. Wurde damals vom Zentek-Institut auch in meinen Futterplan kritiklos aufgenommen.

    Inzwischen ist der Markt der Nahrungszusätze und -ergänzungen ja unüberschaubar geworden. Welche Richtlinien letztlich "Sinn machen" bleibt wohl immer die eigene persönliche Entscheidung:smile:

    Ich war so in der cushing Diagnose gefangen und bin noch dabei es zu ordnen

    Es ist schwierig, die richtigen tröstenden Worte zu finden. So eine Diagnose muss erst mal verkraftet werden. Das verstehe ich gut:smile:

    Die Wolfsexpertin und Buchautorin Elli H. Radinger hat in ihrem Buch "Die Weisheit alter Hunde" geschrieben.

    Zitat:

    " Bei unseren Hunden erleben wir, wie klaglos sie Leiden akzeptieren und wie sehr sie, trotz der Einschränkungen des Alters und der Krankheit, das Beste aus ihrem Leben herausholen".

    Ich finde das macht Mut auf alles was noch kommt:smile: Du hast eine Diagnose. Dein Hund aber nicht. Er will nicht über Leben und Tod mit dir philosophieren, sondern seine Beinscheibe fressen. Ein Tag mit einer Beinscheibe ist ein guter Tag. Alles andere wird sich ergeben. Wir können viel von den grauen Schnauzen lernen;)

    Was die Ernährung bei Cushing betrifft, so kann ich nicht viel dazu beitragen. In der Regel wird leberschonendes, leicht verdauliches Futter empfohlen. Auch die Stärkung des Immunsystems steht im Vordergrund.

    Alle guten Wünsche weiterhin an dich und deine tapfere Seniorin. Ich freue mich, noch hoffentlich lange von euch zu hören:smile:

    Benji05

    Viele Hunde aus dem Tierschutz bekommen durch die veränderte Lebenssituation Verdauungsprobleme. Oftmals ist das neue Leben einfach zu spannend und stressig zugleich und der Hund findet einfach keine Ruhe, um "gemütlich" zu verdauen.

    "Keine Zeit zum Fressen" bzw. Futterverweigerung wird oft mit Mäkeln verwechselt, gehört mMn aber zum Eingewöhnungsprozess.Selbst gierige Fresser, die sich im Dauerstress befinden ( Ängste, Überforderung, Unsicherheit), nehmen trotz gewohnter Futteraufnahme in dieser Zeit auch nicht zu, sondern eher ab.

    Oftmals steht es um die Darmgesundheit auch nicht besonders gut. Ist das Immunsystem geschwächt, sind Magen-Darm-Parasiten über viele Jahre die Regel. Bis sich alles langsam regeneriert hat, braucht es Zeit. Manchmal Wochen und Monate.

    Ich würde wohl auf Dosenfutter (erst mal) verzichten und die Idee mit dem selbst gekochten Futter auch in Betracht ziehen. Das kostet vielleicht etwas mehr Zeit, erspart aber ggf. so manche Nachtwanderung;)

    Ich habe sehr gute Erfahrungen mit einem Mix aus Trofu und gekochtem Menü gemacht.

    Die Menüs sollten leicht verdaulich, ausgewogen und schmackhaft sein. Was dem Hund schmeckt, muss man ein wenig ausprobieren. Vorlieben und Abneigungen können sich erst entwickeln. Ich habe die meinem Hund immer zugestanden:smile:

    Ganz wichtig ist die Qualität der zugeführten Futtermittel sprich Lebensmittel. Masse ist nicht gleich Klasse.

    Literatur gibts inzwischen viel auf dem Markt. Kommt darauf an, was dich interessiert. Präzisionsfütterung mit Nährstofftabellen, Rezepte mit Grundlagen der Futtermittelkunde ( oder auch ohne) oder vielleicht die sehr individuelle ganzheitliche Hundeernährung.

    Praxisnahe Menübeispiele gibts auch hier im Thread reichlich von den vielen erfahrenen Pottkiekern:smile:

    milkali

    Fr. Dr. Kröger leitete lange die Ernährungsberatung am Institut für Tierernährung der FU Berlin. Sie ist jetzt schon seit ein paar Jahren selbstständig tätig. Ich kenne sie persönlich durch meine Futterpläne und war zufrieden.

