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Ich bin dafür, dass jeder Mensch, der andere Menschen angreift, mutwillig verletzt oder tötet ebenso getötet wird. Denn das darf ja auch nicht sein. 
Mo ganz ehrlich, ich finde solche Kommentare hier fehl am Platz. Hast Du das selbst mal mitgemacht? Weißt Du, wie sehr einen das erschüttern kann, wenn dem Pflegling nicht zu helfen ist?
Es gibt dafür die unterschiedlichsten Gründe: Tumore, fehlende Prägung, jahrelange Zwingerhaft, Schläge und und und. Mir zumindest ist es noch nicht gelungen, mich daran zu gewöhnen und ich will es auch nicht.
Aber anders als wir, reflektiert der Hund sein Verhalten nicht unter dem Gesichtspunkt sozialer Einpassungsfähigkeit in eine von Menschen dominierte Welt. Nicht jedes Umfeld gibt es her, diese Tiere zu betreuen. Es gibt in Deutschland nichtmal 20Plätze für solche Hunde - also Plätze, auf denen mit ihnen gearbeitet wird und sie nicht nur verwahrt. Die Orga muss um Anrecht auf einen solchen Platz zu haben Mitglied im Deutschen Tierschutzbund sein und auch dann noch sind diese Plätze auf Jahre hinaus mit Warteliste belegt.
Willst du ernstlich sagen, dass es dann für einen Hund schöner ist, über Jahre hinweg mit Maulkorb in einem Tierheim dahinzuvegetieren?
Und dann steht noch die Frage, ob es wirklich was bringt, das medizinisch abklären zu lassen. In erster Linie schafft es doch eher für den Menschen die Gewissheit, nicht Schuld zu sein. Das führt eventuell zu genau dem Gegenteil von Nachdenken, schließlich war der Hund defekt. Im Tierschutz bindet es aber wieder enorme Summen Geldes. Nicht zu vergessen, dass der Hund nach so einem gravierenden Vorfall eingestuft wird. Oft genug, ohne jede Möglichkeit jemals wieder ohne MK oder Leine draußen laufen zu können. Hat der HH dann keinen Garten, den er den Erfordernissen an die Haltung gefährlicher Hunde anpassen kann, weil das Bauamt quer schlägt, dann ist eine artgerechte Haltung kaum noch herzustellen - mal ganz von den Kosten abgesehen.
Ein wenig reflektierter sollte man das Thema schon betrachten.
Zu den 'gefährlichen Menschen': offiziell gibt es auch in der BRD noch eine Landesverfassung mit Todesstrafe. Da ist aber der Bund vor. Es gibt noch genug Länder mit Todesstrafe und gerade in Deutschland muss ja nun das Thema Sicherheitsverfahrung neu aufgerollt werden. Wir sollten doch nicht vergessen, dass ein Mensch theoretisch lernen kann, mit Haft umzugehen. Der Hund im Tierheim wird das nicht - selbst wenn ich ihm einen Fernseher, eine X-Box oder 100 Bücher in den Zwinger lege. Der Mensch kann im Knast arbeiten, sogar eine Ausbildung machen und die meisten Insassen sind sozialer Interaktion mit anderen Zweibeinern und ihrer Familie nicht beraubt. Vom Hund im Tierheim kann man das wohl nicht behaupten.