Beiträge von Nocte

    Verstecken ... nicht so unser Thema :ops:

    Erstens, Du machst das völlig richtig mit dem Verstecken oder wir machen es beide falsch - hatte ich erwähnt, dass ich ein wasserdichtes, stoßfestes Outdoorhandy inkl. Ortungsfunktion und Alarmfunktion der Bergwacht hatte (gibt es leider nicht mehr). Das hatte ich nicht ohne Grund ... :hust:


    Verstecken klappt bei uns, klappt das bei uns eigentlich :???: Ich hab das mal gemacht und Luna ist so clever, die nutzt dann ihre Nase und findet mich. Lena geht Luna nach oder die Runde fertig oder zum Auto. Shadow ist mir noch nie 'abhanden' gekommen.

    Ich mach das nicht mehr, seit es mal schief gelaufen ist. Die Damen waren so ins Buddeln vertieft. Ich hab mich in einem Hain versteckt, von dem aus ich die Hunde sehen konnte. Das ging alles ziemlich gut auf und hätte evtl. geklappt, wenn ich die Raufergruppe aus der Huschu gesehen hätte. Die Meute hatte sich selbständig gemacht - war also im Freilaufgebiet als Rudel Halbstarker unterwegs und nicht angeleint. Während meine Mädels im Tiefflug zu mir unterwegs waren, sind sie von denen gestellt und 'überfallen' worden. Die waren so geschockt, dass sie panisch zum Parkplatz gerannt sind. Ich natürlich hinterher - ein paar Passanten hatten das ganze von der anderen Seite aus beobachtet und auch einige Spaziergänger. So bekam ich während des Rückwegs alle paar Minuten eine Info, wo meine Mädels grad waren.

    Zitat


    Den Punkt finde ich sehr wichtig. Bei Gammur kommt es nicht so rüber, als würde sie Stress komunizieren und über Gehorsam den Ausgleich schaffen wollen. Aber ich habe auch den Eindruck, oftmals bedingt sich das. Wer sehr unsicher ist, braucht mehr Komandos. Aber die Stimme, die Gerüche, die Körpersprache teilen dem Hund was ganz anderes mit. Grisu wär auch so der Typ, der an dem Konflikt innerlich zerreißen würde. Bei Grisu sind Komandos unwichtig, überflüssig. Weil er eh so auf mich achtet und darauf reagiert, was mein Körper sagt und im Zweifelsfall darauf reagiert und nicht aufs Komando (und erst nicht auf Futter/Spielzeug etc.). Anders Lucy: die macht ihr Ding und hört dann halt auf Komandos. Find ich einfacher, weil es unabhängiger davon ist, wie ich gerade drauf bin... :hust:

    Ich habe auch viele Automatismen eingebaut und mir ist wichtig, mich auf die Hunde verlassen zu können, ohne dass ich in dem Moment aufmerksam sein muss oder sonst etwas vorgeben muss. Sei es das Auftauchen von Wild oder von Joggern oder von Kindern... da kennt Lucy die Grenzen und Grisu spult sein Program ab :roll: , was aber halt in meinem Sinne ist. Ich möchte nicht anleinen müssen und ich möchte nicht immer aufmerksam sein und Komandos geben müssen. Aber klar, dafür muss man dem Hund erst mal die Welt erklären. Vermutlich kontrollier ich im Aufbau stärker, als ich mir grad eingestehen will :ops: .

    Mich beschleicht grad der Verdacht, dass wir und unsere Hundegespanne sehr ähnlich gestrickt sind :D

    Momentan geht es ihr gut. Vom Zwingerhusten hat sie sich vollständig erholt und auch von der Inkontinenz, die durch das Antibiotikum ausgelöst wurde.

    Was aber seit dem Zwingerhusten geblieben ist, ist ein scheinbar unstillbarer Hunger - sie hat wirklich Hunger, richtigen Hunger. Ich hab das auf die Medikamente geschoben, weil die ja auch auf Magen und Darmflora schlagen. Mal sehen, ob es sich bessert, wenn wir etwas für den Aufbau der Darmflora getan haben.

    Ansonsten ist sie fit, hat Tonnen von Fell und ist mein herzallerliebstes, bestes Looney-Toon.

    Das hängt mit Sicherheit stark von der eigenen Person ab. Ich z.B. mag auch Hunde, die selbständig sind. Ansprechbar sollen sie aber auch sein. Ich gehe z.B. kein Risiko ein - und empfinde diese Situationen dann auch als eher stressig - bei Kontakt mit Fremden. Es gibt eine ganze Reihe an Situationen, in denen ich den Hund unbedingt unter Kontrolle und schlimmstenfalls auch an der Leine wissen will. Meine persönliche Hitliste:

    - Kinder, besonders mit Schlitten, laut und schreiend
    - Reiter (keiner meiner Hunde tut Pferden was, aber wissen die das auch)
    - Jogger
    - Inliner
    - Radler
    - Rentner
    - Nordic Walker ... grusel
    - die Hundeschule im Wald :zensur:

    Ich kann meinen Großen durchaus schon vertrauen und tue es gelegentlich auch einfach, wenn ich der Ansicht bin, ich muss mich ganz auf den Jungspund konzentrieren oder wenn ich gepennt habe, aber bei allen Kontakten, die eben zu unangenehmen Folgen führen könnten, wenn sie denn schief gingen, bin ich übervorsichtig.

    Ein Teil meiner eigenen Unentspanntheit in diesen Situationen rührt daher, dass die Luft für uns Hundehalter immer dünner wird. Dinge, die früher niemanden interessiert hätten (wie ein Hund, der im Hundefreilaufgebiet mal an einem schnüffelt) können heute schon zum Besuch der Ordnungshüter führen (alles schon erlebt) und allzu oft nehmen sich die Gegenüber eben auch raus, keine Rücksicht nehmen zu müssen, weil ich als HH ja per se Schuld bin.

    Bei den meisten anderen Dingen bin ich aber total entspannt und sehe sie locker - meine Hunde dürfen auch mal in den Wald rennen, sich auch mal sehr weit entfernen, auf der Wiese nach Mäusen buddeln, schwimmen und vieles, was andere HH nie gestatten würden. Grundvoraussetzung ist aber für mich die Abrufbarkeit. Wobei ich mich nie zu 100% drauf verlasse und in manchen Situatutionen durchaus eine 'Seis drum' Haltung habe, so lange es um Kleinigkeiten geht. Es entspannt sehr, wenn man keine Perfektion von sich als Team verlangt, aber in den wichtigen Momenten nie (oder fast nie) enttäuscht wurde.

    - DAS IST JETZT AUSDRÜCKLICH NICHT AUCH AUF HUDSON BEZOGEN -

    Beim Hüten hab ich - wie oben erwähnt - schon diese sehr kontrollierten Hündinnen gesehen. Ihr HH ist auch sehr schnell gestresst und kontrolliert darum außerhalb der Wohnung alles. Diese Hunde sind am Vieh anders, als andere Aussies. Es dauert ewig, bis sie sich überhaupt mit der Sache befassen - sie machen keine Angebote. Das wäre für mich eine Katastrophe, schon weil ich mehr auf den Hund angewiesen bin als er auf mich ;) Diese Hunde wirken nie befreit, absolut nie - sie sind sehr kontrolliert und auch sehr langsam. Ein Rennen und Sprinten kommt denen nicht mehr in den Sinn.

    Diese Hunde stehen unter zu viel Kontrolle und man merkt es ihnen auch im Alltag an, weil sie auf der einen Seite extrem kontrolliert werden, aber auf der anderen Seite vom HH sehr oft Unsicherheit und Streß vermittelt bekommen - sie leben im ständigen Konflikt mit dem Gefühl 'Alarm, ich muss regeln' und einem zu befolgendem Regelkatalog der Dicke eines Telefonbuchs.

    Einem sensiblen Aussie kann das die ein oder andere Sicherung kosten. Es ist nicht so leicht heutzutage. Prinzipiell bin ich der Ansicht, dass die Hunde entspannt sind, wenn ihre Menschen entspannt sind (grundsätzlich, nicht in jeder Situation). Es kommt auf das jeweilige Gemüt des Hundes an und auch auf das Team. Ein unsicheres Sensibelchen braucht deutlich mehr Führung um sich sicher zu fühlen und glücklich zu sein. Die nehmen einen festen Rahmen, in dem sie sich bewegen können, auch gut an - es weist ihnen eine Position zu, auf der sie sich zurücklehnen und wohl fühlen können und auch keine Sorgen haben. Für solche Hunde bedeutet ein Regelwerk und Führung innere Ruhe und Festigkeit.

    Ein Hund wie Shadow jedoch ...


    Gar nicht so einfach zu beantworten.

    Bei uns sind es auch drei Hunde und die meiste Zeit über kümmer ich mich allein drum. Einer gehört meinem Mann, zwei mir. Alle Alltagsdinge mache ich mit allen dreien gemeinsam - also Rückruftraining, Physio, Sitz, Platz, Spaziergänge, Füttern.

    Training ist unterschiedlich: mein Mann und ich fahren gemeinsam auf den Hundeplatz, dort habe ich ursprünglich mit allen dreien nacheinander geübt. Mitlerweile hat mein Mann aber Spaß dran gewonnen und besteht darauf, mit seine Hündin selbst auch zu üben. Der jüngste Hund kommt auf dem Platz nicht zurecht - daher lasse ich ihn zu Hause. Ich habe aber auch schon meine beiden zur selben Zeit auf dem Platz gehabt und auch das geht, wenn man nicht gerade 'korrekt' ausgeführte Übungen für eine BH etc. trainieren will.

    Zum Hütetraining nehme ich meine zwei allein mit und der Terrier bleibt bei meinem Mann.

    Mein Mann geht zum Beispiel lieber einzeln mit den Hunden, dafür aber nur ums Haus - es ist ihm zu viel Streß drei zu handhaben, weil hier eben auch mit Hunden zu rechnen ist, die frei laufen oder sich mit unseren nicht verstehen.

    Ich gehe fast immer mit allen dreien auf einmal, dafür aber eben auch gern in den Wald, wo sie fast immer im Freilauf unterwegs sind. Im Garten sind auch immer alle drei dabei (der Garten liegt nicht an der Wohnung, man muss hinlaufen) und dort wird neben spielen, buddeln und toben auch hin und wieder die Reizangel ausgepackt, das ein oder andere geübt und geblödelt.

    Im Haus ist im Normalfall Ruhe - sie dürfen miteinander spielen, liegen aber die meiste Zeit irgendwo rum oder kauen Knabbersachen oder Schmusen. Wenn ich in meinem eigenen Büro arbeite, kommen alle drei mit. Das Büro ist im selben Haus, ich kann im Sommer auch ein Kindergitter (bei uns ein improvisiertes) im Flur das Treppenhaus versperren, so dass sie sich auf zwei Etagen frei bewegen können.

    Jeder der Hunde hat bestimmte Liegeplätze, die er von sich aus bevorzugt. Hin und wieder kommt es noch zu Eifersüchteleien, wenn der Aussie-Jungspund mit seinen 9 Monaten über die Stränge schlägt, aber nie mit Beschädigungsabsichten oder mehr als einer großen Klappe.

    Wir hätten während der Läufigkeiten die Möglichkeiten gehabt zu trennen, da wir eben 2 Zimmer außerhalb der eigentlichen Wohnung im oberen Stockwerk haben. Das ist mitlerweile nicht mehr nötig, da nach der letzten Scheinträchtigkeit auch unsere zweite Hündin kastriert wurde.

    Was wirklich anstrengender ist:

    - Unterbringung für drei Hunde finden
    - Besuche bei Freunden / Verwandten, wenn sie weiter weg wohnen
    - Anfeindungen von Außen oder der Verwandtschaft / Bekanntschaft
    - horrend hohe Steuern
    - satt gestiegene Versicherungskosten seit 2010
    - Erziehung immer konsequent durchhalten (Bei einem einzelnen Hund kann man z.B. noch verknusen, wenn der mal an der Leine zieht, bei dreien in der Gewichtsklasse von Aussies ein absolutes NoGo)

    Spielen mit dem Weihnachtsgeschenk von Shadows Züchterin:


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    ich dachte ja, dass ich euch die schon gezeigt hätte :???:

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    Meine Luna ... einfach mein Hach-Hund :liebhab:

    Zitat

    Gammur: Wow, und das war wirklich so nötig? Beide meine Hunde hatten ihren Radius eigentlich von selbst :???: . Bzw. mir ist dann ein situatives "frag nach" lieber, als ein fester Radius. Wobei ich das allgemein nur ungern tu, sehr kontrollieren/sehr enge Regeln. Das mag aber durchaus auch zu Problemen mit Grisu geführt haben. Bei ihm musste ich lernen, dass etwas mehr Führung ihm durchaus gut tut, ihn entspannt. Lucy ist selbständiger, was bei ihr absolut in Ordnung geht.

    Du sprichts meine Gedanken aus - mir wäre das für meine Hunde auch zu viel Kontrolle. Shadow ist sehr sehr selbständig und diese Selbständigkeit muss er in geeignetem Rahmen auch ausleben dürfen. Zu viel Vorgabe bekommt ihm nicht. Eine der Schwestern die ich kenne, ist genauso - vielleicht sogar noch ein wenig selbständiger. Shadow hat auch einen unsichtbaren Radius, aber 15m würden ihm jetzt nicht mehr reichen, so lange ich ihn laufen lasse, also gerade nicht mit ihm spiele oder etwas übe.

    Bei uns gibt es dieses 'Nachfragen', situationsbezogen feste Regeln und ansonsten relativ viel Freiraum - (m)ein Aussie ist ein Selbstdenker, das soll er auch sein - gerade später, wenn er hüten soll, muss er auch selbst denken und anbieten.

    Ich kenne 3 Aussiehündinnen, die der Schilderung von Gammur nach zu urteilen, ähnlich wie Hudson erzogen wurden. Ich habe alle in unterschiedlichsten Situationen und auch am Schaf erlebt und muss gestehen, dass ich mir so meinen Aussie nicht wünsche.

    Einen Rüden kenne ich allerdings, der eher ängstlich und unsicher ist und dem mehr Führung auch gut tut, aber selbst bei dem gibt es Situationen, in denen wir ihn in Verhalten bestärken, bei dem andere Kandidaten eine deutliche Ansage bekommen hätten.

    Nicht dass ihr mich falsch versteht - es gibt bei uns auch ein paar Regeln, die unumstößlich sind. Es wird z.B. nicht an der Leine gespielt und zu Fremden (egal ob Mensch oder Hund) wird ohne Genehmigung kein Kontakt aufgenommen. Die Hunde haben sich bei 'Feindsichtung' bei mir einzufinden, wenn ich auf 'Nachfragen' keine Freigabe erteile.

    Kusko ist ja auch nicht so groß, vielleicht kann er dir ja auf die Füße springen, wie im Sportunterricht - da mussten wir früher auf dem Rücken liegen und ein Trainingspartner stellte sich balancierend auf deine Füße (wenn man groß war auf die angezogenen Knie) oder Seilspringen mit dem Hund.

    Oh Mann, ich kann nicht gut beschreiben.