    Fr. Dr. Julia Fritz von Napfcheck war an der LMU München vor ihrer Selbstständigkeit tätig. Beide sind wohl ähnlich qualifiziert:smile:

    wird in dem Buch auf diese 5-Elemente-Lehre eingegangen? also so, dass man rausbekommt, welches element der hund ist und wie er am besten zu ernähren ist?

    Ja, es gibt für jedes "Element" einen speziellen Futterplan. Allerdings fällt die Beschreibung, welches Element auf den jeweiligen Hund passt, eher bescheiden aus.

    Vermutlich helfen die Bücher von Cheryl Schwartz da weiter. Die sind aber wirklich sehr teuer.

    mogambi

    wilderbse

    Skahdi

    ................und Sabine

    Vielen Dank für eure lieben Worte:smile: Ich war ja nie ganz weg. Habe hier immer mal wieder mitgelesen, aber konnte nix schreiben.....ohne zu heulen:tropf:

    Ist ja nicht so, das man den Hund verliert, traurig ist und wieder zum vorigen Status quo zurückkehrt. Trauer verändert. Ob man will oder nicht.

    Trotzdem habe ich ja wieder einen Sofaplatz frei für eine neue Tierschutzschnute, die ich hoffentlich dann auch bekochen kann. Nicht, dass ich klammheimlich im Trofu-Thread auftauche, weil das Hündchen auf Selbstgekochtes pfeift:D

    Durch Ashleys sanfte Windhundseele inspiriert, öffnet sich mein Herz nun für Galgos. Außerdem stehe ich ja auf Hundeköpfe, die nur aus Nase bestehen:lol:

    Mal sehen.

    Ich glaube "Ganzheitliche Ernährung für Hunde und Katzen" werde ich mir zum Geburtstag wünschen

    Ich kann das Buch sehr empfehlen:smile: Es ist zum Glück keine wissenschaftlich "schwere Kost" wie in der Fachliteratur sonst üblich. Das Motto lautet: Aus der Praxis für die Praxis und genau das unterscheidet das Buch von den bekannten alten Staubfängern in unseren Regalen;)

    Es ist klar und verständlich unterteilt und geht ausführlich auf die verschiedenen Fütterungsansätze ein. Dazu Grundlagen zu den Bedarfswerten ( darauf hat Frau Dillitzer wohl bestanden:D), Futtermittelkunde aus "westlicher" und "östlicher" Sicht sowie viele praktische Rezeptvorschläge bzw. Rationsbeispiele. Alle Rezepte sind auf beide Denkrichtungen abgestimmt und den unterschiedlichen Gewichtsklassen angepasst.

    Ein großer Teil widmet sich auch der speziellen Diätetik von kranken Hunden.

    Jetzt weiß ich auch, dass ich alles richtig gemacht habe:smile: Ashley war nach der "5-Elemente-Lehre" ein "Metall-Hund" und sie hatte tatsächlich auch genau das am besten vertragen ( und auch bekommen), was ein Hund mit einer "Metall-Konstitution" benötigt:D

    Sagt mal, wie viele/starke Magen und Darm Geräusche sind für euch noch im Rahmen?

    Darmgeräusche sind meistens harmlose Verdauungsgeräusche, also wenn der Mageninhalt gegen die Magenwand plumpst und zurück. Gab`s was schwer Verdauliches, dann kann das auch schon mal lauter werden. Die Darmbewegungen sind ja etwas heftiger:smile:

    Meine Suppenkelle ist der Urinprobe zum Opfer gefallen

    Meine auch:D

    Ich habe mir übrigens auch ein Buch bestellt.

    https://www.thieme.de/shop/Hunde-Kat…000000297520101

    Endlich wurde mein Wunsch erhört! Ein Buch über Hundeernährung, das analytisch westliche Ernährungslehren mit östlichen Betrachtungsweisen, wie die TCM, zusammenführt. Geschrieben von 6 Autoren mit viel Fachkompetenz und aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

    Es gibt ganz viele konkrete Anleitungen/Rezepte für selbst zubereitete (gekochte) Rationen, sowohl Nährstoff-orientiert als auch aus chinesischer Sicht sehr individuell auf die Konstitution des jeweiligen Hundes abgestimmt.

    Ich finde, dass dieses Buch die inzwischen doch arg angestaubte Meyer/Zentek-Lektüre nicht nur wissenschaftlich aktualisiert, sondern auch praxixorientiert und anschaulich informiert.

    Als Fachbuch nicht ganz billig, aber das war`s mir wert. Hurra:lol: