Beiträge von Audrey II

    Welcher Nahrungszusatz für den jeweiligen Hund in Frage kommt, hängt von der Zusammensetzung des Produktes ab. Nicht alles wird tatsächlich benötigt, aber ggf. teuer bezahlt ;)

    Basiszusätze waren in meiner Hundeküche Calcium und B-Vitamine. Dafür reichte ein einfaches Naturprodukt. Mit zunehmenden Alter des Hundes habe ich den veränderten Nährstoffbedarf angepasst.

    Als Alternative zur herkömmlichen Mineralstoff-und Vitaminversorgung habe ich mir die benötigten Zusätze/Komponenten mal in einem Futterplan ausrechnen lassen. So genau habe ich aber nicht gefüttert, aber ich wusste dadurch wie`s geht und hatte eine gute Orientierung :smile:

    Könnte es wohl sein, dass er zu wenig Magensäure hat und der Essig da hilft?

    Nee :smile: Essig wirkt im Körper basisch und hat nix mit Magensäure bzw. Salzsäure zu tun. Sparsam angewendet kann er ggf. das Beste bei der Zubereitung der Nahrungsmittel herausholen, denn die leichte Säure unterstützt den Geschmack vieler Zutaten.

    Wenn der Hund Essig mag, so what ;) Ich würde es jetzt nicht übertreiben, aber ein wenig Essig im sonst so geschmacklosen Reis macht daraus köstlichen "Sushi-Reis" :D

    Für den Shiba vielleicht reizvoll :woozy_face:

    Oder es geht wirklich nur in geringer Menge.

    Ich hatte ja auch einen Hund mit einem sehr empfindlichen Verdauungssystem. Ausgelöst u.a. durch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit und fehlende bzw. ungenügend vorhandene Verdauungsenzyme.

    Reaktionen, die keinen immunologischen Hintergrund aufweisen sind ja keine "echte" Allergien. Das macht die Ursachenforschung wirklich schwierig. Intensität und Ausmaß der Reaktion wie z.B. Sodbrennen, Erbrechen, Bauchweh oder Durchfall hängen dann nur von der Menge der aufgenommenen Stoffe/Nahrungsmittel ab.

    Das kann die klassische Histaminunverträglichkeit sein, aber eben auch ein Zuviel an tierischem Protein, KH, Fett, Wurzelgemüse, Hülsenfrüchte usw.

    Bei einer Ausschlussdiät fehlen oft wichtige Ballaststoffe, die den Nahrungsbrei vorantreiben. Kommt die Nahrung nicht voran, steckt sie fest und der Hund hat nicht zu viel Magensäure, sondern Säure am falschen Ort. Viele Fachtierärzte für Diätetik empfehlen bei den Basisrezepturen inzwischen den Zusatz Zellulose.

    Ich habe mich dann auf das "Austesten" eingelassen ;)

    Beim Gemüse finde ich die TK-Packungen wie z.B. Kaisergemüse recht praktisch, weil die moderate Gemüsemengen enthalten. Dann gabs viel Zucchini. Auch Kohlrabi oder gelbe Paprika. Salat quasi nur als "Vitamin-und Bitterstoff" Zusatz.

    Grünkohl aus dem Glas wurde auch gut vertragen :smile:

    es ist nur das Sodbrennen.

    Nach meinen Erfahrungen verursachen Möhren kein Sodbrennen. Im Gegenteil. Eigentlich binden Pektine überschüssige Magensäure. Die Möhren sollten aber schon sehr weich gekocht werden. Empfindliche Hundemägen mögen es dann auch ggf. püriert.

    Es gibt allerdings auch Hunde, die nur eine gewisse Menge an Möhren vertragen. Der Zuckergehalt ist nicht zu unterschätzen und kann ggf. zu Durchfall führen. Das führt aber nicht zu Sodbrennen :???:, denn wo die Verdauung beschleunigt wird, muss der Magen nicht zusätzlich Säure bereitstellen.

    Möhren sind zwar gesund, aber in der Fütterungspraxis etwas grenzwertig. Mein Hund hat rohe Möhren gar nicht verdaut und gekochte nur in begrenzter Anzahl. Am besten vertragen wurden tatsächlich die ollen Möhren aus der Dose :D

    Du wirst wohl etwas rumprobieren müssen und gucken, was für deinen Hund passt.

    Sehe ich auch so :smile:

    So ein Futterplan dient der Orientierung, aber er muss ggf. auch an die Verträglichkeit, Vorlieben-und Abneigungen des jeweiligen Hundes angepasst werden. Wenn ich merke, dass die festgelegten Mengen an Fleisch, Fett oder Nudeln und Co. beim Hund zu Verdauungsstörungen führen, dann muss Plan B her ;)

    Die richtige Zusammensetzung des Futters ergibt sich in der Praxis weniger aus dem schematischen Einhalten von Zahlen, sondern aus dem Ernährungs-und Allgemeinzustand des Hundes. Als Koch muss man gerade am Anfang etwas mehr beobachten. Wie und was schmeckt dem Hund und wie verdaut er das Futter. Nur Verdauliches ist für den Körper tatsächlich verfügbar.

    Heute gab es bei mir Süßkartoffelpfannkuchen mit Kräuterquark. So ein Rezept steht natürlich in keinem Futterplan, aber der Ashley hätte es geschmeckt und sie wäre glücklich gewesen :D

    Bei einem gesunden Hund ist ein recht breites Spektrum an Nahrung möglich und wird die eine oder andere Empfehlung vom Futterplan nicht vertragen, gibts genug Alternativen. Und selbst wenn irgend ein empfohlener Bedarfswert nicht täglich erreicht wird, entsteht nicht sofort ein Nährstoffmangel.

    Das war vor 10 Jahren noch ganz anders. Da wurde um jedes Gramm Fleisch und um jeden Nährstoff bis ins Detail gerungen und gestritten. Heute muss man sich in punkto Hundeernährung eigentlich nicht mehr unsicher fühlen. Zum Glück :smile:

    Als wenn sie ihren Darm selbst rausgeputzt hätte.

    Hunde verfügen tatsächlich über erstaunliche Selbstheilungsprozesse. Durchfall ohne weitere Beschwerden erfüllt z.B. die Funktion zum schnellen Abtransport schädlicher Keime. Auch schwerverdauliches, bindegewebereiches Futter wird gerne mal im Darm durchgewunken. Das spart z.B. Verdauungsenergie ein.

    Konsistenz und Farbe des Outputs geben wichtige Hinweise. Bei Entzündungsvorgängen sondert die Darmwand unkontrolliert Flüssigkeit und Schleim ab. Mag ja erst mal eklig klingen, aber ob der Durchfall eher wässrig ist oder noch Futterbestandteile enthält, gelb oder schleimüberzogen ist, kann für die erste Diagnostik nützlich sein.

    Nix dergleichen könnte also erst mal wirklich harmlos sein und das Gedärm betätigt nur den Schleudersitz ;)

    Ich würde auch sehr genau auf die aktuelle Futterzusammensetzung bzw. Menge der Leckerlis, Kaukzeugs usw. achten.

    Wenn man Glück hat, erledigt sich das Problem nach einigen Tagen :smile:

    wenn es auch für uns Suppe gibt. Ist dann zwar oft mehr Gemüse, als Fleisch, aber so hin und wieder mal schadet das ja nichts

    Also bei mir gabs 13 Jahre lang die mediterrane Suppenküche mit viel Gemüse und wenig Fleisch :D

    Ich denke, dass jedes Hundegedärm mit der passenden Zusammenstellung der Komponenten zufrieden gestellt werden kann. Wenn die Nährstoffversorgung gewährleistet ist, dann bietet sich doch inzwischen ein riesiger "Markt der Möglichkeiten" an.

    Niemand sollte sich mehr rechtfertigen, wenn irgendwas im Napf landet, was nicht dem Mainstream entspricht ;) Wenn es dem jeweiligen Hund gut tut, dann ist es auch gut so.

    Hühnersuppe gabs bei mir übrigens regelmäßig für den Hund. Wissenschaftlich gesehen wirkt die Aminosäure Cystein entzündungshemmend, aber eigentlich wußten schon die Altvorderen von der heilsamen Wirkung des gekochten Suppenhuhn, auch wenn sie es sich nicht erklären konnten.

    Weiterhin fröhliches Kochlöffelschwingen :smile: